Netzwerkfortbildung „Traumata bei Kindern im Grundschulalter“

Am 25.6.14 hatte das Jugendamt der Stadt Hürth zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen, bei der es um „Traumata bei Kindern im Grundschulalter“ ging. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Netzwerkes Frühe Hilfen-Kinderschutz, das das Jugendamt aufgebaut hat und bei dem es um grundlegende Aspekte zum Verständnis von Trauma und Traumafolgen bei Kindern ging.

Die Tagung, an der ungefähr 50 Personen aus den Bereichen Grundschule, Jugendamt und Kinderschutz teilnahmen, wurde von der Diplom-Psychologin Monika Dreiner geleitet, die uns die Entwicklungsschritte des Kindesalters nahebrachte und die Folgen darstellte, die eine traumatische Erfahrung für ein Kind haben kann. Nicht nur, dass die Entwicklung gehemmt werden kann, sondern das Kind versucht, sich mit extremem Mißtrauen gegenüber anderen Personen vor weiteren Verletzungen zu schützen. Auch aggressives Verweigern/Stören des Unterrichts okder Schuleschwänzen können die Folge sein. Jedoch ist Vorsicht geboten, ein solches Verhalten immer auf ein Trauma zurückzuführen, hier ist es wichtig, sehr sensibel auf das Verhalten des Kindes zu achten.

Insgesamt war es eine sehr nützliche Veranstaltung für meine Arbeit im Jugendhilfeauschuss und dem Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion.

Der Rat hat sich konstituiert

Am 24.6.14 trat der neue Stadtrat zu seiner ersten, der konstitituierenden, Sitzung zusammen. Darin hat die CDU 18 Ratssitze, die SPD 15 Ratsmitglieder, die Grünen 5, die Linken und Freien Wähler je 2. Eine weitere Fraktion hat sich gebildet: Die FDP und Piraten mit je einem Ratsmitglied bilden eine neue Fraktion, was ihnen das Antragsrecht, ein Büro und mehr Geld sichert. Die neuen Vizebürgermeister Prinz (CDU) und Reiners (SPD) wurden einstimmig bei zwei Enthaltungen gewählt.

Einige der Ausschüsse wurden auf Wunsch der CDU neu gebildet oder anders zugeschnitten, der Hauptausschuss wurde zugunsten eines neuen Finanzausschusses geschwächt, der Ausschuss für Bildung wurde der Kultur beraubt, die dem Sport- und Bäderausschuss zugeschlagen wurde. Die SPD stimmte gegen diese Änderungen, die befürchten lassen, dass in Zukunft die Kultur nur noch ehrenamtlich betrieben werden soll. Die schwarz-grüne Mehrheit setze sich aber durch.  Die Inhalte der Kooperationsvereinbarung sind jedoch noch nicht festgelegt. Und ob die Basis der Grünen diesen Kurs mitträgt, bleibt abzuwarten

Stephan Renner leitet die SPD-Fraktion und ich bin stellvertretende Vositzende.

In Zukunft werde ich in folgenden Ausschüssen vertreten sein:

–       Bildung, Soziales und Inklusion als Ausschussvorsitzende

–       Sport, Bäder und Kultur als kulturpolitische Sprecherin

–       Jugendhilfeausschuss als Sprecherin der SPD

Außerdem bin ich in einigen Gremien wie dem Zweckverband Volkshochschule und dem Zweckverband Südlicher Randkanal vertreten. Die Sitzungen beginnen nach den Sommerferien, vorher wird noch einiges an Gesprächen und Planungen zu leisten sein. Viele wichtige Aufgaben liegen vor uns und ich freue mich darauf, an ihrer Bewältigung mitzuwirken.

Hürth ist eine liebenswerte, aktive Musikstadt.

An diesem Wochenende wurde mir wieder bewusst, welch eine aktive Musikstadt Hürth ist.
Am Samstag gab es in der Josef-Metternich-Musikschule einen Workshop veranstaltet vom Verband der Musikschulen NRW zum Thema „Türkische Musik an den Musikschulen“,  MUZIK NRW.

Im Anschluss daran gab es ein kleines Dozentenkonzert. Die Lesefreunde Hürth hatten dabei die Aufgabe übernommen, eine türkisch-deutsche Lesung beizutragen. (mehr)
Das Konzert dauerte bis ca. 20:30 Uhr.

Dann beeilten wir uns, den vollbesetzten Löhrerhof zu erreichen. Dort gab es ein Konzert „Klassik in der Scheune“, bei der Dozenten unserer Musikschule ihr Können unter Beweis stellten. Wir hörten gerade noch ein Stück von Sarasate, gespielt von Ljuba Jovanovic, Violine und Stefan Oefner Gitarre, bis es in die Pause ging.

Danach überzeugten Darko Konofsky, Gitarre, und Clovis Alessandri, Klavier, mit ihrem virtuosen Spiel und Stücken vor allem spanischer Komponisten von Tarrega bis Rodrigo.

An einem Abend zwei Konzerte und trotz Fußball WM und anderer Kulturangebote sehr gut besucht!

Für die Reihe „Klassik in der Scheune“  gilt „Eintritt frei, Spende erbeten“. Unabhängig vom Geldbeutel kann jeder interessierte Bürger teilnehmen und wunderbare Musik erleben.

Am Abend vorher hatte ich auch einen Zielkonflikt. Die SPD-Fraktion bedankte sich bei den ausscheidenden Fraktionsmitgliedern mit einer kleinen Feier. Günter Reiners, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Jazzclubs, hatte die Musik organisiert mit einer jungen Jazzformation, einem „Eigengewächs“.

Dabei mussten wir ein anderes Konzert versäumen, dass gleichzeitig im Jazzkeller stattfand.

Marius Peters, ein junger Musiker, der an unserer Josef-Metternich-Musikschule zunächst klassische Gitarre studiert und sich dann auch anderen Musikrichtungen zugewandt hatte, trat mit seiner Gruppe „marius peters rearranged“ auf.

Aber auch hier kam die Meldung, dass der Jazzkeller am Rande der Kapazität war.

Weil wir dieses Konzert versäumen mussten, freuen wir uns besonders auf das Konzert am 25.7. in der „Gelben Villa“ mit Marius Peters und „Klaus dem Geiger“. (mehr)

Aber es gibt noch viel mehr Musik in Hürth.  Weit über die Grenzen der Stadt ist bekannt  das

45. Musikfest in Fischenich vom 27. – 29. Juni 2014

oder die Kulturpreisträger 2011,  die Musikinitiative  „Hürth rockt“.
Wir sehen:
  • Alle Veranstaltungen wurden von Hürther Künstlern oder Organisatoren durchgeführt.
  • Die Dozenten unserer Musikschule musizieren auf hohem Niveau.
  • Ausgezeichnete Musiker haben bei uns die ersten musikalischen Schritte getan.
  • Es gibt viele musikalisch engagierte Bürger, die durch unsere Förderrichtlinien ermutigt werden, schöne Veranstaltungen zu organisieren. (Ein Teil des Veranstaltungsrisikos übernimmt die Stadt.)
  • Wir haben in verschiedenen Stadtteilen Spielstätten mit einer besonderen Atmosphäre für Musik unterschiedlicher Richtungen.  (hier eine  Auswahl )

Das soll auch in Zukunft möglich sein. Dafür werde ich mich im Rat einsetzen.

Die Wahl ist vorbei!

Nach vielen anstrengenden Wochen des Wahlkampfs liegt jetzt der 25. Mai hinter uns. Leider waren die Ergebnisse für die SPD in Hürth enttäuschend. Trotzdem möchte ich mich bei allen meinen Wählerinnen und Wählern herzlich bedanken, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich werde mich besonders für sie aber natürlich auch für alle anderen Hürtherinnen und Hürther im Rat einsetzen, um das Wohl unserer Stadt zu fördern. Wie ich schon in meinem Profil beschrieben habe, setze ich mich besonders für Bildung und Kultur ein, wobei der Leseförderung  in allen Altersgruppen ein besonderer Stellenwert zukommt.

Meine Partei hat mich einstimmig zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. In dieser Funktion führe ich zusammen mit Kollegen aus dem Fraktionsvorstand und dem Rat Gespräche mit anderen Parteien, um Themen und Ziele für die künftige Ratspolitik zu umreißen. Hierfür sind viele Beratungen auch innerhalb unserer Partei nötig. Am 24.6. findet die konstituierende Ratssitzung statt, bei der festgelegt wird, welche Ausschüsse es mit welchen Mitgliedern geben wird. Bis dahin müssen unsere Beratungen abgeschlossen sein.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe

Als Mitglied des Integrationsrates Hürth nahm ich an mehreren Workshops teil, die im Rahmen der Entwicklung eines Integrationskonzeptes für den Rhein-Erft-Kreis stattfanden. Der letzte Workshop war am 23.5.14 in Brühl, bei dem es um die Themen „Gesundheit und Pflege“, „Sport und Vereinsleben“ und „Mitwirkung und politische Teilhabe“ ging.

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Eine kurze Unterbrechung der Arbeitssitzung.

Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung, Schulen, freien Trägern und Politik diskutierten lebhaft in den drei Gruppen, wobei bestehende Projekte und Initiativen dargestellt, aber auch konkrete Vorschläge erarbeitet wurden, wie die Situation von Migrantinnen und Migranten verbessert werden kann. Diese Vorschläge fließen dann in das Kreisintegrationskonzept ein, das im September verabschiedet werden soll. Hürth steht mit seinem Projekt der Integrationslotsen, die Zuwanderern z.B. bei Behördengängen oder Übersetzungen helfen, besser da als manch andere Kommune.

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Nach einer langen Sitzung rauchen die Köpfe.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, so steht es im Wahlprogramm der SPD in Hürth. So gehört es dazu, dass wir gelegentlich auch eine türkisch-deutsche Lesung organisieren.

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Hier mit Frau Seute in der Stadtbücherei

Auf Initiative einiger Mitglieder des noch amtierenden Integrationsrats wird es im Juni auch eine polnisch-deutsche Lesung für Kinder geben.

Skawina, Partnerstadt von Hürth, 650 Jahre alt

Hürther Musikschüler begeistern Partnerstädte

Skawina, Partnerstadt von Hürth, ist in diesem Jahr 650 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund hat Skawina zu den „Skawina Days“ alle ihre Partnerstädte eingeladen. Neben einem umfangreichen Programm mit politischen Vorträgen und Diskussionen z.B. zum Thema „Arbeitslosigkeit“, „Wahlrecht“ und „Europawahl“ konnten die Delegationen die herzliche Gastfreundschaft in Skawina erfahren.

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Ich bin kurzfristig für einen anderen Deutschen eingesprungen und stelle das deutsche Wahlsystem vor.

Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Allee der Freundschaft. Weil Hürth am längsten mit Skawina freundschaftlich verbunden ist, durfte Bürgermeister Walther Boecker den ersten Baum der Freundschaft pflanzen. Dann folgten  die Bürgermeister von Turcianske Teplice (Slowakien), Thetford (England), Rostoky (Tschechien) , Civitanova Marche (Italien)und Peremyslany(Ukraine).

Eine Bilderserie zu diesem Ereignis finden Sie  auf

dieser Seite  weiter unten.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Feierstunde im Sokol Palast mit Ehrungen für viele, die in den vergangenen Jahren die Städtefreundschaft mit Leben erfüllt hatten.

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Zur Pause schnitten die Bürgermeister der Partnerstädte gemeinsam die Geburtstagstorte an.

Da Skawina seit kurzem eine Musikschule hat, haben einige andere Partnerstädte auch Schüler ihrer Musikschulen mitgebracht, um die Feierstunde zu gestalten.

Kinder der Josef-Metternich-Musikschule aus Hürth haben ein besonders anspruchsvolles Programm beigetragen.

So spielte die 13-jährige Karla Lehmann einen Satz aus dem Flötenkonzert D-Dur von Haydn. Die Preisträgerin im Wettbewerb „Jugend Musiziert“ begeisterte das Publikum, aber auch das kleine Kammerorchester mit Ana Jovanovic 1. Violine, Lisa Nguyen 2. Violine, Nora Becker  Bratsche und Patrick Zobec  Violoncello machte das Konzert zu einem gelungenen Ganzen.

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Ana Jovanovich und Lisa Ngyuen, auch beide Preisträgerinnen, zeigten danach mit einem Violinduo von Viotti, welche geigerischen Qualitäten in ihnen stecken.

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Aber auch andere Kinder von anderen Musikschulen verschiedener Alterstufen mit verschiedenen Besetzungen lieferten einen bunten Strauß an Musikstücken auf hohem musikalischen Niveau.

Am Tag darauf gab es ein zweites Konzert in einem größeren Rahmen, in einer bunt geschmückten Halle teilweise mit denselben Kindern.  Hier schlossen die Zuhörer gleich die 7-jährige Jelena Jovanovic in ihr Herz, die den Mut hatte, vor so einem großen Publikum den „Indianertanz“ von William Gillock zu präsentieren.

Am letzten Tag trafen sich die Delegationsleitungen zu einem kleinen Empfang im Rathaus von Skawina. Margit Reisewitz, die kulturpolitische Sprecherin der SPD in Hürth erhielt große Zustimmung aller Delegationen für den Vorschlag, die Zusammenarbeit der Musikschulen fortzusetzen und zu vertiefen. Mit der Sprache der Musik können leichter Grenzen überwunden werden.

Jung und Alt gemeinsam

Premiere in der Friedrich-Ebert-Schule

Jung und Alt aus der SPD Hürth sprachen erstmals gemeinsam über die generationsübergreifenden Themen Familie, Rente und Wohnen.

Zu einer Premiere lud die SPD Hürth am 10. Mai in die Friedrich-Ebert-Schule ein: Erstmals fand dort eine generationsübergreifende Diskussionsrunde statt, an der die SPD-AG 60+ und die Jusos gemeinsam teilnahmen. Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, hatte sich zu dieser Veranstaltung beim Bundestagswahlkampf der Partei in Bochum inspirieren lassen. In Hürth begrüßte sie in Anwesenheit des Bürgermeisters Walther Boecker die SPD-Mitglieder und andere interessierte Bürger, die trotz schlechten Wetters zahlreich erschienen waren, um sich mit den Themenkomplexen Familie, Rente und Wohnen auseinanderzusetzen.

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Zu Beginn gab Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren aus ihrer Erfahrung als Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Impulse zu den drei Themen, die in rotierenden Gruppen von den Anwesenden diskutiert wurden. Dabei regte sievor allem an, die Kapitalisierung des Menschen kritisch zu sehen, das Wohnen als Grundrecht in den Fokuszu nehmen, die Vielschichtigkeit des Themas Familie mitzudenken und die Rentenmaterie flexibel zu betrachten.

Diskutiert wurde durchaus kontrovers, wie durch die Sprecher der Themengruppen Familie im Anschluss deutlich gemacht wurde. Neben einem klaren Bekenntnis zum Kind sahen die Diskutanten Lösungsansätze für bestehende Probleme in der Förderung der Gleichberechtigung sowie einer Verbesserung der Anpassungsmöglichkeit von Arbeitszeiten an familiäre Bedürfnisse. Außerdem regten sie an, den Familienbegriff weiter zu fassen.

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Markus Schulzen (Vorsitzender der Kreis-Jusos)
berichtet aus dem Arbeitskreis Rente

Die Forderung nach einer Grundrente, die Senioren vor dem Gang zum Sozialamt bewahren und die Kommunen entlasten könnte, war auch vor dem Hintergrund des Scheiterns der Riester-Modelle eine zentrale These der Gruppen, die sich mit dem Thema Rente auseinandergesetzt hatten. Eine Steuerfinanzierung der Rente wie in anderen europäischen Ländern wurde als mögliches Vorbild genannt. Gefordert wurde auch eine Flexibilisierung derRentenmodelle, um der Vielzahl an Bedürfnissen und Wünschen von Arbeitnehmern gerecht zu werden. Unterstrichen wurde außerdem, dass junge Menschen aus der sogenannten „Generation Praktikum“ grundsätzlich die Möglichkeit erhalten sollten, rentenwirksame Arbeitsverhältnisse einzugehen.

Modelle des generationsübergreifenden Zusammenlebens standen im Mittelpunkt der Diskussionen rund um das Thema Wohnen. Kompromissbereitschaft und der gesellschaftliche Dialog sollten gefördert werden, um alternative Wohnkonzepte für alle Generationen zu ermöglichen. Aber auch ein nachhaltiges Bauen, das Umnutzungen und die Anpassung an sich wandelnde Gesellschaftsumstände mit einplane, wurde als Zukunftsziel genannt.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Margit Reisewitz sehr zufrieden mit den Ergebnissen, dankte ausdrücklich allen Teilnehmern und unterstrich, dass das Thema Jung und Alt auch in Zukunft auf der Agenda bleiben müsse: „Wir wollen die Generationen zusammenbringen und damit einen bewussten Akzent gegen spaltende Parolen setzen. Ganz konkret planen wir eine gemeinsame Fahrt, um den Zusammenhalt in unserer Partei weiter zu stärken. Ich bin überzeugt, dass nur gemeinsame Anstrengungen Erfolge bei der Lösung von Problemen versprechen“, so Margit Reisewitz.

Tierschutz

Eines meiner Anliegen ist der Tierschutz.

Nicht nur im Rat setze ich mich dafür ein, sondern ich bin auch im Vorstand des Tierheims „Helenenhof“.  Auch hier ist es mir wichtig, Menschen zusammenzuführen, damit sie gemeinsam mehr zum Wohle der Tiere erreichen können. Die Feuerwehr hilft beim Retten von Tieren,  der Helenenhof versorgt die geborgenen Tiere.  Diese gute Zusammenarbeit zeigte sich auch beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Hermülheim.

Mehr darüber

Hochspannungsleitung in Hürth – aktuell

Trotz widrigen Wetterverhältnissen wollte die SPD- Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren die Bürgerinitiative zur Erdverkabelung , IG Hürth, nicht „im Regen stehen lassen“.  Auf Initiative der SPD Ratsfrau Margit Reisewitz und SPD-Ratskandidat Patrik Trosdorff  wurde am 06.05.2014 einer Ortsbesichtigung in Hürth-Hermülheim durchgeführt. In den Gesprächen wurde von Seiten der IG Hürth die aktuelle Situation erläutert, die eine Erdverkabelung im Wohngebiet zwischen Hermülheim und Efferen  auf Grund der Gesetzeslage – EnergieLeitungsAusbauGesetzt, EnLAG,-  nicht vorsieht.

Die Hürther Bürger wären somit die „Verlierer“ der Energiewende, wenn die Planung als Freileitung bestehen bleiben würde.  So sollen in unmittelbarer Nähe der bestehenden Wohnbebauung sechs Kabel mit einer Stromstärke von 380 KV auf Strommasten verlegt werden.

Hier verwiesen Margit Reisewitz und Patrik Trosdorff nochmals auf Alternativen um die gesundheitlichen Belastungen der betroffenen Bürger und BürgerInnen gegenüber der Freileitungsverlegung zu schützen. Insbesondere das in Hürth ansässigen Unternehmen Nexans hat hier innovative Stromübertragungskabel als Erdkabel entwickelt.

Brigitte_in_Hürth

Treffen der SPD-Landtagsabgeordneten Brigitte Dmoch-Schweren mit der IG Hürth e.v.

Brigitte Dmoch Schweren sagte zu, sich im Landtag wie auch auf Bundesebene für eine Änderung des EnLAG einzusetzen („Wenn nicht hier, wo dann“), um so die Erdverkabelung in diesem speziellen Bereich zu ermöglichen.

Das Thema findet auch Beachtung in der Lokalpresse.

Kölner Stadtanzeiger

Das Thema „Erdverkabelung“ ist für Hürth von besonderer Bedeutung.  Wir haben  in unserer Stadt mit Nexans eine Firma,  die Erdkabel mit Supraleittechnik entwickelt. Eine Pilotstrecke mit dieser Technik wurde kürzlich in Essen in Betrieb genommen.

Hierzu eine Mitteilung von unserem Ratsmitglied Klaus Lennartz.

Fahrt nach Hambach

Geselligkeit gehört auch zur Politik. So unternahm die AG60plus eine Fahrt nach Hambach. Einige Genossen kamen dabei an den Ort zurück, an dem sie bis zur Rente gearbeitet hatten. Wir konnten so die Auswirkung des Braunkohletagebaus sehen, aber auch die Bemühungen zur Rekultivierung erkennen.

Fahrt nach Hambach

 Am 24.4.14 unternahm die AG 60plus der Hürth SPD eine Fahrt zum Tagebau Hambach. 28 Personen, darunter viele Gäste, nahmen an der Fahrt teil. Nach einer informativen Einführung im Infozentrum von RWE, die einen anschaulichen Überblick über die geografische Lage, Geschichte, Förderung und Aufbereitung der Braunkohle und ihrer Einsatzgebiete gab, ging es mit dem firmeneigenen, geländegängigen Bus weiter auf das eigentliche Gelände des Tagebaus. Sehr eindrucksvoll war die Größe der Bagger und auch des „Lochs“, in dem die Braunkohle gefördert wird.

Aber nicht nur Bagger, Absetzer und Förderbänder gab es zu sehen, denn die Fahrt führte auch durch rekultiviertes Gebiet, in dem viele verschiedene Baum- und Pflanzenarten sowie Wildtiere wieder heimisch geworden sind.  Man konnte die Weiterentwicklung der Anforderungen an die Rekultivierung im Laufe der Jahre erkennen. So werden z.B. als Wälder nur noch Mischwälder angelegt, bei denen kaum mehr als 3 benachbarte Bäume von einer Art sind. Und auch die Ansiedlung von Tieren wird soweit nötig unterstützt. Wilhelm von Dewitz vom NABU hat damals wesentlich die Anforderungen mitgestaltet. So ist die Sophienhöhe  als Wandergebiet sehr beliebt geworden. Hier wird das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Erfordernissen sehr deutlich.

hambach_blog

Nach einem kleinen Abendessen im Restaurant „Terra Nova“ mit netten Gesprächen ging´s zurück nach Hürth. Eine beeindruckende Fahrt mit kompetenter Führung und perfekter Organisation, an die wir gerne zurückdenken, sagte Margit Reisewitz, die Vorsitzende der AG 60 plus, und dankte den Organisatoren, darunter auch ehemalige Mitarbeiter der Rheinbraun.