Höchstspannungsleitungen: Der Kampf geht weiter

Um dem Anliegen der Bürger und der Interessengemeinschaft Hürth für die Erdverkabelung Nachdruck zu verleihen, ist am 20.5.14 ein Schreiben an die Minister Remmel und Duin (Umwelt und Wirtschaft) des Landes NRW und an den Bundeswirtschaftsminister Gabriel gegangen, das die Landtagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis, Frau Brigitte Dmoch-Schweren, aufgesetzt hatte. In diesem Brief wurde die besondere Situation in Hürth dargestellt, wo sich die Stromtrassen in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung befinden, und darum gebeten, diese Strecke als Pilotstrecke für Erdverkabelung auszuweisen.

Am 25.6. antwortete Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin auf das Schreiben von Frau Dmoch-Schweren, indem er darlegt, dass ein „Tausch“ der Pilotstrecken gerichtlich untersagt sei. Er verweist auf Bemühungen des Landes NRW, das Erneuerbare Energien Gesetz zu novellieren, was aber im Bundesrat keine Mehrheit gefunden habe. Dieses Schreiben zerschlägt also die kleine Hoffnung, die ein Tausch der Pilotstrecken mit sich gebracht hätte.

 Am 9.7. antwortete auch Bundesminister Gabriel. Auch er beharrt auf der geltenden Rechtslage, behauptet, es gäbe noch keine Erfahrungen mit Erdverkabelung und bittet Frau Dmoch-Schweren, sich die Pläne Amprions einzusetzen, was sie sofort abgelehnt hat.

Beide Schreiben lassen also keinerlei Entgegenkommen erkennen; so zeigt auch das Schreiben der Bundesregierung, dass auf die Gegebenheiten in Hürth überhaupt nicht eingegangen wird. Diese Antworten können nicht zufriedenstellen, da die Ablehnung der Hürther Situation nicht Rechnung trägt.

Wie geht es nun weiter?  Im Herbst finden Anhörungen bei der Bezirksregierung Köln statt, bei denen die Beschwerden der Anwohner behandelt werden. Am 4.9. hat Bürgermeister Walther Boecker auf Bitte der IG Hürth zu einem Runden Tisch eingeladen, bei dem Landes- und Kommunalpolitiker sowie Vertreter der IG Hürth anwesend sein werden. Hier sollte das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Eine interessante Variante dieses Kampfes um Erdverkabelung hat sich in Quickborn ergeben: hier hat der Netzbetreiber TenneT eine Erdverkabelunge beantragt, obwohl die 380KV Trasse außerhalb der 4 Pilotstrecken liegt.

Hierzu das Gutachten von Prof. Brakelmann:
(Besonders interessant Seite 20)

Es lohnt sich also weiterzukämpfen.

Es sind doch wieder Keller vollgelaufen

Die Freude über die Behebung der Entwässerungsprobleme währte nur kurz. Vor einigen Tagen war unser Kanalnetz mit einem langen, ergiebigen Landregen gut fertig geworden. (siehe)  Am 8.7. bis 9.7. fielen 108 mm Regen. Da ist soviel wie durchschnittlich in ca. 6 Wochen, eine Menge, die seltener als einmal in 100 Jahren in dieser Zeit fällt.

Wenige Tage später, am 10.7. , gab es ein heftiges Gewitter mit einem Starkregen mit 35mm in 45 Minuten. 35 mm ist ungefähr die Menge, die durchschnittlich  in 2 Wochen niedergeht, ein 50-jähriges Ereignis.

Der führte in der Nibelungen- und Volkerstraße zu vollgelaufenen Kellern. Auf meine sofortige Nachfrage bei den Stadtwerken, erläuterte mir Herr Wapenhans, dass dieses Problem bei den Stadtwerken bekannt sei. Er berichtete, dass die Vergrößerung des Kanals in der Nibelungenstraße für 2015/16 ansteht. Eine weitere Maßnahme ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens in Fischenich in 2018.

Gerade nach der Sanierung des Kanals in der Krankenhausstraße ist das Ergebnis sicher enttäuschend. Um fair zu sein, muss man aber festhalten:
Ein Entwässerungssystem kann nicht auf alle denkbaren Regenereignisse ausgelegt werden. Das wäre sehr teuer und würde in normalen Zeiten zu niedrigen Fließgeschwindigkeiten und damit zu Ablagerungen und Gestank führen.

Wenn sich aber die kritischen Regen mit Überstau häufen, kann das auch folgende Ursachen haben:
–      Durch weitere Nutzung von Flächen für Wohnen, Parken und Straßen werden die Kanäle stärker belastet als zum Zeitpunkt der Planung vorgesehen. Das versuchen die Stadtwerke im Rahmen der Sanierung durch größerer Kanäle wie in der Krankenhausstraße zu korrigieren. Und auch das Regenrückhaltebecken in Fischenich wird dann helfen.
–      Durch den Klimawandel kann es häufiger Starkregen geben als im Laufe der Jahrzehnte beobachtet wurden.

Wenn Keller  feucht werden,  ist oft der Grund:
–       Oft kommt es vor, dass Häuser sich vor Rückstau im Kanal durch Rückstauklappen schützen. Die müssen aber auch gewartet werden, damit sie in den seltenen Fällen, wo sie gebraucht werden, auch funktionieren.
– Unser Haus benötigt keine Rückstauklappen, weil durch eine Pumpe das Wasser vom Keller über die Rückstauebene gehoben wird ( ein sicheres Verfahren!). Trotzdem hatten wir vor einigen Jahren ein Problem. Bei Starkregen drang Regenwasser aus dem defekten eigenen Regenwasserkanal der Garagendächer in das Haus ein. Durch eine TV-Inspektion konnte der Fehler gefunden werden. Glücklicherweise kostete die Reparatur nur wenige hundert Euro.

Integration hat ein Logo

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Die Stadtverwaltung Hürth mit Frau Meurer als Integrationsbeauftragte und Herrn Schoch vom Jugendamt hatte einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem es darum ging, das Thema Integration visuell darzustellen. Angesprochen worden war die Gestalterklasse des Goldenberg-Berufskollegs, die ein Logo und einen Slogan entwickeln sollten, mit denen in der Öffentlichkeit die Arbeit der Integrationsbeauftragten dargestellt werden sollte.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten in kleinen Gruppen Vorschläge, die sie der Jury präsentierten. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sie sich mit der Aufgabe auseinandersetzten, so dass sehr viele kreative und ansprechende Vorschläge zustande kamen. Die Jury, zu der ich auch gehörte, hatte die Qual der Wahl, entschied sich dann aber mehrheitlich für das Puzzle-Logo. Die Sieger erhielten vom Verein ZMO (Zusammenarbeit mit dem Osten) einen Scheck über 500 Euro, wobei 300 Euro an die ganze Klasse gingen. Ein sehr gelungenes Projekt!

(mehr dazu) 

HÜRTHER KANALNETZ: Rekord-Regen hervorragend gemeistert

Das schreibt der Kölner Stadtanzeiger vom 15.7.2014 .

Die Sanierung mit vergrößertem Rohrdurchmesser dürfte vielen Bürgern, die am Kanalnetz oberhalb der Krankenhausstraße wohnen, Überflutungen erspart haben. So ist es korrekt, dass die Kosten für die Kanalsanierung nicht nur die Anlieger der Krankenhausstraße sondern alle Kanalbenutzer über die Abwassergebühr bezahlen.

Trotzdem sollte man dabei nicht vergessen, dass die Anlieger Lärm, Schmutz und Umstände der Baumaßnahme zu ertragen hatten und sicher auch das eine oder andere Unternehmen Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte.

Und auch die Kosten für die Straßensanierung, die zusammen mit der Kanalsanierung ausgeführt wurde,  stellen für die Anlieger eine finanzielle Belastung dar.

Jetzt ist die Baumaßnahme fast fertig und man muss sagen:
Es ist schön geworden.

 

Netzwerkfortbildung „Traumata bei Kindern im Grundschulalter“

Am 25.6.14 hatte das Jugendamt der Stadt Hürth zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen, bei der es um „Traumata bei Kindern im Grundschulalter“ ging. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Netzwerkes Frühe Hilfen-Kinderschutz, das das Jugendamt aufgebaut hat und bei dem es um grundlegende Aspekte zum Verständnis von Trauma und Traumafolgen bei Kindern ging.

Die Tagung, an der ungefähr 50 Personen aus den Bereichen Grundschule, Jugendamt und Kinderschutz teilnahmen, wurde von der Diplom-Psychologin Monika Dreiner geleitet, die uns die Entwicklungsschritte des Kindesalters nahebrachte und die Folgen darstellte, die eine traumatische Erfahrung für ein Kind haben kann. Nicht nur, dass die Entwicklung gehemmt werden kann, sondern das Kind versucht, sich mit extremem Mißtrauen gegenüber anderen Personen vor weiteren Verletzungen zu schützen. Auch aggressives Verweigern/Stören des Unterrichts okder Schuleschwänzen können die Folge sein. Jedoch ist Vorsicht geboten, ein solches Verhalten immer auf ein Trauma zurückzuführen, hier ist es wichtig, sehr sensibel auf das Verhalten des Kindes zu achten.

Insgesamt war es eine sehr nützliche Veranstaltung für meine Arbeit im Jugendhilfeauschuss und dem Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion.

Der Rat hat sich konstituiert

Am 24.6.14 trat der neue Stadtrat zu seiner ersten, der konstitituierenden, Sitzung zusammen. Darin hat die CDU 18 Ratssitze, die SPD 15 Ratsmitglieder, die Grünen 5, die Linken und Freien Wähler je 2. Eine weitere Fraktion hat sich gebildet: Die FDP und Piraten mit je einem Ratsmitglied bilden eine neue Fraktion, was ihnen das Antragsrecht, ein Büro und mehr Geld sichert. Die neuen Vizebürgermeister Prinz (CDU) und Reiners (SPD) wurden einstimmig bei zwei Enthaltungen gewählt.

Einige der Ausschüsse wurden auf Wunsch der CDU neu gebildet oder anders zugeschnitten, der Hauptausschuss wurde zugunsten eines neuen Finanzausschusses geschwächt, der Ausschuss für Bildung wurde der Kultur beraubt, die dem Sport- und Bäderausschuss zugeschlagen wurde. Die SPD stimmte gegen diese Änderungen, die befürchten lassen, dass in Zukunft die Kultur nur noch ehrenamtlich betrieben werden soll. Die schwarz-grüne Mehrheit setze sich aber durch.  Die Inhalte der Kooperationsvereinbarung sind jedoch noch nicht festgelegt. Und ob die Basis der Grünen diesen Kurs mitträgt, bleibt abzuwarten

Stephan Renner leitet die SPD-Fraktion und ich bin stellvertretende Vositzende.

In Zukunft werde ich in folgenden Ausschüssen vertreten sein:

–       Bildung, Soziales und Inklusion als Ausschussvorsitzende

–       Sport, Bäder und Kultur als kulturpolitische Sprecherin

–       Jugendhilfeausschuss als Sprecherin der SPD

Außerdem bin ich in einigen Gremien wie dem Zweckverband Volkshochschule und dem Zweckverband Südlicher Randkanal vertreten. Die Sitzungen beginnen nach den Sommerferien, vorher wird noch einiges an Gesprächen und Planungen zu leisten sein. Viele wichtige Aufgaben liegen vor uns und ich freue mich darauf, an ihrer Bewältigung mitzuwirken.

Hürth ist eine liebenswerte, aktive Musikstadt.

An diesem Wochenende wurde mir wieder bewusst, welch eine aktive Musikstadt Hürth ist.
Am Samstag gab es in der Josef-Metternich-Musikschule einen Workshop veranstaltet vom Verband der Musikschulen NRW zum Thema „Türkische Musik an den Musikschulen“,  MUZIK NRW.

Im Anschluss daran gab es ein kleines Dozentenkonzert. Die Lesefreunde Hürth hatten dabei die Aufgabe übernommen, eine türkisch-deutsche Lesung beizutragen. (mehr)
Das Konzert dauerte bis ca. 20:30 Uhr.

Dann beeilten wir uns, den vollbesetzten Löhrerhof zu erreichen. Dort gab es ein Konzert „Klassik in der Scheune“, bei der Dozenten unserer Musikschule ihr Können unter Beweis stellten. Wir hörten gerade noch ein Stück von Sarasate, gespielt von Ljuba Jovanovic, Violine und Stefan Oefner Gitarre, bis es in die Pause ging.

Danach überzeugten Darko Konofsky, Gitarre, und Clovis Alessandri, Klavier, mit ihrem virtuosen Spiel und Stücken vor allem spanischer Komponisten von Tarrega bis Rodrigo.

An einem Abend zwei Konzerte und trotz Fußball WM und anderer Kulturangebote sehr gut besucht!

Für die Reihe „Klassik in der Scheune“  gilt „Eintritt frei, Spende erbeten“. Unabhängig vom Geldbeutel kann jeder interessierte Bürger teilnehmen und wunderbare Musik erleben.

Am Abend vorher hatte ich auch einen Zielkonflikt. Die SPD-Fraktion bedankte sich bei den ausscheidenden Fraktionsmitgliedern mit einer kleinen Feier. Günter Reiners, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Jazzclubs, hatte die Musik organisiert mit einer jungen Jazzformation, einem „Eigengewächs“.

Dabei mussten wir ein anderes Konzert versäumen, dass gleichzeitig im Jazzkeller stattfand.

Marius Peters, ein junger Musiker, der an unserer Josef-Metternich-Musikschule zunächst klassische Gitarre studiert und sich dann auch anderen Musikrichtungen zugewandt hatte, trat mit seiner Gruppe „marius peters rearranged“ auf.

Aber auch hier kam die Meldung, dass der Jazzkeller am Rande der Kapazität war.

Weil wir dieses Konzert versäumen mussten, freuen wir uns besonders auf das Konzert am 25.7. in der „Gelben Villa“ mit Marius Peters und „Klaus dem Geiger“. (mehr)

Aber es gibt noch viel mehr Musik in Hürth.  Weit über die Grenzen der Stadt ist bekannt  das

45. Musikfest in Fischenich vom 27. – 29. Juni 2014

oder die Kulturpreisträger 2011,  die Musikinitiative  „Hürth rockt“.
Wir sehen:
  • Alle Veranstaltungen wurden von Hürther Künstlern oder Organisatoren durchgeführt.
  • Die Dozenten unserer Musikschule musizieren auf hohem Niveau.
  • Ausgezeichnete Musiker haben bei uns die ersten musikalischen Schritte getan.
  • Es gibt viele musikalisch engagierte Bürger, die durch unsere Förderrichtlinien ermutigt werden, schöne Veranstaltungen zu organisieren. (Ein Teil des Veranstaltungsrisikos übernimmt die Stadt.)
  • Wir haben in verschiedenen Stadtteilen Spielstätten mit einer besonderen Atmosphäre für Musik unterschiedlicher Richtungen.  (hier eine  Auswahl )

Das soll auch in Zukunft möglich sein. Dafür werde ich mich im Rat einsetzen.

Die Wahl ist vorbei!

Nach vielen anstrengenden Wochen des Wahlkampfs liegt jetzt der 25. Mai hinter uns. Leider waren die Ergebnisse für die SPD in Hürth enttäuschend. Trotzdem möchte ich mich bei allen meinen Wählerinnen und Wählern herzlich bedanken, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich werde mich besonders für sie aber natürlich auch für alle anderen Hürtherinnen und Hürther im Rat einsetzen, um das Wohl unserer Stadt zu fördern. Wie ich schon in meinem Profil beschrieben habe, setze ich mich besonders für Bildung und Kultur ein, wobei der Leseförderung  in allen Altersgruppen ein besonderer Stellenwert zukommt.

Meine Partei hat mich einstimmig zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. In dieser Funktion führe ich zusammen mit Kollegen aus dem Fraktionsvorstand und dem Rat Gespräche mit anderen Parteien, um Themen und Ziele für die künftige Ratspolitik zu umreißen. Hierfür sind viele Beratungen auch innerhalb unserer Partei nötig. Am 24.6. findet die konstituierende Ratssitzung statt, bei der festgelegt wird, welche Ausschüsse es mit welchen Mitgliedern geben wird. Bis dahin müssen unsere Beratungen abgeschlossen sein.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe

Als Mitglied des Integrationsrates Hürth nahm ich an mehreren Workshops teil, die im Rahmen der Entwicklung eines Integrationskonzeptes für den Rhein-Erft-Kreis stattfanden. Der letzte Workshop war am 23.5.14 in Brühl, bei dem es um die Themen „Gesundheit und Pflege“, „Sport und Vereinsleben“ und „Mitwirkung und politische Teilhabe“ ging.

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Eine kurze Unterbrechung der Arbeitssitzung.

Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung, Schulen, freien Trägern und Politik diskutierten lebhaft in den drei Gruppen, wobei bestehende Projekte und Initiativen dargestellt, aber auch konkrete Vorschläge erarbeitet wurden, wie die Situation von Migrantinnen und Migranten verbessert werden kann. Diese Vorschläge fließen dann in das Kreisintegrationskonzept ein, das im September verabschiedet werden soll. Hürth steht mit seinem Projekt der Integrationslotsen, die Zuwanderern z.B. bei Behördengängen oder Übersetzungen helfen, besser da als manch andere Kommune.

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Nach einer langen Sitzung rauchen die Köpfe.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, so steht es im Wahlprogramm der SPD in Hürth. So gehört es dazu, dass wir gelegentlich auch eine türkisch-deutsche Lesung organisieren.

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Hier mit Frau Seute in der Stadtbücherei

Auf Initiative einiger Mitglieder des noch amtierenden Integrationsrats wird es im Juni auch eine polnisch-deutsche Lesung für Kinder geben.

Skawina, Partnerstadt von Hürth, 650 Jahre alt

Hürther Musikschüler begeistern Partnerstädte

Skawina, Partnerstadt von Hürth, ist in diesem Jahr 650 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund hat Skawina zu den „Skawina Days“ alle ihre Partnerstädte eingeladen. Neben einem umfangreichen Programm mit politischen Vorträgen und Diskussionen z.B. zum Thema „Arbeitslosigkeit“, „Wahlrecht“ und „Europawahl“ konnten die Delegationen die herzliche Gastfreundschaft in Skawina erfahren.

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Ich bin kurzfristig für einen anderen Deutschen eingesprungen und stelle das deutsche Wahlsystem vor.

Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Allee der Freundschaft. Weil Hürth am längsten mit Skawina freundschaftlich verbunden ist, durfte Bürgermeister Walther Boecker den ersten Baum der Freundschaft pflanzen. Dann folgten  die Bürgermeister von Turcianske Teplice (Slowakien), Thetford (England), Rostoky (Tschechien) , Civitanova Marche (Italien)und Peremyslany(Ukraine).

Eine Bilderserie zu diesem Ereignis finden Sie  auf

dieser Seite  weiter unten.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Feierstunde im Sokol Palast mit Ehrungen für viele, die in den vergangenen Jahren die Städtefreundschaft mit Leben erfüllt hatten.

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Zur Pause schnitten die Bürgermeister der Partnerstädte gemeinsam die Geburtstagstorte an.

Da Skawina seit kurzem eine Musikschule hat, haben einige andere Partnerstädte auch Schüler ihrer Musikschulen mitgebracht, um die Feierstunde zu gestalten.

Kinder der Josef-Metternich-Musikschule aus Hürth haben ein besonders anspruchsvolles Programm beigetragen.

So spielte die 13-jährige Karla Lehmann einen Satz aus dem Flötenkonzert D-Dur von Haydn. Die Preisträgerin im Wettbewerb „Jugend Musiziert“ begeisterte das Publikum, aber auch das kleine Kammerorchester mit Ana Jovanovic 1. Violine, Lisa Nguyen 2. Violine, Nora Becker  Bratsche und Patrick Zobec  Violoncello machte das Konzert zu einem gelungenen Ganzen.

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Ana Jovanovich und Lisa Ngyuen, auch beide Preisträgerinnen, zeigten danach mit einem Violinduo von Viotti, welche geigerischen Qualitäten in ihnen stecken.

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Aber auch andere Kinder von anderen Musikschulen verschiedener Alterstufen mit verschiedenen Besetzungen lieferten einen bunten Strauß an Musikstücken auf hohem musikalischen Niveau.

Am Tag darauf gab es ein zweites Konzert in einem größeren Rahmen, in einer bunt geschmückten Halle teilweise mit denselben Kindern.  Hier schlossen die Zuhörer gleich die 7-jährige Jelena Jovanovic in ihr Herz, die den Mut hatte, vor so einem großen Publikum den „Indianertanz“ von William Gillock zu präsentieren.

Am letzten Tag trafen sich die Delegationsleitungen zu einem kleinen Empfang im Rathaus von Skawina. Margit Reisewitz, die kulturpolitische Sprecherin der SPD in Hürth erhielt große Zustimmung aller Delegationen für den Vorschlag, die Zusammenarbeit der Musikschulen fortzusetzen und zu vertiefen. Mit der Sprache der Musik können leichter Grenzen überwunden werden.