Archiv der Kategorie: Wohnen

Die Bedeutung des Bielefelder Modells wird anerkannt

Ein Erfolg für unsere Arbeit:

Das Thema „Wohnen im Alter“ hat die AG 60+ der Hürth SPD schon seit ihrer Neugründung vor 5 Jahren im Visier. Dabei wurde auch auf die Bedeutung des „Bielefelder Modells“ hingewiesen.

Die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Mehr Information hier)  zusammen mit einem sozialen Dienstleister und der Stadt Bielefeld haben das Modell bereits in den 1990er Jahren entwickelt.

Bei diesem Modell handelt es sich um eine Wohnform, in der auch ältere Menschen selbstbestimmt mit Versorgungssicherheit wohnen können, ohne eine Servicepauschale bezahlen zu müssen. Die Wohnungen sind barrierefrei, ein hauptamtlicher sozialer Dienstleister ist vor Ort und es gibt eine tragende soziale Infrastruktur (z.B. ein Wohncafé). Ein Quartier nach dem Bielefelder Modell besteht aus einem Mix von öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen. Es ist nicht nur gedacht für Senioren, sondern für alle Generationen und stellt den Quartiersbezug in den Mittelpunkt.

Wir von der AG 60+ setzen uns seit vielen Jahren dafür ein:

  • Im November 2014 stellten wir das Konzept mit einem Gast aus Bielefeld der Hürther Öffentlichkeit vor.
  • Auf Antrag der SPD-Fraktion  wurde es im März 2015 im Planungsausschuss diskutiert. Die  Mehrheit des Ausschusses lehnte es aber noch ab.
  • Im Oktober 2015 folgte dann eine Präsentation von Rolf Reisewitz im Behindertenbeirat, der sich sehr dafür interessierte.
  • Die GWG Hürth zeigte auch Interesse, das Modell umzusetzen und hat diesbezüglich schon Schritte unternommen .

Jetzt ist ein weiterer Erfolg unserer Arbeit zu verzeichnen: Bürgermeister Breuer hat seinen Widerstand aufgegeben und kann sich vorstellen, auf dem ehemaligen Alucolor-Gelände in Efferen das Bielefelder Modell zu verwirklichen. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen jetzt Früchte zu tragen scheinen. Wie es weitergeht und ob der Standort überhaupt geeignet ist, muss jetzt geklärt werden.

Der Lindenplatz in Efferen –ein vergessener Ort?

Lange schon ist der Lindenplatz wenig attraktiv. Die Mitte des Platzes ist überwuchert, ein Durchgang ist nicht möglich. Auch die Ecke am Kopfende lädt trotz Bank nicht zum Verweilen ein. Jetzt soll sich dies ändern. Es wurde eine Initiative der SPD aus dem Jahr 2009 wieder aufgegriffen, die einen Vorschlag eines Landschaftsplaners in den Planungsausschuss v. 18.9.2009 einbrachte. Der Beschluss, die Machbarkeit der Umgestaltung zu prüfen und die nötigen planerischen Schritte zu unternehmen, führte zu nichts, da die Kosten als zu hoch eingestuft wurden.

2016 wurde das Thema durch die Lokale Agenda wieder aufgenommen und durch einen Baubeschluss im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr die Verwaltung beauftragt zu prüfen, inwieweit die Fläche für „Urban Gardening“ nutzbar gemacht werden könnte. Ein neuer Plan zur Umgestaltung wurde von den Stadtwerken mit 95.000 Euro Kosten veranschlagt und deshalb zurückgestellt. Zur Prüfung sollten die Anwohner mit einbezogen werden.

Aus diesem Grund fand am 31.5.17 eine Informationsveranstaltung für die Anwohner des Lindenplatzes statt, zu der die Lokale Agenda und der Klimaschutzmanager der Stadt, Herr André Katzenberger eingeladen hatten, bei dem die Anwohner nach ihren Ideen für die Umgestaltung gefragt wurden.Die von Herrn Katzenberger vorgetragene Idee des Stadtgärtnerns wurde allerdings abgelehnt, da hierfür kein Bedarf gesehen wurde. Am Ende standen folgende Ergebnisse fest: Die Vegetation in der Mitte solle erhalten bleiben, aber durch Sitzmöglichkeiten ein attraktiver Aufenthaltsbereich geschaffen werden. Die Vermüllung solle durch das Aufstellen von Mülleimern und einer Station für Hundekotbeutel verhindert werden. Nur ein Drittel der Fläche solle umgestaltet werden, das war der Kompromiß des Abends, dem alle Anwesenden zustimmten.

Diese Lösung ist sicher nicht so teuer, wie die im Planungsausschuß vom 30.8.16 vorgestellte und kommt den Bedürfnissen der Anwoher entgegen. Jetzt ist es an der Verwaltung, diese Vorstellungen der Anwohner aufzunehmen.

 

„Unser Engagement trägt Früchte“

Wohnen in Hürth 30.5.2017

SPD-AG 60+ lud zur Informationsveranstaltung «Wohnen in Hürth: bedarfsgerecht und bezahlbar für alle Generationen»

Zu einer Veranstaltung rund um das Thema «Wohnen in Hürth: bedarfsgerecht und bezahlbar für alle Generationen» lud die Arbeitsgemeinschaft 60+ des SPD-Ortsvereins in Hürth am 30. Mai in die Friedrich-Ebert-Realschule ein. Dass dem Aufruf trotz heißem Frühsommerwetters so viele Interessierte gefolgt waren, freute Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, die zu Beginn die Redner vorstellte.

Manfred Siry, Leitender Stadtbaudirektor der Stadt Hürth, skizzierte in seinem Beitrag die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Laut Statistiken müsse bis 2025 in NRW mit einem Bevölkerungswachstum von 31 % gerechnet werden. Demgegenüber wolle die Stadt steuernd eingreifen und im Rahmen des 2015 beschlossenen Wohnbaukonzepts bis 2030 lediglich einen Anstieg von 10 % zulassen. Konkret bedeute dies einen Bevölkerungszuwachs von 6.000 Einwohnern. In den letzten Jahren seien durch die hohe Nachfrage die Kosten bei Neuvermietungen um 10 %, beim Kauf sogar um 25 % gestiegen. Siry versicherte, dass der Anteil an Sozialem Wohnungsbau in Hürth dennoch konstant bleiben solle. Dazu müssten 27 Sozialwohnungen pro Jahr gebaut werden, da laufend Wohnungen aus der Sozialbindung herausfielen. Aus dem Publikum wurden nach Sirys Ausführungen kritische Stimmen laut, die ein städtisches Konzept zu bezahlbarem Wohnraum für Bürger mit niedrigem Einkommen vermissten. Die Stadtpolitik ließe sich die Bedingungen vom Markt diktieren und käme ihrer sozialen Verpflichtung nicht nach.

Achim Leirich, Geschäftsführer der Hürther GWG, beleuchtete die Problematik von einer anderen Seite aus. Unterschiedliche Interessengruppen bestimmten das Thema Wohnungsbau, wodurch ein Preisanstieg unvermeidlich sei, wenn es keine Steuerung gebe. In diesem Zusammenhang äußerte Leirich sich kritisch gegenüber den Kreisverwaltungen: Da wo die GWG Wohnraum bauen wolle, um auch den Anteil an Sozialwohnungen konstant zu halten, dauerte die Bewilligung von Anträgen einfach zu lang. Leirich, der in seinem Vortrag unter anderem auf die GWG-Projekte Bonnstraße, Drafenstraße und Krankenhausstraße einging, stellte in diesem Zusammenhang auch Standards zur Diskussion. Wolle man günstigen Wohnraum haben, müsse man auch dazu bereit sein, in Hinblick auf Wohnraumfläche, Barrierefreiheit, Aufzüge, Stellplätze oder die Bereitstellung von Serviceangeboten wie betreutem Wohnen Konzessionen zu machen.

Margit Reisewitz dankte den Rednern und freute sich über zwei weitere Gäste, die den Erläuterungen im Hinblick auf das Thema betreutes Wohnen etwas hinzuzufügen hatten. Irene Grentz stellte ein Projekt der Wohnungsgenossenschaft eG Göttingen vor, in dem altersgerechtes Wohnen realisiert wurde.

Jürgen Constien schilderte, dass er angeregt durch die Diskussionsveranstaltung der SPD-AG 60+ im letzten Jahr zum Thema Wohngenossenschaften dazu angeregt worden sei, mit weiteren Hürthern eine Wohngenossenschaft zu gründen. Diese wolle in Eigenregie ein Wohnprojekt realisieren, das ein bezahlbares und altersgerechtes Zusammenleben unterschiedlicher Generationen ermöglicht. „Ich bin sehr glücklich, dass unsere Veranstaltungen ganz konkret Bürgerinnen und Bürger in Hürth dazu inspirieren, aktiv zu werden und ihr Umfeld zu gestalten. Auch heute haben wir dazu beigetragen, dass neue Interessenten sich mit Herrn Constien vernetzt haben“, freute sich Margit Reisewitz. „Wir können aber auch politisch etwas bewegen: Unsere Diskussion über das Bielefelder Modell und selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit wurde auch im Ausschuss aufgegriffen. Das zeigt uns, dass unser Engagement Früchte trägt und den politischen Druck auf Behörden und Verwaltung erhöht“, so Reisewitz weiter.

Auch der  Stadtanzeiger berichtete. Hier der Link.

Efferen-West: Ein Baugebiet für Reiche

Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr hat mit schwarz-grüner Mehrheit den Entwurf für einen Bebauungsplan für das Baugebiet Efferen-West beschlossen. Die SPD stimmte dagegen, Grund dafür war die Tatsache, dass weder sozial geförderter Wohnungsbau noch altengerechtes Wohnen in ausreichendem Maße berücksichtigt wurden. Die SPD forderte 5000 qm Bruttogeschossfläche, d.h. 50 Wohneinheiten verteilt im Baugebiet auf verschiedene Wohnungsgrößen von 45 bis 100 qm, damit Senioren, Singles und Familien in dem Baugebiet unterkommen können. Dagegen wurden 15 Wohneinheiten in Efferen-West beschlossen, eine Zahl, die den Bedarf in keiner Weise deckt.

Auch mit dem Vorschlag, altersgerechtes Wohnen zu berücksichtigen, wobei eine Option das Bielefelder Modell ist, bei dem im Quartier Versorgungseinrichtungen und Wohncafés geschaffen werden, drang die SPD nicht durch. Stattdessen gibt es über der Kita zwei Geschosse, die altersgerecht sein sollen.

Was völlig fehlt, ist ein Spielplatzkonzept, das sowohl pädagogisch vernünftig als auch anwohnerfreundlich ist.

Mit diesem Entwurf wird die parteiübergreifende Linie verlassen, soviel sozial geförderte Wohnungen zu schaffen, wie aus der Bindung fallen, d.h. zumindest den augenblicklichen Stand zu halten. Wie dieses erklärte Ziel erreicht werden soll, ist nicht erkennbar. Es ist auch sehr erstaunlich, dass die Grünen trotz Fundamentalkritik am Bebauungsplanentwurf unbeirrt zustimmen. Wo sind die grünen Grundsätze geblieben?

Insgesamt ist mit diesem Entwurf die Chance vertan worden, dieses größte zusammenhängende Neubaugebiet in Hürth zu einem zukunftsgerechten und sozial ausgewogenen Quartier zu gestalten. Eine Mischung der Generationen und der verschiedenen sozialen Schichten wird nicht erfolgen, ökologische Aspekte werden nur am Rande berücksichtigt. Stattdessen schafft man „Klein-Marienburg“ in Hürth. Ein Rückschritt für unsere Stadt.

Die Bürger haben jetzt Gelegenheit, den Entwurf bei einer Bürgerinformationsveranstaltung kennenzulernen und schriftliche Eingaben an die Stadt zu richten.

Ein Ärgernis sind aber immer wieder Vorbehalte gegen gefördertern Wohnungsbau insbesondere in der CDU. Deshalb beobachten wir immer das Bestreben, die Anzahl der geförderten Wohnungen möglichst gering zu halten.

Es mag ja sein, dass unter den Menschen mit Wohnberechtigungsschein einige wenige Leute sind, die sich nicht korrekt verhalten. (Die gibt es auch unter Leuten mit höherem Einkommen). Deshalb hat es sich bewährt, geförderte Wohnungen und frei finanzierte Wohnungen zu mischen, wie es auch in Hürth zu finden ist und dort gut funktioniert.

Man sollte jedoch wissen, dass junge Familien sehr oft nicht die frei finanzierten Wohnungen bezahlen können.

Deshalb können z.B. junge Polizeibeamte, junge Krankenschwestern/-pfleger oder auch eine junge Familie eines/er angestellten Grundschullehrers/-lehrerin einen Wohnberechtigungsschein beantragen.

Da wollen alle Sicherheit, gute Pflege oder gute Betreuung unserer Kinder. Junge Menschen, die das leisten, wollen manche aber nicht als Nachbarn!

Das darf nicht sein!

Die Schere geht auseinander

Wachsende Ungleichheit auch in Hürth – sozial geförderter Wohnungsbau wird immer wichtiger!

Trotz der so gerühmten guten Wirtschaftslage nimmt in Hürth die Zahl der Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, sogenannte Hartz-IV Empfänger zu und zwar deutlich. Dies geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion hervor. So stieg ihre Zahl in anderthalb Jahren um 272 auf 4021, die Anzahl der Jugendlichen unter 18 Jahren stieg in demselben Zeitraum von 1222 auf 1306.

Besonders gravierend ist hierbei die Situation auf dem Wohnungsmarkt, wo die Anzahl der Personen, die auf der Warteliste für eine Sozialwohnung stehen, von 613 auf 677 Personen gestiegen, dagegen die Anzahl der geförderten Wohnungen um 11 gefallen ist, weil sie aus der Bindung herausfallen. Da erscheinen 33 Sozialwohnungen, die in der Planung sind, wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Man darf diese Zahlen nicht ignorieren, schon gar nicht, indem man sozial geförderten Wohnungsbau ablehnt, wie es die schwarz-grüne Mehrheit tut, die offensichtlich die Augen vor der Realität verschließt.

Baugebiet Efferen-West: Zu kurz gedacht!

Am 27.4.16 fand eine Bürgerversammlung zum Baugebiet Efferen-West statt. Es kamen ca. 200 Bürger, deutlich mehr als gedacht, so dass viele Menschen stehen, manche sogar draußen bleiben mussten. Die Stimmung war natürlich geprägt von den Bedenken der Bewohner der benachbarten Gebiete. Die Wünsche derjenigen, die dort evtl bauen wollten und die Anforderungen aus der Stadtentwicklung kamen in dieser Veranstaltung naturgemäß zu kurz.

Eine Bürgerinitiative (BI) hatte sich gegründet, die den verständlichen Wunsch hat, dass die neue Bebauung harmonisch zu der vorhandenen passt. Diese Wünsche wurden sachlich vorgetragen und deren Bedenken waren ein Hinweis auf die Schwachstellen des Gesamtkonzepts.

Das Baugebiet soll vor allem mit Einfamilienhäusern für junge Familien bebaut werden. Bei den Grundstücksgrößen und  -kosten sind diese Objekte vor allem für wohlhabende Käufer geeignet. Dies lässt andere Stadtentwicklungsaspekte außer acht. Ein besseres Konzept müsste auch für Menschen in anderen Lebenssituationen geeignet sein.

 

Baugebiet

So sieht das Baugebiet heute aus.

Schulen
Die BI weist zu Recht auf die Situation an den Grundschulen hin, die in Efferen auch nach dem Ausbau nur begrenzte Aufnahmekapazität haben. Die Annahme über die Anzahl der schulpflichtigen Kinder wurde als zu niedrig bezeichnet und ein Blick auf die Zahlen im Neubaugebiet  in Fischenich empfohlen. In Fischenich zeigt sich schon heute die Schwäche eines auf eine Personengruppe zugeschnittenen Neubaugebiets. Hier wird die Kapazität der vorhandenen Schule überschritten. Kinder sollen nun weitere Wege in Kauf nehmen oder es muss Schulraum gebaut werden, der aber nach wenigen Jahren nicht mehr benötigt wird.

Schulen

Die beiden Schulen dürften auch nach der im Bau befindlichen Erweiterung nicht reichen.

Die Käufer, die in Efferen bauen wollen,  werden zu recht verärgert sein, wenn sie das Haus auch im Hinblick auf die Nähe zur Grundschule gewählt haben und dann weiter fahren müssen.

PKW-Stellplätze
Die Annahme von einem PWK-Stellplatz pro Wohneinheit im Geschosswohnungsbau kritisiert die BI  als zu niedrig. Für eine moderne junge Familie in einer teuren Gegend ist es wahrscheinlich, dass zwei PKW vorhanden sind und, wenn der Nachwuchs in das entsprechende Alter kommt, könnte  auch ein drittes Fahrzeug hinzukommen. Wenn das Gebiet vom ÖPNV gut erschlossen würde und auch kleinere Wohneinheiten für ältere Menschen geplant würden, wäre das Gebiet auch attraktiv für Menschen, die nicht mehr oder nicht mehr so viel Auto fahren wollen.

Als wir vor ca 30 Jahren in unser jetziges Haus zogen, lag die Anzahl der PKW in unserer Nachbarschaft bei 2 PKW pro WE. Nun ist es nur noch 1 PKW pro WE mit der Tendenz zu fallen, wenn nicht wieder junge Familien hierher ziehen.

Verkehrssituation
Wenn in das Neubaugebiet auch viele Ruheständler ziehen würden, die ja einen anderen Lebensrhythmus haben, wären die Bedenken der Bürgerinitiative wegen Staus zu den Hauptverkehrszeiten teilweise entkräftet.

Wohnraum für in Hürth arbeitende Menschen
In Hürth arbeitende Menschen haben sehr unterschiedliche Anforderungen ans Wohnen.

Es gibt z.B. junge, flexible Menschen, die 2-3 Jahre an einem Platz arbeiten und wohnen und dann innerhalb oder außerhalb ihrer Firma  neue Aufgaben finden.  Bei dem Trend in Wirtschaft und Verwaltung, Zeitverträge anzubieten, kommen teure  Einfamilienhäuser ohnehin nicht in Betracht. Ich kenne auch Klagen von Unternehmen,  dass es für ihre potentiellen Mitarbeiter keinen angemessen bezahlbaren Wohnraum gibt. Mittlerweile  beginnt in anderen Regionen ein Umdenken von Firmen in  Sachen Firmenwohnung. (Siehe SZ vom 3.5.2016). Vielleicht eine Anregung für Hürther Unternehmen auch tätig zu werden.

Das Wohngebiet ist eines für „Häuptlinge“. Die Wirtschaft braucht aber auch viele „Indianer“.

Bezahlbarer Wohnraum für Ältere
Das Projekt wird dem demografischen Wandel nicht gerecht. Wir kennen viele ältere Menschen, die in viel zu großen Häusern wohnen und froh wären, auf Treppensteigen, Gartenarbeit und  Schneeräumen verzichten zu können. Dabei wollen  sie trotzdem eigenständig leben.

Und die Kosten dürfen nicht vergessen werden. Manch einer wird überrascht sein, wenn die Rente so gering ausfällt wie geplant, die Performance der Pensionsversicherungen so schlecht ist, wie es sich abzeichnet und dann das ältere eigene Haus teure Sanierungsmaßnahmen erfordert.

Da ist eine kleinere, bequeme Wohnung eine echte Alternative.

Dann können die freiwerdenden Häuser in den gewachsenen Stadtvierteln von jungen Familien bezogen werden, ohne besondere Probleme für Schulen, Parkplätze, Verkehrssituation.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Anwohner der Annenstraße in ihrem Viertel wohnen bleiben möchten, das aber bequemer und kostengünstiger.

Fazit
Das vorgestellte Konzept ist zu kurz gedacht.

Die Stadt sollte das Wohnbaulandkonzept unter dem Gesichtspunkt des Wohnungsbedarfs der ganzen Stadt überprüfen.

«Wohngenossenschaften – eine besondere Wohnform & eine Lösung für Wohnprobleme der Zukunft?

SPD-AG 60+ lädt zur Informationsveranstaltung «Wohngenossenschaften – eine besondere Wohnform & eine Lösung für Wohnprobleme der Zukunft?».

Zu einer weiteren Veranstaltung rund um das Thema Wohnen lud am 6. April 2016 die Arbeitsgemeinschaft 60-Plus des SPD-Ortsvereins in Hürth. Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, eröffnete die Informations- und Diskussionsveranstaltung unter der Überschrift «Wohngenossenschaften – eine besondere Wohnform & eine Lösung für Wohnprobleme der Zukunft?». Als Gastredner eingeladen war diesmal Martin Frysch von der Gemeinnützigen Wohngenossenschaft Köln-Sülz eG.

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Große Durchmischung von Altersgruppen

Frysch skizzierte in seinem Vortrag die Entstehung der Wohngenossenschaften, die sich im 19. Jahrhundert aufgrund der prekären Wohnverhältnisse in den Städten entwickelten. Dabei ging er auch auf die Geschichte der Gemeinnützigen Wohngenossenschaft Köln-Sülz eG ein. Die 1920 im Kölner Stadtteil Sülz gegründete Genossenschaft unterhält aktuell sogar sechs Wohneinheiten in Hürth, wo derzeit keine eigenen Wohnungsbaugenossenschaften existieren.

Frysch stellte verschiedene Projekte vor, die in den letzten Jahren von der Wohngenossenschaft Köln-Sülz realisiert wurden, und beleuchtete auch das Thema, das die Teilnehmer der Veranstaltung vorrangig interessierte: Neue Wohnmodelle, in denen Jung und Alt selbstbestimmt zusammen wohnen können. Frysch unterstrich, dass in den von der Sülzer Wohngenossenschaft betreuten Objekten eine große Durchmischung von Altersgruppen bestehe. Das mache auch die Quartiere lebendig, zeigte Frysch sich überzeugt. Konkrete Mehr-Generationen-Konzepte sähe seine Wohngenossenschaft jedoch nicht vor. Außerdem gab Frysch zu bedenken, dass solche Konzepte aus seiner Sicht meist schon mit der Zweitbelegung nicht mehr funktionierten.

 

Gründung eigener Wohnungsgenossenschaft in Hürth

Bei der anschließenden Diskussionsrunde stellten die Anwesenden Fragen, in denen es vor allem darum ging, herauszufinden, inwieweit die Wohngenossenschaften Perspektiven für das gemeinsame Wohnen von Jung und Alt böten. So wollten Zuhörer etwa wissen, ob auch Demenzgruppen in den Projekten der Sülzer Wohngenossenschaft vorgesehen seien. Oder sie interessierten sich dafür, wie die ärztliche Versorgung in den Wohnprojekten gewährleistet sei. Auch wollten die Anwesenden mehr über die Vorteile erfahren, die Wohngenossenschaften gegenüber Wohnungsbaugesellschaften hätten. Darüber hinaus traten mehrere Zuhörer, die die Gründung einer Wohngenossenschaft in Hürth planten, mit konkreten Fragen an Frysch heran.

 

Druck auf Behörden und Verwaltung

Margit Reisewitz bedankte sich bei allen Teilnehmern und freute sich darüber, dass es in Hürth ein breites Engagement für das Thema gebe und zivile Gruppen bereits über die Gründung von Wohngenossenschaften in Hürth nachdächten: „Wenn wir konkret Bürgerinnen und Bürgern Informationen für die Gründung einer Genossenschaft an die Hand gegeben haben, ist das bereits ein Erfolg“, unterstricht Reisewitz. „Mit den Informationen, die wir bei dieser Veranstaltung gesammelt haben, kann die SPD-AG 60+ weiter am Ball bleiben und sich in Behörden und Politik für die Förderung alternativer Wohnmodelle einsetzen. Wir lassen bei diesem zukunftswichtigen Thema auf keinen Fall locker“, so Reisewitz weiter.

Bezahlbarer Wohnraum- auch ein Thema in Magdeburg

Gerne fahre ich in meine Geburtsstadt Magdeburg. So habe ich mich gefreut, dass mich MdB Burkhard Lischka  auf das interessante Stadtgespräch am 9.2.16 aufmerksam gemacht hat.

Auch in Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, ist bezahlbarer Wohnraum ein wichtiges Thema. Dies wurde auf einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Sozialer Wohnungsbau in Magdeburg?“ erörtert, zu der Burkhard Lischka, MdB und Dr. Falko Grube, Stadtratsmitglied, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr und Landtagskandidat, eingeladen hatten.

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Auf dem Podium saßen  (v.l.n.r.)  Peter Lackner (WOBAU Magdeburg ),  Heide Grosche, (Leiterin des Stadtplanungsamts), Dr. Falko Grube, (Stadtratsmitglied, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung als Moderator) ,Thomas Fischbeck, (WMG, Magdeburger Wohnungsgenossenschaften) und Michael Gross  (Bau- und Wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion)  und am Mikrophon Burkhard Lischka, MdB bei der Begrüßung.

Am Anfang stellte Michael Gross klar, dass von der Bundesbauministerin Barbara Hendricks 2 Milliarden Euro für das Bündnis für bezahlbares Wohnen  bereitgestellt worden seien, 700 Mio erhielten die Städte jährlich, dazu gehörte auch der Stadtumbau Ost. Sonderabschreibungsmodelle sowie Gemeinnützigkeit seien Themen, die verfolgt würden. (hier mehr darüber)

Die Situation des Wohnungsbaus in Magdeburg wurde von Frau Grosche beschrieben: Es gibt Bedarf für Sozialwohnungen, obwohl von den 120.000 Wohnungen im Geschoßwohnungsbau 13% , d.h. 15.000 leerstehen, davon viele unsaniert. Die Stadt setzt auf ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, das heißt, dass der Innenstadtbereich bevorzugt entwickelt werden soll (Schluss von Baulücken, Sanierung von Gründerzeitgebäuden). Sie machte klar, dass das Interesse der Stadt, verwahrloste Immobilien an den Markt zu bringen, nur durch Zuschüsse, nicht durch Steuererleichterungen zu verwirklichen sei.

In der Diskussion wurde klar, dass Magdeburg durch die starke Stellung der MWG und der WOBAU gut aufgestellt ist, da 20% der Mieter eine Kaltmiete von 4,60 Euro zahlen und 42% zwischen 4,60 und 5 Euro. Beide Gesellschaften gehören zu den Großanbietern von Wohnraum in Magdeburg. Daraus ergibt sich eine größere Einflußnahme der Politik auf den Wohnungsbau, um soziale Aspekte zu verwirklichen.

Betont wurde in der Diskussion der Gedanke der Quartiersentwicklung; auf meine Nachfrage wurde klar, dass das Bielefelder Modell auch in Magdeburg bekannt ist und Kontakte zur Bielefelder Wohnungsbaugesellschaft (BGW) bestehen. Auch das Problem des Wohnens im Alter wurde angesprochen, beide Gesellschaften (WOBAU und MWG) sind dabei, im Bestand altengerechte Wohnungen zu schaffen. Auch das Problem des bezahlbaren Wohnraums für Rentner kam zur Sprache, wobei Herr Lackner das Problem der Altersarmut als sehr ernst zu nehmen beurteilte.

Insgesamt läßt sich sagen, dass bei aller Unterschiedlichkeit der regionalen Problemlagen durchaus auch Gemeinsamkeiten feststellbar sind: Es muss Wohnraum geschaffen werden, der bezahlbar ist, ob es sich um junge Familien oder Rentner geht. Dabei kann es sich um Neubauten wie in Hürth oder Sanierung im Bestand wie in Magdeburg handeln – die Problematik muss bewältigt werden und läßt sich nicht weiter hinausschieben.

Übrigens: Magdeburg  hat im sozialen Wohnungsbau schon eine lange Tradition. Schon in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts hat Bruno Taut in Magdeburg Maßstäbe gesetzt. Die  Beims-Siedlung (Bild oben)  gilt als Musterbeispiel des sozialen Wohnungsbaus in dieser Zeit und steht heute unter Denkmalschutz.

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Die Siedlung Lindenweiler (1932) verfolgt ein anderes Konzept. Hier konnten Arbeitslose über Erbbauverträge mit viel Eigenleistung für sich Wohnraum schaffen.
etwas mehr über den Stadtteil von Magdeburg

Es lohnt sich, nach Magdeburg  zu reisen und  etwas über sozialen Wohnungsbau in Vergangenheit und Gegenwart zu erfahren.

Übrigens: Die Informationsreihe über Wohnen in Hürth setzten fort mit dem Thema Wohnungsgenossenschaften.

(Hier mehr)

Wohnungspolitik auch in Baden-Württemberg ein wichtiges Thema

Weikersheim ist eine sehr hübsche Stadt südlich von Würzburg mit einem historischen Stadtkern. Wir sind in der Vergangenheit oft in der Stadt zu Gast gewesen zu Konzerten der„Jeunesses Musicales Deutschland“.  (mehr).

Dabei haben wir Kontakt zu dem dortigen SPD-Ortsverein insbesondere zu Angelika Barth aufgenommen, die auch im Landesvorstand  der AG60plus in Baden-Württemberg vertreten war. Mit ihr und anderen Genossen konnten wir viele Themen diskutieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Regionen betrachten.

Da hat es uns sehr gefreut, dass Hildegard Buchwitz-Schmidt, Vorsitzende des SPD-Ortsverein Weikersheim,  Rolf Reisewitz zum Neujahrsempfang am 9.1.16 des Ortsvereins eingeladen hat, um dort über das Bielefelder Modell,  Anpassungen an ländliche Gebiete am Beispiel Lemgo und wohnungspolitische Initiativen der SPD-Hürth zu berichten. Denn auch dort ist die Wohnungspolitik ein wichtiges Thema. Es gibt aber im Gegensatz zu Hürth eher Leerstand, weil Menschen  wegen der Arbeitsplätze und wegen der Barrieren von Altbauwohnungen die Stadt verlassen müssen.

Wir waren erfreut über den freundlichen Empfang und die konstruktiven Diskussionen. Insbesondere hat uns gefreut,  das Dorothee Schlegel, Bundestagsabgeordnete, anwesend war  und uns nur wenige Tage später mit wohnungspolitischen Informationen aus Berlin versorgt hat.

(Hier ein Bericht in der Tauber-Zeitung)

In Baden-Württemberg  ist am 13.3.16 Landtagswahl. So wurden wir auch von Ute Schindler-Neidlein, der Landtagskandidatin,  herzlich begrüßt. Wir wünschen ihr viel Erfolg.

SPD_Weikersheim160109

v.l.n.r: Ute Schindler-Neidlein (Landtagskandidatin), Dorothee Schlegel (MdB), Margit Reisewitz (stellv. Fraktionsvorsitzende SPD-Hürth)

Zum Neujahrsempfang am 10.1.16 hatte der  SPD-Ortsverein  Schrozberg in das dortige Schloss eingeladen. Dieser Empfang hatte auch überregionale Bedeutung, waren doch als Gäste neben Bürgermeister Klemens Izsak sowie Vertretern des Stadtrates auch die Europa-Abgeordnete Evelyne Gebhardt, die Bundestagsabgeordnete Annette Sawade, die Landtagskandidaten Jürgen Saknus und Ute Schindler-Neidlein anwesend. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Rede von Nils Schmid, dem stellvertretenden Mininisterpräsidenten und Landesvorsitzenden der SPD in BW.

Nils Schmid ging in seiner Rede alle relevanten landespolitischen Themen durch, aber besonderes Gewicht bekamen die Themen Flüchtlinge und geförderter Wohnungsbau. Dabei war es ihm wichtig herauszustellen, dass diese Probleme schon seit 2011 in Angriff genommen wurden und nicht erst seit  der Flüchtlingsstrom so groß geworden ist.

Neujahrstreffen SPD 20160110

v.n.r.: Schornsteinfeger, MdB Annette Sawade, MdEP Evelyne Gebhard, Tülay Schmid, Margit Reisewitz- SPD Hürth, Nils Schmid- stellv. Ministerpräsident BW, Rolf Reisewitz- SPD Hürth, Ute Schindler-Neidlein – Landtagskandidatin Main-Tauber-Kreis (Weikersheim), Schornsteinfegerin, Hans-Jürgen Saknus – Landtagskandidat Hohenlohe und im Hintergrund Karl-Heinz Rehfeld – Pianist

Unser Besuch in Baden-Württemberg zeigte uns, dass es sich lohnt,  über die Landesgrenzen hinweg die Probleme zu betrachten.

Das Bielefelder Modell kommt in Hürth voran!

Es soll das Wohnbaulandkonzept der Stadt Hürth überarbeitet werden. Dazu hat der Planungsausschuss auf Antrag der SPD zum 24.3. Herrn Oliver Klingelberg von der BWG eingeladen, das in Bielefeld in vielen Projekten und seit vielen Jahren realisierte „Bielefelder Modell“ vorzustellen.

Markante Punke möchte ich herausstellen

Selbstbestimmtes Wohnen:

  • Es handelt sich um Projekte für das Wohnen allgemein, nicht um Wohnen nur für alte oder kranke Menschen. Wenngleich für ältere Menschen diese Wohnungen besonders attraktiv sind.  Es ist, wenn man so will, gelebte Inklusion.
  • Die Wohnungen sind teilweise frei finanziert, teilweise gefördert.
    Die von manchen Leuten gefürchteten sozialen Brennpunkte durch geförderte Wohnungen gibt es dann sicher nicht.
  • Die Mietkosten liegen in der Größenordnung der Durchschnittsmieten in Bielefeld.
    Geförderte Wohnungen sind dabei natürlich günstiger als die frei finanzierten.
  • Alle weiteren Leistungen (Pflegedienst, Essen im Wohncafé etc.) müssen nicht in Anspruch genommen werden.

mit Versorgungssicherheit

  • In dem Komplex hat ein ambulanter Pflegedienst einen Stützpunkt, der 24-Stunden am Tag besetzt ist. Der kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden.
  • Es gibt einen Gemeinschaftsraum, das „Wohncafé“. Dort werden Mahlzeiten angeboten aber auch kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Musik etc.
    Der Betrieb wird getragen von ehrenamtlichen Menschen. Der Pflegedienst sorgt aber für die Organisation des Wohncafés und stellt sicher, dass sich Menschen darauf verlassen können, dort Mahlzeiten zu erhalten.

ohne Betreuungspauschale

  • Der ambulante Pflegedienst hat einen Stützpunkt im Haus, muss jedoch nicht in Anspruch genommen werden. Es ist auch möglich, einen anderen Pflegedienst zu beauftragen. Nur wenn Pflege in Anspruch genommen wird, falllen Kosten an, die ganz oder teilweise von der Pflegeversicherung übernommen werden.
  • Die Raumkosten für das Wohncafé trägt das Wohnungsbauunternehmen. Die Arbeit wird getragen durch ehrenamtliche Kräfte. Dies können natürlich auch Bewohner sein, die Freude daran haben, sich in eine Gemeinschaft einzubringen. Die (geringen) Kosten dafür tragen nur die, die Leistung auch in Anspruch nehmen.

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Bild aus einem Vortrag von Günter Niermann (hier)

weitere Information bei der BWG

 Wie kann das funktionieren?

Der ambulante Pflegedienst hat seinen Stützpunkt im Haus, bietet aber seine Leistung auch anderen Menschen an. Dies wertet auch Wohnungen in der Umgebung (Quartier) auf.

Der Pflegedienst hat für einige Wohnungen ein Vorschlagsrecht für die Vermietung. Damit kann er mit kurzen Wegen Menschen betreuen, die besonders viel Pflege benötigen.

In manchen Fällen kann es sein, dass die Gesamtkosten  der ambulanten Pflege die der stationären Pflege überschreiten.  Dies kann toleriert werden, weil durch Vermeidung (oder Herauszögern)  der stationären Pflege in vielen Fällen im Gesamtkonzept auch für die Stadt Kosten gespart werden können. Da müssen die zuständigen Stellen der Stadt mitwirken.

Natürlich ist das Bielefelder Modell nicht für alle Situationen geeignet. Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen benötigen mehr spezielle Unterstützung und müssen dann auf  Selbstbestimmung teilweise verzichten. Z.B.:

  • Im Kirschblütencarré gibt es seit 2012 eine Gemeinschaftswohnung für beatmete Patienten (mehr)
  • An der Kölnstraße entsteht eine Gemeinschaftswohnung für Menschen mit Demenz. Am Donnerstag, den 26.3.15 stellte die GWG dieses Konzept der Öffentlichkeit vor. (hier die Ankündigung der GWG)

 Wie geht es weiter:

  • Alle Mitglieder des Planungsausschusses waren angetan vom Konzept und sind bereit bei der Weiterentwicklung des Wohnbaulandkonzepts das Bielefelder Modell in die Überlegungen einzubeziehen und ggf. an Hürther Verhältnisse anzupassen,
  • Unser Bürgermeister Walther Boecker schlug vor, dass sich  die städtischen Stellen intensiver mit dem Bielefelder Modell befassen. Herr Klingelberg von der BGW steht für weitere Diskussionen gern zur Verfügung.
  • Der Arbeitskreis „Wohnbaulandkonzept“, in dem alle Parteien vertreten sind, wird prüfen, welche Grundstücke für eine solche Entwicklung geeignet sind.

Ich freue mich, dass die Arbeit der  SPD AG60 plus  so Früchte tragen wird und bezahlbares Wohnen in Hürth auch für ältere Menschen ermöglicht wird.