Archiv der Kategorie: Soziales

Zweiter Ehrenamtstag in Hürth ein Erfolg

Vor einem Jahr, am 4.5.14, gab es bereits einen Ehrenamtstag in Hürth, nämlich den „Tag der Vereine“ im Einkaufszentrum, an dem sich acht Vereine präsentierten. Allerdings war es ein verkaufsoffener Sonntag und die Hoffnung, dass Interessenten kommen würden, die sich mit dem Thema Ehrenamt beschäftigen wollten, erfüllte sich nicht. Das Umfeld erwies sich als nicht hilfreich. Aus dieser Erfahrung wurde der Entschluss geboren, im folgenden Jahr dem wichtigen Thema Ehrenamt eine angemessenere Umgebung zu geben.

Nun hat der zweite Ehrenamtstag stattgefunden, bei dem sich diesmal 18 Vereine präsentierten, die eine breite Palette ehrenamtlichen Engagements abdecken.

Dr.Schreckling
Hier stellt Frau Dr. Schreckling die „Gruppe Füreinander“ vor.

Die Frankensäle des Bürgerhauses erlaubten mit ihrer technischen Ausstattung jedem Verein, der es wünschte, sich individuell darzustellen, was auch erfolgreich genutzt wurde.  Viel mehr Vereine hätten nicht Platz gefunden.

Aber es kamen auch viele Besucher.

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Der Vortrag von Frau Dr. Schreckling findet viel Interesse.

Vormittags war der Andrang so groß, dass die Kapazität des Saals erreicht wurde. Am Nachmittag hätte man sich aber mehr Besucher gewünscht.

Was im EKZ kaum möglich war, gelang im Frankenssal. Die Ehrenamtler der verschiedenen Vereine vernetzten sich untereinander.  Man weiss nun besser, wer ggf anzusprechen ist, wenn die eigenen Möglichkeiten erschöpft sind.

Und es wurden erfolgreicher neue Interessenten gewonnen.  Ein Beispiel ist hierfür unser Verein Lesefreunde mit „Mentor , Die Leselernhelfer“, bei denen sich sechs ernsthafte Interessenten eingefunden haben, im Einkaufszentrum hatte sich niemand gemeldet.

An dieser Stelle gebührt der Stadt ein großer Dank, die mit ihrer Unterstützung ihre Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement zum Ausdruck gebracht hat.

Hier ein Bericht über den Tag.

Und das schreibt der KStA über den Ehrenamtstag:

10 Jahre Hürther Tafel – ein Jubiläum, das nachdenklich macht

Vor 10 Jahren wurde die Hürther Tafel gegründet, die es sich zur Aufgab gemacht hat, denjenigen mit Lebensmitteln zu helfen, die Unterstützung brauchen. Hierbei werden nicht mehr benötigte, aber verwendungsfähige Lebensmittel und andere Gegenstände des täglichen Bedarfs Bedürftigen zur Verfügung gestellt. Die Tafel in der Kölnstr. 14 verteilt dreimal die Woche Lebensmittel an Personen, die ihre Bedürftigkeit nachweisen. Für 8 Euro können pro Monat 12mal Lebensmittel gezogen werden. Gegenwärtig betreut die Tafel ungefähr 800 Personen in Hürth.

Das Beschaffen, Sortieren und Verteilen der Lebensmittel ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sowohl Organisationsgeschick als auch körperliche Belastbarkeit erfordert, die ausschließlich von Ehrenamtlern wahrgenommen wird. Diese Arbeit verdient hohen Respekt.

Allerdings muss es doch nachdenklich stimmen, dass in den 10 Jahren des Bestehens der Hürther Tafel die Zahl derer, die mit Lebensmitteln bedacht werden, nicht abgenommen, sondern spürbar gestiegen ist. Dies ist eine Entwicklung, die Aufmerksamkeit  erfordert und Anlass geben sollte, über ihre Ursachen nachzudenken.

mehr über die Hürther Tafel

Klartext zum Thema Rente

Seit einigen Jahren befassen wir uns mit dem Thema „Rente“.
Ein  Fehler der Vergangenheit war nach meiner Ansicht, die gesetzliche Rente zu schwächen und die Vorsorgeaufwendungen in private Rentensysteme umzulenken.

Die Lesefreunde Hürth und die VHS Rhein-Erft haben die Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne zur Vorstellung ihres Buches eingeladen.   Sie sind scharfe Kritiker der privaten Altersvorsorge, wie sie seit 1998 von der Bundesregierung propagiert wird. Sie bemängeln, dass das Niveau der gesetzlichen Renten kontinuierlich abgesenkt wurde und bis 2030 nur noch 43% des Niveaus des Bruttos betragen soll, wobei Abschläge wegen früheren Rentenbeginns noch nicht berücksichtigt sind. Die von der Bundesregierung beworbene und mit Steuermitteln unterstützte „Riesterrente“ ist keine Lösung des Problems, da diejenigen, die einen solchen Vertrag abschließen, durch hohe Abschlusskosten und geringe Rendite in der Mehrzahl der Fälle nicht einmal das einbezahlte Geld am Ende der Laufzeit herausbekommen werden. Sollten die Versicherten vorzeitig wegen zu hoher monatlicher Belastung aus dem Vertrag aussteigen, so fällt der Verlust noch höher aus.

In ihrem Buch „Die Vorsorgelüge“ stellen sie das Problem fundiert und ausführlich dar. Ein lesenswertes Buch!

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Aufgabe der Politik insbesondere der SPD sollte es nach meiner Meinung sein, diese Fehlentwicklung zu beheben. Bis zur Bundestagswahl 2017 ist eine gründliche Diskussion nötig, damit die SPD dann mit einem fairen, tragfähigen Konzept für die gesetzliche Rente antreten kann.

Das Sana-Krankenhaus feiert 30jähriges Bestehen

Mit einem Tag der offenen Tür feierte das Sana-Krankenhaus in Hermülheim am Sonntag, 28.9.14 sein 30jähriges Jubiläum. Allerdings, wie Bürgermeister Walther Boecker in seinem Grußwort erwähnte, wurde schon vor 100 Jahren, also 1914, der Beschluß gefaßt, an der heutigen Stelle ein Krankenhaus zu bauen.

Das Krankenhaus wurde zuerst kommunal geführt, ging aber 1984 in den Besitz der Sana-Gesellschaft über, die es zwar von der Stadt kostenfrei übernahm, sich aber verpflichtete, das Haus für 5,5 Mill.DM zu sanieren und mindestens 20 Jahre weiterzuführen. Waren es anfangs nur 13 Ärzte, die dort Dienst taten, sind es heute 39, unterstützt von Pflege- und Servicekräften, so dass das Sana-krankenhaus heute an die 300 Mitarbeiter hat. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt aktuell 7 Tage während es früher 17 Tage waren.

Das Sana-Krankenhaus ist nur nicht nur erweitert, sondern auch modernisiert worden und das bei laufendem Betrieb! Auch dies war, wie die Geschäftsführerin, Frau Hohberg, betonte, ein Grund zu Feiern. Das Sana-Krankenhaus ist stolz auf seine hochmodernen Abteilungen z.B. für Herz-und Darmerkrankungen sowie Hüft- und Kniegelenk-Ops. Modernste OP-Methoden belasten die Patienten weitaus weniger als früher.

Zahlreiche Gäste waren gekommen, darunter  viele Ratsmitglieder und auch unsere Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren.  Ein buntes Programm wurde den Besuchern geboten, die nicht nur die Räume besichtigen konnten, sondern auch mit Gesundheitschecks ihren Rücken oder Blutdruck testen lassen konnten. Wir wünschen dem Sana-Krankenhaus weiterhin eine glückliche Hand mit seinen Patienten und eine erfolgreiche Zukunft!

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Panagniota Boventer, David Boventer, Margit Reisewitz, Brigitte Dmoch-Schweren, Heiko Twellmann (v.l.n.r.)