Archiv der Kategorie: Schulen

Schulentwicklungsplan verabschiedet

Am 29.4.15 wurde im Ausschuß für Bildung, Soziales und Inklusion der Schulentwicklungsplan (SEP) für Hürth einstimmig verabschiedet. Der SEP beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Hürther Schülerzahlen bis 2020/21.

 

Hürth ist nach wie vor eine Stadt mit starkem Zuzug; stieg die Wohnbevölkerung in den letzten 20 Jahren um 15 %, so ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen (geplante Wohneinheiten bis 2020: gut 560). Dieser Anstieg setzt auch die Schulen unter Druck, da sie mit den steigenden Schülerzahlen auch noch Projekte wie Ganztagsbetreuung und Inklusion umsetzen müssen. Obwohl gegenwärtig 73% der Grundschüler in der offenen Ganztagsschule versorgt werden und Hürth damit einen Spitzenplatz in NRW einnimmt, ist auch hier ein weiterer Zuwachs zu erwarten.

Die Gründung der Gesamtschule hat die Zahl der Auspendler aus Hürth fast halbiert, das heißt, mehr Hürther Kinder gehen auf Hürther weiterführende Schulen. Beide Gymnasien werden konstant hohe Schülerzahlen haben; das Albert-Schweitzer-Gymnasium wird 6 Züge behalten, während das Ernst-Mach-Gymnasium fünfzügig ist. Die Friedrich-Ebert-Realschule wird ihre Zweizügigkeit halten, während die Hauptschule mit 33 Anmeldungen im Moment wieder größere Akzeptanz verzeichnet.

Dazu Bürgermeisterkandidat Stephan Renner: „Beide Schulen sind Teil unserer Schullandschaft. Ob es zu Veränderungen kommt, bleibt abzuwarten.“

Die Hürther Schulen sind gut aufgestellt

Hürth verfügt über ein Netz von 10 Grundschulen, zwei Förderschulen (davon eine in der Trägerschaft des Kreises), einer Hauptschule, einer Realschule, zwei Gymnasien und – seit diesem Schuljahr- einer Gesamtschule. Damit ist in Hürth die gesamte Palette unseres Schulsystems vertreten. Wie es im einzelnen in den Schulen aussieht (Schülerzahlen, Klassengrößen, Räume etc.) und wie die weitere Entwicklung vonstatten gehen könnte, gibt der Schulentwicklungsplan (SEP) wieder, der am 29.4.15 im Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion (BSI) verabschiedet werden soll.

Danach gibt es im Schuljahr 2014/15 in Hürth 5785 Schülerinnen und Schüler, wobei der Mädchenanteil in Haupt- und Förderschulen am geringsten ist. Der Anteil der deutschen Kinder beträgt insgesamt 66 %, wobei die Realschule mit rund 47% und die Gymnasien mit 75% vertreten sind.

Der SEP verfolgt auch die Entwicklung der Schulen in der Vergangenheit und stellt Annahmen über die Zukunft dar. So wird bei den meisten Grundschulen ein Zuwachs angenommen, allerdings wird bei den weiterführenden Schulen eine teilweise Umschichtung zugunsten der Gesamtschule stattfinden, wobei hier die Hauptbetroffenen die Hauptschule und die Realschule sein werden. Das Wachstum beruht darauf, dass aus Köln junge Familien mit Kindern zuziehen, aber auch viele Asylbewerber mit Familien kommen.

Als ein Beispiel für die Situation unserer Grundschulen sei hier unsere Deutschherrenschule (DHS) in Hermülheim genannt. Dort geht fast die Hälfte der Schüler nach der 4. Klasse zu Gymnasium oder Gesamtschule.

dhs

An der DHS gibt es eine Menge Projekte, die über den normalen Unterricht hinausgehen und zur Entwicklung der musischen und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder beitragen. Hier ist zuerst das Musical „Wir fiebern los – Countdown für eine verrückte Reise“  mit der Josef-Metternich Musikschule zu nennen, das im letzten Jahr nicht nur im Römersaal, sondern auch in der Comedia in Köln aufgeführt wurde.

Hier geht es zu einem kleinen Film von diesem Projekt

Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt wird dieses Jahr fortgeführt. („Wir fiebern los. Die Suche nach dem einzig wahren Schatz“). Auch da werden wir im Sommer schöne Ergebnisse sehen und hören.

Aber auch Sprache und Lesen werden besonders gefördert:  es gibt eine Spanisch- und eine Französisch-AG ab der 3. Klasse, Lesementoren unterstützen einzelne Kinder, jedes Jahr gibt es den Lesewinter, und der Leseclub ist dreimal die Woche für alle interessierten Kinder geöffnet. Auch die Nachmittagsbetreuung in der Offenen Ganztagsschule wird gut angenommen, so dass jetzt die Erweiterung auf sechs Gruppen beschlossen und die entsprechenden Mittel dafür bereitgestellt wurden.

Die DHS arbeitet daran, Europaschule zu werden, das Projekt ist bereits weit forgeschritten. Alle diese Aktivitäten werden von Schulleitung, Kollegium und Betreuern in der OGS mit hohem Engagement organisiert und durchgeführt und zeigen, welchen Anforderungen eine moderne Schule sich stellen muss. Wir freuen uns, dass wir in Hermülheim eine so aktive Schule mit einem vielfältigen Angebot haben.

Förderverein der Gesamtschule jetzt in Elternhand!

Vor der Eröffnung der Gesamtschule hatte sich eine Gruppe von Unterstützern zusammengefunden, um einen Förderverein zu gründen. Christine v. Grumbkow als Vorsitzende und ich als Stellvertreterin konnten deshalb schon bei der Einweihung der Gesamtschule Werbung für diesen Verein machen, so dass er bis heute bereits
– rund 60 Mitglieder hat,
– im Vereinsregister eingetragen ist und auch
– die Gemeinnützigkeit anerkannt ist.

Die Spende von C&A konnte deshalb auch entgegengenommen werden und war eine willkommene Grundlage, die der Schule geholfen hat, ihre technische Ausstattung zu verbessern.

Allerdings war es von Anfang an klar, dass der Vorstand baldmöglich in die Hände der Eltern übergeben würde. Die Mitgliederversammlung wählte nun Herrn Höveler zum Vorsitzenden und Frau Hucklenbroich zur Stellvertreterin.

Wir wünschen dem neuen Team eine gute Hand zum Wohl der Gesamtschule und werden ihn auch weiterhin unterstützen.

Gesamtschulgebäude
Das provisorische Gesamtschulgebäude an der Bonnstraße

Schulentwicklungsplan für Hürth vorgestellt

Am 11.12.2014 stellte Herr Krämer-Mandeau von der biregio Projektgruppe Bildung und Region aus Bonn den neuen Schulentwicklungsplan (SEP) im Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion vor, der eine Fortschreibung des SEP aus dem Jahr 2011 ist.

Der Schulentwicklungsplaner machte deutlich, dass Hürth anders als ganz NRW einen Bevölkerungszuwachs von 9,3% im Zeitraum von 1995 bis 2013 zu verzeichenen hat, während das Land NRW einen Bevölkerungsrückgang von 1,8% aufweist. Selbst im Rhein-Erft-Kreis gibt es nur eine Steigerung von 3,2%. Somit hat Hürth auch eine steigende Anzahl von Grundschülern, die untergebracht werden müssen. Der Schulentwicklungsplaner geht von einem andauernden Wachstum aus, auf das die Stadt Hürth mit Lenkungsmaßnahmen (z.B. Beschränkung der Zügigkeit) reagieren muss.

In puncto Offener Ganztagsbetreuung ist Hürth Spitze in der Region, wobei die Zahlen der Kinder weiter steigen. Sehr unterschiedlich sieht der Schulentwicklungsplaner die Zukunft einzelner Schulformen; die Hauptschule wird weiter zurückgehen, aber auch die Realschule wird Schüler abgeben, wobei hier die Gesamtschule immer mehr Schüler aufnimmt, bis sie die 5-Zügigkeit erreicht hat. Auch die Gymnasien haben bereits 56 Schüler oder 6% an die Gesamtschule abgegeben.

Der Schulentwicklungsplaner sieht die Gründung der Gesamtschule positiv, da sie nicht nur eine neue Schulform darstellt, sondern auch den wachsenden Raumbedarf in Hürth deckt. Sie hat die Zahl der auspendelnden Schüler halbiert.

Die SPD-Fraktion zeigte sich erfreut, dass ein externer Berater bestätigt, dass die Gesamtschule eine Bereicherung für Hürth ist. Damit zeigt sich einmal mehr, dass unsere Politik richtig ist.

Schulausschuss
Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion (Schulausschuss) tagt unter meiner Leitung.

Der SEP wird nun in den Fraktionen beraten und in der nächsten Sitzung des BSI am 25.2.15 mit dem ergänzten Schlusskapitel verabschiedet.

Große Freude beim Förderverein der Gesamtschule über Spende von C&A

Am 26.11.14 überreichten Frau Ginkel und Frau Schumacher von der C&A Filiale Hürth einen Spendenscheck über 2000,- Euro an den Förderverein der Gesamtschule, den Margit Reisewitz als stellvertretende Vorsitzende und Markus Merkle als Schulpflegschaftsvorsitzender entgegennahmen. Ich freue mich sehr über die unerwartete Spende. Dies ist eine gute Grundlage für die Arbeit des Fördervereins der neu errichteten Schule.

Spende_von_C&A

Gute Laune bei der Scheckübergabe: (v.l.) Bürgermeister Walther Boecker, Margit Reisewitz und Markus Merkle vom Förderverein der Gesamtschule sowie Irene Ginkel und Iris Schumacher von der C&A-Filialleitung. Foto: Copyright freigegeben

Eltern der Gesamtschule und der Musikschule kritisieren die Pläne von CDU und Grünen zur Gesamtschule

Die Eltern der Gesamtschule, die erst am Mittwoch ihre Klassenpflegschaften gewählt hatten und dann sofort die Schulpflegschaft,  kritisieren sachlich aber massiv die Pläne von CDU und Grünen,  die Oberstufe im jetzigen Provisorium unterzubringen. Und sie organisieren sich, um die Ratsentscheidung am 9.9. im Sinne der Schüler zu verbessern.

Mein Ratskollege Heiko Twellmann stellt das gut in seinem Blog dar. (mehr hierzu)

Aber auch die  Musikschule ist betroffen. Wenn die Oberstufe die Räume der Dr.-Kürten-Schule benutzt, kann  Musikschule sie  nicht mehr ab 14 Uhr nutzen. Das bedeutet auch hier ein zweiter Standort.

Auch hier werden die Eltern aktiv. Sie haben an alle Fraktionen also auch an mich diesen sachlichen und informativen Brief geschickt.

 Elternbeirat_der_Musikschule_20140905

Wenn auch für die Musikschule weitere Räume bereitgestellt werden müssen, dürfte von der vermuteten  Ersparnis nichts mehr übrig bleiben. Die CDU und Grünen haben in Unkenntnis des genauen Sachverhalts im Planungsausschuss eine Fehlentscheidung getroffen. Es ist zu wünschen, dass sie die Kraft haben, diesen Fehler zu korrigieren.

CDU und Grünen kippen Baubeschluss für unsere Gesamtschule!

Fünf Tage nach der Eröffnungsfeier der Gesamtschule, bei der CDU und Grüne in der ersten Reihe saßen, legten beide Parteien überraschend mit einer Hau-Ruck-Aktion in der Sondersitzung des Planungsausschusses einen veränderten Baubeschluss vor, der auf einen Bau der Oberstufe verzichtet und stattdessen die Dr. Kürten-Schule dafür vorsieht.

Gegen den erbitterten Widerstand der SPD setzten CDU und Grüne diesen Beschluss durch, der jetzt noch vom Stadtrat am 9.9.14 abgesegnet werden soll.

Das Argument dieser beiden Parteien, hier könne ein Einspareffekt erzielt werden, läßt sich nicht halten, wenn man die massiven Umbaumaßnahmen in der Dr. Kürten-Schule berücksichtigt, den ökologisch unsinnigen Pendelverkehr zwischen zwei Standorten und die Zeitverzögerung des ganzenVorhabens .

Neben den pädagogischen Aspekten (wie soll eine Schule an zwei Standorten eine eigene Identität entwickeln?), die dem entgegenstehen, ist auf den drastischen Vertrauensverlust hinzuweisen, den Eltern, Lehrer und Schüler jetzt erleben, weil sie erfahren müssen, dass einmal gefaßte Beschlüsse nach Gusto geändert werden, sobald sich die Mehrheitsverhältniss geändert haben. Eine sachorientierte Politik sieht anders aus!

Wir von der SPD versuchen, die Bürger aufzuklären und ihnen klarzumachen, dass dieser Beschluss von CDU und Grünen ein Angriff auf das Projekt Gesamtschule bedeutet, weil Eltern ihr Kind lieber an einer Schule mit einem Standtort anmelden. Die Gesamtschule soll sich gut entwickeln, dafür braucht sie Planungssicherheit. Dafür stehen wir von der SPD.

Hürth hat eine Gesamtschule!

Nach einer Elternbefragung,  jahrelangen, intensiven Beratungen in Rat und Verwaltung sowie Diskussionen in der Bevölkerung und dem Baubeschluß ist es jetzt soweit: Hürth hat eine Gesamtschule!

Die feierliche Eröffnung erfolgte letzten Freitag, 22.8.14, in der Turnhalle der Dr. Kürten Schule, in der die Gesamtschule provisorisch untergebracht ist. Der feierliche Rahmen wurde betont durch die Anwesenheit vieler hochrangiger Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Gäste-Ausschnitt_2

Sogar Schulministerin Löhrmann hatte den Weg nach Hürth gefunden und war voll des Lobes über die Darstellungsleistung der Schüler, die nach drei Tagen Proben und Basteln ihre Klassen ansprechend präsentierten.

Loehrmann

Ob  sie auch begeistert von dem ist, was ihre Parteifreunde von den Grünen danach angestellt haben mit der Verlagerung der Oberstufe der neuen Schule,  wage ich zu bezweifeln.

Bürgermeister Walther Boecker wies auf die langen Debatten hin und stellte dar, dass Hürth sich diese Gesamtschule leisten könne. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit von Schulen gab die Josef-Metternich-Musikschule, die den musikalischen Rahmen gestaltete.

BigbandDie Bläserklasse der Dr. Kürten Schule, die auch durch die Josef-Metternich-Musikschule betreut wird,  machte den Anfang,

Haydn

Das Ensemble der Josef-Metternich-Musikschule, das auch in Skawina begeistert hatte, spielte ein Flötenkonzert von Haydn.

Den Abschluss  der Veranstaltung bildete die Luftballonaktion auf dem Schulhof, bei der alle Klassen Ballons mit Wunschzetteln aufsteigen ließen.

Für Getränke, Kaffee und Kuchen sorgte der Förderverein, der sich bereits gegründet hatte und von Frau von Grumbkow und mir vertreten wurde. Durch Werbung für den Verein gaben bereits 14 Eltern eine Beitrittserklärung ab, weitere werden folgen.

Wir wünschen den Schülern, Lehrern und Eltern einen guten Start und erfolgreiche Arbeit!

(Dieser Beitrag erscheint leider erst spät, weil ich zwischenzeitlich verreist war. Es ist aber interessant, sich daran zu erinnern, wie  CDU und Grüne sich gerne  als Mitgründer der Schule in Pose setzen, um wenig später  die Schulentwicklung zu schädigen)