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Gesundheitstag am Goldenberg-Europakolleg

Am 18.6.19 fand zum 7. Mal am Goldenberg-Europakolleg in Hürth der Gesundheitstag statt. Die pädagogische Leitidee der „Gesunden Schule“ wird an diesem Tag für alle 750 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erlebbar. Jeder Schüler wählt an diesem Tag drei Seminare à 60 Minuten, es stehen 22 Angebote zur Wahl. Die Themen reichen von  Autogenem Training über Vorbeugung bei Alkohol- und Drogenkonsum, Sportangebote wie Bogenschießen bis zu Fahrsicherheitstraining und Stammzellentypisierung.

Die Schule hat sich dem Landesprogramm Bildung und Gesundheit verschrieben und ist damit eine von 9 Berufskollegs in NRW. Allerdings ist der Gesundheitstag keine Pflichtaufgabe, die das Förderprogramm vorschreibt. Das Gesundheits-Team des Berufskollegs hat den Anspruch entwickelt, die Schule salutogen, also gesundheitsfördernd zu gestalten. Dazu gehört, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken, sie bei Prüfungsangst zu trainieren, sie mit dem Thema Sicherheit am Arbeitsplatz vertraut zu machen und Suchtprävention zu betreiben.

Das Europakolleg arbeitet mit vielen Kooperationspartnern  wie der Polizei, der Salus-Klinik, dem Frauenforum, der Feuerwehr, aber auch mit vielen Vereinen zusammen.

Frau Drechsler und das Gesundheits-Team führten die Gäste aus Verwaltung, Politik und Polizei durch die Schule und zeigten die Vielfalt der angebotenen Seminare. Hier seien nur stellvertretend der Rollstuhlparcours, der Ernährungskurs und der Trommelkurs genannt.

Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Schule den Gedanken der Gesundheitsförderung an die Schüler heranträgt.

Mehr Sicherheit für alle Schulkinder!

Bürgerproteste haben kürzlich dazu geführt, dass die Stadtverwaltung an der Carl-Orff-Schule die Einrichtung von Hol- und Bringzonen prüfen wird. Die SPD fordert eine solche Prüfung seit langem auch für die Deutschherrenschule in Hermülheim. Und auch an der Sudetenstraße beim ASG und der Gesamtschule gibt es nach Aussage der Schulleitungen Handlungsbedarf.

Viele Grundschüler werden zur Schule mit dem PKW gebracht. Manche Eltern meinen, ihr Kind fast in den Klassenraum fahren zu müssen. Ein Mittel dagegen sind die Hol- und Bringzonen, die lt. ADAC mindestens 150 m, am besten aber mehr als 250 m von der Schule entfernt liegen sollen. Das Ziel ist, dass

  • alle Kinder durch den gut geplanten Weg zur Schule Sicherheit im Straßenverkehr erlernen
  • kritische Situationen und Unfälle vermieden werden
  • die Anlieger in der Umgebung entlastet werden

Die Einrichtung solcher Zonen ist aber nur ein Teil eines umfassenderen Konzepts. Im Leifaden für die Praxis „Das Elterntaxi an Grundschulen“ des ADAC von 2018 ist dies leicht verständlich nachzulesen.

Viele Teile dieses Konzepts hat die Schulleitung bereits durchgesetzt. So gibt es z.B. regelmäßig Aufklärungsaktionen der Eltern mit Anregungen zur Verkehrserziehung und „Denkzettelaktionen“, bei denen in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt dem Nachdruck verliehen wird. Es fehlen aber die geeigneten Hol- und Bringzonen und die damit verbundenen Maßnahmen. Gelegentlich ist es ja nötig, doch den PKW zu nehmen, dann aber bitte nur bis zu einer der Bringzonen!

Nicht zuletzt wegen der Aufhebung der Schulbezirke im Jahr 2006 durch die CDU-geführte Landesregierung wählen Eltern leider nicht unbedingt die nächste Grundschule und sorgen so für Autoverkehr.

Schwarz-Grün bestreitet die Notwendigkeit für die DHS, verweigert sogar eine Prüfung der Verhältnisse und verweist auf eine andere Schule, bei der die Situation nicht so kritisch sei. Ein kurzer Blick auf den Stadtplan sollte genügen, um zu erkennen, dass die Lage der Deutschherrenschule mit dem Sackgassensystem besonders gefährlich ist und ein Eingreifen erfordert.

Die Kinder der Deutschherrenschule und der Carl-Orff-Schule sollten uns gleich wertvoll sein!

 

Eine Lösung für Elterntaxis?

Der Verkehr in unserer Stadt ist oft anstrengend, besonders zu den Stoßzeiten. Extrem stressig geht es aber morgens vor den Schulen zu, wo Eltern ihre Kinder mit dem Auto hinbringen. Of kommt es dabei zu gefährlichen Situationen, wegen Zeitdruck und Enge der Straße.

Eine Lösung könnten die sog. Hol-und Bringzonen sein, wo Eltern ihre Kinder absetzen können, so dass sie von dort aus zur Schule gehen.

Die SPD hatte bereits 2016 einen Antrag zur Einrichtung solcher Kurzzeitparkplätze für die Deutschherrenschule und das ASG in den Schulausschuss eingebracht. Beide Schulen hatten sich dafürausgesprochen. Leider aber lehnten CDU/Grüne diesen Vorschlag ab.

Ausgelöst durch Bürgerproteste ist nun in der Verwaltung ein Denkprozess in Gang gekommen, der unsere Idee wieder aufnimmt. An der Carl-Orff-Grundschule könnte es Hol-und Bringzonen geben, in denen die Kinder abgesetzt werden können. Wir werden deshalb einen erneuten Vorstoß unternehmen, die gefährliche Situation an der Deutschherrenschule und dem ASG zu entschärfen. Wir hoffen, dass die Mehrheit sich dieses Mal anschließt, damit wir gemeinsam zum Wohle unserer Stadt handeln.

5 Jahre Leseclub Fridolin

5 Jahre Leseclub Fridolin an der Deutschherrenschule Hürth
Ein Grund zum Feiern

Seit November 2013 gibt es unseren Leseclub, der von der Stiftung Lesen ins Leben gerufen und seitdem tatkräftig unterstützt wurde. Leseclubs sind Teil des Bundesprogramms „Kultur macht stark, Bündnisse für Bildung“, das Projekte für Kinder fördert.

Wir erhielten als Erstausstattung kistenweise Bücher, Spiele, CDs, Filme Bastelmaterial, aber auch unser rotes Sofa, Regale, einen CD-Spieler und ein Tablet.

Von Anfang an treffen wir uns dreimal die Woche für zwei Stunden und lesen, malen, basteln und spielen mit den Kindern. Bis zu 50 Kinder kommen pro Woche zu uns, oft hören wir, dass sie gerne kommen. Wir sind sieben Betreuerinnen und Betreuer, also in jeder Gruppe doppelt besetzt. Als Teil der Angebote der Offenen Ganztagsschule und Kooperationspartner des Kinderschutzbundes sind wir eingebettet in die Struktur der Schule und Kommune.

Nach der ersten Förderphase, die am 31.12.17 endete, bewarben wir uns erneut um die Förderung durch die Stiftung Lesen und erhielten den Zuschlag schon bevor die Bewerbungsfrist endete. Wir führten das auch darauf zurück, dass wir jetzt neue Angebote machen konnten, z.B. kleine naturwissenschaftliche Experimente und Musik. Seit neuestem können Kinder bei uns den Umgang mit dem kleinen Computer Calliope lernen.

Wir wollten unser fünfjähriges Bestehen feiern und luden deshalb Gäste ein:

Die beiden MdBs Herrn Dr. Kippels und Herrn Dietmar Nietan, die Stadtspitze mit Herrn Breuer und Schuldezernent Herrn Menzel; Kinderschutzbund, Schulleitung, OGS und Presse. Aber ganz besonders wichtig war es uns, die Stiftung Lesen bei uns zu sehen, und wir hatten mit dem Hauptgeschäftsführer Herrn Dr. Maas einen hochrangigen Vertreter der Stiftung Lesen. Fast war unser Raum zu klein für Betreuer, Kinder und Besucher.

EIn schönes Bild unserer Ehrengäste findet man in dem Artikel des Hürther Wochenendes.

In der hinteren Reihe von links nach rechts Bürgermeister Breuer, MdB Dr. Kippels, MdB Dietmar Nietan, Dr.Maas von der Stiftung Lesen und Karolin Königsfeld vom Kinderschutzbund Hürth.

Die Kinder und die Schulleiterin Frau Schiel begrüßten die Gäste mit dem Schullied: „Wir sind die KInder von der DHS“

Die drei Gruppen des Leseclubs zeigten ganz unterschiedliche Aktionen.

Die Dienstagsgruppe las aus dem Buch unserer Betreuerin, Frau Filiz Kücükaksu (Bildmitte), die selbst Kinderbuchautorin ist, vor.

Die Mittwochsgruppe nahm das Kamishibai (japanisches Erzähltheater), um zwei selbstgeschriebene Geschichten, die die Kinder illustriert hatten, vorzustellen. Das Kamishibai ist ein Geschenk der Stiftung Lesen, die auch 15 fertige Bildgeschichten geschickt hat.

Ob der Ehrengast (nicht im Bild) die Frage beantworten kann?

Die Donnerstagsgruppe ging der Frage nach, ob Schneemänner tauchen können. Nachdem die Besucher gefragt worden waren, gaben die Kinder die Antwort mit einem Teelicht und einem Bierglas.

Am Schluss zeigten Schüler unter Anleitung von Rolf Reisewitz, wie der Computer Calliope programmiert wird, um eine Botschaft zu bringen.

erklären

ausprobieren

programmieren

 

 

 

 

Herr Dr. Maas von der Stiftung Lesen zeigte sich beeindruckt. Er lobte die Arbeit unseres Leseclubs und ermunterte uns, in unseren Bemühungen fortzufahren. Auch die anderen Ehrengäste würdigten unseren Leseclub und sprachen ihren Dank aus.

Wir freuen uns über dieses Lob und fühlen uns bestätigt.

An dieser Stelle möchte ich persönlich allen Beteiligten meinen Dank aussprechen für Engagement und Unterstützung: unseren Betreuerinnen und Betreuern, die jede Woche in den Leseclub kommen; der Stiftung Lesen, die uns Materialien und Fortbildungen gibt; der Schulleitung, die immer ein offenes Ohr hat; der OGS, die die Gruppen organisiert und uns in Alltagsdingen hilft; dem Kinderschutzbund, der mit uns zusammenarbeitet. Zu guter Letzt bedanken wir uns bei unseren Gästen, die teilweise weite Wege auf sich genommen haben, um zu uns zu kommen.

Wir starten zuversichtlich in die nächsten fünf Jahre.

MINT-Förderung in Hürth ja! – Aber richtig!

Der Bürgermeister gibt allzu oft Studien in Auftrag, die nicht die erwartete Qualtität haben.
Z.B. enthielt die Organisationsuntersuchung von Rödl & Partner 2017 erhebliche fachliche Mängel, die auch heute noch die Arbeit erschweren. Ein Schulentwicklungsplan war so mangelhaft, dass er nicht verabschiedet werden konnte. Und nun möchte er ein Gutachten in Auftrag geben, „ob und wie mehr mathematisch-naturwissenschaftlicher Unterricht vermittelt werden kann“.

Was passiert in den Schulen in Sachen MINT-Förderung in den nächsten ein bis zwei Jahren durch diesen Auftrag? – Nichts!
Erst danach könnten weitere Ausgaben positive Wirkungen erzielen. Und wenn dieses Gutachten Rödl-Qualität haben sollte, sind Zeit und ungefähr 50.000 Euro verloren.

Wer sich auf den Homepages unserer Schulen umsieht, wird erfreut sein, was sich bei uns im MINT-Bereich tut.

Wir haben hier viele engagierte, kompetente Lehrer, die ihre Schüler kennen, die wissen, über welche Ressourcen sie verfügen und welche fehlen. Und Sie kennen Methoden und Ressourcen, die erfolgreicher sind als üblich.

Z.B. wurde die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ vom Ernst-Mach-Gymnasium nach Hürth geholt, ein Zeichen, dass die langjährigen, viel versprechenden Ideen von Prof. Beutelspacher aus Gießen sehr wohl bekannt sind. (mehr dazu)

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ist Mitglied im MINT-EC-Netzwerk (mehr darüber hier)

Und die Liste der Kooperationspartner unserer Hauptschule liest sich wie das „who is who“ der Hürther Wirtschaft. Und sogar das Institut für Chemie und Didaktik der Universität zu Köln unterstützt die Schule mit dem Besuch des Schülerlabors Elke sowie mit Lehr-Lernforschung.  (mehr)

Die SPD hatte im Schulausschuss gefordert, in einem Sofortprogramm die Schulen zu fördern. Dafür gab es im Ausschuss leider keine Mehrheit.

Wir freuen uns, dass der Bürgermeister etwas für die MINT-Fächer tun möchte! Das sinnvollere Vorgehen ist aber sicher folgendes:

  • Wenn ein Gutachten in Auftrag geben werden soll, dann nicht unter der falschen Flagge „MINT“. Zunächst sollte der Schulentwicklungsplan verabschiedungsreif gemacht werden. Dass dabei auch MINT betrachtet werden kann, versteht sich von selbst.
  • Wenn es darum geht, mehr Unterricht in MINT-Fächern zu ermöglichen, also mehr Lehrer einzustellen, ist dies Aufgabe des Landes. Hier könnten die schulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen im Landtag hilfreich sein.
  • Wenn wir in einem Sofortprogramm bald etwas verbessern möchten, fragen wir doch die, die es am besten wissen: die Schulleitungen und die engagierten Lehrer!

Lernen in der Natur – Grünes Klassenzimmer im Burgpark

Am 4.10.18 wurde das Grüne Klassenzimmer im Burgpark Hermülheim eingeweiht, ein Projekt mit langem Vorlauf, das den Baumlehrpfad von 2014 ergänzt. Auf diesem Lehrpfad können 28 verschiedene Baumarten des Burgparks mit Hilfe eines QR-Codes identifiziert und ihre Beschreibungen auf dem Smartphone abgerufen werden.

Federführend bei beiden Projekten war Herr Thomas Knechten, stellv. Leiter des Ernst-Mach-Gymnasiums, der von vielen Seiten unterstützt wurde, z.B.durch den BUND, die Stadtwerke, die Lokale Agenda Hürth sowie Sponsoren.

Das Grüne Klassenzimmer ist zwar vom EMG eingerichtet worden und wurde gleich von der 5a getestet, es steht aber allen Schulen offen, die ihre Klassenzimmer verlassen und im Park unterrichten wollen.

Was ist der Stadtspitze unsere Musikschule wert?

 Die Josef-Metternich Musikschule unserer Stadt ist für ihre gute Arbeit bekannt. Zur Zeit hat sie die Rekordzahl von 1800 Schülerinnen und Schülern. Damit erreicht sie rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen während ihrer Schulzeit. Regelmäßig nehmen einige von ihnen am Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil, viele erringen gute bis sehr gute Plätze. Das Sommerfest am 1.7.18 war ein großartiger Beweis dafür, welche Breite das Unterrichtsangebot umfaßt. Alle Altersklassen waren vertreten, das Programm erstreckte sich über mehr als vier Stunden.

Die Musikschule pflegt den Kontakt zu Schulen und Kindergärten; im Jekits-Projekt können Kinder sich mit verschiedenen Instrumenten vertraut machen, an den weiterführenden Schulen werden Workshops angeboten. Die Baglama (türkische Laute) wird so erfolgreich unterrichtet, dass es einen Bundessieger mit dem Instrument gab. Es hat Musikaustausche gegeben mit Polen und Chile, die für alle Beteiligten eine Bereicherung waren. In diesen Tagen erarbeiten zum vierten Mal Schüler und Lehrer ein Musical an der Deutschherrenschule.

Auch im Erwachsenen- und Seniorenbereich hat die Musikschule ihre Teilnehmerzahlen gesteigert, die Seniorenstreicherklasse und das Veeh-Harfen-Ensemble erfreuen sich großer Beliebtheit.

Dies ist nur eine Auswahl der vielen Projekte, die zusätzlich zum „normalen“ Unterricht stattfinden und von allen Musikschullehrern getragen werden. Motor und Seele dieser vielfältigen Aktivitäten ist der Musikschulleiter Ruddi Sodeman, der aber zum 31.10.18 in den Ruhestand gedrängt wird.

Jetzt ist die Ausschreibung für seine Nachfolge veröffentlicht, die mit aller Schärfe klarmacht, was der Stadtspitze unsere Musikschule wert ist. Sie sucht allen Ernstes einen Musikschulleiter ohne Musikstudium, ein Verwaltungsfachwirt erscheint ihr geeignet, die aufgelisteten vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. Ein musikpädagogisches Studium ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Auch soll die neue Leitung in einer niedrigeren Entgeltgruppe eingeordnet werden mit noch geringerem Gehalt in der Probezeit.

Diese Ausschreibung ist ein Schlag ins Gesicht des Personals unserer Musikschule. Abgesehen davon, dass die Einstellung einer Verwaltungsfachkraft als Musikschulleiter den Rauswurf aus dem Verband der Musikschulen bedeuten würde, hätte die Stadt auch den jährlichen Verlust von 15 000 Euro Förderung durch das Land zu verkraften. Dies wäre Geldverschwendung und ein Prestigeverlust.

Was also will unsere Stadtführung? Offensichtlich ist ihr der qualitativ hochwertige Fortbestand unserer Musikschule gleichgültig, man wünscht sich einen willfährigen Sachbearbeiter, der den Stadtoberen nicht in die Quere kommt. Hier ist Widerstand angesagt, um zu verdeutlichen, welcher Gefahr unsere Musikschule ausgesetzt ist.

Deutschherrenschule : Ein buntes Fest nach 60+1 Jahren

Am Samstag, 16.6.18 feierte die Deutschherrenschule ihr Sommerfest, dieses Mal unter dem Motto 60 +1 Jahr. Dieses Motto ist dem letzten Jahr zu verdanken, als das Jubiläum nicht gebührend begangen werden konnte, weil der Schulhof, der gründlich saniert und neu gestaltet worden war, nicht rechtzeitig fertig war. Bei diesem Schulhof, der der größte aller Grundschulen in Hürth ist, mussten Asphaltflächen gegen Pflaster ausgetauscht, die Kanäle saniert und die Zugänge zu den Gebäuden barrierefrei gemacht werden. Die Spielfläche wurde neu gestaltet, Spielgeräte zur Förderung von Konzentration und Motorik sowie eine Rollstuhlwippe wurden eingerichtet.

All dies konnte jetzt mit dem Sommerfest gefeiert werden. Getreu dem Motto 60+1 gab es traditionelle Spiele wie Sackhüpfen und Dosenwerfen. Jede Klasse hatte einen Stand, an dem ein Spiel angeboten wurde; der Förderverein verkaufte Schul-T-Shirts und die Tombola war so beliebt, dass schon vorzeitig alle Gewinne ausgegeben waren.

Die Schulleiterin Kerstin Schiel (rechts) freut sich mit der ganzen Schule.

Wir freuen uns mit der Schule über den schönen Schulhof und wünschen ihr weiterhin alles Gute bei ihrer erfolgreichen Arbeit.

Schüler sind STARS an der Hauptschule Kendenich

Am 6.11.17 feierte die Gemeinschaftshauptschule Kendenich einen ungewöhnlichen Geburtstag: 34 Jahre! Die Schule hat allen Grund, stolz zu sein, sie ist ausgezeichnet worden mit dem Berufswahl-Siegel, das für vorbildliche Berufsorientierung vergeben wird und sie ist MINT-Schule, das heißt, sie leistet Besonderes in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mit Recht wies die Schulleiterin, Frau Rita Röbel, auf diese Anerkennung hin, die der Schule von außen zugesprochen worden ist. Was aber noch beeindruckender in der Veranstaltung war, ist die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler der 9. Und 10. Klasse freimütig über ihren schulischen Lebensweg berichteten, der sie manchmal eher gegen ihren Willen an diese Schule geführt hatte, aber alle Schülerinnen und Schüler bekannten, dass diese Schule für sie ein Glücksfall war, da sie ihre Talente erkannt und gefördert hat, so dass sie heute ihren Weg gefunden haben.

Frau Röbel betonte, dass kein Schüler ihre Schule verlässt, ohne einen Ausbildungsvertrag zu haben oder an einer beruflichen Maßnahme teilzunehmen, denn die Schule arbeitet mit Partnern wie Infraserv, Evonik, den Stadtwerken ode Aldi zusammen . Auch das von der IHK initiierte Projekt „Ausbildungsbotschafter“, bei dem Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren, den Schülerinnen und Schülern von ihren täglichen Erfahrungen berichten, wird an der Hauptschule Kendenich praktiziert und eröffnet ganz persönliche Einblicke.

Um sich noch mehr auf die Förderung jedes einzelnen Schülers zu konzentrieren, gibt es ab dem Schuljahr 2018/19 die STAR-Klasse, in der nicht nur die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet werden, sondern es auch besondere Angebote in Sport, Chemie, Physik und Technik gibt, die sehr praxisorientiert ausgerichtet sind. Hier sollen die Stärken der Kinder unterstützt werden.

Wer die Schule näher kennenlernen möchte, kann das am Tag der offenen Tür tun: 9.12.17 von 9-12 Uhr.

Für die Eltern der Grundschulkinder in der 4. Klasse gibt es einen zentralen Informationsabend im Römersaal des Bürgerhauses am 20.12.17 um 19 Uhr.

Die fröhlichen Geburtstagsgäste

Erwachsenengebühren an der Musikschule werden nicht erhöht

In der Sitzung des KSB (Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder) v. 27.9.17 waren die Erwachsenengebühren an der Musikschule erneut Thema. Die Verwaltung hatte Zahlen vorgelegt, die insgesamt belastbarer waren als bisherige Vorlagen. Danach liegt der Deckungsgrad unter Berücksichtigung aller Kosten:

für Einzelunterricht bei 74%

für altersgemischte Ensembles bei 87%

für Erwachsenenensembles bei 100,,6%

Würde man diese Lücke schließen, müsste die Gebühr von jetzt 146,80 im Monat bei 45 Minuten Unterricht auf 198,38 Euro steigen.

Dies hält auch die CDU für nicht zumutbar.

Wenn die Erwachsenen auf Grund einer solchen Erhöhung den Unterricht beendeten, würde sich das Defizit der  Stadt erhöhen. Denn die Gebühren übersteigen ja jetzt bereits die variablen Kosten. Die Fixkosten blieben  auch nach Einstellung des Erwachsenenunterrichts erhalten.

Unklar blieb in der Verwaltungsvorlage jedoch, wie hoch der Anteil der Verwaltungskosten ist, die der Musikschule zugerechnet werden. Neben dem Musikschulleiter wird auch der Kulturamtsleiter als Kosten aufgeführt. Hier muss geklärt werden, mit welchen Anteil seiner Arbeitskosten der Amtsleiter  die Musikschule belastet. Er ist ja außerdem für das Bürgerhaus, die Stadtbücherei und das Stadtarchiv zuständig.

Unklar ist auch, wie die Verwaltungskostenpauschale von 41.504 Euro begründet wird. Denn viele Verwaltungstätigkeiten, die früher von Ämtern im Rathaus geleistet wurden, sind von der Musikschule übernommen worden. Hier gilt es zu klären, ob nicht Verwaltungskosten doppelt berechnet werden. Falls diese Kosten zu hoch angesetzt sind, würde sich der Deckungsgrad der Erwachsenengebühren noch erhöhen.

In dieser Sitzung des KSB wurde noch keine Erhöhung der Erwachsenengebühren beschlossen. Hier schreckte man vor einer solch drastischen Maßnahme zurück. Das heißt allerdings nicht, dass das Thema vom Tisch ist. Es wurde bereits angekündigt, es in den Haushaltsberatungen wieder aufzunehmen. Es gilt also für uns, wachsam zu sein.