Archiv der Kategorie: Schulen

Schüler sind STARS an der Hauptschule Kendenich

Am 6.11.17 feierte die Gemeinschaftshauptschule Kendenich einen ungewöhnlichen Geburtstag: 34 Jahre! Die Schule hat allen Grund, stolz zu sein, sie ist ausgezeichnet worden mit dem Berufswahl-Siegel, das für vorbildliche Berufsorientierung vergeben wird und sie ist MINT-Schule, das heißt, sie leistet Besonderes in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mit Recht wies die Schulleiterin, Frau Rita Röbel, auf diese Anerkennung hin, die der Schule von außen zugesprochen worden ist. Was aber noch beeindruckender in der Veranstaltung war, ist die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler der 9. Und 10. Klasse freimütig über ihren schulischen Lebensweg berichteten, der sie manchmal eher gegen ihren Willen an diese Schule geführt hatte, aber alle Schülerinnen und Schüler bekannten, dass diese Schule für sie ein Glücksfall war, da sie ihre Talente erkannt und gefördert hat, so dass sie heute ihren Weg gefunden haben.

Frau Röbel betonte, dass kein Schüler ihre Schule verlässt, ohne einen Ausbildungsvertrag zu haben oder an einer beruflichen Maßnahme teilzunehmen, denn die Schule arbeitet mit Partnern wie Infraserv, Evonik, den Stadtwerken ode Aldi zusammen . Auch das von der IHK initiierte Projekt „Ausbildungsbotschafter“, bei dem Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren, den Schülerinnen und Schülern von ihren täglichen Erfahrungen berichten, wird an der Hauptschule Kendenich praktiziert und eröffnet ganz persönliche Einblicke.

Um sich noch mehr auf die Förderung jedes einzelnen Schülers zu konzentrieren, gibt es ab dem Schuljahr 2018/19 die STAR-Klasse, in der nicht nur die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch unterrichtet werden, sondern es auch besondere Angebote in Sport, Chemie, Physik und Technik gibt, die sehr praxisorientiert ausgerichtet sind. Hier sollen die Stärken der Kinder unterstützt werden.

Wer die Schule näher kennenlernen möchte, kann das am Tag der offenen Tür tun: 9.12.17 von 9-12 Uhr.

Für die Eltern der Grundschulkinder in der 4. Klasse gibt es einen zentralen Informationsabend im Römersaal des Bürgerhauses am 20.12.17 um 19 Uhr.

Die fröhlichen Geburtstagsgäste

Erwachsenengebühren an der Musikschule werden nicht erhöht

In der Sitzung des KSB (Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder) v. 27.9.17 waren die Erwachsenengebühren an der Musikschule erneut Thema. Die Verwaltung hatte Zahlen vorgelegt, die insgesamt belastbarer waren als bisherige Vorlagen. Danach liegt der Deckungsgrad unter Berücksichtigung aller Kosten:

für Einzelunterricht bei 74%

für altersgemischte Ensembles bei 87%

für Erwachsenenensembles bei 100,,6%

Würde man diese Lücke schließen, müsste die Gebühr von jetzt 146,80 im Monat bei 45 Minuten Unterricht auf 198,38 Euro steigen.

Dies hält auch die CDU für nicht zumutbar.

Wenn die Erwachsenen auf Grund einer solchen Erhöhung den Unterricht beendeten, würde sich das Defizit der  Stadt erhöhen. Denn die Gebühren übersteigen ja jetzt bereits die variablen Kosten. Die Fixkosten blieben  auch nach Einstellung des Erwachsenenunterrichts erhalten.

Unklar blieb in der Verwaltungsvorlage jedoch, wie hoch der Anteil der Verwaltungskosten ist, die der Musikschule zugerechnet werden. Neben dem Musikschulleiter wird auch der Kulturamtsleiter als Kosten aufgeführt. Hier muss geklärt werden, mit welchen Anteil seiner Arbeitskosten der Amtsleiter  die Musikschule belastet. Er ist ja außerdem für das Bürgerhaus, die Stadtbücherei und das Stadtarchiv zuständig.

Unklar ist auch, wie die Verwaltungskostenpauschale von 41.504 Euro begründet wird. Denn viele Verwaltungstätigkeiten, die früher von Ämtern im Rathaus geleistet wurden, sind von der Musikschule übernommen worden. Hier gilt es zu klären, ob nicht Verwaltungskosten doppelt berechnet werden. Falls diese Kosten zu hoch angesetzt sind, würde sich der Deckungsgrad der Erwachsenengebühren noch erhöhen.

In dieser Sitzung des KSB wurde noch keine Erhöhung der Erwachsenengebühren beschlossen. Hier schreckte man vor einer solch drastischen Maßnahme zurück. Das heißt allerdings nicht, dass das Thema vom Tisch ist. Es wurde bereits angekündigt, es in den Haushaltsberatungen wieder aufzunehmen. Es gilt also für uns, wachsam zu sein.

Keine Honorarkräfte für Unterricht an der Musikschule! ?

CDU kanzelt Elternvertreter ab

In der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Bäder war der Elterbeirat der Musikschule laut Tagesordnung eingeladen, zu der Vorlage vom 28.6.17, also zum Thema Honorarkräfte  für den Unterricht , Stellung zu nehmen.

Anscheinend ist das Thema „Honorarkräfte“ aus der Sicht der CDU erledigt.  Denn zum Erstaunen vieler Anwesender bat der Vorsitzende Lang den Elternvertreter Mertens, nicht zum Thema, sondern zur „Zukunftsfähigkeit“ der Musikschule Stellung zu nehmen. Das wäre eigentlich eine Frage an den Musikschulleiter gewesen .

Herr Mertens trug gemäß der Tagesordnung die Bedenken der Eltern ruhig und sachlich vor. Er betonte, dass die Eltern die Qualität des Unterrichts gefährdet sehen. Einmal weil Honorarkräfte nicht an das pädagogische Konzept der Musikschule gebunden werden können und weil bei Honorarkäften mit höherer Fluktuation der Lehrkräfte gerechnet werden muss.  Schließlich werde, zumindest nach den Zahlen eines einschlägigen Urteils des Landessozialgerichts, kein Geld gespart.

Honrarkräfte seien grundsätzlich aber für einzelne Projekte denkbar.

Nach dem Vortrag von Herrn Mertens kanzelte Her Rock ihn ab, er habe nur die Verwaltungsvorlage zu Honorarkräften erläutert, man habe aus seinen Worten nichts Neues gelernt. Allerdings widerlegte er sich sofort selber, als er Herrn Mertens unterstellte, er habe die Verwaltungskosten für Honorarkräfte „ausgenullt“, was Herr Mertens sofort richtigstellte. Hier wird deutlich, dass Herr Rock, der ja angeblich die Verwaltungsvorlage so gut kannte, übersehen hatte, dass darin die Existenz von Verwaltungskosten für Honorarkräfte bestritten wurde,  Auf diese Art erscheinen Tarifkräfte natürlich teurer .

Auch in der anschließenden Diskussion versuchte die CDU vom Thema abzulenken. Es wurde deutlich, dass die Musikschule für CDU/Grüne nur ein Kostenfaktor ist. Sie sind nicht bereit, die ausgezeichnete und überregional bekannte Arbeit wertzuschätzen und zu unterstützen. Um es ganz klar zu machen: eine Musikschule, die überwiegend mit Honorarkräften arbeitet, kann das nicht leisten, was unsere Musikschule bietet (kein Jekits, kein Musikaustausch, Jugend musiziert und vieles mehr), stattdessen erhöhte Fluktuation der Dozenten und eine Vorprogrammierung von Altersarmut bei gleichzeitiger Rechtsunsicherheit. Ist das die Zukunft unserer Musikschule?

Wir hoffen, dass dies nur „Rückzugsgefechte“ von CDU und Grünen waren und nun das Thema „Honorarkräfte“ erledigt ist.

 

Unsere Gesamtschule feiert ihr neues Gebäude

Bürgermeister Breuer hat seinen Frieden mit ihr gemacht

Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres feierte die Gesamtschule Hürth am 8.9.17 ihren Einzug in den Neubau. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren konnte die Gesamtschule aus ihrem Provisorium an der Bonnstraße im Gebäude der ehemaligen Dr. Kürten-Schule in die Nachbarschaft des Albert-Schweitzer-Gymnasiums umziehen. Trotz aller Unkenrufe sind der Zeitplan eingehalten und der geplante Kostendeckel von 40 Millionen Euro sogar unterschritten worden.

Ein Saxophon-Trio zeigt sein Können.

Die vier Jahrgänge, die jetzt eingezogen sind, finden ein Gebäude vor, das den Anforderungen moderner inklusiver Pädagogik genügt, denn von den 463 Schülerinnen und Schülern haben 44 Förderbedarf. Besonders stolz ist die Schule auf ihre „Lerninseln“ für jede Jahrgangsstufe mit Differenzierungsräumen und Lehrerstation, bestens ausgestatteten Fachräumen, zu denen auch eine Bibliothek gehört. In der Mensa finden 240 Personen Platz. Die Schule arbeitet mit modernen digitalen Medien, so sind alle Unterrichtsräume mit Beamer und WLAN versorgt.

Bürgermeister Breuer konnte in seiner Rede nicht verschweigen, dass diese Schule umstritten war. Diese Formulierung ist erläuterungsbedürftig, es war vielmehr so, dass die CDU mit allen Mitteln versuchte,  die Gesamtschule zu verhindern. Deshalb entdeckte Herr Breuer z.B. den Schutz von seltenen Tieren. Der Widerstand der CDU gipfelte in dem Versuch, die Oberstufe abzuspalten.

Walther Boecker freut sich mit mir über den gelungenen Neubau.

Nur dem Engagement von Eltern und Schülern, aber auch und nicht zuletzt vom früheren Bürgermeister Boecker, der SPD, den Grünen und Ratsmitglied Saleh Mati war es zu verdanken, dass dieses Vorhaben verhindert werden konnte.

Nun spricht Bürgermeister Breuer von einer „Bereicherung der Schullandschaft“. Diese Einschätzung können wir nur unterstreichen. Da Herr Breuer darauf hinwies, dass die Einweihung am „Tag der Vergebung“ stattfand, nehmen wir dies als Aufforderung, ihm seine früheren Aktionen zu vergeben. Richten wir den Blick nach vorne, denn es gibt genügend Probleme in dieser Stadt, die es zu lösen gilt, deshalb ist konstruktive Arbeit gefragt.

vlnr.: Günter Reiners, Katrin Härtl, Silvia Lemmer, Michael Kleofasz, Katja Niewisch, Stephan Renner, Margit Reisewitz, Walther Boecker, Schulleiterin Sabine Sommer

Wir wünschen der Gesamtschule in ihrem neuen Gebäude einen guten Start und erfolgreiche Arbeit für die kommenden Jahre. Möge ihr Motto: „Dem Lernen eine gute Zeit geben“ sich für alle Schülerinnen und Schüler bewahrheiten.

Die merkwürdigen Rödl-Rechnungen

Die Firma Rödl&Partner hat für die Stadt Hürth eine Organisations- und „Effizienz“-Untersuchung angestellt und dafür 50.000 Euro erhalten.

Rödl&Partner behaupten, dass durch teilweisen Einsatz von Honorarkräften statt Tarifmitarbeitern in der Musikschule sich große Einsparungen erzielen lassen, bei 50% Honorarkräften sollen es 285.084€ pro Jahr sein.

In diesem Beitrag interessieren uns vor allem die Zahlen, die auch im Ausschuss für Kultur, Bäder und Sport vom 28.6.17 diskutiert wurden. Die negativen Auswirkungen auf die Qualität unserer Schule und die rechtlichen Risiken sollen an anderer Stelle diskutiert werden.

  1. Honorarkosten

Rödl&Partner behaupten, dass die Jahreswochenstunde einer Honorarkraft 884 Euro kostet. Bezahlt man die Zusammenhangskosten (Konferenzen, Konzerte, Elterngespräche) wie eine Unterrichtsstunde, kostet die Jahreswochenstunde 1.532€ (lt. Vorlage vom 28.6.17). Im Prozess vor dem LSG Münster vom 6.7.16 ging es um eine Honorarkraft, für die 23,50€ je Unterrichtseinheit bezahlt wurden und entsprechend alle Zusammenhangstätigkeiten. Die Jahreswochenstunde kostet dann einschließlich Künstlersozialkasse 1806,05€. Diese 23-24€ je Unterrichtseinheit werden auch an vielen anderen Schulen bezahlt. Es mag Musikschulen geben, die einen Stundensatz berechnen, wie ihn Rödl&Partner unterstellen. Wenn es jedoch an anderer Stelle insbesondere für examinierte Musikschullehrer 20% mehr Honorar gibt, ist die Versuchung groß, sich eine andere Schule zu suchen.

  1. Lohnkosten der Tarifkräfte

Die Kosten einer Jahreswochenstunde einer Tarifkraft wurden von Rödl&Partner mit 2500€ angegeben. Das verwundert, denn die Lohnkosten einer durchschnittlichen Tarifkraft einschließlich Lohnnebenkosten führen zu einem Preis von 1710,86 € (also weniger als für eine Honorarkraft).

Die Erklärung für diese merkwürdige Rödl-Zahl liegt vermutlich im Folgenden:

  1. Sachaufwendungen

In der Vorlage vom 28.6.17 wird behauptet, dass für Tarifkräfte durchschnittlich 5.132,84€ Sachaufwendungen anfallen, die angeblich bei Honorarkräften nicht entstehen. Für die 14 VZÄ-Stellen bedeutet dies fast 72.000€ für die ganze Musikschule.

Dies ist natürlich Unsinn. Unsere Verwaltung kennt den Haushalt 2017. Danach gibt es 33.940€ Sachaufwendungen für die ganze Musikschule. Nun kann man die Positionen untersuchen, bei denen es Einsparpotential durch Honorarkräfte gibt. Einzig bei der Lehrerfortbildung mit 1600€ kann man sich Ersparnisse durch Honorarkräfte vorstellen. Je Vollzeitstelle sind das also 114,28€ pro Jahr. Wie lange darf eine Besprechung dreier Amtsleiter dauern, bis diese 114,28€ verbraucht sind?

  1. Verwaltungsgemeinkosten

Es ist richtig, dass die Beschäftigung von Personal Verwaltungskosten erfordert. Dies gilt für Tarifmitarbeiter aber grundsätzlich auch für Honorarkräfte. In der Vorlage vom 28.6.17 wird aber unterstellt, dass dies für Tarifkräfte durchschnittlich 7.698,88€ sind. (für die 14 Stellen also zusammen 107.784,32€)

Für die Honorarkräfte fallen angeblich keine Kosten an. Dies ist abwegig.

  • Der Abschluss eines Arbeitsvertrags verursacht Kosten.
    Der Abschluss eines Honorarvertrags nicht?
  • Die Bezahlung des Monatsgehalts verursacht Verwaltungskosten.
    Die Bearbeitung und Bezahlung einer Rechnung nicht?
  • Die Prüfung eines Arbeitsverhältnisses durch das Rechnungsprüfungsamt verursacht Kosten. Die Prüfung der Honorarrechnungen nicht?

Die Verwaltung sollte sich auf die eigene Kompetenz verlassen und nicht den abwegigen Vorstellungen von Rödl&Partner folgen.

Wenn man den Angaben der KGSt für die Verwaltungsgemeinkosten Glauben schenken darf, liegt dieser Kostenblock für ganz Hürth bei mehreren Millionen Euro. Die Verwaltung sollte wissen, wofür dieses Geld ausgegeben wird. Wenn man die Einsparmöglichkeiten durch Honorarkräfte wissen möchte, ist das Vorgehen folgendes:

Es ist zu prüfen,

  • welche dieser Leistungen auf Musiklehrer zutreffen und dann
  • welche Leistungen bei Honorarkräften wegfallen bzw. hinzukommen.

Man darf vermuten, dass die Einsparungen für 10% Honorarkräfte äußerst gering sind.

Man kann nur Kosten einsparen, die tatsächlich anfallen. Nur eine andere Kalkulation, ohne dass tatsächlich Aufwendungen verringert werden, führt nicht zu einer Entlastung des Haushalts.

 Eine Einsparmöglichkeit hat die Stadt ausgelassen im Gegensatz zur Stadt Solingen, bei der Rödl&Partner ebenfalls ein mangelhaftes Gutachten abgeliefert hat.
Die Rheinische Post berichtete im Januar 2017:

„Weniger begeistert zeigte sich Kurzbach hingegen über die Beraterfirma Rödl & Partner, die 2016 in einem Gutachten aus Sicht der Stadt unzureichende sowie sachlich falsche Sparvorschläge zur BSG gemacht hatte. Demententsprechend befinde man sich mit Rödl & Partner in einer „strittigen Auseinandersetzung“, so der Stadtchef.“

Wir können davon ausgehen, dass das Honorar nicht in voller Höhe ausbezahlt wurde.

Die CDU unterstellte in der Sitzung des KSB der SPD, dass sie keine Kostenprüfung wolle. Die SPD befürwortet Überprüfungen. Sie müssen jedoch qualifiziert sein. Und der Aufwand muss in einer sinnvollen Relation zum Einsparergebnis stehen.

Wir sollten aufhören, Steuergelder für mangelhafte Gutachten auszugeben.

Goldenberg-Europakolleg und weiterführende Schulen vereinbaren Kooperation

Zu einem runden Tisch der weiterführenden Schulen hatte das Goldenberg-Europakolleg am 3.4.17 eingeladen, um die Bildungsgänge und die Arbeit des Berufskollegs vorzustellen und Bedarfe und Kooperationsmöglichkeiten mit den anderen weiterführenden Schulen auszuloten. Alle Schulen der Sekundarstufe waren der Einladung gefolgt, die ich im Namen des Schulleiters, Herrn Herwartz, ausgesprochen hatte, so dass Hauptschule, Realschule, die beiden Gymnasien und die Gesamtschule vertreten waren.

(vrnl) Frau Drechsler, Herr Herwartz, (beide Goldenberg-Kolleg) Frau Reisewitz

Herr Herwartz stellte zuerst die Bildungsgänge dar, die an seiner Schule durchlaufen und zu verschiedenen Abschlüssen geführt werden können, das reicht vom Nachholen des Hauptschulabschlusses Klasse 9 über den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) über die Fachhochschulreife bis zur allgemeinen Hochschulreife mit der Befähigung zum Universitätsstudium. Das Goldenberg-Europakolleg bietet sowohl Berufsvorbereitung (bei fehlendem Hauptschulabschluss) als auch die Möglichkeit an, nach Abschluss der Berufsfachschule und Qualifizierungsvermerk die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Die Bildungsgänge sind so vielfältig, dass sie zwei DIN-A 3 Blätter benötigen, um dargestellt zu werden. Herr Herwartz warb dafür, diese Möglichkeiten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, er meinte, dass schon die Eltern der Viertklässler mit einbezogen werden müssten, damit für die Schüler Umwege vermieden werden, denn viele Jugendliche sind besser im Beruf aufgehoben als in einem Studium.

(vrnl) Frau Willenbrink(ASG), Herr Welz, Herr Schröder (beide EMG)

Aktuell besuchen das Goldenberg-Europakolleg 1979 Schüler, davon 70% die Berufsschule. In einer internationalen Förderklasse werden Flüchtlinge auf die Anforderungen des Schulbesuchs vorbereitet, teilweise ist es nötig, sie zu alphabetisieren. Praktika (auch im Ausland) spielen im Bildungsgang des Goldenberg-Europakollegs eine große Rolle. Hier erkennen die Schüler am besten, wofür sie lernen. Bei einem Rundgang durch die Werkstätten der Schule wurde der Praxisbezug deutlich.

(vrnl) Frau Siegmann, Frau Scherer (beide Friedrich-Ebert-Realschule), Frau Röbel (Hauptschule Kendenich), Frau Sommer (Gesamtschule)

Anschließend wurden die Möglichkeiten der Kooperation diskutiert. Die Beratung durch das Berufskolleg an den Gymnasien soll ausgebaut werden, um den Eltern klarzumachen, dass Alternativen zur Laufbahn am Gymnasium bestehen. Die Berufsfelderkundung, die jetzt für Klasse 8 an allen Schulen verbindlich ist, soll vom Goldenberg-Europakolleg unterstützt werden zum Beispiel durch gegenseitige Hospitationen. Vereinbart wurde auch, einen Arbeitskreis der Berufswahlkoordinatoren aller Schulen zu bilden, um sich auszutauschen und Kooperationen zu vereinbaren. Das erste Treffen findet statt am 29.5.17 um 14 Uhr im Goldenberg-Europakolleg . Der Schulleiter, Herr Herwartz, wird zur nächsten Stadtschulleiterkonferenz im Oktober eingeladen.

Damit hat der runde Tisch bereits Früchte getragen und der Startschuss ist gegeben für eine engere Zusammenarbeit der weiterführenden Schulen, die sicher für alle Beteiligten vorteilhaft ist.

Es gibt doch Nachfrage nach Wohncontainern

Im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr vom 30.8.2016 wurde von Amtsleiter Stähler behauptet, dass der Wohncontainer  in Kalscheuren mangels Nachfrage nicht zu verkaufen wäre. Dies dürfte  falsch sein. Zumindest die Stadt Köln will statt Leichtbauhallen Wohncontainer beschaffen.
(siehe KStA vom 21.9.16)

Ebenso falsch sind die Einlassungen von Bürgermeister Breuer im Ausschuss, dass das Versetzen und der Umbau des Containers für Schulzwecke, die wirtschaftlichste Lösung sei. Es fehlen für so eine Aussage Kostenbetrachtungen für Heizung , Reinigung und Instandhaltung. Allein der Arbeitspreis (z.B. Fernwärme –  Öl und Gas sind kaum billiger)  für die Heizung der eigentlich nicht benötigten Flächen dürfte 1100 Euro pro Jahr übersteigen.

Beim gesamten Verfahren stört, dass pädagogische Argumente (siehe auch hier)  keine Rolle spielen sollten. So wurde die Schulleiterin nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen und auch der für Schulen zuständige Ausschuss (BSI) wurde nur informiert.

Wenn man sieht, dass für die Schulanbauten in Efferen 2,3 Mio  Euro ausgegeben werden, zweifelt man doch am Engagement des Bürgermeisters Breuer für die Gleueler Kinder und Eltern.

Pavillon auf dem Schulhof der Brüder-Grimm-Schule: Will die Stadt Geld verschenken?

Am 30.8.16 hat der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr gegen die Stimmen der SPD beschlossen, den Flüchtlingscontainer in Kalscheuren auf den Schulhof der Brüder-Grimm-Grundschule zu versetzen, da die Schule Raumbedarf angemeldet hatte. Obwohl dieser Container erst an die schulischen Zwecke angepasst und umgebaut werden muss, sei diese Lösung kostengünstiger, als einen neuen Container anzuschaffen, der sofort von der Schule zu nutzen ist.

Die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen scheinen mir aber recht fragwürdig. Die Kosten für das Versetzen des Wohnmoduls werden mit 146.000 Euro recht hoch angegeben, der Umbau (Versetzen von Wänden, Herausreissen von fast neuen Sanitäreinrichtungen und dann natürlich Wiederherstellen der Böden ) mit 24.000 als gering.

Wenn die Verwaltung meint, das Wohnmodul werde nicht mehr benötigt , liegt es eigentlich nahe, es zu verkaufen.  Der Markt für Büro-/Wohncontainer ist auch im Sommer noch  nicht so gesättigt wie von manchen vermutet.  Auch wenn  so große Module seltener nachgefragt werden als kleinere , ein ernster Versuch sollte gemacht werden.  Ein kurze Internetrecherche zeigt, dass gebrauchte Wohnmodule dieser Größenordnung für ca 60.000 Euro angeboten werden. Ein Käufer hätte (angenommen die Zahlen der Vewaltung sind korrekt) für 206.000 Euro ein Wohnmodul von 297 qm, für ihn gegenüber einer Neubeschaffung eine große Ersparnis. Für unsere Stadt bedeutete diese eine Ersparnis von 15.000 Euro. Hinzu kommen noch die Betriebskosten. Die nicht benötigten Räume müssen ja beheizt, regelmäßig gereinigt und instandgehalten werden. Über diesen Umgang mit Geld und anderen Ressourcen kann man nur den Kopf schütteln.

Aber nicht nur wirtschaftliche Argumente, auch gravierende pädagogische und ökologische Gründe stehen dem Vorgehen der Verwaltung entgegen.

Schulhof

Der große Container würde den Platz rechts ab dem Baum (einschließlich) einnehmen, der aus Schulsicht ausreichende nur die Hälfte.

Ein Container, der mehr als doppelt so groß ist wie benötigt, schränkt die Bewegungsfreiheit und Spielfläche auf dem Schulhof stark ein. (Niemand von der Verwaltung konnte sagen, wie das Versetzen von Spielgeräten zu Buche schlägt). Der Schulhof wird unübersichtlicher und die Aufsicht wird erschwert. Der Baum, dem die Kinder einen Namen gegeben haben und der eine besondere Rolle spielt, wird der Säge zum Opfer fallen. (Hiermit hatte die Fraktion der Grünen kein Problem, für die sonst jeder Baum wertvoll ist).

Im Schulausschuss wies die Schulleiterin Frau Borchel-Breuer darauf hin, dass ein zu großer Container höhere Betriebskosten mit sich brächte, das stünde dem Konzept der Schule entgegen, die gerade erst als Energiesparschule ausgezeichnet worden ist. Auch bemängelte sie, dass sie in keiner Weise in den Prozeß mit eingebunden gewesen sei.

Es bleibt der Eindruck, dass hier von der Verwaltung ein Schnellschuss gemacht wurde, der von Schwarz-Grün abgesegnet wird. Konsequenzen wurden entweder nicht bedacht oder werden beiseite geschoben. Also: an anderen Schulen werden Anbauten genehmigt, aber in Gleuel darf es auch ein gebrauchter Container sein, der den Schulhof zupflastert?

Fischenicher Eltern fragen nach der Entwicklung der Martinusschule

Die stellvertretende Vorsitzende der Hürth SPD, Katrin Härtl, hatte für die SPD eine Info-Veranstaltung für Fischenicher Eltern organisiert, die zur Entwicklung der Schülerzahlen in ihrem Ort Fragen hatten. Als Vorsitzenden des Schulausschusses hatte ich mich an der Vorbereitung beteiligt. 16 Eltern waren der Einladung gefolgt und diskutierten mit dem Schuldezernenten, Herrn Menzel, den Raumbedarf der Schule bei steigenden Schülerzahlen.

Ich erläuterte den Eltern, dass Hürth im Gegensatz zu anderen Gemeinden ein Zuzugsgebiet ist, so dass für steigende Schülerzahlen Raum geschaffen werden muss. Das Problem besteht darin, dass die Steigerung wahrscheinlich nur eine vorübergehende ist, so dass die Verwaltung eine Überganslösung anstrebt. Aktuell sind in Fischenich 56 Kinder angemeldet, nächstes Schuljahr werden es 74 sein, so dass dann vom Schulausschuss ein dritter Zug beschlossen werden muss.

Die Eltern wollten nun wissen, ob zur Deckung des Raumbedarfs Container oder ein Anbau geplant sind, ob die erhöhten Schülerzahlen das Konzept der Schule mit jahrgangsübergreifenden Klasse veränderten und ob sie gezwungen seien, ihr Kind an der neuen Grundschule anzumelden, die gegründet werden soll.

Herr Menzel beantwortete die Fragen dahingehend, dass Container geplant seien, deren Standort aber noch nicht klar sei. Das Konzept werde nicht verändert und niemand würde gezwungen, sein Kind in der neuen Grundschule in Hermülheim anzumelden. Die Eltern waren sich einig, dass es für Erstklässler nicht zumutbar sei, diese neue Grundschule zu besuchen, da der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu umständlich sei. Auf Nachfrage riet Herr Menzel den Eltern ab, ihr Kind in Brühl anzumelden, da jede Kommune ihre eigenen Kinder bevorzuge und dann die Gefahr bestünde, in Hürth keinen Platz zu bekommen.

Die Eltern regten an, die bestehenden AWO-Container (links im  Bild oben) für schulische Zwecke umzubauen. Herr Menzel versprach, diesen Gedanken zu prüfen, allerdings müsse der AWO dann eine Alternative angeboten werden.

Am Schluß konnte ich zusammenfassend feststellen, dass die Befürchtung der Eltern, sie würden gedrängt, ihr Kind an der neuen Grundschule anzumelden, entkräftet werden konnte, obwohl ich sie darauf hinwies, dass es auch eine Chance der Elternmitwirkung bedeuten könnte, eine Grundschule im Aufbau zu wählen.

neue Grundschule

Hier entsteht 2017 die neue Grundschule.

Im übrigen legte ich ihnen die Info-Veranstaltung am 31.8.16 in der Aula der Gesamtschule/Dr.Kürten-Schule ans Herz, wo die neue Grundschule vorgestellt werden soll. Das Anmeldeverfahren für diese Schule läuft vom 31.10. bis 11.11.16, wobei mindestens 50 Anmeldungen erreicht werden müssen, damit die Schule starten kann.

Die Eltern zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung, die SPD bot Unterstützung bei möglichen anderen Problemen der Fischenicher Schule an.

Wir suchen weiterhin das Gespräch mit den Eltern.

Zirkus Tschüssikowski: Die Dr. Kürten-Schule verabschiedet sich

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Am 3.6.16 verabschiedete sich die Dr. Kürten-Schule, die Förderschule der Stadt Hürth mit einer beeindruckenden Zirkusvorstellung, an der die ganze Schule mitgearbeitetet hatte. Eingeladen waren viele ehemalige Kollegiumsmitglieder, darunter auch die Vorgängerin des jetzigen Schulleiters Thomas Gunkel, Frau Christine Hucke, sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung. Nach kurzen Reden von Vertretern der Schulgemeinde zeigten die Schülerinnen und Schüler, was sie in einer Projektwoche einstudiert hatten: Tellerdrehen und Balancieren, Feuertricks und Jonglieren, Fakirnummern und Tanz. Nach der Zirkusvorführung wurde das Fest auf dem Schuhof fortgesetzt, am Ende spielte die Big Band der benachbarten Musikschule auf.

Der Abschied setzte den Schlußpunkt unter die fas 60jährige Geschichte der Dr.Kürten-Förderschule, deren Schülerzahl zuletzt nur noch 41 betrug, von denen am Ende dieses Schuljahres 13 entlassen werden. Die verbleibenden 28 Kinder der Klassen 7 bis 10 wechseln zur Pestalozzischule in Brühl, die Lehrerinnen und Lehrer verteilen sich auf verschiedene Schulen.

Frau Hucke, die von Anfang an gegen die Schließung protestiert hatte, brachte ihren Unmut zum Ausdruck. Sie hatte immer betont, dass in dieser Schule gute Arbeit geleistet wurde. Durch die Vorgabe einer Mindestzahl von 144 Schülerinnen und Schülern war aber der Fortbestand nicht mehr gewährleistet.

Das Gebäude wird noch ein Jahr von der Gesamtschule genutzt, danach soll eine neue Grundschule, die der Schulausschuß beschlossen hat, dort einziehen.

Mit der Schließung der Dr.Kürten-Schule geht in Hürth die Ära der städtischen Förderschule zuende, wie sich das neue Inklusionskonzept entwickelt, muss beobachtet und begleitet werden.