Archiv der Kategorie: Integration

WIR gGmbH- eine unverzichtbare Einrichtung

Am 8.9.17 veranstaltete die WIR gGmbH ihren Tag der offenen Tür. WIR – das bedeutet Werkstatt für Integration und Rehabilitation, natürlich liegt hier der Schwerpunkt auf dem „Wir“, der Gemeinschaft. WIR ist eine anerkannte Behindertenwerkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung. Es ist das Ziel der WIR gGmbH, Menschen mit Behinderung für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Sie unterhält zwei Werkstätten, eine in Hürth mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den südlichen Rhein-Erft-Kreis und eine in Bergheim mit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den nördlichen REK. (mehr über die WIR gGmbH)

Der Rehabilitationsbereich umfasst ein dreimonatiges Eingangsverfahren, der sich anschließende Berufsbildungsbereich dauert i.d.R. 24 Monate. Hier stehen Training von Grundarbeitsfähigkeiten, Persönlichkeitsentwicklung und berufliche Orientierung im Vordergrund.

Am Tag der offenen Tür war es nun möglich, in die einzelnen Bereiche, wie Verpackung und Montage, Garten- und Landschaftspflege, Schreinerei, Näherei oder Hauswirtschaft hineinzuschauen. Frau Birgit Hummel, Geschäftsführerin und Werkstattleiterin, führte durch die verschiedenen Abteilungen. An hellen, geräumigen Arbeitsplätzen waren motivierte Mitarbeiter zu beobachten, die bereitwillig Auskunft über ihren Arbeitsbereich gaben. Eine beeindruckende Darstellung von sozialer Arbeit, ein unverzichtbarer Baustein im Gefüge der Angebote für Menschen mit Behinderung. Wir wünschen der WIR gGmbH weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit.

vlnr: Birgit Hummel ( Geschäftsführerin und Werkstattleiterin), Dr. Heinz Weller (Aufsichtsratsmitglied), Margit Reisewitz (Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Inklusion ), Bernhard Ripp (stellvertretender Landrat)

Repair-Café und Brücke der Kulturen unter einem Dach

Das Repair-Café Hürth hat eine neue Bleibe gefunden: Ab dem 10. Dezember 2016 wird es in den Räumen der Brücke der Kulturen, Friedrich-Ebert-Str. 36 stattfinden. Der Nutzungsvertrag wurde diese Woche unterschrieben:

Nutzungsvertrag

Anke Voerkel, Elena Letezki, Vorsitzende und Margit Reisewitz

Das Repair-Café gibt es seit Mai 2015 in Hürth, jetzt ist nach wechselnden Örtlichkeiten eine bleibende Lokalität gefunden worden. Im Repair-Café versuchen Ehrenamtler, kaputten Geräten, bei denen eine Reparatur von Firmen abgelehnt wird, wieder zum Funktionieren zu verhelfen, um der Wegwerfgesellschaft etwas entgegen zu setzen.

Das Repair-Café findet statt:

am zweiten Samstag jeden Monats von 14 bis 17 Uhr

in der Friedrich-Ebertstr. 36

Wartezeiten werden im Repair-Café durch Kaffee und Kuchen überbrückt, auch kann man sich Anregungen von den Reparateuren holen, um selbst Hand anzulegen. Die Reparaturen werden kostenlos ausgeführt, jedoch wird um Spenden gebeten,die für die Getränke, Anschaffung von Werkzeug und die Nutzung der Räume benötigt werden. Auch freuen sich die Reparateure über Anerkennung, wenn sie sich mit den Geräten beschäftigt haben.

Logo_BrueckederKulturen

Was ist nun die Brücke der Kulturen für ein Verein, der das Repair-Café aufgenommen hat? Der Verein ist hervorgegangen aus dem Sprachlotsenprojekt der Hürther Integrationsbeauftragten Marita Meurer. Anfang gedacht als Unterstützung von Migranten für Migranten bei Behördengängen, Übersetzung von offiziellen Schreiben oder Dolmetschen beim Arzt, schlossen sich die Sprachlotsen zu einer Initiative zusammen. Sie nannten sich Brücke der Kulturen, ein Logo wurde gefunden durch einen Wettbewerb am Goldenberg-Berufskolleg. Seit November 2014 gibt es das Asylcafé als Ort der Begegnung, seit Januar 2015 bietet die Brücke der Kulturen Deutschkurse an. Durch den Zustrom von Flüchtlingen im Herbst 2015 nahmen die Aufgaben der Brücke der Kulturen sprunghaft zu, Anzahl der Deutschkurse erhöhte sich, es wurde ein Flüchtlingschor gegründet, aber auch sportliche Aktivitäten vermittelt und organisiert.

Inzwischen ist das Asylcafé in die Räume von St. Joseph eingezogen und die Brücke der Kulturen hat Büro und Begegnungsräume in der Friedrich-Ebert-Str. 36. Der Umzug wurde mit einem Tag der offenen Tür begangen.

huerth Tag der offenen Tuer mkl_k

Vorstand der Brücke der Kulturen und viele Unterstützer.

Wir wünschen der Brücke der Kulturen weiterhin viel Erfolg in ihrer Arbeit und hoffen, dass sie noch viele Kooperationspartner findet.

Neues Projekt des Frauenforums Hürth

Viele Frauen, darunter Asylbewerberinnen mit ihren Kindern, Mitglieder der  Brücke der Kulturen aber auch viele aus Rat und Verwaltung, waren der Einladung des Frauenforums Hürth gefolgt, das Interkulturelle Frauencafé kennenzulernen und einzuweihen. Ein kleiner Raum im ehemaligen Kreishaus direkt neben dem Gewandhaus, ansprechend hergerichtet mit weißen Möbeln und Kinderecke lädt zum gemütlichen Verweilen ein.

Kinsun_MR

Gönül Kinsun eine der Organisatorinnen

Katharina Schubert vom Frauenforum, die Seele des Projektes, wie es jemand ausdrückte, stellte die Idee vor und bedankte sich bei den vielen Helfern, die dieses Café erst ermöglicht haben. Jede Frau, ob Asylbewerberin oder Einheimische, ist willkommen. Es soll nicht nur ein Ort des Austausches sein, sondern auch vielen Aktivitäten Raum bieten. Hier sind Ideen und Angebote von Ehrenamtlern gefragt.

Ein Projekt, das Hürth bereichert. Wir wünschen gutes Gelingen

Hürths Kleiderkammer wandelt sich zum Gewandhaus

In bunten Lettern prangt der Name am ehemaligen Kreishaus an der Friedrich-Ebert-Straße 11, das der alten Kleiderkammer Unterschlupf gewährt hat. Ein breites Angebot an Bekleidung, Schuhen, Babywäsche, aber auch an Spielzeug und Büchern erwartet den Besucher. Fein säuberlich nach Größen geordnet, ist für jeden Bedarf etwas dabei. Die Ehrenamtler-Initiative „Wir Hürther“ hat die Kleiderkammer in der viel zu kleinen Wohnung an der Bonnstraße 109 verlassen und das Gewandhaus gegründet, das auf 400 qm die Spenden der Bürger präsentiert.

Gewandhaus_innenNicht nur Flüchtlinge können sich gegen einen geringen Betrag mit Kleidung eindecken, das Gewandhaus steht für alle Bedürftigen zur Verfügung.

Die Öffnungszeiten richten sich nach den Ehrenamtlern und sind:

Mo 10-14 Uhr

Di und  Do 16-20 Uhr.

Auch das Klamottenlädchen des Vereins ZMO (Zusammenarbeit mit Osteuropa) bietet preiswerte Bekleidung an sowie Hausrat verschiedener Art. Hier sind die Öffnungszeiten:

Verkauf: DI und Do 17-19 Uhr und Fr 10-12 Uhr

Spendenannahme: Mo-Mi und Fr 10-14 Uhr

Sowohl beim Gewandhaus als auch beim Klamottenlädchen müssenKunden Ihr Bedürftigkeit nachweisen. Zusammen mit der Tafel hat Hürth nun ein solides Angebot an Bekleidung und Lebensmitteln für Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Programmkonferenz der SPD am 25.6.16 in Bonn

Die Bundes-SPD hatte zur Programmkonferenz eingeladen, um mit ihren Mitgliedern über die Bedingungen guter Arbeit zu diskutieren. Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel sprachen im Plenum zu 500 Genossinnen und Genossen und Gästen. Hannelore Kraft erläuterte die Situation in NRW, Gabriel sprach über die Zukunftsperspektiven in der Arbeitswelt, wobei er hervorhob, dass junge Leute in prekären Arbeitsverhältnissen mit befristeten Verträgen und Praktika keine Möglichkeit sicherer Lebensplanung hätten und an die Gründung einer Familie nicht zu denken sei. Dieser Gedanke ist zwar nicht neu, aber es freut mich, dass er jetzt bei der SPD offensiv vertreten wird.

Nahles

Die Ansicht, dass junge Leute Planungssicherheit brauchen und deshalb auf verläßliche Arbeitsplätze angewiesen sind, habe ich schon immer vertreten.  Da bin ich mit Andrea Nahles einer Meinung.

Nach den Reden von Kraft und Gabriel und einem Imbiß ging es dann in die Workshops. Wir hatten das Thema „Gute Arbeit verbindet- Zeit für Familie und Leben“ gewählt, in dem es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ging .

Podium

Auf dem Podium waren (vlnr) Edeltraud Glänzer (Gewerkschaft IG BCE) ,Thomas Koczelnik (Konzernbetriebsrat Deutsche Post AG), Nana Brink (Moderation), Andrea Nahles (BM für Arbeit und Soziales), Dr. Carola Reimann (MdB, stellv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion.)

Während des Erwerbslebens ändern sich die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen, wie Arbeit  und Famile in Einklang zu bringen sind. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür sollen verbessert werden.

Aber auch andere Themen wurden diskutiert. Z.B., dass Menschen, die Familienangehörige pflegen und deshalb nicht oder weniger berufstätig sein können, hinsichtlich ihrer Rente noch Nachteile haben.  Es gibt zwar Fortschritte darin. Dies wird aber in unser Rentenkonzept, an dem wir z.Zt arbeiten, Eingang finden.

Im anschließenden Plenum wurden dann die Ergebnisse der Workhops dargestellt. Die Reihe der Programmkonferenzen soll fortgesetzt werden, dabei sollen die Anregungen und Diskussionsergebnisse in die Debatte über das Wahlprogramm einfließen. Hier bleibt zu wünschen, dass die SPD nicht nur debattiert, sondern erkennt, dass es gilt, das drängendste Problem unserer Gesellschaft anzugehen, nämlich die wachsende Ungleichheit, die sich zu verfestigen droht. Hier ist die Parei aufgefordert, ihre Kernkompetenz zu beweisen und damit auch rechtpopulistischen Tendenzen entgegenzuwirken.

Fluchtursachen bekämpfen- Diskussion mit Rolf Mützenich

„Geflüchtete integrieren- Fluchtursachen bekämpfen“ – so lautete der Titel der Diskussionsveranstaltung, zu der die Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel eingeladen hatte. Gastredner war der außenpolitische Experte der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Rolf Mützenich. Im Sitzungssaal des Rathauses in Erftstadt erläuterte er die Situation in Syrien, die nach fünf Jahren Bürgerkrieg und 470 000 Toten eine Hauptursache  für Flucht ist. Mützenich betonte, dass Deutschland intensiv an den Friedensbemühungen beteilige und auch schon Erfolge zu verzeichen habe.  Auch die Waffenruhe, die bisher wohl eingehalten werde, gebe Anlass zu vorsichtigem Optimismus, auch wenn niemand sagen könne, ob das so bliebe.

In der anschließenden Diskussion gab es viele Fragen und kritische Anmerkungen. Ein Zuhörer fand, dass die SPD Kriege allgemein bekämpfen müsse, das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei wurde negativ gesehen und meine Frage, wie sich die Bundestagsfraktion zu den Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien stelle, das doch am Syrienkonflikt beteiligt sei, veranlaßte ihn zuzugeben, dass ich den Finger in die Wunde gelegt hätte. Er wies aber darauf hin dass Sigmar Gabriel sich um Verringerung  der Rüstungsexporte bemüht habe und Alleingänge Deutschlands kaum Wirkung hätten. Auch gebe es Bestrebungen, Abrüstungsverhandlungen allgemeiner Art wieder aufzunehmen.

Auch innenpolitische Themen wurden angesprochen, wichtige Aspekte der Integration wie Sprachkurse, Vermittlung in den Arbeitsmarkt und das Problem der Rückführung in nicht-sichere Herkunftsländer. Der Abend zeigte die Komplexität des Themas, das differenziert diskutiert wurde. Es wurde aber auch deutlich, dass noch großer Handlungsbedarf besteht.

Flüchtlinge in Hürth : Wie gehen wir damit um?

Foto:  David Boventer¶

Am Montag, dem 7.12., haben die SPD und FDP-Piraten-Fraktion die Hürther Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen, offenen Fraktionssitzung in der Friedrich-Ebert-Realschule geladen. Einziges Thema war die Flüchtlingssituation in Hürth, zu der Sozialdezernent Jens Menzel, der ebenfalls geladen war, detailliert mit Zahlen und Fakten informieren konnte. Die an die 120 Besucher hatten so die Gelegenheit, sich über die Möglichkeiten der Mithilfe bei der Integration, der Anzahl zu erwartenden Flüchtlinge, die existierende und geplante Unterbringung, aber auch der zu erwartenden Kosten und finanziellen Belastungen zu informieren. „Ohne die große ehrenamtliche Hilfe wäre eine Willkommenskultur gar nicht möglich!“ bedankte sich Alexandra Osburg (Piratenpartei) bei den vielen Unterstützern der Brücke der Kulturen (Asylcafé), der Kleiderkammer, dem ZMO und der Hürther Tafel in ihrem Begrüßungswort. Die ehrenamtlichen Helfer wünschen sich ihrerseits mehr Unterstützung der Stadt.

Hintergrund der Veranstaltung war ein von CDU und Grünen abgelehnter Antrag der FDP-Piraten Fraktion, die eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger veranstalten wollten. CDU/Grüne wollten jedoch nur im direkten Umfeld der Unterkünfte informieren. Weitere Anträge in dieser Richtung wie eine Hilfe-App für Flüchtlinge oder Freifunk in Flüchtlingsunterkünften haben sich bisher ebenfalls nicht durchgesetzt. So hat die kleine, zwei personenstarke FDP-Piraten Fraktion – neben Osburg noch bestehend aus Saleh Mati (FDP), der die Podiumsdiskussion moderierte – mit Unterstützung der SPD die Informationsveranstaltung selbst organisiert.

Offene Fraktionssitzung

Weiterhin standen noch Stephan Renner und Margit Reisewitz (beide SPD) den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Margit Reisewitz stellte die verschiedenen Ansprechpartner bei Stadt und Hilfsorganisationen vor, an die sich Hilfswillige wenden können. Sie ermunterte  die Anwesenden auf ihre Nachbarn in den Flüchtlingsunterkünften zuzugehen. „Nehmen Sie Kontakt auf, sprechen Sie miteinander, dies kann ein erster Schritt zur Integration sein“, sagte sie.

Fazit des Abends: die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist nach wie vor enorm, aber auch der Informationsbedarf. Saleh Mati lobte die gute Zusammenarbeit zwischen SPD und seiner Fraktion bei der Organisation dieser Veranstaltung. Weiter zeige der Zuspruch aus der Bevölkerung, dass sich die Arbeit gelohnt habe und bedankte sich bei den Besuchern für ihre Teilnahme.

„Ohne das ehrenamtliche Engagement hätten wir die Aufgabe nicht stemmen können. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass diese Arbeit fortgesetzt und unterstützt wird“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Renner schließlich.

 

Dialogtag des Jugendamtes: 31 Netzwerkpartner stellen ihre Arbeit vor

Am 21.11.15 lud das Hürther Netzwerk „Chancen für Kinder –Armutsfolgen vermeiden“ des Jugendamtes Familien, Fachkräfte und Politiker zum Dialogtag in die Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ein.

31 Netzwerkpartner in privater und städtischer Trägerschaft stellen ihre Arbeit für Kinder vor. Die Palette reichte vom Kinderschutzbund über den Sozialdienst Katholischer Frauen bis zu den Helfenden Händen, Brücke der Kulturen, Hürther Tafel  sowie Mentor Hürth im Verein der Lesefreunde.

Dialogtag_netz

Der Dezernent Jens Menzel am Stand vom Mentor Hürth der Lesefreunde.

Begonnen wurde der Dialogtag mit einem Vortag von Frau Liane Pluto mit dem Titel: „Da simmer dabei – Wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelingen kann.“ Frau Dr. Pluto zeigte Wege auf, wie Jugendliche an der Planung von Projekten, die für sie gedacht sind, beteiligt werden können, so dass die Ergebnisse bei ihnen auf mehr akzeptanz stoßen.

Anschließend gab es Gelegenheit, die verschienden Angebote der Netzwerkpartner in Augenschein zu nehmen und sich auszutauschen. Der Dialogtag bietet eine sehr gute Plattform, um andere Akteure kennenzulernen und sich zu vernetzen, um neue Projekte zu planen.

Hürth entwickelt Inklusionskonzept

Das Thema Inklusion ist in aller Munde, jedoch verbinden sich auch viele Fragen mit der konkreten Umsetzung im Alltag.

Die Stadt Hürth hat sich auf den Weg gemacht, um ein Konzept zu erarbeiten, das Inklusion in Hürth alle Beteiligten erlebbar zu machen. Nach einer Auftaktveranstaltung „Vielfalt wahrnehmen – Inklusion in der Kommune Hürth gestalten“ die die verschiedenen Aspekte des Themas behandelte, den Ratsbeschluß vom 18.3.3014, der den Startschuß gab zur Entwicklung eines Inklusionskonzeptes der Stadt Hürth. Gefordert wurden konkrete Maßnahmen- und Zeitpläne, die dem Rat und den Ausschüssen vorzulegen seien. Beteiligt werden an diesem Prozeß sollten alle relevanten Akteure aus der Stadt, Verbände, Vereine, Intitiativen des Ehrenamtes sowie Politiker.

Treppe

Hürth ist noch lange nicht barrierefrei

Es wurden 4 Planungsgruppen gebildet: Bildung und Erziehung; Kultur; Demografie, Arbeit und Berufsausbildung sowie Wohnen, Bauen, Öffentlicher Raum und Mobilität. Diese Planungsgruppen tagten drei- bis viermal und diskutierten die verschiedenen Themenstellungen. Die Ergebnisse wurden immer wieder der Steuerungsgruppe vorgestellt, die dann die Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Inklusion und Soziales vorbereitete.

In dieser Sondersitzung v. 21.10.15 wurde nicht nur die Maßnahmenpakete präsentiert, die in den Planungsgruppen erarbeitet worden waren, sondern es wurde auch beschlossen, sie allen Bürgerinnen und Bürgern öffentlich vorzustellen. Diese Bürgerinformation fand am 18.11.15 in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums statt. Hier wurden in drei Arbeitsgruppen die Handlungsfelder besprochen, die in das Konzept eingearbeitet werden sollen.

Im Frühjahr des nächsten Jahres wird dann der Entwurf des Inklusionskonzeptes im Ausschuß für Bildung, Inklusion und Soziales zur Abstimmung gestellt. Das fertige Konzept wird dann der Rat beschließen. Allerdings muß bei der Umsetzung immer wieder überprüft werden, ob das Konzept sich in der Realität bewährt.

 

„Tag der Begegnung“ der Brücke der Kulturen

Am 3.Oktober 2015 gab die „Brücke der Kulturen“ in der Gastro des Bürgerhauses einen Einblick  in ihre Aktivitäten. Der noch junge Verein umfasst Mitglieder unter anderem aus der Türkei, Persien, Ukraine und Afghanistan mit Migrationsgeschichte, aber auch Einheimische. Schon vor der Vereinsgründung im Juli diesen Jahres waren die meisten Ehrenamtler schon tätig als Sprach- und Integrationslotsen.

Seit Januar  2015 gibt es Deutschkurse, die von Pädagogen kostenlos gegeben werden und auf großes Interesse stoßen. Die Josef-Metternich-Musikschule stellte nicht nur Räume zur Verfügung, sondern half auch beim Lernen der deutschen Sprache, indem sie die Flüchtlinge im Chor singen lässt. Dieser Flüchtlingschor zeigte nun mit Unterstützung der Dozenten beim Tag der Begegnung, wie gut  er schon die Sprache beherrscht.

Was als Projekt der Integrationsbeauftragten, Frau Marita Meurer, begonnen hatte, um Migranten zu helfen, sich in Deutschland zurechtzufinden, hat sich inzwischen zu einer unverzichtbaren Stütze der Stadtverwaltung entwickelt. Da seit einiger Zeit das ehemalige Pfarrzentrum St. Joseph  eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hürth geworden ist, in der bis zu 150 Flüchtlinge Platz finden können, war es von eminenter Bedeutung, dass bei der Ankunft der Flüchtlinge Sprachmittler vorhanden waren, die nicht nur die gängigen Fremdsprachen beherrschen, sondern auch z.B. Urdu, Arabisch oder Farsi.

Das Fest der Begegnung der Brücke der Kulturen diente nun dazu, der Öffentlichkeit die Vielfalt der Kulturen darzustellen, die sich in Musik, Speisen und Kleidung zeigt, aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass das ehrenamtliche Engagement an seine Grenzen stößt. Wie Frau Gönül Kinsun, die Vorsitzende der Brücke der Kulturen, sagte, sind 60 Stunden Arbeit pro Woche den Ehrenamtlichen auf Dauer nicht zuzumuten. Hier ist die Stadt gefordert, für Entlastung zu sorgen.

Vorstand_BdB

Der Vorstand der „Brücke der Kulturen“.
In der Mitte (mit dem Mikrofon) die Vorsitzende Gönül Kinsun.

 

hier geht es zur Homepage der Brück der Kulturen