Archiv der Kategorie: AG60plus

Schutz vor Kriminalität im Alltag

Die AG 60+ der Hürth SPD hatte Frau Astrid Lamers vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz eingeladen, um über Sicherheit im öffentlichen Raum zu referieren. Ihr Vortrag behandelte „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“. Hierbei ging es um Handtaschenraub, den sog. Enkel-Trick, Haustürgeschäfte und vieles mehr. Insbesondere klärte Frau Lamers auf, dass das Sicherheitsgefühl und die echte Gefahr auseinanderklaffen. So betonte sie, dass ältere Menschen weniger von Handtaschenraub bedroht seien als jüngere, weil Ältere risikobewusster seien, so hätte es in 2013 von 17 Delikten dieser Art im Rhein-Erft-Kreis nur 5 Personen über 60 Jahre getroffen. Allerdings wurde in ihrem Vortrag klar, dass die Gefahr für Ältere, Trickbetrügern aufzusitzen, um so größer ist.

Hier sind an erster Stelle Straftaten zu nennen, die über das Telefon oder an der Haustür laufen. Die Strafverfolgung gestaltet sich schwierig, da die Täter von Call-Centern meist im Ausland anrufen, wo eine Anruf-Rückverfolgung kaum möglich ist, auch muss ein schriftlicher Beweis der Tat geleistet werden. Meist wird aber aus Scham keine Anzeige erstattet.

Frau Lamers erläuerte einige Beispiele anschaulich im Vortrag aber auch durch (natürlich gestellte) Filmszenen.

Enkeltrick
Beim sog. Enkeltrick suchen die Täter Personen aus dem Telefonbuch aus, deren Vornamen auf das Alter schließen lassen und geben sich als Verwandte aus, die dringend Geld benötigten. Sie gehen dabei so geschickt vor, dass sie die Informationen, die ihnen die Opfer liefern, sofort nutzen, um Vertrauen herzustellen. Die Opfer werden genötigt, das Geld nicht von ihrer Hausbank, sondern einer anderen Filiale zu holen und Stillschweigen zu wahren. Nach weiteren Anrufen wird eine andere Person geschickt, um das Geld in Empfang zu nehmen, die dann verschwindet.

Handwerkertrick
Eine andere Betrugsmasche läuft über das Vorspiegeln falscher Identitäten an der Haustür: Täter, die sich als Handwerker ausgeben, die einen Schaden begutachten wollen oder Wasserwerker, die den Zählerstand ablesen wollen, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, dabei heimlich eine zweite Person hereinlassen, die in der Zeit, in der sich der angebliche Handwerker in der Wohnung aufhält, Wertsachen und Geld entwenden.

Eine Schutzmaßnahme gegen solche Trickdiebe ist, sie nicht ins Haus zu lassen, sich den Ausweis und Namen geben zu lassen und z.B. bei der Stadt oder dem Versorger anzurufen, um einen Termin für einen Besuch auszumachen. Auch eine Anzeige wegen versuchten Diebstahls ist nützlich. Dabei hilft es, die Tür nur einen Spalt zu öffnen und durch eine Kette oder ein geeignetes Schloss zu sichern.

Schloss

Zetteltrick
Weitere Tricks sind: der Zetteltrick, bei dem ein Nachbar mit einer Notiz benachrichtigt werden soll oder der Glaswassertrick, bei dem jemand Übelkeit vortäuscht, um ins Haus gelassen zu werden.

Schockanrufe
Sehr belastend für die Opfer sind die sog. Schockanrufe, bei denen es um vorgetäuschte Notfälle bei Angehörigen geht, das Perfide daran ist, dass oft auf dem Display des Mobiltelefons eine echte Nummer erscheint (Uni-Klinik, Staatsanwaltschaft), die durch eine Spoofing-Software erzeugt wird und den wahren Anrufer verbirgt. Hier gilt: es gibt kein Geldeintreiben per Telefon, das geht nur schriftlich. Aber auch bei einem Brief sollte man sich per Anruf rückversichern, bei offiziellen Dienststellen muss es ein Aktenzeichen über den Vorgang geben. Auch sollte in einem solchen Fall Anzeige erstattet werden.

Aber auch auf der Straße sind Trickbetrüger unterwegs, es gibt vorgetäuschte Unfälle, vermeintlich günstige Angebote von Goldschmuck auf Parkplätzen oder Raub von Geld beim Geldwechseln. . Die Liste der Tricks ließe sich noch fortsetzen, auch ist dem Erfindungsreichtum der Täter keine Grenze gesetzt.

Wie kann man sich schützen?
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, deren körperliche und geistige Fitness eingeschränkt ist, Menschen, die allein leben und sich über Kontakte freuen, deren Misstrauen gegenüber Fremden nachgelassen hat. Aber ebenfalls spielt eine Rolle, dass sie zum Helfen erzogen worden sind und es als selbstverständlich ansehen, eine Bitte zu erfüllen. Vielfach „horten“ sie ihr Ersparnisse zu Hause und werden auch deshalb zu Opfern.

Aber auch jüngere Menschen ohne Einschränkungen können betroffen sein, weil die Täter einen solchen emotionalen Druck ausüben, dass die Opfer nicht mehr richtig nachdenken können und wie unter Zwang handeln. Um so größer ist später ihre Scham, hereingelegt worden zu sein.

Verhindert werden können solche Straftaten am besten durch Aufklärung, nicht nur der potentiellen Opfer, sondern auch der Angehörigen, Betreuer, Pfleger und Bankangestellten, aber auch Menschen jeden Alters sollten die Präventionshinweise verinnerlichen. Helfen kann hierbei nicht nur die Polizei, auch die Verbraucherzentralen in Brühl und Bergheim geben Tipps zum Vertragsrecht (z.B. bei unerwünschten Abos). Hilfreich ist auch die Website „Pfiffige Senioren“: Senioren sind alt, aber nicht doof!  Hier geht´s dorthin

Der Vortrag von Frau Lamers ließ die Zuhörer mit gemischten Gefühlen zurück, denn das Ausmaß der kriminellen Energie und der Skrupellosigkeit, mit der Menschen betrogen werden, erschreckte zutiefst. Andererseits war es gut zu erfahren, welche Strategien es gibt, um sich davor zu schützen. Ich dankte Frau Lamers im Namen aller Zuhörer für ihren informativen Vortrag, der sicher im Alltag hilfreich sein wird.

SPD AG 60plus in Düsseldorf

Die AG 60+ der Hürth SPD besuchte mit Gästen den Landtag in Düsseldorf, um sich über die Arbeit des Parlamentes und der Abgeordneten zu informieren. Im Plenarsaal wurde die Gruppe über die Sitzordnung von Präsidium, Regierung und Parteien informiert.

Im anschließenden Gespräch mit der Abgeordneten Brigitte Dmoch-Schweren ging es um Themen wie Polizei, Kitas und Flüchtlinge.

Treppe
Das obligatorische Foto auf der Treppe im Landtag.

Am Nachmittag stand ein Besuch des WDR Düsseldorf auf dem Programm, der Einblicke hinter die Kulissen der Fernseh- und Hörfunkstudios bot.

Daheim_und_unterwegs
Gleich beginnt in dem Studio unten die Sendung „Daheim und unterwegs“

 

Das Fahrtenprogramm der SPD AG60plus in diesem Jahr

Das Fahrtenprogramm der SPD AG60plus war 2015 ein großer Erfolg. (Bild oben in Straßburg 2015)

Wir konnten mit vielen Menschen gemeinsam interessante Ziele besuchen. In diesem Jahr stehen auf dem Programm:

Fr. 22.04.2016 Besuch von Landtag und WDR in Düsseldorf.
Do. 12.05.2016 Fahrt mit dem Kaiserwagen der Schwebebahn
Do. 16.06.2016 Besuch von Kasteeltuinen Arcen
Sa. 27.08.2016 Fahrt nach Remagen und Schiffstour auf dem Rhein.

und als Sonderfahrt der AG60-Plus  

Donnerstag 13. Okt. 2016  bis Samstag 15. Okt. 2016 nach Brüssel mit dem Thema

Europa im Blickpunkt“

 mehr über das Fahrtenprogramm hier

Studienfahrt nach Straßburg

Die AG 60+ der Hürth SPD fuhr vom 6.-9.10.15 auf eine Studienreise nach Straßburg. Eine Gruppe von 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machte sich auf, um die Stadt im Herzen Europas zu besichtigen. Auf der Hinreise besuchten sie die Burg Hambach, Ort des Hambacher Festes 1832, wo bis zu 30 000 Demonstranten für Einheit  und Freiheit Deutschlands eintraten.

In Straßburg bildete der Besuch des Europaparlaments den Höhepunkt, wo es die Möglichkeit gab, der Debatte über das Syrienproblem zu folgen. Das geplante Treffen mit Martin Schulz musste leider dem Besuch von Felipe v. Spanien, Angela Merkel und Francois Hollande weichen .

Weitere Programmpunkte waren eine Bootstour auf der Ill, die vor Augen führte, welche architektonischen Spuren sowohl die Franzosen als auch die Deutschen in Straßburg hinterlassen haben. Auch ein Besuch im Europarat stand auf dem Programm, der weniger bekannt ist als die EU. Dieses Gremium kümmert sich um die Einhaltung der Menschenrechte; der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der jedem Europäer offensteht, ist dem Europarat angegliedert.

Weitere Stationen des Besuchs waren Riquevihr, Colmar und Staufen. Auf der Rückreise zeigten sich die Fahrtteilnehmer beeindruckt von der Maginot-Linie, die im 2. Weltkrieg als Verteidigungslinie gegen die Deutschen dienen sollte.

Diese Studienreise war ein voller Erfolg, die Mischung aus politischer und kultureller Information und Unterhaltung trug zum Gelingen bei. Die nächste Studienreise 2016 wird die AG 60+ nach Brüssel führen, die Teilnahme ist für alle Interessierten offen.

AG 60+ der HürthSPD in Wuppertal

Für den 25.6.15 hatte die AG 60+ der HürthSPD zu einer Fahrt nach Wuppertal eingeladen. Bei herrlichem Wetter führte die Fahrt zunächst nach Wuppertal-Vohwinkel, wo  der originale Kaiserwagen der Schwebebahn startete, mit dem Kaiser Wilhelm im Oktober 1900 vor der Freigabe der Strecke gefahren war. Die Reisegruppe von mehr als 40 Personen lernte die Strecke von Vohwinkel bis Oberbarmen kennen, von wo die Schwebebahn mit einer Wendeschleife die Rückfahrt antrat. Das sicherste Verkehrsmittel der Welt verkehrt alle drei Minuten und befördert 25 Millionen Fahrgäste jedes Jahr. Die Fahrt erlaubt einen stressfreien Blick aus luftiger Höhe auf historische Gebäude entlang der Wupper und die verstopften Straßen Wuppertals.

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Nach der Fahrt mit dem Kaiserwagen ging es mit dem Bus weiter zum Schloß Burg, dem Stammsitz der Grafen von Berg. Hier genossen die Reisenden die Bergische Kaffeetafel und erkundeten das Burggelände. Schloß Burg wurde Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut, nach zahlreichen Umbauten und Restaurierungen erhielt es sein heutiges Aussehen im 20. Jh.

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Nach dem Mittagessen ging es weiter zur Müngstener Brücke, einem beeindruckenden Bauwerk, das im Juli 1897 eingeweiht wurde. Mit 107 Metern ist sie noch heute die höchste Stahlgitterbrücke Deutschlands und stellt als Eisenbahnbrücke die Verbindung zwischen Solingen und Remscheid her.

Unser Reiseleiter Lothar Lax hatte nicht nur die Fahrt perfekt organisiert, er versorgte uns auch mit einer Fülle von Fakten und Anekdoten, die die Fahrt nicht nur vergnüglich, sondern auch sehr informativ machten.

 

„Das sichere Haus“ Informationen zum Schutz vor Einbrechern

Die AG 60+ der Hürth SPD hatte zu einer Informationsveranstaltung  „Das sichere Haus“ eingeladen, ungefähr 40 Personen waren dieser Einladung in die AWO Alt-Hürth gefolgt und hörten interessiert dem Vortrag der beiden Kriminalhauptkommissare Guido Krümpel und Heinz Schmickler zu, die vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz/Technische Beratung gekommen waren.

Es gab sogar einen aktuellen Anlaß, auf den ich in meiner Begrüßung hinweisen konnte: In der Presse vom selben Tag war zu lesen, dass die Einbrüche im Rhein-Erft-Kreis (zu denen auch die Versuche gehören), im letzten Jahr von 1840 auf 1280 zurückgegangen sind, was auch der Einbruchschutzaktion „Riegel vor“ der Polizei zu verdanken ist.

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Herr Schmickler zeigte in seinem Vortrag die Täterperspektive auf, die darauf bedacht sind, Schwachstellen des Hauses oder der Wohnung anzugreifen.

Schmickler

Einbrecher suchen nach Gelegenheiten, sie werden abgeschreckt, wenn Angriffe zu lange dauern oder mit Geräusch verbunden sind. Auch gibt es bevorzugte Jahreszeiten (Wintermonate) und Tageszeiten (nach Anbruch der Dunkelheit), an denen Einbrüche passieren. Deshalb sollte jeder daran interessiert sein, sein Haus zu schützen, ohne es zu einer Festung umzubauen.

ganz_sicheres_Haus Niemand möchte in solch einem Haus wohnen.

Wie kann man nun sein Haus oder seine Wohnung schützen? Da die meisten Einbrüche über die straßenabgewandte Seite erfolgen, müssen hier Fenster und Türen besonders gesichert sein. Herr Schmickler stellte verschiedene Sicherungssysteme vor, die nachträglich eingebaut werden können. Die Polizei rät, nur mit Fachfirmen zusammenzuarbeiten, die auf der Internetseite der Polizei www.polizei.nrw.de/rhein-erft-kreis zu finden sind.

 Auch wenn das Haus nachträglich gesichert wurde, kann man die Beratung der Polizei in Anspruch nehmen, die die Maßnahmen bewertet und ein Siegel verleiht.

Diese Veranstaltung hat sicher auch dazu beigetragen, das Bewußtsein für Sicherheitsfragen rund ums Haus zu erhöhen, was hoffentlich weiter zu sinkenden Einbruchszahlen führen wird. Deshalb danken wir von der AG 60+ Herrn Schmickler und Herrn Kümpel für die sehr anschauliche Darstellung und die kompetente Beratung.

 

AG 60 plus: „Wir arbeiten generationsübergreifend“

Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Hürther SPD  wurde der Vorstand für zwei weitere Jahre wiedergewählt.  Meine Wiederwahl

ist für mich ein großer Vertrauensbeweis, der mich anspornt, die Arbeit der AG 60plus weiterzuführen. Wohnen, Rente und Familie bleiben dabei die zentralen Themen. Wir werden auch weiterhin generationsübergreifend arbeiten.

Die Zusammenarbeit mit den Hürther Jusos soll fortgeführt werden soll. Bereits am 13. November 2014 findet in der Realschule die nächste Veranstaltung zusammen mit den Jusos zum Thema Wohnen statt. Von der Forderung nach bezahlbarem Wohnen bis hin zum altersgerechten Wohnen der Zukunft sollen alle Facetten diese vielschichtigen Thema betrachtet werden. Wir lassen Experten von Wohnungsbaugesellschaften, der Verwaltung und von Freien Trägern zu Wort kommen, die u.a. erläutern, wie sich in Hürth gemeinsame Wohnformen von Jung und Alt verwirklichen lassen. Alle Interessierten sind dazu jetzt schon herzlich eingeladen.  Grundsätzlich steht die Arbeitsgemeinschaft auch Nichtmitgliedern offen. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich direkt bei  mir melden.

Tel: 97 80 96 Mail: margit.reisewitz@edv-reisewitz.de

Dem neugewählten Vorstand gehören an:

Vorsitzende: Margit Reisewitz

Stellv. Vorsitzende: Karin Urbach

Beisitzer: Karl-Heinz Außem, Lothar Lax, Silvia Lemmer, Peter Josef Linnartz, Johannes Pfersdorff, Rolf Reisewitz und Hannelore Wilhelm-Krischke

SPD60plusVorstand2014_klein Der neugewählte Vorstand der AG 60+ der Hürth SPD. Von rechts nach links: Lothar Lax, Silvia Lemmer, Peter Josef Linnartz, Margit Reisewitz (Vorsitzende), Karin Urbach (Stellvertreterin), Rolf Reisewitz. Nicht auf dem Bild: Karl-Heinz Außem, Hannelore Wilhelm-Krischke, Johannes Pfersdorff.

Jung und Alt gemeinsam

Premiere in der Friedrich-Ebert-Schule

Jung und Alt aus der SPD Hürth sprachen erstmals gemeinsam über die generationsübergreifenden Themen Familie, Rente und Wohnen.

Zu einer Premiere lud die SPD Hürth am 10. Mai in die Friedrich-Ebert-Schule ein: Erstmals fand dort eine generationsübergreifende Diskussionsrunde statt, an der die SPD-AG 60+ und die Jusos gemeinsam teilnahmen. Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, hatte sich zu dieser Veranstaltung beim Bundestagswahlkampf der Partei in Bochum inspirieren lassen. In Hürth begrüßte sie in Anwesenheit des Bürgermeisters Walther Boecker die SPD-Mitglieder und andere interessierte Bürger, die trotz schlechten Wetters zahlreich erschienen waren, um sich mit den Themenkomplexen Familie, Rente und Wohnen auseinanderzusetzen.

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Zu Beginn gab Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren aus ihrer Erfahrung als Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Impulse zu den drei Themen, die in rotierenden Gruppen von den Anwesenden diskutiert wurden. Dabei regte sievor allem an, die Kapitalisierung des Menschen kritisch zu sehen, das Wohnen als Grundrecht in den Fokuszu nehmen, die Vielschichtigkeit des Themas Familie mitzudenken und die Rentenmaterie flexibel zu betrachten.

Diskutiert wurde durchaus kontrovers, wie durch die Sprecher der Themengruppen Familie im Anschluss deutlich gemacht wurde. Neben einem klaren Bekenntnis zum Kind sahen die Diskutanten Lösungsansätze für bestehende Probleme in der Förderung der Gleichberechtigung sowie einer Verbesserung der Anpassungsmöglichkeit von Arbeitszeiten an familiäre Bedürfnisse. Außerdem regten sie an, den Familienbegriff weiter zu fassen.

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Markus Schulzen (Vorsitzender der Kreis-Jusos)
berichtet aus dem Arbeitskreis Rente

Die Forderung nach einer Grundrente, die Senioren vor dem Gang zum Sozialamt bewahren und die Kommunen entlasten könnte, war auch vor dem Hintergrund des Scheiterns der Riester-Modelle eine zentrale These der Gruppen, die sich mit dem Thema Rente auseinandergesetzt hatten. Eine Steuerfinanzierung der Rente wie in anderen europäischen Ländern wurde als mögliches Vorbild genannt. Gefordert wurde auch eine Flexibilisierung derRentenmodelle, um der Vielzahl an Bedürfnissen und Wünschen von Arbeitnehmern gerecht zu werden. Unterstrichen wurde außerdem, dass junge Menschen aus der sogenannten „Generation Praktikum“ grundsätzlich die Möglichkeit erhalten sollten, rentenwirksame Arbeitsverhältnisse einzugehen.

Modelle des generationsübergreifenden Zusammenlebens standen im Mittelpunkt der Diskussionen rund um das Thema Wohnen. Kompromissbereitschaft und der gesellschaftliche Dialog sollten gefördert werden, um alternative Wohnkonzepte für alle Generationen zu ermöglichen. Aber auch ein nachhaltiges Bauen, das Umnutzungen und die Anpassung an sich wandelnde Gesellschaftsumstände mit einplane, wurde als Zukunftsziel genannt.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Margit Reisewitz sehr zufrieden mit den Ergebnissen, dankte ausdrücklich allen Teilnehmern und unterstrich, dass das Thema Jung und Alt auch in Zukunft auf der Agenda bleiben müsse: „Wir wollen die Generationen zusammenbringen und damit einen bewussten Akzent gegen spaltende Parolen setzen. Ganz konkret planen wir eine gemeinsame Fahrt, um den Zusammenhalt in unserer Partei weiter zu stärken. Ich bin überzeugt, dass nur gemeinsame Anstrengungen Erfolge bei der Lösung von Problemen versprechen“, so Margit Reisewitz.

Fahrt nach Hambach

Geselligkeit gehört auch zur Politik. So unternahm die AG60plus eine Fahrt nach Hambach. Einige Genossen kamen dabei an den Ort zurück, an dem sie bis zur Rente gearbeitet hatten. Wir konnten so die Auswirkung des Braunkohletagebaus sehen, aber auch die Bemühungen zur Rekultivierung erkennen.

Fahrt nach Hambach

 Am 24.4.14 unternahm die AG 60plus der Hürth SPD eine Fahrt zum Tagebau Hambach. 28 Personen, darunter viele Gäste, nahmen an der Fahrt teil. Nach einer informativen Einführung im Infozentrum von RWE, die einen anschaulichen Überblick über die geografische Lage, Geschichte, Förderung und Aufbereitung der Braunkohle und ihrer Einsatzgebiete gab, ging es mit dem firmeneigenen, geländegängigen Bus weiter auf das eigentliche Gelände des Tagebaus. Sehr eindrucksvoll war die Größe der Bagger und auch des „Lochs“, in dem die Braunkohle gefördert wird.

Aber nicht nur Bagger, Absetzer und Förderbänder gab es zu sehen, denn die Fahrt führte auch durch rekultiviertes Gebiet, in dem viele verschiedene Baum- und Pflanzenarten sowie Wildtiere wieder heimisch geworden sind.  Man konnte die Weiterentwicklung der Anforderungen an die Rekultivierung im Laufe der Jahre erkennen. So werden z.B. als Wälder nur noch Mischwälder angelegt, bei denen kaum mehr als 3 benachbarte Bäume von einer Art sind. Und auch die Ansiedlung von Tieren wird soweit nötig unterstützt. Wilhelm von Dewitz vom NABU hat damals wesentlich die Anforderungen mitgestaltet. So ist die Sophienhöhe  als Wandergebiet sehr beliebt geworden. Hier wird das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Erfordernissen sehr deutlich.

hambach_blog

Nach einem kleinen Abendessen im Restaurant „Terra Nova“ mit netten Gesprächen ging´s zurück nach Hürth. Eine beeindruckende Fahrt mit kompetenter Führung und perfekter Organisation, an die wir gerne zurückdenken, sagte Margit Reisewitz, die Vorsitzende der AG 60 plus, und dankte den Organisatoren, darunter auch ehemalige Mitarbeiter der Rheinbraun.