Archiv der Kategorie: AG60plus

Endlich! Die SPD gründet die Rentenkommission!

Heute am 2.12.18 war Sebastian Hartmann, der Vorsitzende der NRW SPD zu Gast beim Seniorenfrühstück, das Ulli Knab, Vorsitzender der AG 60+ in Troisdorf organisiert hatte.

Viele Genossen waren der Einladung gefolgt, nicht nur Personen aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

In seiner Rede forderte Sebastian Hartmann von der SPD klare Antworten auf die Fragen der Bürger, gleichzeitig fand er aber auch aufmunternde Worte. Er zeigte sich optimistisch, dass die SPD wieder punkten könne, wenn sie sich klarer vom politischen Gegner abgrenze. In der folgenden Fragerunde wurden viele Themen angesprochen wie Dieselskandal, Pflegenotstand, Veränderung der Arbeitswelt durch Digitalisierung u.v.m..

Ich stellte ihm die Frage, wo denn die Rentenkommission von der Bundes-SPD bleibe, da es ein unhaltbarer Zustand sei, dass ein Jahr nach dem Bundesparteitag in Berlin alle Anträge, die sich mit Rente beschäftigten, in eine Kommission verwiesen wurden, aber jetzt unbearbeitet in der Schublade lägen. Die Antwort war überraschend: Die Kommission sei gegründet und er sei Mitglied. Das war wirklich ein Adventsgeschenk! Diese Kommission muss jetzt die SPD-Position zur Rente klären. Es gilt, die vielen Anregungen und Beschlüsse der Basis zu prüfen und ein Konzept zu erarbeiten, das die gesetzliche Rente stärkt und zukunftsfest macht, so dass Altersarmut eingedämmt werden kann. Wir bleiben dran an diesem Thema!

Rückblick und Ausblick – die AG 60+ der Hürther SPD präsentiert sich (Erweiterung)

Die AG 60+ der Hürther SPD stellt ihr Programm für 2019 vor.
(wegen des großen Zuspruchs gibt es einige Änderungen)

Am 21.11.18 stellte die AG 60+ der Hürth SPD ihr Jahresprogramm für 2019 vor. 60 Personen waren der Einladung in die Gaststätte Zur Deutschen Ecke in Berrenrath gefolgt, der Saal war fast zu klein.

Zu Beginn gab Margit Reisewitz einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen zum Wohnen, zur Rente, zur Sicherheit  und dem Ehrenamt sowie der Mehrtagesfahrt nach Magdeburg.

Danach erläuterte Lothar Lax die Ziele, die nächstes Jahr angesteuert werden sollen.Wir haben wegen der großen Nachfrage nun zwei Termine

  • Die Fahrten beginnen am 10.4.19 mit einer Tagestour zum Von-der –Heydt-Museum in Wuppertal. Wegen Umbauarbeiten im Museum haben wir einen geänderten Termin. Wir fahren am Di., 07.05.2019
  • Am 17.5.19 können der Chemiepark Knapsack und das Ersatzbrennstoffkraftwerk besichtigt werden,
  • dann geht es am Mi 12.6.19 und am  Do 13.6.19 zur Gartenparkanlage nach Appeltern/NL. Wir haben wegen der großen Nachfrage nun zwei Termine.
  • Am 2.7.19 folgt eine Schiffsstour auf dem Rursee mit Besuch in Einruhr und Monschau. Durch einen kleinen Zusatzbus können mehr Menschen mitfahren.
  • Abgerundet wird das Programm mit der Fahrt nach Bochum zum Bergbaumuseum am 7.9.19.
  • Am  28.11.2019  besuchen wir außerdem den Weihnachtsmarkt in Hattingen.  Der Fahrpreis beträgt 20,00 €

Die AG 60+ wird auch Info-Veranstaltungen machen;

  • am 14.3.19 wird Wilbert Gregor von der Gewerkschaft Verdi Fragen zum Übergang von der Erwerbsarbeit in den Ruhestand erörtern.
  • Außerdem ist eine Veranstaltung zur gesetzlichen Rente mit Dr. Tim Köhler-Rama geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Lothar Binding in Bonn

Am 19.10.18 war der Bundesvorsitzende der AG 60+ der SPD, Lothar Binding, in Bonn. Eingeladen hatte ihn der Vorsitzende der AG 60+ des Unterbezirks Bonn, Manfred Jastrzemski. Er wollte einen Austausch in Gang bringen, der verschiedene Themen, wie Rente, Altersdiskriminierung, aber auch Verbesserung der innerparteilichen Kommunikation und nicht zuletzt die Erneuerung der Partei zum Inhalt hatte.

Der Zuspruch zu der Veranstaltung war so groß, dass der Raum im Rathaus Bonn-Beuel zu klein war.

Das Spektrum der Themen, die Lothar ansprach, war breit. Es umfasste Themen aus Wirtschafts-,  Außen- und Sozialpolitik.

Er konnte komplexe Sachverhalte wie z.B. die nachgelagerte Besteuerung von Renten anschaulich erklären und manches griffig formulieren:

„Du kannst nicht lange reich sein, wenn dein Nachbar arm ist.“ So warb er für eine gute Zusammenarbeit in Europa.

Die krasse Ungleichheit in der Bezahlung von Arbeitern und Managern könne die Demokratie gefährden. Hier kam wieder Lothars berühmter Zollstock zur Anwendung, der die Unterschiede anschaulich machte.

Die Zuhörer stellten viele verschiedene Fragen. Leider war die Zeit zu kurz, sie alle ausführlich zu beantworten. Viele komplizierte Sachverhalte konnten nur angerissen werden, weil sie im Zeitraffer dargestellt werden mussten.

Wir sollten in Kontakt bleiben und ihn bei der Forderung unterstützen, die angekündigte Programmkommission zum Thema Rente tatsächlich einzurichten.

Magdeburg ist eine Reise wert!

Das war die einhellige Meinung der Teilnehmer an der Studienfahrt nach Magdeburg vom 21.-25.6.18, die von der AG 60+ der Hürth SPD veranstaltet wurde. 33 Teilnehmer genossen ein breit gefächertes Programm. Es  begann mit einem Konzert für Orgel und Geige in der Dorfkirche von Biederitz . Thorsten Fabrizi  war vor einigen Jahren Chorleiter und Organist in Hürth.

Thorsten Fabrizi vor der Ladegast-Orgel in Biederitz

mehr über die Orgel hier

Der nächste Tag begann mit  einer Diskussion mit dem Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft in Sachsen-Anhalt, Jost Rieke, Er informierte über die aktuelle Wohnungssituation in Magdeburg.

Besonders hervorzuheben ist die etwas andere Stadtrundfahrt mit Willi Polte (Beitragsbild oben), Er war nach der Wende der erste frei gewählte OB in Magdeburg und konnte lebendig und als Zeitzeuge  von den städtebaulichen Projekten und Problemen berichten.  Eines seiner Anliegen war und ist, die Stadt durch Bäume schöner zu machen und für ein besseres Klima zu sorgen. (mehr über Dr. Wilhelm Polte hier) 

Die Rundfahrt endete an der  Stasi-Gedenkstätte Moritzhof, ein vielleicht etwas bedrückendes aber notwendiges Thema für politsch interessierte Menschen.

Magdeburger Politik mit spitzer Zunge und einem Schuss Humor präsentierte am Abend  dann Lars Johansen  eigens für unsere Gruppe. (mehr über Lars Johansen hier)

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Lukasklause, einem Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, in dem seit 1995 das Otto v. Guericke Museum untergebracht ist. Der berühmte Sohn der Stadt, die heute seinen Namen führt, war nicht nur Bürgermeister und Unterhändler bei den Friedensverhandlungen nach dem 30jährigen Krieg, er war auch ein Wissenschaftler, der das Vakuum entdeckte.

Berühmt sind die Magdeburger Halbkugeln, ein Experiment, das immer wieder auf dem Ottofest nachgestellt wird: acht Pferde können die vakuumierten Kugeln nicht voneinander trennen.

Aber sobald ein kleines Mädchen den Hahn öffnet, so dass Luft einströmt, fallen die Kugeln auseinander.

hier ein Nachbau einer Pumpe von Otto Guericke

Abgerundet wurde die Reise durch Abstecher nach Leipzig und Eisenach. Eine Reise mit vielen besonderen Eindrücken.

Ausgetrickst – Nicht mit uns!

Spezialisiert auf Menschen über 85

Die SPD-AG 60+ und der AWO-Ortsverein Gleuel machen mit einem Gastspiel des Freien Werkstatttheaters in der Aula der Hauptschule Kendenich auf Trickbetrüger aufmerksam, die vorrangig Senioren im Visier haben.

Auf Initiative der Hürther SPD-AG 60+ und des Ortsvereins-Gleuel der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gab das Freie Werkstatttheater (FWT) aus Köln am 28. November ein Gastspiel in der Aula der Hauptschule Kendenich. Das Ensemble des Altentheaters richtete sich mit seinem Stück «Ausgetrickst – Nicht mit uns!» an ein älteres Publikum, das statistisch gesehen am häufigsten zum Opfer von Trickbetrügern wird. In dem gemeinsam mit der Polizei Köln sowie dem Sozialwerk der Kölner Polizei e. V. entwickelten Präventionsprojekt standen zwölf Ensemblemitglieder des FWTs auf der Bühne – alle zwischen 66 und 84 Jahre alt. In kleinen Szenen, die nahezu ohne den Einsatz von Requisiten auskamen, zeigten die Schauspieler anschaulich, welche Tricks Betrüger und Diebe bei älteren Menschen anwenden. Und die Gauner, das wurde während der Veranstaltung deutlich, sind ungeheuer kreativ, wenn es darum geht, Senioren zu verunsichern und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

So nutzen Banden bevorzugt das Telefon, um in die Privatsphäre von Senioren einzudringen. Sie geben sich etwa als Mitarbeiter von Microsoft aus und behaupten, einen Virus auf dem Computer des Angerufenen löschen zu wollen. In Wahrheit sind sie auf der Suche nach Kontodaten. Besonders dreist ist der sogenannte Enkel-Trick: Betrüger geben sich bei den Angerufenen als Enkel oder Enkelin aus und üben massiven Druck aus, um in einer angeblichen Notlage Geld zu bekommen. Spezialisiert sind solche Betrüger auf Menschen jenseits der 85, weil diese oftmals vertrauensseliger und im Umgang mit elektronischen Medien unerfahren seien. Vor allem aber scheuen sich Menschen dieser Generation davor, unhöflich zu sein und ihre Zweifel zu artikulieren. Besonders hohe Geldsummen ergaunern sich Trickbetrüger oftmals durch eine Masche, in der sie vorgeben, der oder die Angerufene habe einen wertvollen Preis gewonnen. Ein teures Auto stehe beispielsweise in der Türkei bereit und müsse nur noch überführt werden. Dafür muss der angebliche Gewinner hohe Gebühren entrichten, die über missbrauchsanfällige Zahlmethoden wie Western Union erfolgen sollen. Natürlich tauchen im weiteren Verlauf angebliche Probleme auf, die weitere Zahlungen nach sich ziehen. Die Betrogenen können so rasch extrem hohe Geldsummen bezahlen, die sie nie wiedersehen.

Oft nutzen Betrüger auch gezielt den Respekt, den Senioren vor Vertretern der Obrigkeit haben, und geben sich als Polizeibeamte aus, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen und dort zu stehlen. Aber auch falsche Handwerker schaffen es oftmals leicht, in Wohnungen einzudringen. Einige der Situationen, die auf der Bühne gezeigt wurden, beruhen auf eigenen Erfahrungen der Schauspieler. Andere wurden zusammen mit der Polizei Köln erarbeitet. Im Anschluss stellte sich Kriminalhauptkommissarin Gruneberg von der Hürther Polizei den Fragen der Anwesenden und gab Tipps zur Prävention von Betrugsfällen. Dabei wurde auch deutlich, dass Ältere zwar im Fokus bestimmter Banden stehen, Betrugsdelikte aber generell zunehmen. Gruneberg empfahl, ruhig skeptisch zu sein. Polizisten müsse man etwa nicht in die eigene Wohnung hereinlassen und könne sich zuvor über die Rufnummer 110 bestätigen lassen, ob die Personen vor der Tür echte Beamte sind.

Margit Reisewitz, Vorsitzende der SPD AG 60+, zeigte sich nach der angeregten Diskussion sehr zufrieden: „Vor einem Jahr haben wir bereits eine Info-Veranstaltung zu diesem wichtigen Thema durchgeführt. Es war uns aber wichtig, darauf zurückzukommen. Das Freie Werkstatttheater ist mit seinem Stück ein hervorragender Partner, denn es ist noch einmal etwas vollkommen anderes, wenn man gewissermaßen live miterleben kann, wie solche Betrügereien funktionieren. So kann man nachvollziehen, wie geschickt die Tricks der Gauner sind, und sich dagegen wappnen. Für die hervorragende Zusammenarbeit sind wir von der SPD-AG 60+ Johannes Schumann, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Gleuel, verbunden. Und natürlich bedanken wir uns beim FWT sowie bei der Raiffeisenbank und der Kreissparkasse, die unser Engagement mit jeweils 1000 Euro unterstützen. Nur wegen dieser großzügigen Spenden konnten wir auf einen Eintritt verzichten. Es ist wichtig, dass solche Institutionen mit uns zusammenzuarbeiten, um alte Menschen zu schützen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihren selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft zu verteidigen.“

 

 

Die Bedeutung des Bielefelder Modells wird anerkannt

Ein Erfolg für unsere Arbeit:

Das Thema „Wohnen im Alter“ hat die AG 60+ der Hürth SPD schon seit ihrer Neugründung vor 5 Jahren im Visier. Dabei wurde auch auf die Bedeutung des „Bielefelder Modells“ hingewiesen.

Die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Mehr Information hier)  zusammen mit einem sozialen Dienstleister und der Stadt Bielefeld haben das Modell bereits in den 1990er Jahren entwickelt.

Bei diesem Modell handelt es sich um eine Wohnform, in der auch ältere Menschen selbstbestimmt mit Versorgungssicherheit wohnen können, ohne eine Servicepauschale bezahlen zu müssen. Die Wohnungen sind barrierefrei, ein hauptamtlicher sozialer Dienstleister ist vor Ort und es gibt eine tragende soziale Infrastruktur (z.B. ein Wohncafé). Ein Quartier nach dem Bielefelder Modell besteht aus einem Mix von öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen. Es ist nicht nur gedacht für Senioren, sondern für alle Generationen und stellt den Quartiersbezug in den Mittelpunkt.

Wir von der AG 60+ setzen uns seit vielen Jahren dafür ein:

  • Im November 2014 stellten wir das Konzept mit einem Gast aus Bielefeld der Hürther Öffentlichkeit vor.
  • Auf Antrag der SPD-Fraktion  wurde es im März 2015 im Planungsausschuss diskutiert. Die  Mehrheit des Ausschusses lehnte es aber noch ab.
  • Im Oktober 2015 folgte dann eine Präsentation von Rolf Reisewitz im Behindertenbeirat, der sich sehr dafür interessierte.
  • Die GWG Hürth zeigte auch Interesse, das Modell umzusetzen und hat diesbezüglich schon Schritte unternommen .

Jetzt ist ein weiterer Erfolg unserer Arbeit zu verzeichnen: Bürgermeister Breuer hat seinen Widerstand aufgegeben und kann sich vorstellen, auf dem ehemaligen Alucolor-Gelände in Efferen das Bielefelder Modell zu verwirklichen. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen jetzt Früchte zu tragen scheinen. Wie es weitergeht und ob der Standort überhaupt geeignet ist, muss jetzt geklärt werden.

«Tag der älteren Generation» im Rudi-Tonn-Altenzentrum

Politik darf sich nicht auf ehrenamtlichem Engagement der Bevölkerung ausruhen“

SPD-AG 60+ macht beim «Tag der älteren Generation» im Rudi-Tonn-Altenzentrum auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren aufmerksam.

Der «Tag der älteren Generation» wurde 1991 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um explizit auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren aufmerksam zu machen. Auf Initiative der SPD-AG 60+ wurde der Aktionstag 2016 erstmals in Hürth mit einem festlichen Programm begangen. Unter dem Motto «Wer bin ich? Was macht mich aus?» lud die SPD-AG 60+ am 1. Oktober 2017 erneut ins Rudi-Tonn-Altenzentrum zu einem bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Bei einem vielseitigen Mitmachprogramm gab es darüber hinaus ein breites Informationsangebot über ein selbstbestimmtes, aktives Leben im Alter.

Den Idealen Rudi Tonns verpflichtet

Das Organisationsteam begrüßt die zahlreichen Gäste

Sonja Mourchid, Koordinatorin Soziale Betreuung des Rudi-Tonn-Altenzentrums, begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die zahlreich erschienenen Gäste sowie Margit Reisewitz, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, Stephan Renner, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hürth, sowie Günter Reiners, Zweiter Stellvertretender Bürgermeister in Hürth. Auch Margit Reisewitz hieß als Organisatorin des Aktionstages die Anwesenden willkommen und leitete zum ersten Kulturbeitrag über.

Maurice Luther erfreut die menschen mit «Tico-Tico no Fubá»

Maurice Luther, der sein Freiwilliges Soziales Jahr im Altenzentrum macht, interpretierte auf der Geige mit «Tico-Tico no Fubá» einen der bekanntesten Choros des brasilianischen Komponisten Zequinha de Abreu, bevor Stephan Renner in seinem Redebeitrag das Engagement der SPD-AG 60+ und ihren leidenschaftlichen Einsatz für gesellschaftlich relevante Themen lobte. Renner unterstrich darüber hinaus, dass der Arbeitskreis mit seiner Tätigkeit den Idealen des Namensgebers des Altenzentrums Rudi Tonn verpflichtet sei.

Weiter ging es mit einem kleinen Konzert des Veeh-Harfen-Ensembles des Rudi-Tonn-Altenzentrums, das mit traditionellem Liedgut für Stimmung sorgte. Einen nachdenklichen Beitrag lieferte im Anschluss Irene Grentz, die sich Gedanken darüber machte, wie Sprache alte Menschen diskriminiert und ihnen Selbstbestimmung absprechen kann. Den Höhepunkt des Programms aber bildete das stimmungsvolle Mitsing-Konzert, das Peter Strang den Gästen mit seinem Akkordeon lieferte. Lieder wie «Hoch auf dem gelben Wagen», «Tulpen aus Amsterdam», aber auch «Heimweh noh Kölle» brachten die Bewohner des Altenzentrums zum Mitsingen und Schunkeln. Mutige wagten sogar ein paar Tanzschritte.

„Ohne Senioren wäre vieles nicht möglich.“

Nach diesem musikalischen Beitrag hatten Bewohner und Gäste Zeit dazu, sich angeregt miteinander zu unterhalten und an den Infoständen das breite Angebot kennenzulernen, das Parteien und Organisationen wie das Netzwerk Löwenzahn e. V und der Freundeskreis des Rudi-Tonn-Altenzentrums e. V auf Menschen der älteren Generation zugeschnitten haben. Margit Reisewitz äußerte sich nach dem Aktionstag zufrieden über das gelungene Programm und den großen Zuspruch: „Die SPD-AG 60+ und unsere vielen Helferinnen und Helfer haben mit der Organisation des Programms heute einen Beitrag dazu geleistet, dass in Einrichtungen wie dem Rudi-Tonn-Altenzentrum Angebote gemacht werden, die Senioren dabei helfen, sich zu entfalten und selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt zu leben. Ich habe gerade mit einer Dame gesprochen, die sich heute für die Veeh-Harfen begeistert und wohl ein neues Hobby gefunden hat. Und Besucher des Rudi-Tonn-Altenzentrums haben mir versichert, dass sie sich in Zukunft ehrenamtlich in diesem Haus engagieren möchten. In einer Zeit, in der Politik und Gesellschaft die Bedürfnisse älterer Menschen vernachlässigen, ist das ehrenamtliche Engagement umso wichtiger. Wir finden aber, dass sich die Politik nicht auf dem ehrenamtlichen Engagement der Bevölkerung ausruhen darf. Politik muss handeln, sich auf die Bedürfnisse von Senioren ausrichten und erkennen, dass alte Menschen keine Last sind, sondern unsere Gesellschaft mit ihrer Erfahrung, ihren Begabungen und ihrem Engagement nachhaltig stützen und bereichern. Deshalb verdienen sie auch unsere Wertschätzung und Anerkennung.“

Fahrt nach Maastricht mit der AG 60+

Es waren 43 Personen aus ganz Hürth, die am 23.8.17 nach Maastricht fuhren. Zuerst ging es nach Valkenburg, wo die Mergelhöhlen auf dem Programm standen. Im „Mergelrijk“ konnte nicht nur die Geschichte des Abbaus von Mergel, Feuerstein und Kohle besichtigt werden, sondern auch Skulpturen aller Art, die in den Mergel gehauen waren, gesehen werden.

Die Nachtwache als Sandskulptur

Die Höhlen dienten nicht nur der Gewinnung von Rohstoffen, sondern waren auch Zufluchtsorte in Kriegszeiten oder Wohnungen. Selbst Nester für Uhus sind angelegt worden.

Auch Champignonzucht gab es in den Höhlen

Schloß Valkenburg ist heute eine Ruine, es wurde des öfteren belagert und im Jahr 1672 gesprengt und zwar, weil es nicht in die Hände der Franzosen fallen sollte.

Wir verließen das Städtchen Valkenburg, mit dem uns die Geschichte verbindet, denn Hürth gehörte zur Herrschaft Valkenburg in Brabant und war sogar lehenspflichtig- aber das ist lange her! Es ging weiter nach Maastricht, wo wir nach dem Mittagessen einen Stadtrundgang unternahmen. Drei Gruppen mit unterschiedlichem Tempo erkundeten die Stadt, in unserer Gruppe legte der Stadtführer, Herr Houx, nicht nur Gewicht auf die Geschichte der Stadt, sondern auch auf die Stadtentwicklung mit Augenmerk auf dem sozialen Wohnungsbau.

Wir starteten am Marktplatz in Richtung Binnenhafen und waren überrascht, in der Boschsstraat 101 ein Bild des heiligen Arnoldus zu finden, dem Schutzpatron der Bierbrauer. Er forderte dazu auf, Bier zu trinken statt Wasser, was heute sicher nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen würde.

Arnold der Schutzheilige der Bierbrauer

Maastricht ist bekannt für seine Universität mit 16000 Studenten, von denen nur die Hälfte Niederländer sind. Von den 90 vertretenen Nationen stellen die Deutschen mit 3000 Studenten eine große Gruppe. Studienfächer sind Wirtschaft, Psychologie, Jura und Medizin. Technische Fächer werden von der RWTH Aachen abgedeckt. Dies zeigt, dass die Region grenzüberschreitend ist und europäisch denkt. Dies spiegelt sich auch in den verschiedenen Sprachen, die hier gesprochen werden, nicht nur gibt es Schilder in zwei Sprachen, nämlich niederländisch und dem südlimburgischen Dialekt, sondern auch die verschiedenen Besatzungen haben ihre Sprachen hinterlassen, so dass neben Flämisch auch Französisch und Deutsch gesprochen werden.

Im Februar 1992 wurde der Vertrag von Maastricht geschlossen, der unter anderem die Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro, beinhaltete. Dieser Beschluss wurde von den Limburgern besonders begrüßt, da der Euro sie von den vier verschiedenen Automaten im Parkhaus für die verschiedenen Währungen befreite.

 

Maastricht war nie eine Hansestadt, weil die Maas ein Regenfluss ist, der im Sommer nicht genug Wasser führt, um gut schiffbar zu sein. Deshalb wurde von 1823-26 ein Kanal gebaut, der Maastricht mit s´Hertogenbosch verbindet. Heute ist der Binnenhafen nur noch ein Freizeithafen.

Im Boschstraatqwartier läßt sich die Stadtentwicklung gut beobachten: aus dem ehemaligen Kraftwerk Lumière wurde ein Kino, im ehemaligen Fabrikgebäude gibt es Probenräume für junge Musiker. Das Quartier um den Binnenhafen beherbergte früher Fabrikarbeiter, heute sind es Studenten.

1901 begann man mit dem Bau von Arbeiterwohnungen, allerdings mit niedrigem Standard, erst seit den 1960er Jahren haben sie modernen Standard erreicht.

Dieses Viertel besteht aus Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen, wobei Eigentumswohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 3000 Euro verkauft werden, geförderte Wohnungen kosten 10 Euro Miete pro Quadratmeter. Dies ist ein Vorzeigeviertel.

Ein anderes Quartier (Ceramique) entstand nach 1986, als das Gelände der Keramikfabrik an die Stadt fiel, wo man nicht nur Wohnungen errichtete, sondern auch ein Museum und die Stadtbibliothek, die auch als Kulturzentrum dient.

Ein sehr interessanter Blick auf Maastricht mit einem kundigen Stadtführer, mit dem wir noch ein leckeres Bier tranken.

Orgeln haben ein interessantes Innenleben

AG 60+ besucht die Orgelfabrik Klais in Bonn

Die erste Fahrt der Hürther AG 60+ in 2017 führte am 22.4. nach Bonn zur Orgelfabrik Klais. Die Fabrik (eher ein manufaktur, gegründet 1882) befindet sich seit 1896 in der Kölnstr. 148 in Bonn. Mehr über die Orgelfabrik Klais hier.

Auch die Familie wohnt und arbeitet unter dem Dach der Werkstatt. Die Besucher konnten sich von der Vielfalt der Arbeitsschritte überzeugen, denn eine Orgel zu bauen bedeutet, sowohl handwerkliche als auch musikalische Fähigkeiten zu besitzen.

Die Besucher wurden zuerst ins Holzlager geführt, in dem vorgeschnittene Baumstämme ein bis anderthalb Jahre trocknen müssen, ehe sie verarbeitet werden können.

Die beiden Besuchergruppen wurden in die Funktion der Windladen eingeführt und lernten den Aufbau der verschiedenen Holz- und Metallpfeifen kennen.

Sie sahen auch, wo die Zinnplatten gegossen und die Pfeifen geformt werden, um dann in den Prospekt eingebaut zu werden.

Beeindruckend der Spieltisch mit 94 Registern der Orgel, die im Moment im Bau ist und in die USA geliefert werden soll.

Die Gruppe hatte viele Fragen, die alle kompetent beantwortet wurden. Beispielsweise wurde erläutert, dass eine große Orgel wie die im Kölner Dom schon einmal zwei Millionen Euro kosten kann. Auch die Orgel der Elbphilharmonie ist von Klais gebaut worden. Eine alte Sitte ist es, dass der Auftraggeber das Volumen der größten Pfeife der Orgel in Wein liefern muss, den die Mitarbeiter nach dem Bau genießen können.

Dies ist eine 16 Fuß-Pfeife (Fis). Die größte Pfeife im Kölner Dom ist doppelt so groß.

Ein beeindruckender Besuch mit vielen interessanten Informationen. Wir freuen uns auf die nächste Fahrt am 24.5.17, die nach Aachen geht.