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63 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Lehrerin im Ruhestand

Eltern der Gesamtschule und der Musikschule kritisieren die Pläne von CDU und Grünen zur Gesamtschule

Die Eltern der Gesamtschule, die erst am Mittwoch ihre Klassenpflegschaften gewählt hatten und dann sofort die Schulpflegschaft,  kritisieren sachlich aber massiv die Pläne von CDU und Grünen,  die Oberstufe im jetzigen Provisorium unterzubringen. Und sie organisieren sich, um die Ratsentscheidung am 9.9. im Sinne der Schüler zu verbessern.

Mein Ratskollege Heiko Twellmann stellt das gut in seinem Blog dar. (mehr hierzu)

Aber auch die  Musikschule ist betroffen. Wenn die Oberstufe die Räume der Dr.-Kürten-Schule benutzt, kann  Musikschule sie  nicht mehr ab 14 Uhr nutzen. Das bedeutet auch hier ein zweiter Standort.

Auch hier werden die Eltern aktiv. Sie haben an alle Fraktionen also auch an mich diesen sachlichen und informativen Brief geschickt.

 Elternbeirat_der_Musikschule_20140905

Wenn auch für die Musikschule weitere Räume bereitgestellt werden müssen, dürfte von der vermuteten  Ersparnis nichts mehr übrig bleiben. Die CDU und Grünen haben in Unkenntnis des genauen Sachverhalts im Planungsausschuss eine Fehlentscheidung getroffen. Es ist zu wünschen, dass sie die Kraft haben, diesen Fehler zu korrigieren.

CDU und Grünen kippen Baubeschluss für unsere Gesamtschule!

Fünf Tage nach der Eröffnungsfeier der Gesamtschule, bei der CDU und Grüne in der ersten Reihe saßen, legten beide Parteien überraschend mit einer Hau-Ruck-Aktion in der Sondersitzung des Planungsausschusses einen veränderten Baubeschluss vor, der auf einen Bau der Oberstufe verzichtet und stattdessen die Dr. Kürten-Schule dafür vorsieht.

Gegen den erbitterten Widerstand der SPD setzten CDU und Grüne diesen Beschluss durch, der jetzt noch vom Stadtrat am 9.9.14 abgesegnet werden soll.

Das Argument dieser beiden Parteien, hier könne ein Einspareffekt erzielt werden, läßt sich nicht halten, wenn man die massiven Umbaumaßnahmen in der Dr. Kürten-Schule berücksichtigt, den ökologisch unsinnigen Pendelverkehr zwischen zwei Standorten und die Zeitverzögerung des ganzenVorhabens .

Neben den pädagogischen Aspekten (wie soll eine Schule an zwei Standorten eine eigene Identität entwickeln?), die dem entgegenstehen, ist auf den drastischen Vertrauensverlust hinzuweisen, den Eltern, Lehrer und Schüler jetzt erleben, weil sie erfahren müssen, dass einmal gefaßte Beschlüsse nach Gusto geändert werden, sobald sich die Mehrheitsverhältniss geändert haben. Eine sachorientierte Politik sieht anders aus!

Wir von der SPD versuchen, die Bürger aufzuklären und ihnen klarzumachen, dass dieser Beschluss von CDU und Grünen ein Angriff auf das Projekt Gesamtschule bedeutet, weil Eltern ihr Kind lieber an einer Schule mit einem Standtort anmelden. Die Gesamtschule soll sich gut entwickeln, dafür braucht sie Planungssicherheit. Dafür stehen wir von der SPD.

Kultur macht stark- Wie schaffen wir es, Jugendlichen kulturelle Bildung zu vermitteln?

Dies war das Thema der Konferenz: „Total nah dran?!“ an der ich am 27.8.2014  in Köln teilnahm.  Hier die  Pressemitteilung,  die einen Tag später erschien:

imageEin Foto des Auditoriums.

Es wurde deutlich, dass es verschiedene Ansätze gibt, Jugendliche mit kultureller Bildung zu erreichen, besonders interessant ist dabei die Idee, von Jugendlichen Museumsführungen für ihre Altersgenossen durchführen zu lassen. Ich habe die Ideen und Materialien, die ich von der Tagung mitgebracht habe, an Multiplikatoren in unserer Stadt weitergeleitet.

Die Aktion „Kultur macht stark“ war und ist für unsere Stadt besonders wichtig. Haben wir doch von dort Mittel zum Aufbau des Leseclubs „Fridolin“ in der Deutschherrenschule erhalten und auch zwei Projekte der Josef-Metternich-Muiskchule sind dadurch gefördert worden, darunter auch das Märchenopernprojekt  in Kooperation mit den Lesefreunden.

Hürth hat eine Gesamtschule!

Nach einer Elternbefragung,  jahrelangen, intensiven Beratungen in Rat und Verwaltung sowie Diskussionen in der Bevölkerung und dem Baubeschluß ist es jetzt soweit: Hürth hat eine Gesamtschule!

Die feierliche Eröffnung erfolgte letzten Freitag, 22.8.14, in der Turnhalle der Dr. Kürten Schule, in der die Gesamtschule provisorisch untergebracht ist. Der feierliche Rahmen wurde betont durch die Anwesenheit vieler hochrangiger Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Gäste-Ausschnitt_2

Sogar Schulministerin Löhrmann hatte den Weg nach Hürth gefunden und war voll des Lobes über die Darstellungsleistung der Schüler, die nach drei Tagen Proben und Basteln ihre Klassen ansprechend präsentierten.

Loehrmann

Ob  sie auch begeistert von dem ist, was ihre Parteifreunde von den Grünen danach angestellt haben mit der Verlagerung der Oberstufe der neuen Schule,  wage ich zu bezweifeln.

Bürgermeister Walther Boecker wies auf die langen Debatten hin und stellte dar, dass Hürth sich diese Gesamtschule leisten könne. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit von Schulen gab die Josef-Metternich-Musikschule, die den musikalischen Rahmen gestaltete.

BigbandDie Bläserklasse der Dr. Kürten Schule, die auch durch die Josef-Metternich-Musikschule betreut wird,  machte den Anfang,

Haydn

Das Ensemble der Josef-Metternich-Musikschule, das auch in Skawina begeistert hatte, spielte ein Flötenkonzert von Haydn.

Den Abschluss  der Veranstaltung bildete die Luftballonaktion auf dem Schulhof, bei der alle Klassen Ballons mit Wunschzetteln aufsteigen ließen.

Für Getränke, Kaffee und Kuchen sorgte der Förderverein, der sich bereits gegründet hatte und von Frau von Grumbkow und mir vertreten wurde. Durch Werbung für den Verein gaben bereits 14 Eltern eine Beitrittserklärung ab, weitere werden folgen.

Wir wünschen den Schülern, Lehrern und Eltern einen guten Start und erfolgreiche Arbeit!

(Dieser Beitrag erscheint leider erst spät, weil ich zwischenzeitlich verreist war. Es ist aber interessant, sich daran zu erinnern, wie  CDU und Grüne sich gerne  als Mitgründer der Schule in Pose setzen, um wenig später  die Schulentwicklung zu schädigen)

AG 60 plus: „Wir arbeiten generationsübergreifend“

Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Hürther SPD  wurde der Vorstand für zwei weitere Jahre wiedergewählt.  Meine Wiederwahl

ist für mich ein großer Vertrauensbeweis, der mich anspornt, die Arbeit der AG 60plus weiterzuführen. Wohnen, Rente und Familie bleiben dabei die zentralen Themen. Wir werden auch weiterhin generationsübergreifend arbeiten.

Die Zusammenarbeit mit den Hürther Jusos soll fortgeführt werden soll. Bereits am 13. November 2014 findet in der Realschule die nächste Veranstaltung zusammen mit den Jusos zum Thema Wohnen statt. Von der Forderung nach bezahlbarem Wohnen bis hin zum altersgerechten Wohnen der Zukunft sollen alle Facetten diese vielschichtigen Thema betrachtet werden. Wir lassen Experten von Wohnungsbaugesellschaften, der Verwaltung und von Freien Trägern zu Wort kommen, die u.a. erläutern, wie sich in Hürth gemeinsame Wohnformen von Jung und Alt verwirklichen lassen. Alle Interessierten sind dazu jetzt schon herzlich eingeladen.  Grundsätzlich steht die Arbeitsgemeinschaft auch Nichtmitgliedern offen. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich direkt bei  mir melden.

Tel: 97 80 96 Mail: margit.reisewitz@edv-reisewitz.de

Dem neugewählten Vorstand gehören an:

Vorsitzende: Margit Reisewitz

Stellv. Vorsitzende: Karin Urbach

Beisitzer: Karl-Heinz Außem, Lothar Lax, Silvia Lemmer, Peter Josef Linnartz, Johannes Pfersdorff, Rolf Reisewitz und Hannelore Wilhelm-Krischke

SPD60plusVorstand2014_klein Der neugewählte Vorstand der AG 60+ der Hürth SPD. Von rechts nach links: Lothar Lax, Silvia Lemmer, Peter Josef Linnartz, Margit Reisewitz (Vorsitzende), Karin Urbach (Stellvertreterin), Rolf Reisewitz. Nicht auf dem Bild: Karl-Heinz Außem, Hannelore Wilhelm-Krischke, Johannes Pfersdorff.

Tierisches Engagement

Am 25.Juli 2014 erschien im Hürther Stadtmagazin der Bericht über das Tierheim, auf den wir schon lange gewartet hatten. Hier wird die Situation des Tierheims gut dargestellt, nur einen Fehler enthält der Bericht: Die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gibt es bereits in Hürth. Sie hat sich bewährt, so dass auch andere Kommunen (z.B. Erftstadt) über eine Einführung nachdenken.

Lesen Sie mehr dazu auf Seite 12 des Stadtmagazins: 

Höchstspannungsleitungen: Der Kampf geht weiter

Um dem Anliegen der Bürger und der Interessengemeinschaft Hürth für die Erdverkabelung Nachdruck zu verleihen, ist am 20.5.14 ein Schreiben an die Minister Remmel und Duin (Umwelt und Wirtschaft) des Landes NRW und an den Bundeswirtschaftsminister Gabriel gegangen, das die Landtagsabgeordnete für den Rhein-Erft-Kreis, Frau Brigitte Dmoch-Schweren, aufgesetzt hatte. In diesem Brief wurde die besondere Situation in Hürth dargestellt, wo sich die Stromtrassen in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung befinden, und darum gebeten, diese Strecke als Pilotstrecke für Erdverkabelung auszuweisen.

Am 25.6. antwortete Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin auf das Schreiben von Frau Dmoch-Schweren, indem er darlegt, dass ein „Tausch“ der Pilotstrecken gerichtlich untersagt sei. Er verweist auf Bemühungen des Landes NRW, das Erneuerbare Energien Gesetz zu novellieren, was aber im Bundesrat keine Mehrheit gefunden habe. Dieses Schreiben zerschlägt also die kleine Hoffnung, die ein Tausch der Pilotstrecken mit sich gebracht hätte.

 Am 9.7. antwortete auch Bundesminister Gabriel. Auch er beharrt auf der geltenden Rechtslage, behauptet, es gäbe noch keine Erfahrungen mit Erdverkabelung und bittet Frau Dmoch-Schweren, sich die Pläne Amprions einzusetzen, was sie sofort abgelehnt hat.

Beide Schreiben lassen also keinerlei Entgegenkommen erkennen; so zeigt auch das Schreiben der Bundesregierung, dass auf die Gegebenheiten in Hürth überhaupt nicht eingegangen wird. Diese Antworten können nicht zufriedenstellen, da die Ablehnung der Hürther Situation nicht Rechnung trägt.

Wie geht es nun weiter?  Im Herbst finden Anhörungen bei der Bezirksregierung Köln statt, bei denen die Beschwerden der Anwohner behandelt werden. Am 4.9. hat Bürgermeister Walther Boecker auf Bitte der IG Hürth zu einem Runden Tisch eingeladen, bei dem Landes- und Kommunalpolitiker sowie Vertreter der IG Hürth anwesend sein werden. Hier sollte das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Eine interessante Variante dieses Kampfes um Erdverkabelung hat sich in Quickborn ergeben: hier hat der Netzbetreiber TenneT eine Erdverkabelunge beantragt, obwohl die 380KV Trasse außerhalb der 4 Pilotstrecken liegt.

Hierzu das Gutachten von Prof. Brakelmann:
(Besonders interessant Seite 20)

Es lohnt sich also weiterzukämpfen.

Es sind doch wieder Keller vollgelaufen

Die Freude über die Behebung der Entwässerungsprobleme währte nur kurz. Vor einigen Tagen war unser Kanalnetz mit einem langen, ergiebigen Landregen gut fertig geworden. (siehe)  Am 8.7. bis 9.7. fielen 108 mm Regen. Da ist soviel wie durchschnittlich in ca. 6 Wochen, eine Menge, die seltener als einmal in 100 Jahren in dieser Zeit fällt.

Wenige Tage später, am 10.7. , gab es ein heftiges Gewitter mit einem Starkregen mit 35mm in 45 Minuten. 35 mm ist ungefähr die Menge, die durchschnittlich  in 2 Wochen niedergeht, ein 50-jähriges Ereignis.

Der führte in der Nibelungen- und Volkerstraße zu vollgelaufenen Kellern. Auf meine sofortige Nachfrage bei den Stadtwerken, erläuterte mir Herr Wapenhans, dass dieses Problem bei den Stadtwerken bekannt sei. Er berichtete, dass die Vergrößerung des Kanals in der Nibelungenstraße für 2015/16 ansteht. Eine weitere Maßnahme ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens in Fischenich in 2018.

Gerade nach der Sanierung des Kanals in der Krankenhausstraße ist das Ergebnis sicher enttäuschend. Um fair zu sein, muss man aber festhalten:
Ein Entwässerungssystem kann nicht auf alle denkbaren Regenereignisse ausgelegt werden. Das wäre sehr teuer und würde in normalen Zeiten zu niedrigen Fließgeschwindigkeiten und damit zu Ablagerungen und Gestank führen.

Wenn sich aber die kritischen Regen mit Überstau häufen, kann das auch folgende Ursachen haben:
–      Durch weitere Nutzung von Flächen für Wohnen, Parken und Straßen werden die Kanäle stärker belastet als zum Zeitpunkt der Planung vorgesehen. Das versuchen die Stadtwerke im Rahmen der Sanierung durch größerer Kanäle wie in der Krankenhausstraße zu korrigieren. Und auch das Regenrückhaltebecken in Fischenich wird dann helfen.
–      Durch den Klimawandel kann es häufiger Starkregen geben als im Laufe der Jahrzehnte beobachtet wurden.

Wenn Keller  feucht werden,  ist oft der Grund:
–       Oft kommt es vor, dass Häuser sich vor Rückstau im Kanal durch Rückstauklappen schützen. Die müssen aber auch gewartet werden, damit sie in den seltenen Fällen, wo sie gebraucht werden, auch funktionieren.
– Unser Haus benötigt keine Rückstauklappen, weil durch eine Pumpe das Wasser vom Keller über die Rückstauebene gehoben wird ( ein sicheres Verfahren!). Trotzdem hatten wir vor einigen Jahren ein Problem. Bei Starkregen drang Regenwasser aus dem defekten eigenen Regenwasserkanal der Garagendächer in das Haus ein. Durch eine TV-Inspektion konnte der Fehler gefunden werden. Glücklicherweise kostete die Reparatur nur wenige hundert Euro.

Integration hat ein Logo

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Die Stadtverwaltung Hürth mit Frau Meurer als Integrationsbeauftragte und Herrn Schoch vom Jugendamt hatte einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem es darum ging, das Thema Integration visuell darzustellen. Angesprochen worden war die Gestalterklasse des Goldenberg-Berufskollegs, die ein Logo und einen Slogan entwickeln sollten, mit denen in der Öffentlichkeit die Arbeit der Integrationsbeauftragten dargestellt werden sollte.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten in kleinen Gruppen Vorschläge, die sie der Jury präsentierten. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sie sich mit der Aufgabe auseinandersetzten, so dass sehr viele kreative und ansprechende Vorschläge zustande kamen. Die Jury, zu der ich auch gehörte, hatte die Qual der Wahl, entschied sich dann aber mehrheitlich für das Puzzle-Logo. Die Sieger erhielten vom Verein ZMO (Zusammenarbeit mit dem Osten) einen Scheck über 500 Euro, wobei 300 Euro an die ganze Klasse gingen. Ein sehr gelungenes Projekt!

(mehr dazu) 

HÜRTHER KANALNETZ: Rekord-Regen hervorragend gemeistert

Das schreibt der Kölner Stadtanzeiger vom 15.7.2014 .

Die Sanierung mit vergrößertem Rohrdurchmesser dürfte vielen Bürgern, die am Kanalnetz oberhalb der Krankenhausstraße wohnen, Überflutungen erspart haben. So ist es korrekt, dass die Kosten für die Kanalsanierung nicht nur die Anlieger der Krankenhausstraße sondern alle Kanalbenutzer über die Abwassergebühr bezahlen.

Trotzdem sollte man dabei nicht vergessen, dass die Anlieger Lärm, Schmutz und Umstände der Baumaßnahme zu ertragen hatten und sicher auch das eine oder andere Unternehmen Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte.

Und auch die Kosten für die Straßensanierung, die zusammen mit der Kanalsanierung ausgeführt wurde,  stellen für die Anlieger eine finanzielle Belastung dar.

Jetzt ist die Baumaßnahme fast fertig und man muss sagen:
Es ist schön geworden.