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63 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Lehrerin im Ruhestand

MINT-Förderung in Hürth ja! – Aber richtig!

Der Bürgermeister gibt allzu oft Studien in Auftrag, die nicht die erwartete Qualtität haben.
Z.B. enthielt die Organisationsuntersuchung von Rödl & Partner 2017 erhebliche fachliche Mängel, die auch heute noch die Arbeit erschweren. Ein Schulentwicklungsplan war so mangelhaft, dass er nicht verabschiedet werden konnte. Und nun möchte er ein Gutachten in Auftrag geben, „ob und wie mehr mathematisch-naturwissenschaftlicher Unterricht vermittelt werden kann“.

Was passiert in den Schulen in Sachen MINT-Förderung in den nächsten ein bis zwei Jahren durch diesen Auftrag? – Nichts!
Erst danach könnten weitere Ausgaben positive Wirkungen erzielen. Und wenn dieses Gutachten Rödl-Qualität haben sollte, sind Zeit und ungefähr 50.000 Euro verloren.

Wer sich auf den Homepages unserer Schulen umsieht, wird erfreut sein, was sich bei uns im MINT-Bereich tut.

Wir haben hier viele engagierte, kompetente Lehrer, die ihre Schüler kennen, die wissen, über welche Ressourcen sie verfügen und welche fehlen. Und Sie kennen Methoden und Ressourcen, die erfolgreicher sind als üblich.

Z.B. wurde die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ vom Ernst-Mach-Gymnasium nach Hürth geholt, ein Zeichen, dass die langjährigen, viel versprechenden Ideen von Prof. Beutelspacher aus Gießen sehr wohl bekannt sind. (mehr dazu)

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ist Mitglied im MINT-EC-Netzwerk (mehr darüber hier)

Und die Liste der Kooperationspartner unserer Hauptschule liest sich wie das „who is who“ der Hürther Wirtschaft. Und sogar das Institut für Chemie und Didaktik der Universität zu Köln unterstützt die Schule mit dem Besuch des Schülerlabors Elke sowie mit Lehr-Lernforschung.  (mehr)

Die SPD hatte im Schulausschuss gefordert, in einem Sofortprogramm die Schulen zu fördern. Dafür gab es im Ausschuss leider keine Mehrheit.

Wir freuen uns, dass der Bürgermeister etwas für die MINT-Fächer tun möchte! Das sinnvollere Vorgehen ist aber sicher folgendes:

  • Wenn ein Gutachten in Auftrag geben werden soll, dann nicht unter der falschen Flagge „MINT“. Zunächst sollte der Schulentwicklungsplan verabschiedungsreif gemacht werden. Dass dabei auch MINT betrachtet werden kann, versteht sich von selbst.
  • Wenn es darum geht, mehr Unterricht in MINT-Fächern zu ermöglichen, also mehr Lehrer einzustellen, ist dies Aufgabe des Landes. Hier könnten die schulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen im Landtag hilfreich sein.
  • Wenn wir in einem Sofortprogramm bald etwas verbessern möchten, fragen wir doch die, die es am besten wissen: die Schulleitungen und die engagierten Lehrer!

Endlich! Die SPD gründet die Rentenkommission!

Heute am 2.12.18 war Sebastian Hartmann, der Vorsitzende der NRW SPD zu Gast beim Seniorenfrühstück, das Ulli Knab, Vorsitzender der AG 60+ in Troisdorf organisiert hatte.

Viele Genossen waren der Einladung gefolgt, nicht nur Personen aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

In seiner Rede forderte Sebastian Hartmann von der SPD klare Antworten auf die Fragen der Bürger, gleichzeitig fand er aber auch aufmunternde Worte. Er zeigte sich optimistisch, dass die SPD wieder punkten könne, wenn sie sich klarer vom politischen Gegner abgrenze. In der folgenden Fragerunde wurden viele Themen angesprochen wie Dieselskandal, Pflegenotstand, Veränderung der Arbeitswelt durch Digitalisierung u.v.m..

Ich stellte ihm die Frage, wo denn die Rentenkommission von der Bundes-SPD bleibe, da es ein unhaltbarer Zustand sei, dass ein Jahr nach dem Bundesparteitag in Berlin alle Anträge, die sich mit Rente beschäftigten, in eine Kommission verwiesen wurden, aber jetzt unbearbeitet in der Schublade lägen. Die Antwort war überraschend: Die Kommission sei gegründet und er sei Mitglied. Das war wirklich ein Adventsgeschenk! Diese Kommission muss jetzt die SPD-Position zur Rente klären. Es gilt, die vielen Anregungen und Beschlüsse der Basis zu prüfen und ein Konzept zu erarbeiten, das die gesetzliche Rente stärkt und zukunftsfest macht, so dass Altersarmut eingedämmt werden kann. Wir bleiben dran an diesem Thema!

Europa-Russland: Frauen für den offenen Dialog

Am 25./26.11.18 fand in Köln das erste russisch-deutsche Frauentreffen mit dem Titel: „Europa-Russland. Frauen für den offenen Dialog“ statt. Initiatorin auf russischer Seite war die Sozialdemokratische Union der Frauen Russlands, die Vertretungen in 51 Regionen Russlands hat. Zu dem Treffen waren 20 russische Frauen angereist, die in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aktiv sind; es waren sowohl Bürgermeisterinnen, Stadtverordnete als auch Professorinnen und Geschäftsfrauen vertreten.

Am 26.11.18 gab es ein Treffen im Kölner Business-Club Rotonda. Zu den russischen Gästen gesellten sich Frauen mit deutsch-russischen Wurzeln, die beim Übersetzen halfen, sowie deutsche Frauen.

Zu Beginn begrüßten die beiden Organisatorinnen auf deutscher Seite, Frau Christina Röttgers und Frau Marina Schneider, die anwesenden Frauen und betonten die Besonderheit des Treffens. Dann stellte Frau Röttgers die kulturellen Unterschiede zwischen Russland und Deutschland heraus, wobei sie besonders zwei Dimensionen hervorhob: Machtdistanz und Individualismus. In beidem unterscheiden sich Russland und Deutschland erheblich, während in Russland die ungleiche Verteilung von Macht eher akzeptiert wird als in Deutschland, legt man in Russland mehr Wert auf die Gruppe als auf das Individuum.

Es folgten Vorträge über die Sozialdemokratische Union der Frauen Russlands, die ein Teil der Partei Gerechtes Russland (Just Russia) ist. In der Staatsduma hat diese Partei nur 23 Sitze (von 450). Weitere Vorträge beschäftigten sich mit Frauen in der Wirtschaft und mit Migrationsprozessen.

An Gruppentischen wurden dann die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frauen in der russischen Politik und Gesellschaft diskutiert. Es kamen z.B. die Unterschiede in der öffentlichen Kinderbetreuung, der staatlichen Reaktion auf Migrationsprozesse und der Rolle der Frauen in der Gesellschaft zur Sprache.

Nach Imbiss und Foto klang die Veranstaltung mit dem Austausch von Geschenken aus. Diese Gespräche waren ein erster Aufschlag, um sich über die verschiedenen Lebenswelten auszutauschen. Nachfolgeveranstaltungen in Kaliningrad und Deutschland sind in Planung.

Mich hat besonders gefreut, dass ich eine ehemalige Schülerin wiedertraf, die sich als Übersetzerin einbrachte. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Rückblick und Ausblick – die AG 60+ der Hürther SPD präsentiert sich (Erweiterung)

Die AG 60+ der Hürther SPD stellt ihr Programm für 2019 vor.
(wegen des großen Zuspruchs gibt es einige Änderungen)

Am 21.11.18 stellte die AG 60+ der Hürth SPD ihr Jahresprogramm für 2019 vor. 60 Personen waren der Einladung in die Gaststätte Zur Deutschen Ecke in Berrenrath gefolgt, der Saal war fast zu klein.

Zu Beginn gab Margit Reisewitz einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen zum Wohnen, zur Rente, zur Sicherheit  und dem Ehrenamt sowie der Mehrtagesfahrt nach Magdeburg.

Danach erläuterte Lothar Lax die Ziele, die nächstes Jahr angesteuert werden sollen.Wir haben wegen der großen Nachfrage nun zwei Termine

  • Die Fahrten beginnen am 10.4.19 mit einer Tagestour zum Von-der –Heydt-Museum in Wuppertal. Wegen Umbauarbeiten im Museum haben wir einen geänderten Termin. Wir fahren am Di., 07.05.2019
  • Am 17.5.19 können der Chemiepark Knapsack und das Ersatzbrennstoffkraftwerk besichtigt werden,
  • dann geht es am Mi 12.6.19 und am  Do 13.6.19 zur Gartenparkanlage nach Appeltern/NL. Wir haben wegen der großen Nachfrage nun zwei Termine.
  • Am 2.7.19 folgt eine Schiffsstour auf dem Rursee mit Besuch in Einruhr und Monschau. Durch einen kleinen Zusatzbus können mehr Menschen mitfahren.
  • Abgerundet wird das Programm mit der Fahrt nach Bochum zum Bergbaumuseum am 7.9.19.
  • Am  28.11.2019  besuchen wir außerdem den Weihnachtsmarkt in Hattingen.  Der Fahrpreis beträgt 20,00 €

Die AG 60+ wird auch Info-Veranstaltungen machen;

  • am 14.3.19 wird Wilbert Gregor von der Gewerkschaft Verdi Fragen zum Übergang von der Erwerbsarbeit in den Ruhestand erörtern.
  • Außerdem ist eine Veranstaltung zur gesetzlichen Rente mit Dr. Tim Köhler-Rama geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Mehr Sicherheit durch Ordnungspartnerschaften- leider nicht mit CDU und den Grünen

Am 2.11.18 stellte die SPD-Keistagsfraktion, vertreten durch Dierk Timm und Hans Krings, ihr Konzept für flächendeckende Ordnungspartnerschaften vor. Es handelt sich hierbei um den Vorschlag, die Ordnungsdienste der Städte durch zusätzliches Personal zu stärken, das zur Hälfte vom Kreis finanziert wird. Diese neuen Mitarbeiter sollen in dreimonatigen Schulungen auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, soll es eine einheitliche Dienstkleidung und Fahrzeuge geben. Die Kosten sollen 2019 bei 800 000, in den Folgejahren bei 1,6 Mio Euro liegen. Geplant sind eine Intensivierung der Außendiensttätigkeit der Ordnungsämter sowie gemeinsame Schwerpunktaktionen mit der Kreispolizeibehörde.

v.l.n.r.: Hans Günter Eilenberger (Frechen), Hans Krings, Margit Reisewitz (Hürth), Andreas Lipp (Kerpen), Dierk Timm und Dieter Freytag (Brühl).

Als Vorbild für diese Vorschläge dient die Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen im Oberbergischen Kreis, die es seit Sommer 2017 gibt und an der sich bisher 12 Städte und Gemeinden beteiligen.

Beim Pressetermin am 2.11.18 in Brühl machte Bürgermeister Dieter Freytag deutlich, dass der verstärkte Einsatz des Ordnungsdienstes Probleme auf dem Balthasar-Neumann-Platz beseitigt hat. Für Hürth könnte durch die verstärkte Zusammenarbeit von Ordungsdienst und Polizei das Problem der Geschwindigkeitsküberschreitungen auf der Hans-Böckler-Straße beseitigt werden.

Der Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zum Sicherheitsbündnis wurde am 7.11.18 in den Ausschuss für Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz eingebracht. Jedoch wurde trotz gegenteiliger Informationen im Vorfeld des Ausschusses die Zuständigkeit des Gremiums angezweifelt, so dass der Antrag in den Kreisausschuss geschoben wurde und in den Haushaltsberatungen diskutiert werden soll. Ein durchsichtiges Manöver der Kreistagsmehrheit, die sich nicht dazu durchringen kann, den guten Vorschlag der SPD positiv aufzunehmen. Also bleibt erst einmal alles beim alten? Das Thema ist noch nicht vom Tisch.

Nachtrag: Leider war das Mehrheitsbündnis im Kreis nicht bereit, die gute Idee der SPD aufzunehmen, der Vorschlag wurde in den Haushaltsberatungen abgelehnt. Soviel zu den Beteuerungen der Jamaika-Koalition, die Sicherheit der Bürger liege ihnen am Herzen. Wir sind gespannt, wann unser Vorschlag von den Koalitionären als ihr eigener ausgegeben wird. .

Lothar Binding in Bonn

Am 19.10.18 war der Bundesvorsitzende der AG 60+ der SPD, Lothar Binding, in Bonn. Eingeladen hatte ihn der Vorsitzende der AG 60+ des Unterbezirks Bonn, Manfred Jastrzemski. Er wollte einen Austausch in Gang bringen, der verschiedene Themen, wie Rente, Altersdiskriminierung, aber auch Verbesserung der innerparteilichen Kommunikation und nicht zuletzt die Erneuerung der Partei zum Inhalt hatte.

Der Zuspruch zu der Veranstaltung war so groß, dass der Raum im Rathaus Bonn-Beuel zu klein war.

Das Spektrum der Themen, die Lothar ansprach, war breit. Es umfasste Themen aus Wirtschafts-,  Außen- und Sozialpolitik.

Er konnte komplexe Sachverhalte wie z.B. die nachgelagerte Besteuerung von Renten anschaulich erklären und manches griffig formulieren:

„Du kannst nicht lange reich sein, wenn dein Nachbar arm ist.“ So warb er für eine gute Zusammenarbeit in Europa.

Die krasse Ungleichheit in der Bezahlung von Arbeitern und Managern könne die Demokratie gefährden. Hier kam wieder Lothars berühmter Zollstock zur Anwendung, der die Unterschiede anschaulich machte.

Die Zuhörer stellten viele verschiedene Fragen. Leider war die Zeit zu kurz, sie alle ausführlich zu beantworten. Viele komplizierte Sachverhalte konnten nur angerissen werden, weil sie im Zeitraffer dargestellt werden mussten.

Wir sollten in Kontakt bleiben und ihn bei der Forderung unterstützen, die angekündigte Programmkommission zum Thema Rente tatsächlich einzurichten.

Brexit- gesehen aus britischer Perspektive

Unser Besuch in England führte uns nach Bournemouth, wo wir Freunde besuchten. Natürlich war der Brexit auch ein Thema, um so mehr, als am 17. Oktober der EU-Gipfel unmittelbar bevorstand. Seit dem Referendum sind nun mehr als 2 Jahre vergangen, das endgültige Austrittsdatum ist der 29.3.2019 und eine Übereinkunft ist nicht in Sicht.

Wir diskutierten die Haltung der Politiker, es wurde beklagt, dass sie weder aufrichtig noch an Lösungen interessiert seien, die den Bürgern nutzten. Es seien nur Machtspiele. Selbst Gegner des Brexit fühlen sich durch die EU nicht angemessen behandelt, die EU habe das Problem der Einwanderung, unter dem Großbritannien wegen der geringen Sprachbarriere besonders zu leiden gehabt hätte, nicht ernst genug genommen.

Die Situation vor dem EU-Gipfel zeigte Premierministerin May umzingelt von Angriffen: durch ihr eigenes Kabinett, von Befürwortern des Brexit, durch ihren Koalitionspartner DUP und die EU. Das Problem, das unlösbar scheint, ist die Grenze zwischen Nordirland und der Irischen Republik, die seit dem Karfreitags-Abkommen von 1998 offen ist. Sollte sie wegen des Brexits wieder geschlossen werden, könnte der Konflikt zwischen Nordirland und der Irischen Republik wieder aufflammen. Der Vorschlag ist nun, ein Sicherheitsnetz (backstop) einzuführen, bei dem GB in der Zollunion mit der EU bleibt, bis ein Handelsabkommen abgeschlossen ist. Allerdings stößt dies bei den Befürwortern des Brexit (Brexiteers) auf Widerstand.

Kompliziert wird die Lage noch zusätzlich durch den mangelnden Rückhalt für Theresa May im Kabinett. Erwartet wird, dass noch einige Minister das Kabinett verlassen werden. Ihr lautester Gegner ist jedoch David Davies, der frühere Minister für den Brexit, der fordert, man solle die 39 Md Pfund, die GB an die EU zahlen soll, als Pfand für bessere Bedingungen nehmen, damit man nicht die Katze im Sack (pig in a poke) kaufen müsse. Viele Beobachter glauben, dass Theresa Mays Tage als Premierministerin gezählt sind.

Über zwei Jahre nach dem Referendum ist GB tief gespalten. Eine Umfrage der Gruppe „Hope not Hate“ in diesem Sommer ergab, dass es nicht nur klare geographische Unterschiede zwischen Pro Brexit (Leave voters) und Gegnern des Brexit (Remain voters) gibt, sondern auch in den Einstellungen gegenüber dem Islam, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Zukunft im allgemeinen. Während viele Bewohner wirtschaftlich schwacher Gegenden sich vom Brexit eine bessere Zukunft versprechen, sehen Remain-Wähler die Zukunft eher pessimistisch. Umgekehrt ist es bei der Haltung zum Islam, den über 50% der Leave-Wähler als Bedrohung für GB sehen.

Der EU-Gipfel vom 17.10.18 brachte keinen Fortschritt. Es sieht jetzt eher so aus, dass der geplante Gipfel im November ausfällt und Großbritannien auf einen harten Brexit zusteuert. Dies ist sicherlich die schlechteste Lösung für alle Beteiligten.

Rente muss für ein gutes Leben reichen

Dies war der Titel der Info-Veranstaltung, zu der der DGB Düsseldorf/Bergisch Land am 11. Oktober 2018 eingeladen hatte. Hochrangige DGB-Vertreterinnen diskutierten sowohl mit Experten wie der Professorin Dr. Engelen-Kefer und dem Referatsleiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts, Dr. Florian Blank, als auch mit Vertreterinnen der jungen Generation, Ramona Hein, Hotelfachfrau und Lena Herrmann, die bei Mercedes beschäftigt ist.

In den Vorträgen wurde deutlich, dass die Situation der Rentnerinnen und Rentner in NRW regional sehr unterschiedlich ist; die höchste Rente in NRW gab es 2015 für männliche Neurentner in Bottrop mit durchschnittlich 1219 Euro, dicht gefolgt vom Rhein-Erft-Kreis mit 1216 Euro. Schlusslichter bilden Düsseldorf mit 945 und Bonn mit 904 Euro. (DGB Rentenreport 2017, S. 6)

Bei Frauen liegen die Düsseldorferinnen mit 690 Euro an der Spitze, Schlusslicht sind die Gelsenkirchenerinnen mit 474 Euro. Bedenklich ist der Anstieg der Altersarmut. Eine wachsende Zahl von Menschen ist auf Grundsicherung angewiesen, weil die Rente nicht zum Leben reicht. 2015 waren dies in NRW über 267 000 Menschen, 7% mehr als 2013.

Besonders betroffen davon sind Frauen, die im Niedriglohnsektor arbeiten; 25% der Arbeitenden können keine Rente aufbauen ,weil sie nicht in die Rentenkasse einzahlen. Für diese Gruppe ist aber die gesetzliche Rente besonders wichtig.Hieraus leitet der DGB Forderungen an die Rentenkommission ab:

  • Die Absenkungsfaktoren müssen verschwinden
    (Riesterfaktor, Nachhaltigkeitsfaktor)
  •  Riesterförderung für Neuverträge muss gestoppt werden
  • Alle Erwerbstätigen (Selbstständige, Beamte) sollen einbezogen werden
  • Erwerbsminderungsrenten sollen auch für Bestandsrentner erhöht werden
  • Die Rente soll in Zukunft nur noch ein Einsäulenmodell sein
  • Die Mütterrente soll aus Steuermitteln bezahlt werden.

Eine Forderung lautet auch, dass diejenigen die lange gearbeitet, aber wenig verdient haben, Freibeträge bekommen sollen, so dass sie oberhalb der Armutsgrenze sind.

Hochinteressant war, dass in Österreich, das durchaus vergleichbar ist mit Deutschland, eine durchschnittliche Rente für Männer von 1820 Euro und für Frauen von 1220 Euro gezahlt wird. In Österreich ist es geglückt, den Sozialstaat zu stärken bei einem Beitragssatz von ca. 22%, ohne dass die Wirtschaft zusammengebrochen ist.

Die Podiumsdiskussion ergab, dass sich Jüngere durchaus Sorgen um ihre Rente machen. Auch die Zuschauer diskutierten mit und unterstützten die Forderungen des DGB und der Experten. Wichtig ist es nun, diese Forderungen an die Rentenkommission in Berlin heranzutragen.

Lernen in der Natur – Grünes Klassenzimmer im Burgpark

Am 4.10.18 wurde das Grüne Klassenzimmer im Burgpark Hermülheim eingeweiht, ein Projekt mit langem Vorlauf, das den Baumlehrpfad von 2014 ergänzt. Auf diesem Lehrpfad können 28 verschiedene Baumarten des Burgparks mit Hilfe eines QR-Codes identifiziert und ihre Beschreibungen auf dem Smartphone abgerufen werden.

Federführend bei beiden Projekten war Herr Thomas Knechten, stellv. Leiter des Ernst-Mach-Gymnasiums, der von vielen Seiten unterstützt wurde, z.B.durch den BUND, die Stadtwerke, die Lokale Agenda Hürth sowie Sponsoren.

Das Grüne Klassenzimmer ist zwar vom EMG eingerichtet worden und wurde gleich von der 5a getestet, es steht aber allen Schulen offen, die ihre Klassenzimmer verlassen und im Park unterrichten wollen.

Kinderschutzbund Hürth feiert 25jähriges Bestehen

Ein Vierteljahrhundert gibt es den Kinderschutzbund in Hürth. Dies wurde in der Musikschule Auftakt gefeiert mit buntem Programm für Kinder und musikalischen Beiträgen des Orchesters der Musikschule. Heinz Hilgers, der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, gratulierte Karolin Königsfeld, die Gründerin und Vorsitzende ist, zu ihrer erfolgreichen Arbeit. (Bild oben)

Der Kinderschutzbund Hürth hat viele Projekte zum Wohl von Kindern und Familien angestoßen, die Armutsprävention und Bildungs- und Teilhabeförderung zum Inhalt haben. Leseförderung an der Milos-Sovak-Schule gehört seit Jahren dazu; seit Anfang diesen Jahres hat der Leseclub Fridolin an der Deutschherrenschule den Kinderschutzbund als Bündnispartner. Durch die enge Vernetzung mit dem Jugendamt kann der Kinderschutzbund besonders erfolgeiche Arbeit leisten.

Wir gratulieren dem Kinderschutzbund Hürth zu seinen vielfältigen, sehr guten Projekten und sagen auch für die Zukunft unsere Unterstützung zu.