Senioren besuchten das Bergbaumuseum

Die AG 60+ der Hürth SPD besuchte das Bergbaumuseum in Bochum. Die Gruppe von 27 Personen wurde am Eingang von zwei ehemaligen Bergleuten in weißer Kluft empfangen. Mit dem Seilfahrtsimulator ging es 20 Meter in die Tiefe, aber es wurde das Gefühl vermittelt, 1200 Meter tief mit einem Förderkorb zu fahren.

Untertage gibt es ein Streckennetz von 2,5 km, wo die Besucher durch niedrige Gänge (Strebe) gehen können, die mit Holzbohlen verkleidet sind. Die Strebe sind gesäumt von Loren mit Elektroloks, mächtige Maschinen zeigen die Entwicklung des Steinkohlebergbaus von der schälenden Gewinnung der Kohle über die schneidende Gewinnung bis zum Schildausbau auf 400 m langen Streben.

Auch wenn am Schluss der Kohlegewinnung die Kohle nicht mehr von Hand abgebaut werden musste, weil Maschinen eingesetzt werden konnten, so war und blieb der Beruf des Bergmanns schwer und ungesund.

Die große Hitze untertage, Staub, Dunkelheit, Lärm und die ständige Gefahr von Unfällen machten den Hauern zu schaffen und verkürzten die Lebenserwartung.

Sehr interessant war die Dahlbusch-Bombe, mit der 1955 drei verschüttete Bergleute gerettet wurden. Auch 1963 wurde die Dahlbusch-Bombe beim „Wunder von Lengede“ eingesetzt, so dass 11 Menschenleben gerettet werden konnten.

Vom Anschauungsbergwerk untertage ging es mit dem Aufzug 50 Meter hoch auf den Förderturm, von wo aus man einen weiten Blick auf das Ruhrgebiet hat.

Die Ausstellung zur Geschichte der Kohle zeigt die Entwicklung von der Entstehung vor 300 Millionen Jahren über die Rolle der Industrialisierung bis zum Zechensterben und dem Ende der Kohleförderung im Jahr 2018.

Gebrochene Versprechen begleiteten den Strukturwandel im Ruhrgebiet- wie wird der Strukturwandel im Rheinischen Revier verlaufen?

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