Neue Leitungen in Stadtbücherei und Musikschule

Die neuen Leitungen von Musikschule und Stadtbücherei stellten sich vor

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder (KSB) stellten sich am 5.6.19 die neuen Leitungen der Stadtbücherei, Frau Barbara Hoevels, und der Musikschule, Herr Thorsten Roth, vor, weil die SPD darum gebeten hatte.

Herr Roth ist ausgebildeter Kapellmeister, er hat bereits Musikschulen in Nördlingen und Kloten geleitet. Zu Beginn seines Vortrages erläuterte er, dass die Josef-Metternich-Musikschule rund 1800 Schülerinnen und Schüler habe, davon ungefähr 200 in Zusammenarbeit mit dem Förderverein. Er dankte dem Förderverein für seine Arbeit. Dann beschrieb er seine Vorstellungen zum Unterricht. Er legt besonderes Gewicht darauf, die Freude am Musizieren zu vermitteln, da für ihn Musik zur Persönlichkeitsbildung gehört. Dabei sieht er aber auch, welche Bedeutung das Vorspielen für die musikalische und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hat. Er will nicht nur Einzelunterricht, sondern auch das Musizieren in Ensembles weiter fördern.

Er wird die Projekte weiter fortführen, für die bereits Mittel bewilligt sind. Eine Wiederaufnahme des Musicalprojektes an der DHS sieht er frühestens im Herbst 2020.

Die neue Leiterin der Stadtbücherei, Frau Hoevels, die vorher Leiterin der Stadtbücherei in Burscheid war, stellte zu Beginn die Herausforderungen von Büchereien im allgemeinen dar. Sie nannte Stichworte wie Dritte Orte, Open Library, Bücherei als Lernort. Für uns in Hürth ist nur der letzte Aspekt von Bedeutung, die Bücherei als Lernort funktioniert, besonders für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.

Das Selbstverbuchungssystem (RFID) soll ab Juli 2019 zum Einsatz kommen. Die Etikettierung und Erfassung sind abgeschlossen. Entgegen den ursprünglichen Plänen wird der Rückgabeautomat im Vorraum der Bücherei stehen, dafür sind noch bauliche Veränderungen nötig. Die Umstellung erfordert von Nutzern und Personal Eingewöhnungszeit.

Es ist unsicher, ob es wieder einen Sommerleseclub für Schülerinnen und Schüler geben wird, aber eine Schließung der Bücherei wie im letzten Sommer ist nicht vorgesehen. Für Werbeaktionen ist ein Flyer angedacht, da es die geplante Werbeaktion des Kreises nicht gegeben hat.

Als Fazit der beiden Vorträge ist festzuhalten, dass der Betrieb in beiden Einrichtungen jetzt wieder normal verlaufen kann. Denn es muss gesagt werden, dass die Stadtverwaltung die Neubesetzung lange hinausgezögert hat, so dass der Übergang holprig verlief. Im Fall der Stadtbücherei musste erstmalig 3 Wochen im Sommer geschlossen werden, in einer Zeit, die bevorzugt fürs Lesen genutzt werden kann.

Im Fall der Musikschule war es noch schlimmer: Die Stelle des Musikschulleiters blieb zweieinhalb Monate unbesetzt. Gleichzeitig ging die langjährige Sekretärin in Ruhestand, so dass kein erfahrener Ansprechpartner vorhanden war und keine geordnete Übergabe erfolgen konnte. Diese Politik wird zu Ungunsten der Nutzer und auf dem Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen, die diese Defizite ausgleichen müssen. Auf diese Weise hat Herr Roth bereits jetzt 100 Überstunden angehäuft.
Und für die Stadtkasse sind auch Einnahmeausfälle zu befürchten. Manche Anmeldung zum Musikunterricht dürfte unterblieben sein, weil das Büro nicht besetzt war, oder wurde zurückgezogen, weil keine zeitnahe Bestätigung erfolgte.

Es ist zu hoffen, dass sich die Situation bald beruhigt und die gute Arbeit von Stadtbücherei und Musikschule weitergeführt wird.

Wir wünschen beiden Leitungen alles Gute, eine glückliche Hand in ihren Entscheidungen mit Impulsen für die Zukunft.

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