MINT-Förderung in Hürth ja! – Aber richtig!

Der Bürgermeister gibt allzu oft Studien in Auftrag, die nicht die erwartete Qualtität haben.
Z.B. enthielt die Organisationsuntersuchung von Rödl & Partner 2017 erhebliche fachliche Mängel, die auch heute noch die Arbeit erschweren. Ein Schulentwicklungsplan war so mangelhaft, dass er nicht verabschiedet werden konnte. Und nun möchte er ein Gutachten in Auftrag geben, „ob und wie mehr mathematisch-naturwissenschaftlicher Unterricht vermittelt werden kann“.

Was passiert in den Schulen in Sachen MINT-Förderung in den nächsten ein bis zwei Jahren durch diesen Auftrag? – Nichts!
Erst danach könnten weitere Ausgaben positive Wirkungen erzielen. Und wenn dieses Gutachten Rödl-Qualität haben sollte, sind Zeit und ungefähr 50.000 Euro verloren.

Wer sich auf den Homepages unserer Schulen umsieht, wird erfreut sein, was sich bei uns im MINT-Bereich tut.

Wir haben hier viele engagierte, kompetente Lehrer, die ihre Schüler kennen, die wissen, über welche Ressourcen sie verfügen und welche fehlen. Und Sie kennen Methoden und Ressourcen, die erfolgreicher sind als üblich.

Z.B. wurde die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ vom Ernst-Mach-Gymnasium nach Hürth geholt, ein Zeichen, dass die langjährigen, viel versprechenden Ideen von Prof. Beutelspacher aus Gießen sehr wohl bekannt sind. (mehr dazu)

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ist Mitglied im MINT-EC-Netzwerk (mehr darüber hier)

Und die Liste der Kooperationspartner unserer Hauptschule liest sich wie das „who is who“ der Hürther Wirtschaft. Und sogar das Institut für Chemie und Didaktik der Universität zu Köln unterstützt die Schule mit dem Besuch des Schülerlabors Elke sowie mit Lehr-Lernforschung.  (mehr)

Die SPD hatte im Schulausschuss gefordert, in einem Sofortprogramm die Schulen zu fördern. Dafür gab es im Ausschuss leider keine Mehrheit.

Wir freuen uns, dass der Bürgermeister etwas für die MINT-Fächer tun möchte! Das sinnvollere Vorgehen ist aber sicher folgendes:

  • Wenn ein Gutachten in Auftrag geben werden soll, dann nicht unter der falschen Flagge „MINT“. Zunächst sollte der Schulentwicklungsplan verabschiedungsreif gemacht werden. Dass dabei auch MINT betrachtet werden kann, versteht sich von selbst.
  • Wenn es darum geht, mehr Unterricht in MINT-Fächern zu ermöglichen, also mehr Lehrer einzustellen, ist dies Aufgabe des Landes. Hier könnten die schulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen im Landtag hilfreich sein.
  • Wenn wir in einem Sofortprogramm bald etwas verbessern möchten, fragen wir doch die, die es am besten wissen: die Schulleitungen und die engagierten Lehrer!

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