«Tag der älteren Generation» im Rudi-Tonn-Altenzentrum

Politik darf sich nicht auf ehrenamtlichem Engagement der Bevölkerung ausruhen“

SPD-AG 60+ macht beim «Tag der älteren Generation» im Rudi-Tonn-Altenzentrum auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren aufmerksam.

Der «Tag der älteren Generation» wurde 1991 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um explizit auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren aufmerksam zu machen. Auf Initiative der SPD-AG 60+ wurde der Aktionstag 2016 erstmals in Hürth mit einem festlichen Programm begangen. Unter dem Motto «Wer bin ich? Was macht mich aus?» lud die SPD-AG 60+ am 1. Oktober 2017 erneut ins Rudi-Tonn-Altenzentrum zu einem bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Bei einem vielseitigen Mitmachprogramm gab es darüber hinaus ein breites Informationsangebot über ein selbstbestimmtes, aktives Leben im Alter.

Den Idealen Rudi Tonns verpflichtet

Das Organisationsteam begrüßt die zahlreichen Gäste

Sonja Mourchid, Koordinatorin Soziale Betreuung des Rudi-Tonn-Altenzentrums, begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die zahlreich erschienenen Gäste sowie Margit Reisewitz, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, Stephan Renner, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hürth, sowie Günter Reiners, Zweiter Stellvertretender Bürgermeister in Hürth. Auch Margit Reisewitz hieß als Organisatorin des Aktionstages die Anwesenden willkommen und leitete zum ersten Kulturbeitrag über.

Maurice Luther erfreut die menschen mit «Tico-Tico no Fubá»

Maurice Luther, der sein Freiwilliges Soziales Jahr im Altenzentrum macht, interpretierte auf der Geige mit «Tico-Tico no Fubá» einen der bekanntesten Choros des brasilianischen Komponisten Zequinha de Abreu, bevor Stephan Renner in seinem Redebeitrag das Engagement der SPD-AG 60+ und ihren leidenschaftlichen Einsatz für gesellschaftlich relevante Themen lobte. Renner unterstrich darüber hinaus, dass der Arbeitskreis mit seiner Tätigkeit den Idealen des Namensgebers des Altenzentrums Rudi Tonn verpflichtet sei.

Weiter ging es mit einem kleinen Konzert des Veeh-Harfen-Ensembles des Rudi-Tonn-Altenzentrums, das mit traditionellem Liedgut für Stimmung sorgte. Einen nachdenklichen Beitrag lieferte im Anschluss Irene Grentz, die sich Gedanken darüber machte, wie Sprache alte Menschen diskriminiert und ihnen Selbstbestimmung absprechen kann. Den Höhepunkt des Programms aber bildete das stimmungsvolle Mitsing-Konzert, das Peter Strang den Gästen mit seinem Akkordeon lieferte. Lieder wie «Hoch auf dem gelben Wagen», «Tulpen aus Amsterdam», aber auch «Heimweh noh Kölle» brachten die Bewohner des Altenzentrums zum Mitsingen und Schunkeln. Mutige wagten sogar ein paar Tanzschritte.

„Ohne Senioren wäre vieles nicht möglich.“

Nach diesem musikalischen Beitrag hatten Bewohner und Gäste Zeit dazu, sich angeregt miteinander zu unterhalten und an den Infoständen das breite Angebot kennenzulernen, das Parteien und Organisationen wie das Netzwerk Löwenzahn e. V und der Freundeskreis des Rudi-Tonn-Altenzentrums e. V auf Menschen der älteren Generation zugeschnitten haben. Margit Reisewitz äußerte sich nach dem Aktionstag zufrieden über das gelungene Programm und den großen Zuspruch: „Die SPD-AG 60+ und unsere vielen Helferinnen und Helfer haben mit der Organisation des Programms heute einen Beitrag dazu geleistet, dass in Einrichtungen wie dem Rudi-Tonn-Altenzentrum Angebote gemacht werden, die Senioren dabei helfen, sich zu entfalten und selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt zu leben. Ich habe gerade mit einer Dame gesprochen, die sich heute für die Veeh-Harfen begeistert und wohl ein neues Hobby gefunden hat. Und Besucher des Rudi-Tonn-Altenzentrums haben mir versichert, dass sie sich in Zukunft ehrenamtlich in diesem Haus engagieren möchten. In einer Zeit, in der Politik und Gesellschaft die Bedürfnisse älterer Menschen vernachlässigen, ist das ehrenamtliche Engagement umso wichtiger. Wir finden aber, dass sich die Politik nicht auf dem ehrenamtlichen Engagement der Bevölkerung ausruhen darf. Politik muss handeln, sich auf die Bedürfnisse von Senioren ausrichten und erkennen, dass alte Menschen keine Last sind, sondern unsere Gesellschaft mit ihrer Erfahrung, ihren Begabungen und ihrem Engagement nachhaltig stützen und bereichern. Deshalb verdienen sie auch unsere Wertschätzung und Anerkennung.“

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