Serviceverbesserung für die Stadtbücherei?

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder wurde am 27.9.17 wieder das Thema RFID –Einsatz (Radio Frequency Identification) in der Stadtbücherei vorgestellt. (Mehr über RFID-Einsatz in Bibliotheken finden Sie hier)

Erfreulich ist, dass die Unterlagen diesmal qualifizierter waren als die von der Firma Rödl&Partner.

Das bedeutet aber auch, dass die fehlerhafte Kostenschätzung von Rödl&Partner über 40.000 Euro ersetzt werden muss durch die realistischere Annahme von 100.000 Euro zzgl. Bau- und Verkabelungskosten.

Wenn sich durch die Umstellung auf RFID eine Serviceverbesserung einstellt und noch Mittel beim Land verfügbar sind, können evtl. die Kosten (außer Bau- und Verkabelungskosten) mit 60% gefördert werden.

  • Wenn die Stapelverbuchung funktioniert, erhöht das die Effizienz und verringert damit Wartezeiten.
  • Wenn über die Selbstverbuchung die Arbeit auf die Kunden verlagert wird, bedeutet es aber eine Serviceverschlechterung.
  • Eine echte Serviceverbesserung stellt sich aber nur ein, wenn eine Rückgabe außerhalb der geringen Öffnungszeiten der Stadtbücherei möglich ist und damit Bücher eher für andere Leser verfügbar werden und die Benutzer Strafzahlungen für Überziehung der Ausleihzeit vermeiden können.

Kostensenkungen dürften sich aber nicht einstellen. Die Annahme, dass der Ausleihbetrieb nach einer Einführungszeit von einem Jahr weitgehend ohne Personal möglich ist, halten wir für unrealistisch. Es wird immer Kinder, neue Leser und auch weniger computergewohnte Menschen geben, die die Hilfe der Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei benötigen

Wir begrüßen aber das klare Bekenntnis der CDU zu unserer Stadtbücherei. Sie sind anscheinend willens für die Modernisierung Geld auszugeben, auch wenn dies kein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung ist.

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