SPD-AG 60+ lädt ein zum ersten «Tag der älteren Generation» in Hürth

Auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren macht seit 1991 der von den Vereinten Nationen ausgerufene «Tag der älteren Generation» aufmerksam. Am 1. Oktober 2016 wurde der Aktionstag erstmals auch in Hürth begangen: Die SPD-AG 60+ hatte unter dem Motto «Egal ob fit, am Stock, mit dem Rollator oder im Rollstuhl» zu einem bunten Nachmittag in das Rudi-Tonn-Altenzentrum eingeladen. Boris Hammerschmitt, Leiter des Altenzentrums, begrüßte zu Anfang der Veranstaltung die zahlreich erschienenen Gäste und dankte Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, für die Initiative.

Mreisewitz

Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft

Reisewitz hieß Bewohner und Gäste willkommen, begrüßte den Ehrengast Dierk Timm, Stellvertretender Vorsitzender der Rhein-Erft SPD, und ging auf die Bedeutung des Gedenktages ein: Gerade im Alter, wenn berufliche und familiäre Verpflichtungen sich veränderten, beginne für die meisten Menschen eine neue Lebensetappe mit vielen Chancen. Dass jeder auch im Alter die Möglichkeit zu einem Neu-Anfang habe, darauf wolle der Aktionstag hinweisen. Daran schloss Dierk Timm an und bezeichnete die Senioren als „Zeit-Reiche“, die mit ihrem oft selbstlosen, ehrenamtlichen Engagement entscheidend zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitrügen. Der Vorsitzende des Fördervereins des Rudi-Tonn-Altenzentrums unterstrich in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, konkrete Angebote für Senioren zu machen und wies auf die Rolle von Spenden hin. .

Kölsches «Dornröschen»
Das Rahmenprogramm des Nachmittags begann mit einem kleinen Konzert des Veeh-Harfen-Ensembles des Rudi-Tonn-Altenzentrums (Bild oben), das mit altbekanntem Liedgut für Stimmung sorgte. Eveline Dächer, die spät eine Karriere als Autorin startete, trug Kostproben ihrer Gedichte vor und appellierte an die Anwesenden, im Alter kreativ zu werden. Auch Senioren könnten ein Studium anfangen, in einen Chor eintreten, sich der Fotografie widmen oder einfach zu schreiben beginnen.

 

Publikum

Das Publikum hat große Freude beim Vortrag von Grete Schäning

Mit einem urkölschen „Tach zesamme“ begrüßte Grete Schäning das Publikum. Die Mundart-Autorin engagiert sich seit fünf Jahren bei den Lesefreunden Hürth und wurde für ihre Tätigkeit mit dem Kulturpreis der Stadt Hürth ausgezeichnet. Schäning begeisterte mit Mutterwitz und ihrer kölschen Fassung des bekannten Märchens «Dornröschen».

Das Musikensemble der Familie Henkel animierte mit Evergreens wie «Wenn auch die Jahre enteilen» das Publikum zum Mitsingen.

Familie_Henkel

Danach hatten Bewohner und Gäste an Mitmachstationen Zeit dazu, sich bei Kaffee und Kuchen mit diversen Aktivitäten vertraut zu machen. Angeboten wurden die Themen Kultur, Sport, Spiel, Politik, Kreatives, Computer und Leseförderung. Vor allem die diversen Info-Broschüren sowie die Veeh-Harfen, die auch ohne musikalische Vorkenntnisse rasche Erfolgserlebnisse ermöglichen, sorgten für reges Interesse.

 

„Selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt leben“

Im Anschluss an die Veranstaltung freute sich Margit Reisewitz über das gelungene Programm und den großen Zuspruch für den Hürther «Tag der älteren Generation»: „Alte Menschen werden viel zu oft diskriminiert. Ihre Bedürfnisse und Rechte werden nicht selten mit Füßen getreten. Umso wichtiger ist es, dass in Einrichtungen wie dem Rudi-Tonn-Altenzentrum Angebote gemacht werden, die den Senioren dabei helfen, selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt zu leben.Ein kleiner Beitrag ist dieser Nachmittag, dessen Erlös über den Förderverein  dem Rudi-Tonn-Haus zugute kommt“, unterstrich Reisewitz. „Aber auch in Politik und Gesellschaft braucht es einen neuen Blick auf die Möglichkeiten, die das Alter bietet. Deswegen wollen wir deutlich machen, dass alte Menschen keine Belastung sind, sondern uns alle mit ihren Kompetenzen bereichern. Nur gemeinsam können wir für eine lebens- und liebenswerte Gesellschaft sorgen“, so Reisewitz weiter.

 

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