AG 60+ in Brüssel

 Der Höhepunkt des Fahrtenprogramms der AG 60+ der HürthSPD war die diesjährige Fahrt nach Brüssel vom 13.-15. Oktober.

Zuerst ging es nach Waterloo, dem Ort der berühmten Schlacht, die Napoleon die Macht kostete und Europa veränderte. Im beeindruckenden 3D-Film wurde das Schlachtgetümmel fast körperlich spürbar.

Dann folgte ein Informationsbesuch beim Europäischen Parlament(Bild oben), wo die Gruppe über die Arbeitsweise dieser Brüsseler Institution informiert wurde: 751 Abgeordnete gehören 8 Fraktionen an, 16 Abgeordnete sind fraktionslos, 96 deutsche Abgeordnete vertreten Deutschland in 12 ganz unterschiedlichen Parteien, davon 2 ohne Fraktion.

Skulptur

Beeindruckend: Kunst im Europaparlament

 

Auch die Europäische Kommission wurde besucht, wobei viele Fragen gestellt wurden zur Qualitätssicherung europäischer Projekte, zu der intransparenten Praxis der Förderung oder der Situation nach dem Brexit. Hier war es interessant zu erfahren, dass in der Kommission an verschiedenen Szenarien gearbeitet wird, allerdings soll hierüber offiziell Stillschweigen gewahrt werden.

Gent

Auf der Rückfahrt stand Gent auf dem Programm. Gab es in Brüssel noch zweisprachige Hinweisschilder, so war hier in Flandern nur Niederländisch zu lesen. Der Stadtrundgang ließ die mittelalterliche Geschichte wach werden mit einem Rathaus, das ganz unterschiedliche Baustile vom 15.-20. Jahrhundert vereint, so dass der Eindruck entsteht, es handele sich um verschiedene Gebäude. Es gibt kaum ein Bauwerk, bei dem die Schwankungen der Finanzen in den Epochen so deutlich hervortreten.

Rathaus

Das Rathaus in Gent

SPD-AG 60+ lädt ein zum ersten «Tag der älteren Generation» in Hürth

Auf die Belange und Bedürfnisse von Senioren macht seit 1991 der von den Vereinten Nationen ausgerufene «Tag der älteren Generation» aufmerksam. Am 1. Oktober 2016 wurde der Aktionstag erstmals auch in Hürth begangen: Die SPD-AG 60+ hatte unter dem Motto «Egal ob fit, am Stock, mit dem Rollator oder im Rollstuhl» zu einem bunten Nachmittag in das Rudi-Tonn-Altenzentrum eingeladen. Boris Hammerschmitt, Leiter des Altenzentrums, begrüßte zu Anfang der Veranstaltung die zahlreich erschienenen Gäste und dankte Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, für die Initiative.

Mreisewitz

Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft

Reisewitz hieß Bewohner und Gäste willkommen, begrüßte den Ehrengast Dierk Timm, Stellvertretender Vorsitzender der Rhein-Erft SPD, und ging auf die Bedeutung des Gedenktages ein: Gerade im Alter, wenn berufliche und familiäre Verpflichtungen sich veränderten, beginne für die meisten Menschen eine neue Lebensetappe mit vielen Chancen. Dass jeder auch im Alter die Möglichkeit zu einem Neu-Anfang habe, darauf wolle der Aktionstag hinweisen. Daran schloss Dierk Timm an und bezeichnete die Senioren als „Zeit-Reiche“, die mit ihrem oft selbstlosen, ehrenamtlichen Engagement entscheidend zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitrügen. Der Vorsitzende des Fördervereins des Rudi-Tonn-Altenzentrums unterstrich in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, konkrete Angebote für Senioren zu machen und wies auf die Rolle von Spenden hin. .

Kölsches «Dornröschen»
Das Rahmenprogramm des Nachmittags begann mit einem kleinen Konzert des Veeh-Harfen-Ensembles des Rudi-Tonn-Altenzentrums (Bild oben), das mit altbekanntem Liedgut für Stimmung sorgte. Eveline Dächer, die spät eine Karriere als Autorin startete, trug Kostproben ihrer Gedichte vor und appellierte an die Anwesenden, im Alter kreativ zu werden. Auch Senioren könnten ein Studium anfangen, in einen Chor eintreten, sich der Fotografie widmen oder einfach zu schreiben beginnen.

 

Publikum

Das Publikum hat große Freude beim Vortrag von Grete Schäning

Mit einem urkölschen „Tach zesamme“ begrüßte Grete Schäning das Publikum. Die Mundart-Autorin engagiert sich seit fünf Jahren bei den Lesefreunden Hürth und wurde für ihre Tätigkeit mit dem Kulturpreis der Stadt Hürth ausgezeichnet. Schäning begeisterte mit Mutterwitz und ihrer kölschen Fassung des bekannten Märchens «Dornröschen».

Das Musikensemble der Familie Henkel animierte mit Evergreens wie «Wenn auch die Jahre enteilen» das Publikum zum Mitsingen.

Familie_Henkel

Danach hatten Bewohner und Gäste an Mitmachstationen Zeit dazu, sich bei Kaffee und Kuchen mit diversen Aktivitäten vertraut zu machen. Angeboten wurden die Themen Kultur, Sport, Spiel, Politik, Kreatives, Computer und Leseförderung. Vor allem die diversen Info-Broschüren sowie die Veeh-Harfen, die auch ohne musikalische Vorkenntnisse rasche Erfolgserlebnisse ermöglichen, sorgten für reges Interesse.

 

„Selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt leben“

Im Anschluss an die Veranstaltung freute sich Margit Reisewitz über das gelungene Programm und den großen Zuspruch für den Hürther «Tag der älteren Generation»: „Alte Menschen werden viel zu oft diskriminiert. Ihre Bedürfnisse und Rechte werden nicht selten mit Füßen getreten. Umso wichtiger ist es, dass in Einrichtungen wie dem Rudi-Tonn-Altenzentrum Angebote gemacht werden, die den Senioren dabei helfen, selbstbestimmt, selbstbewusst und erfüllt zu leben.Ein kleiner Beitrag ist dieser Nachmittag, dessen Erlös über den Förderverein  dem Rudi-Tonn-Haus zugute kommt“, unterstrich Reisewitz. „Aber auch in Politik und Gesellschaft braucht es einen neuen Blick auf die Möglichkeiten, die das Alter bietet. Deswegen wollen wir deutlich machen, dass alte Menschen keine Belastung sind, sondern uns alle mit ihren Kompetenzen bereichern. Nur gemeinsam können wir für eine lebens- und liebenswerte Gesellschaft sorgen“, so Reisewitz weiter.

 

Familienbüro am Gustav: ein wichtiger Stützpunkt für das Quartier

Am 17. September 2016 eröffnete das Familienbüro am Gustav-Stresemann-Ring, kurz Gustav genannt. Sehr lange stand das Ladenlokal leer, jetzt konnte das Netzwerk „Chancen für Kinder- Armutsfolgen vermeiden“ des Jugendamtes hier ein Familienbüro einrichten. Ein Besprechungsraum, der sich teilen lässt, ein Büro und eine Küche konnten mit Fördermitteln des Landes NRW hergerichtet und möbliert werden.

Foto_Gustav

Frau Petra Annen-Waizner (im Bild oben links) , die das Projekt maßgeblich betreut hat, ist glücklich über die Nutzung durch das Jugendamt, aber auch durch freie Träger, wie z.B. das Jobcenter, den Sozialdienst katholischer Frauen und Männer, den Verein Sonderspaß und viele mehr.

Hier der Wochenplan Familienbüro_Seite_1

Wenn das Angebot gut angenommen wird, ist natürlich auch eine Weiterentwickung denkbar mit Veranstaltungen wie Vorträgen, Lesungen oder Diskussionen.

Wir wünschen dem Familienbüro einen guten Start und hoffen, dass es sich zum Begegnungszentrum für den Gustav entwickeln möge.