Neues Projekt des Frauenforums Hürth

Viele Frauen, darunter Asylbewerberinnen mit ihren Kindern, Mitglieder der  Brücke der Kulturen aber auch viele aus Rat und Verwaltung, waren der Einladung des Frauenforums Hürth gefolgt, das Interkulturelle Frauencafé kennenzulernen und einzuweihen. Ein kleiner Raum im ehemaligen Kreishaus direkt neben dem Gewandhaus, ansprechend hergerichtet mit weißen Möbeln und Kinderecke lädt zum gemütlichen Verweilen ein.

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Gönül Kinsun eine der Organisatorinnen

Katharina Schubert vom Frauenforum, die Seele des Projektes, wie es jemand ausdrückte, stellte die Idee vor und bedankte sich bei den vielen Helfern, die dieses Café erst ermöglicht haben. Jede Frau, ob Asylbewerberin oder Einheimische, ist willkommen. Es soll nicht nur ein Ort des Austausches sein, sondern auch vielen Aktivitäten Raum bieten. Hier sind Ideen und Angebote von Ehrenamtlern gefragt.

Ein Projekt, das Hürth bereichert. Wir wünschen gutes Gelingen

Die Schere geht auseinander

Wachsende Ungleichheit auch in Hürth – sozial geförderter Wohnungsbau wird immer wichtiger!

Trotz der so gerühmten guten Wirtschaftslage nimmt in Hürth die Zahl der Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, sogenannte Hartz-IV Empfänger zu und zwar deutlich. Dies geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion hervor. So stieg ihre Zahl in anderthalb Jahren um 272 auf 4021, die Anzahl der Jugendlichen unter 18 Jahren stieg in demselben Zeitraum von 1222 auf 1306.

Besonders gravierend ist hierbei die Situation auf dem Wohnungsmarkt, wo die Anzahl der Personen, die auf der Warteliste für eine Sozialwohnung stehen, von 613 auf 677 Personen gestiegen, dagegen die Anzahl der geförderten Wohnungen um 11 gefallen ist, weil sie aus der Bindung herausfallen. Da erscheinen 33 Sozialwohnungen, die in der Planung sind, wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Man darf diese Zahlen nicht ignorieren, schon gar nicht, indem man sozial geförderten Wohnungsbau ablehnt, wie es die schwarz-grüne Mehrheit tut, die offensichtlich die Augen vor der Realität verschließt.

Schwarz-Grün beendet 10 Jahre familienfreundlicher Politik!

In der Ratssitzung v. 5.7.16 hat die schwarz-grüne Mehrheit beschlossen, die Kita-Beiträge um rund 400 000 Euro zu erhöhen. Elternproteste und eindeutige Stellungnahmen und Fragen während der Fragestunde der Einwohner, die dieses Mal eine Stunde dauerte, haben nichts gefruchtet. Diese Erhöhung belastet Familien mit mittlerem Einkommen noch zusätzlich zur bereits erfolgten Erhöhung der Grundsteuer B. Dazu kommt noch eine eingebaute jährliche Steigerung von 1,5%, die man sich als Zinsertrag auf dem eigenen Konto auch gut vorstellen könnte. Das sind familien- und mittelstandsfeindliche Aktionen, die nicht mit Haushaltskonsolidierung zu rechtfertigen sind, da erstens die Gewerbesteuern sprudeln und zweitens von der Erhöhung nicht viel im Haushalt ankommt. Also warum diese Erhöhung und warum so schnell vor den Sommerferien? Man baut auf das schlechte Gedächtnis der Bürger. Man darf auch gespannt sein, ob die Verwaltung die Anforderung meistert, bereits zum 1.8. die neuen Bescheide zu verschicken, da dies schon in der Vergangenheit nicht immer pünktlich geklappt hat.

Es erhebt sich die Frage, wohin Hürth mit dieser schwarz-grünen Mehrheit steuert, da das Ziel der Familienfreundlichkeit bereits aufgegeben wurde. Als einzige erwähnte die Vertreterin der Grünen unsere Musikschule und unser Schwimmbad als mögliche Opfer einer Haushaltskonsolidierung. Ein krasser Widerspruch zu den Aussagen von Bürgermeister Breuer vor der Wahl. Also wieder nach dem Motto: wird schon keiner merken, haben die Leute eh bald vergessen! Es gilt, wachsam zu sein, um die Lebensqualität in Hürth zu erhalten.

Hürths Kleiderkammer wandelt sich zum Gewandhaus

In bunten Lettern prangt der Name am ehemaligen Kreishaus an der Friedrich-Ebert-Straße 11, das der alten Kleiderkammer Unterschlupf gewährt hat. Ein breites Angebot an Bekleidung, Schuhen, Babywäsche, aber auch an Spielzeug und Büchern erwartet den Besucher. Fein säuberlich nach Größen geordnet, ist für jeden Bedarf etwas dabei. Die Ehrenamtler-Initiative „Wir Hürther“ hat die Kleiderkammer in der viel zu kleinen Wohnung an der Bonnstraße 109 verlassen und das Gewandhaus gegründet, das auf 400 qm die Spenden der Bürger präsentiert.

Gewandhaus_innenNicht nur Flüchtlinge können sich gegen einen geringen Betrag mit Kleidung eindecken, das Gewandhaus steht für alle Bedürftigen zur Verfügung.

Die Öffnungszeiten richten sich nach den Ehrenamtlern und sind:

Mo 10-14 Uhr

Di und  Do 16-20 Uhr.

Auch das Klamottenlädchen des Vereins ZMO (Zusammenarbeit mit Osteuropa) bietet preiswerte Bekleidung an sowie Hausrat verschiedener Art. Hier sind die Öffnungszeiten:

Verkauf: DI und Do 17-19 Uhr und Fr 10-12 Uhr

Spendenannahme: Mo-Mi und Fr 10-14 Uhr

Sowohl beim Gewandhaus als auch beim Klamottenlädchen müssenKunden Ihr Bedürftigkeit nachweisen. Zusammen mit der Tafel hat Hürth nun ein solides Angebot an Bekleidung und Lebensmitteln für Menschen in schwierigen Lebenslagen.