Veeh-Harfen Konzert im Rudi-Tonn-Haus

Seit einem Vierteljahr gibt es im Rudi-Tonn-Altenzentrum Veeh-Harfen-Kurse.

Die Rundschau und der Stadtanzeiger berichteten vom Start des Projekts. (siehe hier)

Die Veeh-Harfe ähnelt einer Zither und wird mit notenähnlichen Blättern gespielt, die unter die Saiten geschoben werden. Sie kann  von Menschen gespielt werden, die keine Notenkenntnisse haben. Und auch bei kleinen Einschränkungen in der Beweglichkeit der Hände kann man schöne Musik spielen.

Jetzt gab es zum Abschluss des Kurses ein Konzert.  Unter der Leitung von  Ursula Henkel. (Dozentin an der Josef-Metternich-Musikschule der Stadt Hürth) zeigten 5 Kursteilnehmerinnen ihr Können.

Veeh-Harfen

Auf dem Programm standen sowohl das Te Deum von Charpentier (Eurovisionshymne) als auch Volkslieder und Kanons. Die Zuhörer, Bewohner und  Mitarbeiter  des Rudi-Tonn-Haues und Gäste sangen begeistert mit, so dass der ganze Raum von Musik erfüllt war.

Die Initiative zu diesem Projekt, das in Kooperation mit der Musikschule stattgefunden hat, geht auf Rolf Reisewitz vom Förderverein der Musikschule zurück, der auch für die Bereitstellung der Instrumente sorgte.

Weil die Freude bei den Kursteilnehmern so groß ist, hat der Förderverein des Rudi-Tonn-Hauses jetzt zwei der Instrumente gestiftet. Eine Mitarbeiterin des Hauses wird mit Bewohnern weiter musizieren. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es auch wieder einen Kurs mit Frau Henkel geben.

Aber auch an der Josef-Metternich-Musikschule wird es im Frühjahr ein Angebot zum Erlernen der Veeh-Harfe geben. Unter der Telefonnummer 02233/75400 können sich Interessenten melden.

Schulen haben Raumbedarf

An drei Tagen in dieser Woche unternahmen Schulpolitiker der SPD-Fraktion Ortsbegehungen an drei verschiedenen Grundschulen: Clementinenschule in Alt-Hürth, Carl-Orff-Grundschule in Altstädten-Burbach und Brüder-Grimm-Schule in Gleuel.

An allen drei Schulen wurde Raumbedarf festgestellt, teilweise im Gegensatz zu den Feststellungen des Schulentwicklungsplaners.

Die Clementinenschule benötigt mehr Platz für Differenzierung, so dass Kinder nicht mehr auf dem Flur sitzen müssen, wenn sie andere Aufgaben bearbeiten als der Rest der Klasse. Die Carl-Orff-Grundschule will eine 8. OGS-Gruppe einrichten, weil die Zahl der OGS-Kinder von 180 auf 210 steigen wird. Noch essen die Kinder in den Klassenräumen, aber durch den Neubau wird sich die räumliche Situation entspannen.

 

Grimm

Brüder-Grimm-Schule Gleuel
v.l.n.r.:Frau Borchel-Breuer (Schulleiterin), Frau Friedrich (stellv. Schulleiterin), Katja Niewisch, Michael Kleofasz, Margit Reisewitz, Lukas Gottschalk, Silvia Lemmer (SPD-Fraktion)

Die Brüder-Grimm-Schule ist bis auf die letzte Ecke räumlich ausgenutzt, es fehlen Räume für Schulsozialarbeit, für Differenzierung, für die OGS, sowie Besprechungsräume für Elterngespräche.

Alle diese Wünsche wurden von uns aufgenommen und werden weiter verfolgt, denn gute Rahmenbedingungen sind für gelingende Bildung wichtig.

Dialogtag des Jugendamtes: 31 Netzwerkpartner stellen ihre Arbeit vor

Am 21.11.15 lud das Hürther Netzwerk „Chancen für Kinder –Armutsfolgen vermeiden“ des Jugendamtes Familien, Fachkräfte und Politiker zum Dialogtag in die Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums ein.

31 Netzwerkpartner in privater und städtischer Trägerschaft stellen ihre Arbeit für Kinder vor. Die Palette reichte vom Kinderschutzbund über den Sozialdienst Katholischer Frauen bis zu den Helfenden Händen, Brücke der Kulturen, Hürther Tafel  sowie Mentor Hürth im Verein der Lesefreunde.

Dialogtag_netz

Der Dezernent Jens Menzel am Stand vom Mentor Hürth der Lesefreunde.

Begonnen wurde der Dialogtag mit einem Vortag von Frau Liane Pluto mit dem Titel: „Da simmer dabei – Wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelingen kann.“ Frau Dr. Pluto zeigte Wege auf, wie Jugendliche an der Planung von Projekten, die für sie gedacht sind, beteiligt werden können, so dass die Ergebnisse bei ihnen auf mehr akzeptanz stoßen.

Anschließend gab es Gelegenheit, die verschienden Angebote der Netzwerkpartner in Augenschein zu nehmen und sich auszutauschen. Der Dialogtag bietet eine sehr gute Plattform, um andere Akteure kennenzulernen und sich zu vernetzen, um neue Projekte zu planen.

Schule der Zukunft – Preis für das Ernst-Mach-Gymnasium

Seit Jahren beteiligt sich das EMG erfolgreich an der Kampagne „Schule der Zukunft- Bildung für Nachhaltigkeit“. Auch dieses Jahr wurde das EMG als „Schule der Zukunft“ ausgezeichent. Im Unterschied zu den vorherigen Jahren war dieses Mal das EMG auch die veranstaltende Schule. Im Römersaal des Bürgerhauses begrüßte die Schulleiterin, Frau Hüntemann, Vertreterinnen und Vertreter von Schulen des Rhein-Erft-Kreises sowie Helga Jarosch, leitende Regierungsschuldirektorin und Juliane Beckerö, Vertreterin des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Natur-und Verbraucherschutz NRW, die die Preise übergaben. Vor der Verleihung konnten sich die Besucher auf dem Markt der Möglichkeiten über die verschiedenen Projekte informieren.

 

Das EMG stellt seinen Kiosk und die Mensa vor, die nur Bio-Produkte anbieten. Auch der Baumlehrpfad im Burgpark wurde vorgestellt sowie zum Energiersparen aufgerufen. In einem konkreten Experiment wurde den Besuchern klargemacht, wdie viel Muskelkraft benötig wird, um mit einem Standfahrrad soviel Strom zu erzeugen, dass Wasser zum Kochen gebracht wird. Niemand schaffte dies. Eine eindrucksvolle Demonstration, wie mühsam Energiegewinnung sein kann.

 

Bei der Preisverleihung erhielten die Schulen eine Urkunde, Hausschild und Fahne, mit denen sie sich schmücken können. Höhepunkt war für jede Schule das Gruppenfoto hinter dem Banner der Kampagne.

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Foto mit freundlicher Genehmigung von ©Radio Erft

Die Agenda 21 in Hürth gratuliert dem EMG ganz herzlich. Wir werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten und ein Netzwerk bilden.

©Radio Erft

Hürth entwickelt Inklusionskonzept

Das Thema Inklusion ist in aller Munde, jedoch verbinden sich auch viele Fragen mit der konkreten Umsetzung im Alltag.

Die Stadt Hürth hat sich auf den Weg gemacht, um ein Konzept zu erarbeiten, das Inklusion in Hürth alle Beteiligten erlebbar zu machen. Nach einer Auftaktveranstaltung „Vielfalt wahrnehmen – Inklusion in der Kommune Hürth gestalten“ die die verschiedenen Aspekte des Themas behandelte, den Ratsbeschluß vom 18.3.3014, der den Startschuß gab zur Entwicklung eines Inklusionskonzeptes der Stadt Hürth. Gefordert wurden konkrete Maßnahmen- und Zeitpläne, die dem Rat und den Ausschüssen vorzulegen seien. Beteiligt werden an diesem Prozeß sollten alle relevanten Akteure aus der Stadt, Verbände, Vereine, Intitiativen des Ehrenamtes sowie Politiker.

Treppe

Hürth ist noch lange nicht barrierefrei

Es wurden 4 Planungsgruppen gebildet: Bildung und Erziehung; Kultur; Demografie, Arbeit und Berufsausbildung sowie Wohnen, Bauen, Öffentlicher Raum und Mobilität. Diese Planungsgruppen tagten drei- bis viermal und diskutierten die verschiedenen Themenstellungen. Die Ergebnisse wurden immer wieder der Steuerungsgruppe vorgestellt, die dann die Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Inklusion und Soziales vorbereitete.

In dieser Sondersitzung v. 21.10.15 wurde nicht nur die Maßnahmenpakete präsentiert, die in den Planungsgruppen erarbeitet worden waren, sondern es wurde auch beschlossen, sie allen Bürgerinnen und Bürgern öffentlich vorzustellen. Diese Bürgerinformation fand am 18.11.15 in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums statt. Hier wurden in drei Arbeitsgruppen die Handlungsfelder besprochen, die in das Konzept eingearbeitet werden sollen.

Im Frühjahr des nächsten Jahres wird dann der Entwurf des Inklusionskonzeptes im Ausschuß für Bildung, Inklusion und Soziales zur Abstimmung gestellt. Das fertige Konzept wird dann der Rat beschließen. Allerdings muß bei der Umsetzung immer wieder überprüft werden, ob das Konzept sich in der Realität bewährt.

 

Patenschaften für Stolpersteine gesucht

Foto:privat

An 18 Orten in Hürth sind 32 Stolpersteine verlegt worden, um an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erinnern: 2008 und 2009 wurden diese Stolpersteine vom Künstler Gunter Demnig verlegt. Die Inititiative ging damals vom Ernst-Mach-Gymnasium unter Federführung der Religionslehrerin Anne Präder aus. Inzwischen hat die Schule die erste Putzpatenschaft in Hürth über Stolpersteine übernommen.

In einer bewegenden Aktion am 77. Jahrestag der Pogromnacht vom 9.November 1938 säuberten Schüler des Religionskurses von Frau Präder die Stolpersteine vor dem Haus  Severinusstr. 32, das der Familie Heidt gehört hatte. Mit Blumen, Kerzen und Vorträgen erinnerten die Schülerinnen und Schüler an das Schicksal der Familie Heidt, die am 9. November 1938 verschleppt und später ermordet wurde. Die Zeitzeugin Marianne Metternich, die eine Schulkameradin von Richard Heidt war, mahnte eindringlich, diese Ereignisse nicht zu vergessen, damit sich Ähnliches nicht wiederholt.

  Weitere Institutionen, Vereine oder Privatpersonen werden für Putzpatenschaften gesucht. Meldungen nimmt der Stadtarchivar, Herr Cöln, unter der Nummer 02233/53 362 entgegen.

Die SPD Hürth hat sich schon  bereit erklärt, eine solche Putzpatenschaft über Stolpersteine zu übernehmen.