Analphabetismus – ein verkanntes Problem

Analphabetismus ist in Deutschland ein verkanntes Problem mit einer hohen Dunkelziffer. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, hatten die Lesefreunde zwei Ausstellungen nach Hürth geholt: Libertree-Bücherbäume überbrücken Mauern und Alphabetisierung als Menschenrecht, eine Plakatausstellung. Die Ausstellungen waren im Foyer des Bürgerhauses und in der Stadtbücherei zu sehen, weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Das Thema Alphabetisierung wird auch in unserer Stadt weiter verfolgt werden, hier ist eine Zusammenarbeit mit der VHS angedacht.

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Studienfahrt nach Straßburg

Die AG 60+ der Hürth SPD fuhr vom 6.-9.10.15 auf eine Studienreise nach Straßburg. Eine Gruppe von 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machte sich auf, um die Stadt im Herzen Europas zu besichtigen. Auf der Hinreise besuchten sie die Burg Hambach, Ort des Hambacher Festes 1832, wo bis zu 30 000 Demonstranten für Einheit  und Freiheit Deutschlands eintraten.

In Straßburg bildete der Besuch des Europaparlaments den Höhepunkt, wo es die Möglichkeit gab, der Debatte über das Syrienproblem zu folgen. Das geplante Treffen mit Martin Schulz musste leider dem Besuch von Felipe v. Spanien, Angela Merkel und Francois Hollande weichen .

Weitere Programmpunkte waren eine Bootstour auf der Ill, die vor Augen führte, welche architektonischen Spuren sowohl die Franzosen als auch die Deutschen in Straßburg hinterlassen haben. Auch ein Besuch im Europarat stand auf dem Programm, der weniger bekannt ist als die EU. Dieses Gremium kümmert sich um die Einhaltung der Menschenrechte; der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der jedem Europäer offensteht, ist dem Europarat angegliedert.

Weitere Stationen des Besuchs waren Riquevihr, Colmar und Staufen. Auf der Rückreise zeigten sich die Fahrtteilnehmer beeindruckt von der Maginot-Linie, die im 2. Weltkrieg als Verteidigungslinie gegen die Deutschen dienen sollte.

Diese Studienreise war ein voller Erfolg, die Mischung aus politischer und kultureller Information und Unterhaltung trug zum Gelingen bei. Die nächste Studienreise 2016 wird die AG 60+ nach Brüssel führen, die Teilnahme ist für alle Interessierten offen.

Überraschender Besuch im Repair-Café

Zum fünften Mal fand das Repair-Café im Pavillon auf dem Schulhof der Gesamtschule statt und nach wie vor findet es guten Zuspruch. Wir haben einen neuen Experten dazu gewonnen, der sich um elektrische Geräte kümmert. Auch dieses Mal war die Palette der Reparaturwünsche weit gefächert, es gab 19 Aufträge; es waren löchrige Pullover dabei sowie ein defekter mechanischer Bleistiftspitzer, ein Papierschredder, eine Lampe, eine Kabeltrommel, ein Kinderfahrrad und vieles mehr.

Bei Kaffe und Kuchen kann man auf seine Reparatur warten und den Experten zusehen oder sich auch beteiligen.

 

Ein ganz besonderes Ereignis war, dass eine Grupppe von Flüchtlingen den Weg ins Repair-Café gefunden hatte, um sich zu informieren. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass auch einige der Flüchtlinge ihre Kenntnisse einbringen konnten, so setzte sich ein Flüchtling hin und begann zu nähen. Auch Computerkenntnisse waren bei einigen vorhanden.

Dies eröffnet die Perspektive, in Zukunft auch Flüchtlinge mit einzubeziehen, die helfen wollen, Dinge zu reparieren, vielleicht auch Fahrräder, die uns von Bürgern zur Verfügung gestellt wurden, für sich selbst herzurichten. So kann unser Repair-Café noch eine andere Rolle übernehmen.

Am Samstag, den 10.10, um 14 Uhr gib es das nächste Repair-Café

„Tag der Begegnung“ der Brücke der Kulturen

Am 3.Oktober 2015 gab die „Brücke der Kulturen“ in der Gastro des Bürgerhauses einen Einblick  in ihre Aktivitäten. Der noch junge Verein umfasst Mitglieder unter anderem aus der Türkei, Persien, Ukraine und Afghanistan mit Migrationsgeschichte, aber auch Einheimische. Schon vor der Vereinsgründung im Juli diesen Jahres waren die meisten Ehrenamtler schon tätig als Sprach- und Integrationslotsen.

Seit Januar  2015 gibt es Deutschkurse, die von Pädagogen kostenlos gegeben werden und auf großes Interesse stoßen. Die Josef-Metternich-Musikschule stellte nicht nur Räume zur Verfügung, sondern half auch beim Lernen der deutschen Sprache, indem sie die Flüchtlinge im Chor singen lässt. Dieser Flüchtlingschor zeigte nun mit Unterstützung der Dozenten beim Tag der Begegnung, wie gut  er schon die Sprache beherrscht.

Was als Projekt der Integrationsbeauftragten, Frau Marita Meurer, begonnen hatte, um Migranten zu helfen, sich in Deutschland zurechtzufinden, hat sich inzwischen zu einer unverzichtbaren Stütze der Stadtverwaltung entwickelt. Da seit einiger Zeit das ehemalige Pfarrzentrum St. Joseph  eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hürth geworden ist, in der bis zu 150 Flüchtlinge Platz finden können, war es von eminenter Bedeutung, dass bei der Ankunft der Flüchtlinge Sprachmittler vorhanden waren, die nicht nur die gängigen Fremdsprachen beherrschen, sondern auch z.B. Urdu, Arabisch oder Farsi.

Das Fest der Begegnung der Brücke der Kulturen diente nun dazu, der Öffentlichkeit die Vielfalt der Kulturen darzustellen, die sich in Musik, Speisen und Kleidung zeigt, aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass das ehrenamtliche Engagement an seine Grenzen stößt. Wie Frau Gönül Kinsun, die Vorsitzende der Brücke der Kulturen, sagte, sind 60 Stunden Arbeit pro Woche den Ehrenamtlichen auf Dauer nicht zuzumuten. Hier ist die Stadt gefordert, für Entlastung zu sorgen.

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Der Vorstand der „Brücke der Kulturen“.
In der Mitte (mit dem Mikrofon) die Vorsitzende Gönül Kinsun.

 

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