Sommerfest im Tierheim Helenenhof 2015

Wie jedes Jahr strömten die Tierfreunde mit und ohne ihre Lieblinge zum Sommerfest des Helenenhofs in Hürth-Efferen. Auch dieses Jahr gab es freudige Wiedersehensszenen und schöne Geschichten von Tieren, die ein neues Zuhause gefunden haben und sich wohlfühlen. Bei Kaffee und Kuchen und auch leckeren Reibekuchen konnten die Tierfreunde ihre Erfahrungen austauschen. Auch die Trödelecke bot so manches Schnäppchen, eine willkommene Einnahmequelle für das Tierheim.

Ein besonderer Höhepunkt war aber wieder der Vortrag der Igelschützerin Karin Oehl, die seit 30 Jahren kranke oder verletzte Igel aufnimmt, um ihr Überleben zu sichern.

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Frau Oehl gab zuerst einen interessanten Überblick über die Eigenschaften dieser Tiere. Die Zuhörer erfuhren, dass Igel zu den ältesten noch existierenden Säugetierformen gehören, dass sie Einzelgänger sind und schon mit 6 Wochen selbständig. Rund 50% aller Igel werden in Deutschland im August geboren, 30% noch im September. Igel sind nachtaktive Insektenfresser, an Fallobst interessieren sie nur die daran befindlichen Würmchen und Mücken. Obwohl der Igel auch natürliche Feinde hat (Uhu, Dachs, Fuchs, Hunde und Katzen) stellt der Mensch die größte Gefahr für Igel dar. Eine halbe Million Igel fallen jahrlich dem Straßenverkehr zum Opfer, aber auch im Garten kommen viele Igel zu Tode z.B. durch Mähen unter Buschwerk, Verbrennen von Gartenabfällen, Giftköder, „Ausräumen“ von Gärten.

Frau Oehl machte eindringlich klar, dass auch falsch verstandene Hilfeleistung Igel gefährden kann. Nur Igel, die tagsüber in der Sonne liegen und sich nur kurz zusammenrollen, sind krank. Das Gewicht eines Igels ist hier nicht so wichtig. Nur wenn ein Igel sich nicht artgerecht verhält, verletzt oder voller Ungeziefer ist, sollte man Experten einschalten: Tierheime oder den Verein Pro Igel, der unter der Telefonnr. 01805/5559551 erreichbar ist. Die Zuhörer waren sehr beeindruckt vom engagierten Vortrag von Frau Oehl, die mit den Worten schloß: „Nicht jeder Igel braucht Hilfe, aber jede Hilfe muß richtig sein!“

Feuerwehr

Bild: Besonderes Interesse fand der Tierrettungswagen der Feuerwehr; (v.r.n.l.)  Vereinsvorsitzende Hanni Schäfer, Wachabteilungsleiter  Uwe Jammer , Vorstandsmitglied Margit Reisewitz, Bürgermeisterkandidat Stephan Renner

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