Schwarz-Grün: Taktik statt Qualität

In der Ratssitzung am 23.6. hat die Schwarz-Grüne Kooperation wieder ihre politischen und fachlichen Mängel demonstriert.

Seit einiger Zeit streben wir an, dass in Hürth wie in vielen anderen Städten (z.B. auch in Köln) von allen Fraktionen gemeinsam eine Resolution über TTIP beschlossen wird. Dafür habe ich vor Wochen einen Entwurf erstellt, der mit allen Parteien diskutiert wurde. CDU und Grüne wollten dem nicht zustimmen, wollten aber auch dazu keine Änderungsvorschläge machen. Vielmehr überraschten Sie den Rat mit einer Tischvorlage zu diesem Thema. Diese war jedoch mangelhaft. Ohne die Hilfe von Stephan Renner hätte die Schwarz-Grüne Kooperation eine Resolution beschlossen, die das Gegenteil von dem bedeutet hätte, was beabsichtigt war. Nach den wichtigsten Korrekturen konnten wir dann alle zustimmen.

Aber es gab noch eine Tischvorlage, deren Qualität ich sehr bezweifle. Sie bezog sich auf das Mängelmeldesystem, das Schwarz-Grün einführen möchte. Es wurde ein Anforderungskatalog vorgelegt, dem der Rat ohne nähere Prüfung zustimmen sollte.

Das System der Firma „wer denkt was GmbH“ aus Darmstadt ist grundsätzlich prüfenswert und interessant. Es wird nicht nur in Monheim eingesetzt.

Ob das System sich für ca  6.000 Euro (wie behauptet) einfach in die vorhandene IT-Umgebung integrieren lässt, wie in der Tischvorlage gefordert, kann man ohne Kenntnis von mehr Details nicht beurteilen. Ein falscher Satz in einem IT-Anforderungsprofil kann schnell 10.000 Euro mehr kosten. Da muss man Zeit für Prüfung haben.

Schwarz-Grün behauptete in der Ratssitzung, dass die Anforderungen lediglich das System in Monheim reflektieren. Dies stimmt nicht.

CDU/Grüne beschließen: „kein Login erforderlich“.

Aus gutem Grund fordert Monheim eine Registrierung und Anmeldung:

Hier geht es zum Monheimer System. Weiter mit „Neue Meldung“.

Ohne Zugangskontrollen bietet ein solches System eine Plattform für unangenehme Zeitgenossen.
Der Grund wird deutlich, wenn man die Nutzungsbedingungen für das System liest.

Solche Probleme sollten ernsthaft auch in unserer Stadt vorher besprochen werden.

Man kann nur den Kopf schütteln, wie Schwarz-Grün mangelhafte Tischvorlagen präsentiert und gegen alle Bedenken durchsetzt.  Wir sollten Schaden für Hürth vermeiden und Beschlüsse sorgfältig prüfen und diskutieren.

PS. Natürlich unterlaufen allen Menschen gelegentlich Fehler.  Bei Tischvorlagen, die dem Rat unverzüglich zum Beschluss vorgelegt werden, sollte man sich aber etwas mehr Mühe geben.

Unsere Musikschule wird 50!

2015 ist ein besonderes Jahr für unsere Josef-Metternich Musikschule, weil sie ihr 50jähriges Bestehen feiert. Im Februar 1965 beschloss der Gemeinderat einstimmig, eine Jugendmusikschule zu gründen, die 1998 den Namen Josef-Metternich-Musikschule Hürth erhielt. Mit 10 Lehrern, die 150 Schüler unterrichteten, startete die Musikschule. Heute sind es an die 1300 Schüler, größtenteils Kinder und Jugendliche.

Aber nicht nur zahlenmäßig gedeiht unsere Musikschule, sie hat auch beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Im letzten Jahr erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Hürth für das interkulturelle Projekt KommUnity, bei dem Schülerinnen und Schüler vieler Nationen auf der Bühne standen, um mit Tanz und Musik die Vielfalt unseres Zusammenlebens darzustellen. Dieses Jahr hat ein Schüler der Musikschule den 1. Preis im Spiel der türkischen Laute (Baglama) gewonnen. Dies zeigt, wie breit das Angebot der Musikschule ist, das allen Interessierten offensteht (auch Senioren). Die meisten der Projekte werden von einem sehr aktiven Förderverein unterstützt, dem es gelingt, Fördergelder und Spenden von Sponsoren einzuwerben.

Das diesjährige Jubiläum wird mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gefeiert. Es beginnt mit dem Besuch des chilenischen Jugendorchesters aus Petorca und erreicht einen ersten Höhepunkt mit dem internationalen Musikfest am 20.6.15, wo auch Gäste aus Chile, Österreich und Polen ihr Können präsentieren. Am 20.9. wird der  50. Geburtstag  im Hürther Bürgerhaus mit einer großen Gala gefeiert.  Am 14.11. wird der 100. Geburtstag des Namensgebers gibt es ein Festkonzert mit einem Schüler Josef Metternichs, dem Bariton Oskar Hillebrandt und Christoph Schnackertz, einem ehemaligen  Schüler der Musikschule, heute Hochschullehrer in Köln.

Wir beglückwünschen die JMMS zu 50 Jahren erfolgreicher Arbeit und freuen uns darauf, sie weiterhin begleiten und unterstützen zu können.

Zweiter Ehrenamtstag in Hürth ein Erfolg

Vor einem Jahr, am 4.5.14, gab es bereits einen Ehrenamtstag in Hürth, nämlich den „Tag der Vereine“ im Einkaufszentrum, an dem sich acht Vereine präsentierten. Allerdings war es ein verkaufsoffener Sonntag und die Hoffnung, dass Interessenten kommen würden, die sich mit dem Thema Ehrenamt beschäftigen wollten, erfüllte sich nicht. Das Umfeld erwies sich als nicht hilfreich. Aus dieser Erfahrung wurde der Entschluss geboren, im folgenden Jahr dem wichtigen Thema Ehrenamt eine angemessenere Umgebung zu geben.

Nun hat der zweite Ehrenamtstag stattgefunden, bei dem sich diesmal 18 Vereine präsentierten, die eine breite Palette ehrenamtlichen Engagements abdecken.

Dr.Schreckling

Hier stellt Frau Dr. Schreckling die „Gruppe Füreinander“ vor.

Die Frankensäle des Bürgerhauses erlaubten mit ihrer technischen Ausstattung jedem Verein, der es wünschte, sich individuell darzustellen, was auch erfolgreich genutzt wurde.  Viel mehr Vereine hätten nicht Platz gefunden.

Aber es kamen auch viele Besucher.

Publikum_2

Der Vortrag von Frau Dr. Schreckling findet viel Interesse.

Vormittags war der Andrang so groß, dass die Kapazität des Saals erreicht wurde. Am Nachmittag hätte man sich aber mehr Besucher gewünscht.

Was im EKZ kaum möglich war, gelang im Frankenssal. Die Ehrenamtler der verschiedenen Vereine vernetzten sich untereinander.  Man weiss nun besser, wer ggf anzusprechen ist, wenn die eigenen Möglichkeiten erschöpft sind.

Und es wurden erfolgreicher neue Interessenten gewonnen.  Ein Beispiel ist hierfür unser Verein Lesefreunde mit „Mentor , Die Leselernhelfer“, bei denen sich sechs ernsthafte Interessenten eingefunden haben, im Einkaufszentrum hatte sich niemand gemeldet.

An dieser Stelle gebührt der Stadt ein großer Dank, die mit ihrer Unterstützung ihre Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement zum Ausdruck gebracht hat.

Hier ein Bericht über den Tag.

Und das schreibt der KStA über den Ehrenamtstag: