10 Jahre Hürther Tafel – ein Jubiläum, das nachdenklich macht

Vor 10 Jahren wurde die Hürther Tafel gegründet, die es sich zur Aufgab gemacht hat, denjenigen mit Lebensmitteln zu helfen, die Unterstützung brauchen. Hierbei werden nicht mehr benötigte, aber verwendungsfähige Lebensmittel und andere Gegenstände des täglichen Bedarfs Bedürftigen zur Verfügung gestellt. Die Tafel in der Kölnstr. 14 verteilt dreimal die Woche Lebensmittel an Personen, die ihre Bedürftigkeit nachweisen. Für 8 Euro können pro Monat 12mal Lebensmittel gezogen werden. Gegenwärtig betreut die Tafel ungefähr 800 Personen in Hürth.

Das Beschaffen, Sortieren und Verteilen der Lebensmittel ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sowohl Organisationsgeschick als auch körperliche Belastbarkeit erfordert, die ausschließlich von Ehrenamtlern wahrgenommen wird. Diese Arbeit verdient hohen Respekt.

Allerdings muss es doch nachdenklich stimmen, dass in den 10 Jahren des Bestehens der Hürther Tafel die Zahl derer, die mit Lebensmitteln bedacht werden, nicht abgenommen, sondern spürbar gestiegen ist. Dies ist eine Entwicklung, die Aufmerksamkeit  erfordert und Anlass geben sollte, über ihre Ursachen nachzudenken.

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Herzlichen Glückwunsch an unsere Friedrich-Ebert Realschule!

Friedrich-Ebert-Schule feiert 75jähriges Bestehen

In einem feierlichen Festakt, der moderiert wurde von einem Schüler der Abgangsklasse 10, gab die Friedrich-Ebert-Schule (FES), Realschule der Stadt Hürth, einen Einblick in vergangenes und gegenwärtiges Schulleben. Der Einladung der Schule waren Vertreter der Verwaltung und fast aller Parteien sowie viele ehemalige Schüler und Kollegen gefolgt.

Gratulanten

Unter den Gratulanten: einige Ratsmitglieder der SPD .
Stephan Renner, Silvia Lemmer, Margit Reisewitz, Günter Reiners (v.l.n.r.)

Carsten Balvin, der Schulleiter, erläuterte, dass die FES 1940 gegründet wurde als „Mittelschule für Knaben“. Aber schon kurz nach dem Krieg wurden auch Mädchen aufgenommen. Während die erste Abgangsklasse nur 14 Schüler hatte, sind es heute einhundert. Von Anfang an hatte die FES mit Raumnot zu kämpfen, dem wurde durch Erweiterungsbauten Rechnung getragen. Heute werden rund 600 Schülerinnen und Schüler von 40 Lehrkräften unterrichtet.

Die Schule präsentiert sich als „Schule der Migranten in Hürth“, als ein Lernort, an dem eine Vielzahl von Nationalitäten friedlich zusammen lebt und lernt. Allen Repräsentanten der Schulgemeinde merkte man ihren Stolz auf das Erreichte an. Besonders hervorzuheben ist hier, wie viele Schulabgänger sofort im Berufsleben Fuß fassen.

Umrahmt wurde der Festakt von musikalischen Darbietungen, dabei wurde Salome, Schülerin der 8. Klasse für ihre virtuose Leistung mit stehenden Ovationen geehrt. Ihren bewegenden Abschluss nahm die Feier, als zwei Schülerinnen Herrn Balvin Unterschriften überreichten mit den Worten: „Danke, dass Sie unser Schulleiter sind!“

Nach der Feier präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte auf dem Schulhof, die ein breites Spektrum verschiedener Themen zeigten. Besonderer Anziehungspunkt waren die Bühnendarbietungen, bei denen auch Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam Unterhaltsames darboten. Eine gelungene Feier, würdig des besonderen Anlasses. Herzlichen Glückwunsch an unsere Friedrich-Ebert Realschule!

mehr dazu auf der Homepage der Schule

Gemeinsames Tätigwerden: Am 9. Mai öffnete erstmals das Hürther Repair Café seine Pforten.

Wer kennt das nicht? Kaum ist die Garantie bei einem teuren Elektrogerät abgelaufen, ist es auch schon kaputt. Reparaturen sind dann oft so kostspielig, dass eine Neuanschaffung günstiger ist. Aber auch ein wackelnder alter Stuhl oder eine mottenbenagte Bluse sind oft genug Kandidaten für die Abfalltonne. Gegen die Wegwerf-Kultur organisieren sich seit einiger Zeit Repair Cafés. Am 9. Mai öffnete auch in Hürth erstmals ein solches Café seine Pforten. Auf Initiative der Lokalen Agenda 21 trafen sich im OGS Pavillon der Dr. Kürten-Schule ehrenamtliche Helfer mit Menschen, die etwas zu reparieren hatten.

 

Eine wunderbare Erfahrung

Bei Kaffee und Kuchen herrschte eine angeregte Geschäftigkeit. Michaela Reithinger war mit ihrer Nähmaschine in das Repair Café gekommen. Reithinger gibt Näh-Workshops und wirkt im Rahmen der Lokalen Agenda 21 an der Organisation des Repair Cafés mit. „Ich sehe dieses Angebot als eine Begegnungsplattform“, erläuterte sie. Nachhaltigkeit und Alternativen zum ständigen Konsum seien ihr wichtig: „Think global, act local! – Denke global, handle lokal!“ Beim Repair Café gehe es nicht um das passive Nutzen von Leistungen, sondern um gemeinsames Tätigwerden: „Für die meisten Menschen ist es eine wunderbare Erfahrung, etwas zu lernen und mit den eigenen Händen umzusetzen. Das macht einfach Spaß“, unterstrich Reithinger.

Am Nebentisch wartete Tim Böhm auf Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu teilen. Böhm ist Tischlermeister, Restaurator sowie Berufsschullehrer und hatte über die Zeitung vom Repair Café erfahren – eine gute Gelegenheit für ihn, handwerklich tätig zu sein, was in seinem Lehreralltag manchmal etwas zu kurz komme. Dabei kenne er sich nicht nur mit Möbeln und Holz aus. „Ich kann auch Fahrräder reparieren“, verriet Böhm und zeigte Bambus-Räder, die er mit seinen Schülern baut und stolz im Fotoalbum seines Mobiltelefons dokumentiert.

Mehrere hundert Euro gespart

Dass ein Besuch im Repair Café Geld sparen kann, erfuhr ein Ehepaar, das mit einem Kaffee-Vollautomaten gekommen war, der seit einiger Zeit Wasser verlor. Der Fehler war schnell gefunden. Das Gerät leckte, weil eine winzige Dichtung porös geworden war. Aus einem nicht mehr zu rettenden Gerät einer anderen Marke konnte das baugleiche Teil geborgen und eingesetzt werden: Problem behoben! Der ehemalige Physiklehrer Herr Pepping zeigte sich zufrieden mit seiner Reparaturaktion, die den Besitzern sicher mehrere hundert Euro Ausgaben erspart.

 

„Ich finde es großartig, dass so viele Menschen zur Eröffnung des Repair Cafés gekommen sind“, freute sich Margit Reisewitz, Sprecherin des Koordinationskreises Lokale Agenda 21 in Hürth. „Die Idee des Repair Cafés stammt ursprünglich aus den Niederlanden und hat sich schon in einigen deutschen Städten etabliert. Deswegen fanden wir es an der Zeit, eine solche Möglichkeit auch in Hürth zu eröffnen. Dass sich hier so viele Menschen in angenehmer Atmosphäre treffen, um Fähigkeiten und Kenntnisse auszutauschen, zeigt auch einen Bedarf an Handlungsalternativen in der Gesellschaft an“, so Reisewitz weiter.

Stephan_Renner_im_Repair_Cafe

Unser Bürgermeisterkandidat Stephan Renner freut sich über diese neue Aktion.

Das Hürther Repair Café findet jeden 2. Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr im OGS Pavillon der Dr. Kürten-Schule bzw. Gesamtschule statt.

Hier geht es zur Homepage des Repaircafes.

Hier mehr darüber im Stadtanzeiger

SPD mit Stephan Renner beim Moscheefest

Am Wochenende des 2./3. Mai 2015 feierte die Moscheegemeinde ihr Moscheefest. Vielfältige Angebote am Bekleidung, aber auch unterschiedliche Speisen wurden angeboten. Die SPD mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Stephan Renner besuchte das Moscheefest, um ihre Verbundenheit zu zeigen, und wurde herzlich willkommen geheißen. Wir wurden reichlich bewirtet und unterhielten uns mit dem Vorstand des Moscheevereins. Zum Abschluß gab es ein gemeinsames Foto:

Höchstspannungsleitungen: Die SPD bleibt dran!

Nach der Demonstration von Hürther Bürgern am 6.3.2015 haben jetzt die Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren  und der Bürgermeisterkandidat der SPD, Stephan Renner, erneut die Initiative ergriffen und einen Brief an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel geschickt, in dem sie ihn darauf aufmerksam machen, dass in Hürth eine sensible Situation vorliegt, die nach dem Eckpunktepapier „Strommarkt“ Erdverkabelung möglich macht.  Sie haben die Einladung erneuert, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen.

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Schulentwicklungsplan verabschiedet

Am 29.4.15 wurde im Ausschuß für Bildung, Soziales und Inklusion der Schulentwicklungsplan (SEP) für Hürth einstimmig verabschiedet. Der SEP beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Hürther Schülerzahlen bis 2020/21.

 

Hürth ist nach wie vor eine Stadt mit starkem Zuzug; stieg die Wohnbevölkerung in den letzten 20 Jahren um 15 %, so ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen (geplante Wohneinheiten bis 2020: gut 560). Dieser Anstieg setzt auch die Schulen unter Druck, da sie mit den steigenden Schülerzahlen auch noch Projekte wie Ganztagsbetreuung und Inklusion umsetzen müssen. Obwohl gegenwärtig 73% der Grundschüler in der offenen Ganztagsschule versorgt werden und Hürth damit einen Spitzenplatz in NRW einnimmt, ist auch hier ein weiterer Zuwachs zu erwarten.

Die Gründung der Gesamtschule hat die Zahl der Auspendler aus Hürth fast halbiert, das heißt, mehr Hürther Kinder gehen auf Hürther weiterführende Schulen. Beide Gymnasien werden konstant hohe Schülerzahlen haben; das Albert-Schweitzer-Gymnasium wird 6 Züge behalten, während das Ernst-Mach-Gymnasium fünfzügig ist. Die Friedrich-Ebert-Realschule wird ihre Zweizügigkeit halten, während die Hauptschule mit 33 Anmeldungen im Moment wieder größere Akzeptanz verzeichnet.

Dazu Bürgermeisterkandidat Stephan Renner: „Beide Schulen sind Teil unserer Schullandschaft. Ob es zu Veränderungen kommt, bleibt abzuwarten.“