Höchstspannungsleitungen: Netzbetreiber Amprion ändert die Bedingungen

Ging es bisher bei dem Problem der Höchstspannungsleitungen, die durch Hermülheim und Efferen führen sollen, darum, ob diese Leitungen unterirdisch verlegt werden sollen, wie es die Bürgerinitiative IG Hürth sowie Politik und Verwaltung der Stadt fordern, so plant der Netzbetreiber Amprion jetzt, die knapp 100 Meter hohen Masten nicht nur für Wechselstrom auszurüsten, sondern noch zusätzlich dazu eine Gleichstromverbindung „Ultranet“ darauf zu setzen.

Hochspannungsleitung_im_Wohngebiet_Hürth
Keine Hochspannungsleitung liegt so nah an der Wohnbebauung wie hier in Hürth.

Als erste Reaktion auf diese Pläne hat Bürgermeister Walther Boecker die Bezirksregierung Köln davon in Kenntnis gesetzt, da Amprion dieses Vorhaben nicht beim Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren bekannt gegeben hat. Die Bezirksregierung muss nun entscheiden, ob dieser neue Sachverhalt das Planfeststellungsverfahren gefährdet.

Dies ist eine überraschende Wende, die zeigt, dass der Netzbetreiber die Bedenken der Bürger nicht ernst nimmt. Die SPD kritisiert dieses Verhalten von Amprion und hat sich mit dem „Runden Tisch“ der IG Hürth am 15.12.14 getroffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Darüber mehr in einem weiteren Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.