Das Sana-Krankenhaus feiert 30jähriges Bestehen

Mit einem Tag der offenen Tür feierte das Sana-Krankenhaus in Hermülheim am Sonntag, 28.9.14 sein 30jähriges Jubiläum. Allerdings, wie Bürgermeister Walther Boecker in seinem Grußwort erwähnte, wurde schon vor 100 Jahren, also 1914, der Beschluß gefaßt, an der heutigen Stelle ein Krankenhaus zu bauen.

Das Krankenhaus wurde zuerst kommunal geführt, ging aber 1984 in den Besitz der Sana-Gesellschaft über, die es zwar von der Stadt kostenfrei übernahm, sich aber verpflichtete, das Haus für 5,5 Mill.DM zu sanieren und mindestens 20 Jahre weiterzuführen. Waren es anfangs nur 13 Ärzte, die dort Dienst taten, sind es heute 39, unterstützt von Pflege- und Servicekräften, so dass das Sana-krankenhaus heute an die 300 Mitarbeiter hat. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt aktuell 7 Tage während es früher 17 Tage waren.

Das Sana-Krankenhaus ist nur nicht nur erweitert, sondern auch modernisiert worden und das bei laufendem Betrieb! Auch dies war, wie die Geschäftsführerin, Frau Hohberg, betonte, ein Grund zu Feiern. Das Sana-Krankenhaus ist stolz auf seine hochmodernen Abteilungen z.B. für Herz-und Darmerkrankungen sowie Hüft- und Kniegelenk-Ops. Modernste OP-Methoden belasten die Patienten weitaus weniger als früher.

Zahlreiche Gäste waren gekommen, darunter  viele Ratsmitglieder und auch unsere Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren.  Ein buntes Programm wurde den Besuchern geboten, die nicht nur die Räume besichtigen konnten, sondern auch mit Gesundheitschecks ihren Rücken oder Blutdruck testen lassen konnten. Wir wünschen dem Sana-Krankenhaus weiterhin eine glückliche Hand mit seinen Patienten und eine erfolgreiche Zukunft!

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Panagniota Boventer, David Boventer, Margit Reisewitz, Brigitte Dmoch-Schweren, Heiko Twellmann (v.l.n.r.)

 

Dialogtag im Jugendzentrum 20.9.2014

Das Hürther Netzwerk: Chancen für Kinder- Armutsfolgen vermeiden- lud ein zum Dialogtag für Familien, Fachkräfte und Kinder.

Es ging darum zu verdeutlichen, welche Angebote es in Hürth bereits gibt, die es Familien mit Kindern und Jugendlichen ermöglichen, gesellschaftliche Teilhabe zu verwirklichen, auch wenn das Budget knapp ist.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Walther Boecker folgte ein Vortrag über Möglichkeiten, einen Dialog mit Eltern aufzubauen, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Hier gab es interessante Anregungen, Blockaden in der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern abzubauen.

Danach konnten Interessierte die Infobörse besuchen, bei der über 20 Inititiativen und Vereine ihre Stände aufgebaut hatten, um über ihre Angebote zu informieren. Es waren Themen vertreten wie Ernährung, Zahngesundheit, elternbildung musikalische Erziehung, Unterstützung im Haushalt oder Arbeitsvermittelung.

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Unser Verein Lesefreunde Hürth e.V. stellte die Leseförderung vor, die wir mit dem Verteilen von 600 Lesetüten an Erstklässler jedes Jahr betreiben.

Auch unser Mentorprojekt, bei dem ein Erwachsener ein Grundschulkind betreut, das Probleme beim Lesenlernen hat, wurde von uns präsentiert. Es gab viele Gespräche mit interessierten Fachleuten und Eltern, die sich über die Angebote informierten. Es wäre zu wünschen, dass die Informationen möglichst viele erreichen, die sie nutzen können.

Musik – ein Leben lang: Fachtag Musikgeragogik 12.9.14

„Musik-ein Leben lang: eine wesentliche Aufgabe der Musikschule der Kommune“ war das Thema des Fachtages der Josef-Metternich-Musikschule am 12.9.14.

Auf  die Musikschulen kommt  eine neue Aufgabe zu: Menschen in der nachberuflichen Phase ihres Lebens und im 4. Lebensabschnitt möchten ihre Freizeit musikalisch gestalten und gehören zunehmend zum Kundenkreis der  Musikschulen. Unterschiedliche Konzepte  des elementaren Musizierens in Senioreneinrichtungen, gemeinsames Musizieren in Orchestern, Erwachsenenakademien und Musizieren für Menschen mit Demenzerkrankung sind Themen, die sich unter dem Begriff Musikgeragogik zusammenfassen lassen.

Im Workshop für Dozenten an Musikschulen demonstrierte Frau Angelika de Marco, ausgebildete Musikgeragogin, wie eine Stunde mit demenzerkrankten Senioren im Altenheim gestaltet sein kann, wobei sie die Workshopteilnehmer aktiv in die Übungen mit einbezog.

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Am Nachmittag in der Plenumsveranstaltung vor ca. 40 Gästen aus verschiedenen Bereichen informierte Prof. Hartogh, einer der ausgewiesenen Experten zu dem Thema in Deutschland, über bestehende musikgeragogische Projekte und theoretische Grundlagen.

Hartogh

Dabei wurde klar dass bereits an sehr vielen in- und ausländischen Musikschulen und Altenheimen Musikgeragogik praktiziert wird.

Damit wird praktiziert, was der Deutsche Städtetag,  der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag  in seinen Leitlinien und Hinweisen 2010 fordern.

Städtetagzum Vergrößern auf das Bild klicken.
Der vollständige Text steht hier.

Angelika de Marco informierte auch in diesem Kreis kurz über die Inhalte einer Gruppenstunde mit sehr alten Senioren.

Vervollständigt wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion, bei der neben Medizinerin Frau Dr. Schreckling auch Menschen zu Wort kamen, die in Senioreneinrichtungen arbeiten.

Podium

Die Zuhörer sprachen danach besonders den Aspekt der Finanzierung an. Um die Finanzierung sicherzustellen, ist es erforderlich, dass sich Musikgeragogik als Berufssparte genau so etabliert wie Musiktherapie, so dass ihre Arbeit in den Altenheimen als unerlässlich betrachtet wird. Bewohnern von Senioreneinrichtungen bleibt allerdings oft nur ein geringer finanzieller Spielraum, so dass hier Fördervereine und Stiftungen gefragt sind, um diese Arbeit zu finanzieren.

Ein Beispiel für musikalische Betätigung gab die Hürther Demenzgruppe von Frau Dr. Schreckling, die von Frau Henkel, Dozentin an der Josef-Metternich-Musikschule, auf dem Akkordeon begleitet wurde. Spontan fielen die Anwesenden in den Chorgesang ein.

Für Menschen vor allem in der Nachberufsphase stellte Frau Schopen, Dozentin an der Josef-Metternich-Musikschule , die nächsten Schritte in Hürth vor.

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Mit der Veeh-Harfe können Menschen ohne Notenvorkenntnisse und auch bei kleinen Einschränkungen in der Mobilität noch musikalisch aktiv sein. Und schließlich wird es ab November 2014 eine Streicherklasse für Senioren geben, bei der auch ohne Vorkenntnisse ein Streichinstrument der Wahl gelernt werden kann. Eine kostenlose Schnupperstunde zum Kennenlernen und Vereinbaren der Zeiten gibt es am

23.10.2014 um 19:00 Uhr
in der Musikschule in Raum 1.

Am Schluss  dankte Musikschulleiter Ruddi Sodeman dem Förderverein der Josef-Metternich-Musikschule, dass er diesen Fachtag ermöglicht hat und appellierte an die Politik, sich des Themas anzunehmen.

Dies wurde von mir klar begrüßt, wobei auch an eine Weiterentwicklung der Kulturleitlinien zugunsten der Senioren zu denken ist.

Unsere Stadtbücherei ist jetzt 24 Stunden und 7 Tage die Woche geöffnet!

Am Donnerstag, 11.9.14, fand in unserer Stadtbücherei der offizielle Startschuss für „onleihe Erft“ statt, dem Beginn der Ausleihe von eBooks. Jetzt ist auch unsere Stadtbücherei an den Verbund verschiedener Bibliotheken  des Erftkreises angeschlossen und ermöglicht den Download digitaler Medien.
Ohne zusätzliche Gebühr können die Nutzer unserer Stadtbücherei sich Romane, Sachbücher, aber auch Hörbücher, Kinder- und Jugendliteratur sowie Zeitungen und Zeitschriften herunterladen. Benötigt werden ein PC mit Internetzugang, lesen kann man die Medien u.a. auch auf einem eBook-Reader (nicht Kindle) oder Tablet. 3 Wochen können eBooks oder eAudios behalten werden, eZeitschriften einen Tag,eTageszeitungen 1-2 Stunden. Ausführliche Informationen für die Nutzer findet man unter „Hilfe“ auf  www.onleihe-erft.de.

Bürgermeister Walther Boecker, Kulturamtsleiter Andreas Walter, Büchereileiterin Karin Heinze und der Geeschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Frechen-Hürth in Alt-Hürth, die durch eine großzügige Spende die Onleihe unterstützt hat, waren mit mir zur Einweihung gekommen.

Weiteres auf der Homepage der Stadt Hürth

Sommerfest im Tierheim

Das Tierheim Helenenhof hatte zu seinem alljährlichen Sommerfest eingeladen und viele waren gekommen. Besonders schön ist es immer wieder für die Tierheimmitarbeiter, wenn Halter mit Ihrn Hunden vorbeikommen, die aus dem Tierheim stammen. Freudige Begrüßungsszenen sind die Regel und Herrchen oder Frauchen führen stolz vor, wie gut es ihrem Tier geht.

Viele Attraktionen ließen die meisten der Besucher sehr lange verweilen, Vorträge und Vorführungen zum Igelschutz und Erst-Hilfe-Maßnahmen beim Hund fanden großes Interesse.

EuleBesonders anziehend war die Greifvogelschau, aber auch die Katzen und Hunde des Tierheims lockten die Besucher an.

DSC_0401Selbst der Bürgermeister (im Bild rechts) und einige SPD-Politiker wie Stephan Renner (im Bild links) und Gerald Wolter aus Efferen statteten dem Tierheim einen Besuch ab.

Eltern der Gesamtschule und der Musikschule kritisieren die Pläne von CDU und Grünen zur Gesamtschule

Die Eltern der Gesamtschule, die erst am Mittwoch ihre Klassenpflegschaften gewählt hatten und dann sofort die Schulpflegschaft,  kritisieren sachlich aber massiv die Pläne von CDU und Grünen,  die Oberstufe im jetzigen Provisorium unterzubringen. Und sie organisieren sich, um die Ratsentscheidung am 9.9. im Sinne der Schüler zu verbessern.

Mein Ratskollege Heiko Twellmann stellt das gut in seinem Blog dar. (mehr hierzu)

Aber auch die  Musikschule ist betroffen. Wenn die Oberstufe die Räume der Dr.-Kürten-Schule benutzt, kann  Musikschule sie  nicht mehr ab 14 Uhr nutzen. Das bedeutet auch hier ein zweiter Standort.

Auch hier werden die Eltern aktiv. Sie haben an alle Fraktionen also auch an mich diesen sachlichen und informativen Brief geschickt.

 Elternbeirat_der_Musikschule_20140905

Wenn auch für die Musikschule weitere Räume bereitgestellt werden müssen, dürfte von der vermuteten  Ersparnis nichts mehr übrig bleiben. Die CDU und Grünen haben in Unkenntnis des genauen Sachverhalts im Planungsausschuss eine Fehlentscheidung getroffen. Es ist zu wünschen, dass sie die Kraft haben, diesen Fehler zu korrigieren.

CDU und Grünen kippen Baubeschluss für unsere Gesamtschule!

Fünf Tage nach der Eröffnungsfeier der Gesamtschule, bei der CDU und Grüne in der ersten Reihe saßen, legten beide Parteien überraschend mit einer Hau-Ruck-Aktion in der Sondersitzung des Planungsausschusses einen veränderten Baubeschluss vor, der auf einen Bau der Oberstufe verzichtet und stattdessen die Dr. Kürten-Schule dafür vorsieht.

Gegen den erbitterten Widerstand der SPD setzten CDU und Grüne diesen Beschluss durch, der jetzt noch vom Stadtrat am 9.9.14 abgesegnet werden soll.

Das Argument dieser beiden Parteien, hier könne ein Einspareffekt erzielt werden, läßt sich nicht halten, wenn man die massiven Umbaumaßnahmen in der Dr. Kürten-Schule berücksichtigt, den ökologisch unsinnigen Pendelverkehr zwischen zwei Standorten und die Zeitverzögerung des ganzenVorhabens .

Neben den pädagogischen Aspekten (wie soll eine Schule an zwei Standorten eine eigene Identität entwickeln?), die dem entgegenstehen, ist auf den drastischen Vertrauensverlust hinzuweisen, den Eltern, Lehrer und Schüler jetzt erleben, weil sie erfahren müssen, dass einmal gefaßte Beschlüsse nach Gusto geändert werden, sobald sich die Mehrheitsverhältniss geändert haben. Eine sachorientierte Politik sieht anders aus!

Wir von der SPD versuchen, die Bürger aufzuklären und ihnen klarzumachen, dass dieser Beschluss von CDU und Grünen ein Angriff auf das Projekt Gesamtschule bedeutet, weil Eltern ihr Kind lieber an einer Schule mit einem Standtort anmelden. Die Gesamtschule soll sich gut entwickeln, dafür braucht sie Planungssicherheit. Dafür stehen wir von der SPD.