Sommerfest 2018 „Am Gustav“

Am 15.9.18 feierte das Familienbüro „Am Gustav“ (Gustav-Stresemann-Ring in Efferen) sein Sommerfest. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren wurde das Familienbüro eröffnet. Es ist eine Anlaufstelle im Viertel mit Angeboten wie Müttercafé, Hausaufgabenbetreuung, Offenem Jugendtreff, Kochkursen für Babynahrung, Offenem Anwohnertreff, Beratung für pflegende Angehörige und Bücherangeboten, um nur einige zu nennen. In zwei Jahren hat es sich gut etabliert und wird rege angenommen.

Das Sommerfest bei strahlendem Sonnenschein wurde von vielen Familien, Anwohnern, aber auch Jugendpolitikern besucht. Auch das Gewandhaus, das preiswerte Bekleidung anbietet, war mit einem Stand vertreten. Das Gewandhaus hatte das Familienbüro Am Gustav mit einer Spende von 4000 Euro unterstützt. Hier zeigt sich Vernetzung von ihrer besten Seite.

Frau Petra Annen-Waizner (zweite von rechts) mit fröhlichen Gästen.

Wir freuen uns über diese gelungene Sozialraumprojekt und wünschen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Das IPZ ist gerettet!

Mitgliederversammlung beschließt
Weiterführung des Vereins

Seit 36 Jahren leistet das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit mit Sitz in Hürth positive Arbeit zur Förderung von internationalen Partnerschaften. Es berät Kommunen, Partnerschaftsvereine und Schulen in der Planung und Durchführung von Partnerschaftsprojekten. Besonders hervorzuheben ist die Beratung bei Anträgen zu Fördermitteln der Europäischen Union, hier ist seine Arbeit unersetzlich. Das IPZ führt Netzwerktreffen und Schulungen sowie Fachtage und Treffen mit Multiplikatoren durch. Mitglieder sind sowohl Kommunen als auch Partnerschaftsvereine, Regionen und Landkreise, Europainstitutionen und Einzelpersonen. Das Anliegen des IPZ ist, den Europa-Gedanken zu vertiefen und durch internationale Projekte zu stärken.

mehr über das IPZ hier

Leider kann die Arbeit des IPZ nicht dauerhaft durch Mitgliedsbeiträge und Kursgebühren finanziert werden. Die EU kürzte Fördermittel und strich die institutionelle Förderung. Die Arbeit ließ sich nur noch auf Kosten der Mitarbeiterinnen aufrechterhalten, die mit Reduzierung der Stundenzahl und Kurzarbeit loyal zum Verein standen. Jedoch konnte trotzdem keine dauerhafte Verbesserung erreicht werden. Deshalb wurde überlegt, nicht nur die Geschäftsstelle zu schließen, sondern auch den Verein aufzulösen.

Jedoch auf der Mitgliederversammlung am 7.9.18 in Bedburg war die einhellige Meinung, dass das Netzwerk mit 430 Mitgliedern und das Fachwissen für Praxisfragen der Partnerschaftsarbeit unbedingt erhalten bleiben sollte. Einstimmig wurde beschlossen, den Verein zu erhalten, jedoch mit schmerzlichen Einschnitten. Die Geschäftsstelle wird geschlossen, allen vier Mitarbeiterinnen wurde gekündigt. Aber: der Newsletter wird jeden Monat erstellt, Netzwerk und Fachwissen bleiben weiter verfügbar, da eine Honorarkraft einmal wöchentlich Auskünfte erteilt. Zwei-bis dreimal im Jahr werden kostenlose Treffen angeboten, die von Honorarmitarbeitern, Ehrenamtlern und dem Vorstand geplant und durchgeführt werden. Die Geschäftsführerin, Frau Noddeland, ist weiter für den Verein tätig, allerdings nur noch an einem Tag.

Nach dem Beschluss, den Verein nicht aufzulösen, wurde der Vorstand neu gewählt, Sascha Solbach bleibt Vorsitzender.

Der neue Vorstand des IPZ: (vlnr) Sascha Solbach, Isabell Kurz, Ricarda Kerl, Angelika Joormann-Luft, Anna Noddeland, Friedrich Löhr, Wolfgang Kunert, Marijke Mulder

Es ist sehr zu begrüßen, dass in der gegenwärtigen Stimmung, die auf Abschottung und Nationalisierung zielt, die Arbeit eines solchen Vereins, der internationale Projekte unterstützt, für mehr Europa wirbt und die Förderung gegenseitigen Austausches zum Ziel hat, erhalten bleibt.

In Zukunft wird auch in Hürth mehr von ihm zu hören sein.

Endlich! Die Rente ist zum Thema geworden!

Seit Jahren wird in der SPD versucht, das Thema Rente zu diskutieren und Vorschläge zur Sicherung der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zu machen. An der Basis, auf Landes- und Bundesparteitagen gab es Anträge zur Veränderung des Systems weg von der steuerlichen Unterstützung der kapitalmarktabhängigen Altersvorsorge hin zur Stärkung des gesetzlichen Umlagesystems.

Jedoch sind diese Vorschläge weder in das Programm zur Bundestagswahl noch in den Koalitionsvertrag eingeflossen. Die über 30 Anträge, die eine Abschaffung der Riester-Rente auf dem Bundesparteitag am 7.12.17 forderten, wurden in eine Kommission verwiesen, die es ein Dreivierteljahr später immer noch nicht gibt. Das einzige, was passiert ist, ist die Gründung einer Regierungskommission, die in zwei Jahren ein Konzept erarbeitet haben soll. Zu dem Wenigen, was im Koalitionsvertrag über die Rente steht, gehört die Vereinbarung, das Rentenniveau bis 2025 nicht unter 48% sinken zu lassen.

Nun hat Finanzminister Olaf Scholz in einem Interview die Forderung aufgestellt, das Rentenniveau nicht nur bis 2025, sondern bis 2040 nicht unter 48% sinken zu lassen. Dies ist sicher nicht die Lösung des Rentenproblems sondern nur eine Minimalforderung.

Dies ist aber unerlässlich, um die Altersarmut vieler Menschen zu verhindern, wenn ab 2025 die „baby boomer“ in Rente gehen.

Wünschenswert ist
➢ ein höheres Rentenniveau (mindestens 50%),
➢ die Aufgabe der Steuerbegünstigung der privaten Altersvorsorge,
➢ die Absicherung von Geringverdienern und vieles mehr.

Konzepte, die Armutsfestigkeit und Bezahlbarkeit im Blick haben, gibt es längst. Ideen dazu finden sich z.B. hier.

Daher geht es jetzt darum, dass die SPD ihre Aufgabe wahrnimmt, ihre Position in einer eigenen Kommission zu schärfen, damit sie in der Regierungskommission mehr Gewicht hat. Auf gar keinen Fall geht es darum, Scheindebatten zu führen, die die Jungen gegen die Alten aufhetzen oder die Bezahlbarkeit einer armutsfesten Rente in Frage stellen. Dies sind Ablenkungsmanöver, die nicht zum Ziel führen.

 

40 Jahre – Stadt Hürth undenkbar ohne die SPD

Hürth, wie wir es heute kennen und schätzen, wurde entscheidend geprägt von Personen der Kommunalpolitik, allen voran Gemeindedirektor Otto Räcke, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, in Hürth ein Zentrum zu schaffen. Fast 20 Jahre verfolgte er dieses Ziel, konnte im Ruhestand noch erleben, wie durch die Einweihung des Einkaufszentrums (1977) und die Verleihung der Stadtrechte „in Würdigung der intensiven Bestrebungen um eine Aufwärtsentwicklung“ 1978 seine Arbeit Früchte trug. (mehr über Otto Räcke hier)

Bei der Kommunalwahl im September 1979 errang die SPD erstmals seit Jahrzehnten mit hauchdünnem Vorsprung die absolute Mehrheit im Rat. Am 16. Oktober wurde Rudi Tonn zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Die folgenden Jahre waren prägend für die Entwicklung Hürths. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wurde mit der Planung des Baus von Rat- und Bürgerhaus begonnen.

Wenig später folgten das Jugendzentrum Bonnstraße und

die neue Feuer- und Rettungs­wache an der Luxemburger Straße. Im Herbst 1984 verteidigte die SPD die absolute Mehrheit souverän und Rudi Tonn wurde erneut zum Bürgermeister gewählt. Er blieb es insgesamt 20 Jahre lang. In seine Amtszeit fielen weitere Projekte, die unser Stadtbild heute nachhaltig prägen.

Dazu gehört unter anderem der Burgpark in Efferen, dann ab 1987 der Bau eines großen Freizeit-, Erholungs-, und Sportparks an der Sudetenstraße, den wir heute als Bürgerpark kennen,

sowie der Ausbau des Hallenbades zum Familienbad „De Bütt“.

Im September 1997 fuhr erstmals ein Stadtbus durch Hürth. Ziel war die Vernetzung aller Hürther Stadtteile durch ein leistungsfähiges Nahverkehrssystem. Mit inzwischen über drei Millionen Fahrgästen im Jahr entwickelte sich der Stadtbus zu einer Erfolgsgeschichte.

Die Stadtspitze 1996 (vlnr): Stadtdirektor Walther Boecker, Bürgermeister Rudi Tonn, Leiter der Stadtwerke Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder

Nach der neuen Gemeindeverfassung wurde 1999 erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister an die Spitze der Stadt gewählt. Die Hürther schenkten Walther Boecker, zuvor bereits drei Jahre Stadtdirektor, als Nachfolger von Rudi Tonn das Vertrauen. Seine Amtszeit war geprägt durch umfangreiche Investitionen im Bildungsbereich. Rund 2.400 neue Betreuungsplätze in Kindergärten und offenen Ganztagsschulen wurden in dieser Zeit geschaffen.

Sein größtes Projekt war die Einrichtung einer Gesamtschule in Hürth, die im August 2014 ihren Betrieb aufnahm und zum Schuljahr 2017/18 in ihren Neubau an der Sudetenstraße ziehen konnte. Inzwischen besuchen fast 500 Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule, Tendenz steigend.

In 30 der vergangenen 40 Jahre stellte die SPD entweder mit absoluter Mehrheit oder in Koalitionen mit kleineren Partnern die Ratsmehrheit.  In 37 Jahre davon stellte die SPD die Spitze der Verwaltung mit Gemeinde-  bzw. Stadtdirektoren oder Bürgermeistern. Viele der geschilderten, die Entwicklung der Stadt prägenden Entscheidungen wurden einmütig getroffen, bei einigen wie unter anderem dem Bürgerhaus, dem Jugendzentrum, dem Stadtbus oder zuletzt der Gesamtschule musste sich die SPD gegen zum Teil heftige Widerstände durchsetzen.

Doch letztlich haben die Entscheidungen die Stadt voran gebracht.

Im Juli 2018 feierte die Stadt die Verleihung der Stadtrechte. Ein buntes Musikprogramm, das 40jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr, aber auch eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen lockten zahlreiche Besucher an. Die Vereinsmeile am 15.7.18 machte deutlich, welch unterschiedlichen Aktivitäten viele Hürther nachgehen, zu denen Kultur, Bildung, Jugendhilfe, Kirchen, Umwelt, Flüchtlingshilfe aber auch Karnevals- und Schützenvereine und Ortsgemeinschaften gehören. Allen Beteiligten gebührt unser Dank für die umfangreichen Vorbereitungen und die zeitintensive Präsentation. Möge die fruchtbare Zusammenarbeit das Stadtfest überdauern!

Autoren: Lukas Gottschalk, Margit Reisewitz
Fotos: privat

Magdeburg ist eine Reise wert!

Das war die einhellige Meinung der Teilnehmer an der Studienfahrt nach Magdeburg vom 21.-25.6.18, die von der AG 60+ der Hürth SPD veranstaltet wurde. 33 Teilnehmer genossen ein breit gefächertes Programm. Es  begann mit einem Konzert für Orgel und Geige in der Dorfkirche von Biederitz . Thorsten Fabrizi  war vor einigen Jahren Chorleiter und Organist in Hürth.

Thorsten Fabrizi vor der Ladegast-Orgel in Biederitz

mehr über die Orgel hier

Der nächste Tag begann mit  einer Diskussion mit dem Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft in Sachsen-Anhalt, Jost Rieke, Er informierte über die aktuelle Wohnungssituation in Magdeburg.

Besonders hervorzuheben ist die etwas andere Stadtrundfahrt mit Willi Polte (Beitragsbild oben), Er war nach der Wende der erste frei gewählte OB in Magdeburg und konnte lebendig und als Zeitzeuge  von den städtebaulichen Projekten und Problemen berichten.  Eines seiner Anliegen war und ist, die Stadt durch Bäume schöner zu machen und für ein besseres Klima zu sorgen. (mehr über Dr. Wilhelm Polte hier) 

Die Rundfahrt endete an der  Stasi-Gedenkstätte Moritzhof, ein vielleicht etwas bedrückendes aber notwendiges Thema für politsch interessierte Menschen.

Magdeburger Politik mit spitzer Zunge und einem Schuss Humor präsentierte am Abend  dann Lars Johansen  eigens für unsere Gruppe. (mehr über Lars Johansen hier)

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Lukasklause, einem Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, in dem seit 1995 das Otto v. Guericke Museum untergebracht ist. Der berühmte Sohn der Stadt, die heute seinen Namen führt, war nicht nur Bürgermeister und Unterhändler bei den Friedensverhandlungen nach dem 30jährigen Krieg, er war auch ein Wissenschaftler, der das Vakuum entdeckte.

Berühmt sind die Magdeburger Halbkugeln, ein Experiment, das immer wieder auf dem Ottofest nachgestellt wird: acht Pferde können die vakuumierten Kugeln nicht voneinander trennen.

Aber sobald ein kleines Mädchen den Hahn öffnet, so dass Luft einströmt, fallen die Kugeln auseinander.

hier ein Nachbau einer Pumpe von Otto Guericke

Abgerundet wurde die Reise durch Abstecher nach Leipzig und Eisenach. Eine Reise mit vielen besonderen Eindrücken.

Was ist der Stadtspitze unsere Musikschule wert?

 Die Josef-Metternich Musikschule unserer Stadt ist für ihre gute Arbeit bekannt. Zur Zeit hat sie die Rekordzahl von 1800 Schülerinnen und Schülern. Damit erreicht sie rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen während ihrer Schulzeit. Regelmäßig nehmen einige von ihnen am Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil, viele erringen gute bis sehr gute Plätze. Das Sommerfest am 1.7.18 war ein großartiger Beweis dafür, welche Breite das Unterrichtsangebot umfaßt. Alle Altersklassen waren vertreten, das Programm erstreckte sich über mehr als vier Stunden.

Die Musikschule pflegt den Kontakt zu Schulen und Kindergärten; im Jekits-Projekt können Kinder sich mit verschiedenen Instrumenten vertraut machen, an den weiterführenden Schulen werden Workshops angeboten. Die Baglama (türkische Laute) wird so erfolgreich unterrichtet, dass es einen Bundessieger mit dem Instrument gab. Es hat Musikaustausche gegeben mit Polen und Chile, die für alle Beteiligten eine Bereicherung waren. In diesen Tagen erarbeiten zum vierten Mal Schüler und Lehrer ein Musical an der Deutschherrenschule.

Auch im Erwachsenen- und Seniorenbereich hat die Musikschule ihre Teilnehmerzahlen gesteigert, die Seniorenstreicherklasse und das Veeh-Harfen-Ensemble erfreuen sich großer Beliebtheit.

Dies ist nur eine Auswahl der vielen Projekte, die zusätzlich zum „normalen“ Unterricht stattfinden und von allen Musikschullehrern getragen werden. Motor und Seele dieser vielfältigen Aktivitäten ist der Musikschulleiter Ruddi Sodeman, der aber zum 31.10.18 in den Ruhestand gedrängt wird.

Jetzt ist die Ausschreibung für seine Nachfolge veröffentlicht, die mit aller Schärfe klarmacht, was der Stadtspitze unsere Musikschule wert ist. Sie sucht allen Ernstes einen Musikschulleiter ohne Musikstudium, ein Verwaltungsfachwirt erscheint ihr geeignet, die aufgelisteten vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. Ein musikpädagogisches Studium ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Auch soll die neue Leitung in einer niedrigeren Entgeltgruppe eingeordnet werden mit noch geringerem Gehalt in der Probezeit.

Diese Ausschreibung ist ein Schlag ins Gesicht des Personals unserer Musikschule. Abgesehen davon, dass die Einstellung einer Verwaltungsfachkraft als Musikschulleiter den Rauswurf aus dem Verband der Musikschulen bedeuten würde, hätte die Stadt auch den jährlichen Verlust von 15 000 Euro Förderung durch das Land zu verkraften. Dies wäre Geldverschwendung und ein Prestigeverlust.

Was also will unsere Stadtführung? Offensichtlich ist ihr der qualitativ hochwertige Fortbestand unserer Musikschule gleichgültig, man wünscht sich einen willfährigen Sachbearbeiter, der den Stadtoberen nicht in die Quere kommt. Hier ist Widerstand angesagt, um zu verdeutlichen, welcher Gefahr unsere Musikschule ausgesetzt ist.

30 Jahre Partnerschaft mit Argelès-sur-Mer

Vom 30.5. bis 3.6. besuchte eine Delegation der Stadt Hürth und des Partnerschaftsvereins Argelès-sur-Mer. Dies ist eine kleine Stadt in Südfrankreich nahe der spanischen Grenze mit Blick auf die Pyrenäen und einem breiten Sandstrand. Argelès hat zwar nur ungefähr 10.000 Einwohner, jedoch schwillt die Stadt in den Sommermonaten um ein Vielfaches an, da sie ein beliebter Touristenort ist.

Wir kamen mit einer Delegation aus Politik, Verwaltung und Partnerschaftsverein, um das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft zu feiern. Leider hatte unser Flug Verspätung, so dass wir nach der Landung in Barcelona und dem zweistündigen Transfer durch den Partnerschaftsverein von Argelès erst mitten in der Nacht im Hotel waren.

Wir laufen ein in den Hafen von Collioure

Am nächsten Morgen wurden wir mit den Schönheiten der Landschaft vertraut gemacht; ein Besuch des Nachbarortes Collioure, der zwar ein Fischerdorf ist, den aber Maler besonders wegen der Lichtverhältnisse lieben (am bekanntesten sind Derain, Braque, Matisse, Picasso als Vertreter des Fauvismus). Aber wir besichtigten nicht nur Collioure, wir fuhren auch über die Grenze nach Spanien und genossen die Landschaft im Schatten der Pyrenäen.

Aber am beeindruckendsten ist die Gastfreundschaft der Menschen in Argelès; wir wurden drei Tage lang verwöhnt mit katalanischen Spezialitäten, es gab eine reiche Auswahl an selbstgemachtem Essen, die uns mit liebevoll vorbereiteten Büffets präsentiert wurde.

Höhepunkte waren die offizielle Feier des Jubiläums mit Austausch von Geschenken sowie das Konzert des Argelès-Chores,der katalanische Lieder präsentierte und der auch ein wunderbares Essen vorbereitet hatte. Die Verständigung an den Tischen klappte immer besser mit Französisch, Englisch und Deutsch, wo bei sehr netten Gesprächen die Partnerschaft gefestigt wurde.

Wir danken dem Partnerschaftsverein von Argelès für seine großartige Gastfreundschaft, wir hoffen, dass die Partnerschaft noch mindestens weitere 30 Jahre besteht und freuen uns auf den Gegenbesuch im November.

Chaos im Rathaus: Jetzt verlässt uns auch der Leiter der Gebäudewirtschaft

Es häufen sich die Hiobsbotschaften, die klar machen: es läuft nicht rund in unserer Stadtverwaltung. Von vielen Projekten gibt es Negativschlagzeilen,

  • so wird die Kita Bussardweg nicht pünktlich fertig, so dass Notgruppen eingerichtet werden müssen, nur weiß keiner, an welchem Ort.
  • Die Schulhofsanierung der Carl-Orff-Schule verzögert sich, es soll erst im Sommer 2019 gebaut werden.
  • Für die Sanierung von St. Joseph, dem ehemaligen Gemeindezentrum, das die Stadt erworben hat, konnten keine Fördermittel eingeworben werden und ein Baubeginn wurde mehrfach verschoben.
  • Und weshalb wurde die Stelle der Leitung der Bücherei nicht rechtzeitig ausgeschrieben, so dass die Bücherei im Sommer geschlossen werden muss, weil die Nachfolgerin erst im Oktober kommen kann?

Und jetzt kommt die Nachricht, dass der Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft, Herr Stähler, zum 1. Oktober nach Neuss wechseln wird, wo er Betriebsleiter des städtischen Gebäudemanagements werden soll. Herr Stähler ist nicht der erste, der die Stadtverwaltung verlässt und er wird wohl auch nicht der letzte sein. (Siehe Rheinische Post vom 23.6.18)

Jetzt erheben sich einige Fragen:

  • Weshalb ist Bürgermeister Breuer nicht in der Lage, gute Leute zu halten?
  • Weshalb empfinden viele Mitarbeiter ihre Arbeit in Hürth als unerträglich?
  • Weshalb arbeitet der Bürgermeister mit einer sachgrundlosen Befristung nach der anderen?  Dies bedeutet mangelnde Planbarkeit für die Lebenssituation der Mitarbeiter und fehlende Wertschätzung ihrer Leistung.

Herr Breuer hat sich verpflichtet, zum Wohl der Stadt zu handeln. Er muss sich aber die Frage gefallen lassen, ob er das noch im Blick hat. Die SPD sieht jedenfalls die Entwicklung in der Stadtverwaltung mit Sorge.

Deutschherrenschule : Ein buntes Fest nach 60+1 Jahren

Am Samstag, 16.6.18 feierte die Deutschherrenschule ihr Sommerfest, dieses Mal unter dem Motto 60 +1 Jahr. Dieses Motto ist dem letzten Jahr zu verdanken, als das Jubiläum nicht gebührend begangen werden konnte, weil der Schulhof, der gründlich saniert und neu gestaltet worden war, nicht rechtzeitig fertig war. Bei diesem Schulhof, der der größte aller Grundschulen in Hürth ist, mussten Asphaltflächen gegen Pflaster ausgetauscht, die Kanäle saniert und die Zugänge zu den Gebäuden barrierefrei gemacht werden. Die Spielfläche wurde neu gestaltet, Spielgeräte zur Förderung von Konzentration und Motorik sowie eine Rollstuhlwippe wurden eingerichtet.

All dies konnte jetzt mit dem Sommerfest gefeiert werden. Getreu dem Motto 60+1 gab es traditionelle Spiele wie Sackhüpfen und Dosenwerfen. Jede Klasse hatte einen Stand, an dem ein Spiel angeboten wurde; der Förderverein verkaufte Schul-T-Shirts und die Tombola war so beliebt, dass schon vorzeitig alle Gewinne ausgegeben waren.

Die Schulleiterin Kerstin Schiel (rechts) freut sich mit der ganzen Schule.

Wir freuen uns mit der Schule über den schönen Schulhof und wünschen ihr weiterhin alles Gute bei ihrer erfolgreichen Arbeit.