Neue Leitungen in Stadtbücherei und Musikschule

Die neuen Leitungen von Musikschule und Stadtbücherei stellten sich vor

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder (KSB) stellten sich am 5.6.19 die neuen Leitungen der Stadtbücherei, Frau Barbara Hoevels, und der Musikschule, Herr Thorsten Roth, vor, weil die SPD darum gebeten hatte.

Herr Roth ist ausgebildeter Kapellmeister, er hat bereits Musikschulen in Nördlingen und Kloten geleitet. Zu Beginn seines Vortrages erläuterte er, dass die Josef-Metternich-Musikschule rund 1800 Schülerinnen und Schüler habe, davon ungefähr 200 in Zusammenarbeit mit dem Förderverein. Er dankte dem Förderverein für seine Arbeit. Dann beschrieb er seine Vorstellungen zum Unterricht. Er legt besonderes Gewicht darauf, die Freude am Musizieren zu vermitteln, da für ihn Musik zur Persönlichkeitsbildung gehört. Dabei sieht er aber auch, welche Bedeutung das Vorspielen für die musikalische und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hat. Er will nicht nur Einzelunterricht, sondern auch das Musizieren in Ensembles weiter fördern.

Er wird die Projekte weiter fortführen, für die bereits Mittel bewilligt sind. Eine Wiederaufnahme des Musicalprojektes an der DHS sieht er frühestens im Herbst 2020.

Die neue Leiterin der Stadtbücherei, Frau Hoevels, die vorher Leiterin der Stadtbücherei in Burscheid war, stellte zu Beginn die Herausforderungen von Büchereien im allgemeinen dar. Sie nannte Stichworte wie Dritte Orte, Open Library, Bücherei als Lernort. Für uns in Hürth ist nur der letzte Aspekt von Bedeutung, die Bücherei als Lernort funktioniert, besonders für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.

Das Selbstverbuchungssystem (RFID) soll ab Juli 2019 zum Einsatz kommen. Die Etikettierung und Erfassung sind abgeschlossen. Entgegen den ursprünglichen Plänen wird der Rückgabeautomat im Vorraum der Bücherei stehen, dafür sind noch bauliche Veränderungen nötig. Die Umstellung erfordert von Nutzern und Personal Eingewöhnungszeit.

Es ist unsicher, ob es wieder einen Sommerleseclub für Schülerinnen und Schüler geben wird, aber eine Schließung der Bücherei wie im letzten Sommer ist nicht vorgesehen. Für Werbeaktionen ist ein Flyer angedacht, da es die geplante Werbeaktion des Kreises nicht gegeben hat.

Als Fazit der beiden Vorträge ist festzuhalten, dass der Betrieb in beiden Einrichtungen jetzt wieder normal verlaufen kann. Denn es muss gesagt werden, dass die Stadtverwaltung die Neubesetzung lange hinausgezögert hat, so dass der Übergang holprig verlief. Im Fall der Stadtbücherei musste erstmalig 3 Wochen im Sommer geschlossen werden, in einer Zeit, die bevorzugt fürs Lesen genutzt werden kann.

Im Fall der Musikschule war es noch schlimmer: Die Stelle des Musikschulleiters blieb zweieinhalb Monate unbesetzt. Gleichzeitig ging die langjährige Sekretärin in Ruhestand, so dass kein erfahrener Ansprechpartner vorhanden war und keine geordnete Übergabe erfolgen konnte. Diese Politik wird zu Ungunsten der Nutzer und auf dem Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen, die diese Defizite ausgleichen müssen. Auf diese Weise hat Herr Roth bereits jetzt 100 Überstunden angehäuft.
Und für die Stadtkasse sind auch Einnahmeausfälle zu befürchten. Manche Anmeldung zum Musikunterricht dürfte unterblieben sein, weil das Büro nicht besetzt war, oder wurde zurückgezogen, weil keine zeitnahe Bestätigung erfolgte.

Es ist zu hoffen, dass sich die Situation bald beruhigt und die gute Arbeit von Stadtbücherei und Musikschule weitergeführt wird.

Wir wünschen beiden Leitungen alles Gute, eine glückliche Hand in ihren Entscheidungen mit Impulsen für die Zukunft.

Besuch im Chemiepark Knapsack

Die AG 60+ der Hürth SPD besuchte am 17.5.19 den Chemiepark Knapsack. Nach der kurzen Busfahrt vom ZOB am Hürth Park stand eine Präsentation über den Chemiepark auf dem Programm. Günther Geisler, ehemaliger Mitarbeiter und Mitglied der Pensionärsvereinigung Knapsack, versorgte die Besucher mit Zahlen und Fakten.

Am Standort Knapsack wurde 1907 eine Anlage zur Produktion von Kalkstickstoff eröffnet, entscheidend für die Lage war die Nähe zum Energieträger Braunkohle. Kalkstickstoff wurde in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Es entwickelten sich Produktionsstätten für Phosphor; nach dem Abbau der Phosphorchemie wurden die Chlorchemie und die Herstellung von Kunststoff und Pflanzenschutzmitteln zum Kerngeschäft.
Der Chemiepark in seiner heutigen Form wurde 1998 gegründet, wobei die Hoechst AG in verschiedene Geschäftsbereiche aufgespalten wurde. Als Betreibergesellschaft für den Chemiepark fungiert bis heute die Infraserv Knapsack. Allerdings wurde uns Besuchern gesagt, dass sich dieser Name in Kürze ändern soll.

Nach dem Vortrag von Herrn Geisler wurde vom Kraftwerksleiter, Herrn Dirk Böhme, die Funktionsweise der Ersatzbrennstoffkraftwerks (EBKW) erläutert. Das EBKW verbrennt 300.000 Tonnen Abfall pro Jahr, der Bunker fasst 10.000 Tonnen vorsortierte Gewerbe- und Industrieabfälle, die speziell aufbereitet angeliefert werden. Die Besucher konnten dem Kranführer über die Schulter schauen, der die Abfälle dann mit seinem Greifer in den Aufnahmetrichter gibt. Der riesige Greifer fasst 5 Tonnen Abfall und könnte mit wenigen Griffen einen LKW vollladen. Die Abfälle werden bei 850° verbrannt. Dadurch werden auch Dioxine und Furane zerstört. Mit der Wärmeenergie der Kessel werden stündlich etwa 140 t Dampf erzeugt, der mit einem Druck von 60 bar und einer Temperatur von 420° eine Turbine für einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. So werden ca. 234.000 Megawattstunden elektrische Energie für den Chemiepark erzeugt, dies entspricht dem Bedarf von 68.000 Haushalten. Im Vergleich zur Stromerzeugung aus Braunkohle spart dieses Verfahren 92.000 t CO2 ein.
Zukünftig soll auch Klärschlamm verbrannt werden, der nicht mehr als Düngemittel auf den Feldern ausgebracht werden darf.

Nachdem die Besucher Schutzwesten, Helme und Schutzbrillen angelegt hatten, wurden sie durchs Kraftwerk geführt, wo sie die Prozesse nachvollziehen konnten.

Besuch in der Leitstelle

Das Mittagessen wurde in der Kantine eingenommen. Danach wurden die Besucher im Bus über das Gelände gefahren, um ihnen einen Eindruck vom Chemiepark zu verschaffen.

Viele der Besucher hatten eine persönliche Beziehung zum Chemiepark, sei es, dass sie selbst früher dort beschäftigt gewesen waren oder dass Verwandte oder Bekannte jetzt noch dort arbeiten. Das machte es für sie besonders interessant.

Wir danken dem Chemiepark für die kompetente Führung und die gute Bewirtung.
Da nicht alle Interessenten berücksichtigt werden konnten, gibt es am 6.9.19 noch einmal die Gelegenheit, diesen Besuch durchzuführen. Wir freuen uns darauf.

Mehr Sicherheit für alle Schulkinder!

Bürgerproteste haben kürzlich dazu geführt, dass die Stadtverwaltung an der Carl-Orff-Schule die Einrichtung von Hol- und Bringzonen prüfen wird. Die SPD fordert eine solche Prüfung seit langem auch für die Deutschherrenschule in Hermülheim. Und auch an der Sudetenstraße beim ASG und der Gesamtschule gibt es nach Aussage der Schulleitungen Handlungsbedarf.

Viele Grundschüler werden zur Schule mit dem PKW gebracht. Manche Eltern meinen, ihr Kind fast in den Klassenraum fahren zu müssen. Ein Mittel dagegen sind die Hol- und Bringzonen, die lt. ADAC mindestens 150 m, am besten aber mehr als 250 m von der Schule entfernt liegen sollen. Das Ziel ist, dass

  • alle Kinder durch den gut geplanten Weg zur Schule Sicherheit im Straßenverkehr erlernen
  • kritische Situationen und Unfälle vermieden werden
  • die Anlieger in der Umgebung entlastet werden

Die Einrichtung solcher Zonen ist aber nur ein Teil eines umfassenderen Konzepts. Im Leifaden für die Praxis „Das Elterntaxi an Grundschulen“ des ADAC von 2018 ist dies leicht verständlich nachzulesen.

Viele Teile dieses Konzepts hat die Schulleitung bereits durchgesetzt. So gibt es z.B. regelmäßig Aufklärungsaktionen der Eltern mit Anregungen zur Verkehrserziehung und „Denkzettelaktionen“, bei denen in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt dem Nachdruck verliehen wird. Es fehlen aber die geeigneten Hol- und Bringzonen und die damit verbundenen Maßnahmen. Gelegentlich ist es ja nötig, doch den PKW zu nehmen, dann aber bitte nur bis zu einer der Bringzonen!

Nicht zuletzt wegen der Aufhebung der Schulbezirke im Jahr 2006 durch die CDU-geführte Landesregierung wählen Eltern leider nicht unbedingt die nächste Grundschule und sorgen so für Autoverkehr.

Schwarz-Grün bestreitet die Notwendigkeit für die DHS, verweigert sogar eine Prüfung der Verhältnisse und verweist auf eine andere Schule, bei der die Situation nicht so kritisch sei. Ein kurzer Blick auf den Stadtplan sollte genügen, um zu erkennen, dass die Lage der Deutschherrenschule mit dem Sackgassensystem besonders gefährlich ist und ein Eingreifen erfordert.

Die Kinder der Deutschherrenschule und der Carl-Orff-Schule sollten uns gleich wertvoll sein!

 

Eine Lösung für Elterntaxis?

Der Verkehr in unserer Stadt ist oft anstrengend, besonders zu den Stoßzeiten. Extrem stressig geht es aber morgens vor den Schulen zu, wo Eltern ihre Kinder mit dem Auto hinbringen. Of kommt es dabei zu gefährlichen Situationen, wegen Zeitdruck und Enge der Straße.

Eine Lösung könnten die sog. Hol-und Bringzonen sein, wo Eltern ihre Kinder absetzen können, so dass sie von dort aus zur Schule gehen.

Die SPD hatte bereits 2016 einen Antrag zur Einrichtung solcher Kurzzeitparkplätze für die Deutschherrenschule und das ASG in den Schulausschuss eingebracht. Beide Schulen hatten sich dafürausgesprochen. Leider aber lehnten CDU/Grüne diesen Vorschlag ab.

Ausgelöst durch Bürgerproteste ist nun in der Verwaltung ein Denkprozess in Gang gekommen, der unsere Idee wieder aufnimmt. An der Carl-Orff-Grundschule könnte es Hol-und Bringzonen geben, in denen die Kinder abgesetzt werden können. Wir werden deshalb einen erneuten Vorstoß unternehmen, die gefährliche Situation an der Deutschherrenschule und dem ASG zu entschärfen. Wir hoffen, dass die Mehrheit sich dieses Mal anschließt, damit wir gemeinsam zum Wohle unserer Stadt handeln.

Leben im Alter wird zu immer wichtigerem Thema

Die SPD-AG 60+ lud zu einer Informationsveranstaltung unter dem Titel «Wie kann der Übergang von der Erwerbsarbeit in den Ruhestand gelingen?»

Viele Menschen, die ein ganzes Leben lang erwerbstätig gewesen sind, fallen mit der Verrentung von einem Tag auf den anderen in ein tiefes Loch. Wie aber kann dies verhindert werden? Dieser wichtigen Frage in einer statistisch immer älter werden Gesellschaft widmete sich die Arbeitsgemeinschaft 60+ des SPD-Ortsvereins in Hürth am 14. März mit der Veranstaltung: «Wie kann der Übergang von der Erwerbsarbeit in den Ruhestand gelingen?» Als Referenten hatte die SPD-AG 60+ Wilbert Gregor eingeladen. Der ehemalige Mitarbeiter der ver.di-Landesleitung in Nordrhein-Westfalen ist selbst verrentet und schult in Vorträgen Senioren, Arbeitnehmer und Betriebsräte in Bezug auf Strategien, die den harten Bruch nach dem Arbeitsleben verhindern können.

Gegen den Begriff Ruhestand

Nach Begrüßung der Anwesenden übergab Margit Reisewitz, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hürth, an den Redner. Der begann seinen Vortrag mit einer künstlerischen Darstellung der zehn Lebensalter des Mannes. Der Druck aus dem 19. Jahrhundert zeigte nicht nur die Entwicklung vom Säugling zum Greis, sie stellte den Mann auch als den Ernährer und Gestalter der Familie in den Vordergrund. In der heutigen Zeit, in der sich das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft verändert hat, sei das berufliche Umfeld größtenteils verantwortlich für Prestige, Selbstwertgefühl und soziale Anbindung, führte Gregor aus. Umso schwerwiegender sei es, wenn mit der Rente dieses Umfeld wegfalle. Dies habe oft sogar Folgen für körperliche und geistige Gesundheit sowie die Lebenserwartung der Ruheständler, ließ Gregor wissen. Der Referent wandte sich an dieser Stelle auch entschieden gegen den Begriff Ruhestand. Er empfände ihn als problematisch, weil er Passivität und Leere suggeriere.

Wilbert Gregor

Arbeitgeber nicht interessiert

Die Strategien, die Gregor vorstellte, um sein Leben auch nach dem Beruf bewusst zu gestalten, fasste er unter zwei Überschriften zusammen: «Aktiver Erhalt der geistigen und körperlichen Fitness» sowie «Frühzeitige Vorbereitung auf den letzen Arbeitstag und die Zeit danach». Vor allem zum letzten Punkt gebe es derzeit noch wenig Forschung, ließ er wissen und unterstrich, dass sich Arbeitgeber dafür auch kaum interessierten, weil ihnen dies wirtschaftlich keinerlei Vorteile biete. Gregor empfahl deshalb, sich mindestens ein halbes Jahr vor Ablauf der Berufstätigkeit auf die Zeit danach vorzubereiten. Allerdings sei es empfehlenswert, viel früher zu starten und sich kontinuierlich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Dazu zählten nicht nur Vorsorgemaßnahmen, ein regelmäßiges Fitnessprogramm, eine ausgewogene Ernährung und maßvoller Umgang mit Alltagsdrogen, sondern auch anhaltende Lernaktivität, Pflege sozialer Kontakte sowie bewusst gelebte Zärtlichkeit bis ins hohe Alter.

„Unsere Veranstaltung ist ein Baustein zu einer Bewusstseinsveränderung.“

Margit Reisewitz dankte im Anschluss an den Vortrag dem Redner und zeigte sich sehr zufrieden mit den Diskussionsbeiträgen aus dem Publikum: „Ich freue mich, dass trotz des ungemütlich stürmischen Wetters so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger zu dieser Veranstaltung gekommen sind. Trotz der Anhebung des Rentenalters wird die nachberufliche Lebensphase mit steigender Lebenserwartung länger. Diese Lebensphase sollte bewusst und frühzeitig vorbereitet werden, dafür muss aber erst einmal ein Bewusstsein geschaffen werden. Unsere Veranstaltung ist ein Baustein zu einer solchen Bewusstseinsveränderung, die in den kommenden Jahren aus der Gesellschaft in die Politik und Verwaltung getragen werden muss. Die SPD-AG 60+ bleibt am Ball, damit dies auch geschieht

Die Grundrente: ein Schritt in die richtige Richtung

Sehr erfreulich ist, was in den letzten Tagen durch die Presse ging: die SPD will eine Grundrente, die diesen Namen auch verdient. Wer mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, soll eine Rente beziehen, die deutlich über der Grundsicherung liegt. Dabei wird die Rente um einen Zuschlag erhöht, wenn mindestens 35 Jahre Pflichtbeitragszeiten nachgewiesen werden können, dazu zählen auch Kindererziehung und Pflege von Angehörigen. Damit soll denjenigen, die ein Leben lang gearbeitet haben, Respekt und Anerkennung gezollt und Altersarmut verhindert werden.

Weshalb lehnt die SPD die Bedürftigkeitsprüfung ab?

Der Rentenanspruch nach einem Arbeitsleben ist keine Fürsorgeleistung, sondern eine Berechtigung, die durch Erwerbstätigkeit erworben worden ist. Deshalb ist es unlauter, die Zahnarztgattin (die im übrigen auch gearbeitet haben muss) vorzuschieben, um von 3 bis 4 Millionen Menschen den Nachweis zu verlangen, dass sie bedürftig sind. Erfahrungsgemäß werden viele aus Scham sich dieser Prüfung nicht unterziehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass von den zu niedrigen Renten 75 Prozent Frauen betroffen sind, die in Teilzeit gearbeitet haben, weil sie Kinder erzogen haben und oft nach der Babypause keine Vollzeitstelle gefunden haben.

Die Grundrente, wie sie die SPD vorschlägt, richtet sich auch nicht gegen die Jüngeren, sie wird aus Steuermitteln bezahlt,weil sie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wenn mehr Tarifbindung und bessere Lohnentwicklung geschaffen werden, wie sie die SPD anstrebt, werden die Kosten für die Grundrente in den kommenden Jahrzehnten nicht ansteigen.

Die Grundrente kommt in keiner Weise zu früh: Es wird immer wieder behauptet, Altersarmut sei noch kein zahlenmäßig relevantes Problem, da nur 3% der Senioren im Augenblick auf Grundsicherung angewiese seien. Allerdings hat man bei dieser Berechung Rentner und Pensionäre in einen Topf geworfen. Untersucht man nur die Gruppe der Rentner, sind 19,5% von ihnen von Altersarmut bedroht, das ist jeder Fünfte (Süddeutsche Zeitung, 21.2.19). Auch hat die Armutsgefährdung seit Jahren zugenommen; zehn Jahre zuvor war nur jeder Siebte betroffen. Also ist es Zeit, dieses Problem anzugehen.

Sicher lassen sich noch weitere Verbesserungen bei der gesetzlichen Rente denken. Dies muss die Aufgabe sein, die die SPD-Rentenkommissionen in NRW und Berlin erarbeiten müssen.

Wenn nun die Grundrente von CDU/CSU als nicht finanzierbar dargestellt wird, erhebt sich die Frage, warum die völlige Abschaffung des Solidaritätszuschlags finanzierbar sein soll, die genauso viel kosten wird? Allerdings ist hier die Zielgruppe eine anderen, nämlich die Topverdiener und nicht die Geringverdiener. Hier liegen die Prioritäten von CDU/CSU, die sie durch vorgeschobene Argumente gegen die Grundrente verschleiern wollen.

5 Jahre Leseclub Fridolin

5 Jahre Leseclub Fridolin an der Deutschherrenschule Hürth
Ein Grund zum Feiern

Seit November 2013 gibt es unseren Leseclub, der von der Stiftung Lesen ins Leben gerufen und seitdem tatkräftig unterstützt wurde. Leseclubs sind Teil des Bundesprogramms „Kultur macht stark, Bündnisse für Bildung“, das Projekte für Kinder fördert.

Wir erhielten als Erstausstattung kistenweise Bücher, Spiele, CDs, Filme Bastelmaterial, aber auch unser rotes Sofa, Regale, einen CD-Spieler und ein Tablet.

Von Anfang an treffen wir uns dreimal die Woche für zwei Stunden und lesen, malen, basteln und spielen mit den Kindern. Bis zu 50 Kinder kommen pro Woche zu uns, oft hören wir, dass sie gerne kommen. Wir sind sieben Betreuerinnen und Betreuer, also in jeder Gruppe doppelt besetzt. Als Teil der Angebote der Offenen Ganztagsschule und Kooperationspartner des Kinderschutzbundes sind wir eingebettet in die Struktur der Schule und Kommune.

Nach der ersten Förderphase, die am 31.12.17 endete, bewarben wir uns erneut um die Förderung durch die Stiftung Lesen und erhielten den Zuschlag schon bevor die Bewerbungsfrist endete. Wir führten das auch darauf zurück, dass wir jetzt neue Angebote machen konnten, z.B. kleine naturwissenschaftliche Experimente und Musik. Seit neuestem können Kinder bei uns den Umgang mit dem kleinen Computer Calliope lernen.

Wir wollten unser fünfjähriges Bestehen feiern und luden deshalb Gäste ein:

Die beiden MdBs Herrn Dr. Kippels und Herrn Dietmar Nietan, die Stadtspitze mit Herrn Breuer und Schuldezernent Herrn Menzel; Kinderschutzbund, Schulleitung, OGS und Presse. Aber ganz besonders wichtig war es uns, die Stiftung Lesen bei uns zu sehen, und wir hatten mit dem Hauptgeschäftsführer Herrn Dr. Maas einen hochrangigen Vertreter der Stiftung Lesen. Fast war unser Raum zu klein für Betreuer, Kinder und Besucher.

EIn schönes Bild unserer Ehrengäste findet man in dem Artikel des Hürther Wochenendes.

In der hinteren Reihe von links nach rechts Bürgermeister Breuer, MdB Dr. Kippels, MdB Dietmar Nietan, Dr.Maas von der Stiftung Lesen und Karolin Königsfeld vom Kinderschutzbund Hürth.

Die Kinder und die Schulleiterin Frau Schiel begrüßten die Gäste mit dem Schullied: „Wir sind die KInder von der DHS“

Die drei Gruppen des Leseclubs zeigten ganz unterschiedliche Aktionen.

Die Dienstagsgruppe las aus dem Buch unserer Betreuerin, Frau Filiz Kücükaksu (Bildmitte), die selbst Kinderbuchautorin ist, vor.

Die Mittwochsgruppe nahm das Kamishibai (japanisches Erzähltheater), um zwei selbstgeschriebene Geschichten, die die Kinder illustriert hatten, vorzustellen. Das Kamishibai ist ein Geschenk der Stiftung Lesen, die auch 15 fertige Bildgeschichten geschickt hat.

Ob der Ehrengast (nicht im Bild) die Frage beantworten kann?

Die Donnerstagsgruppe ging der Frage nach, ob Schneemänner tauchen können. Nachdem die Besucher gefragt worden waren, gaben die Kinder die Antwort mit einem Teelicht und einem Bierglas.

Am Schluss zeigten Schüler unter Anleitung von Rolf Reisewitz, wie der Computer Calliope programmiert wird, um eine Botschaft zu bringen.

erklären

ausprobieren

programmieren

 

 

 

 

Herr Dr. Maas von der Stiftung Lesen zeigte sich beeindruckt. Er lobte die Arbeit unseres Leseclubs und ermunterte uns, in unseren Bemühungen fortzufahren. Auch die anderen Ehrengäste würdigten unseren Leseclub und sprachen ihren Dank aus.

Wir freuen uns über dieses Lob und fühlen uns bestätigt.

An dieser Stelle möchte ich persönlich allen Beteiligten meinen Dank aussprechen für Engagement und Unterstützung: unseren Betreuerinnen und Betreuern, die jede Woche in den Leseclub kommen; der Stiftung Lesen, die uns Materialien und Fortbildungen gibt; der Schulleitung, die immer ein offenes Ohr hat; der OGS, die die Gruppen organisiert und uns in Alltagsdingen hilft; dem Kinderschutzbund, der mit uns zusammenarbeitet. Zu guter Letzt bedanken wir uns bei unseren Gästen, die teilweise weite Wege auf sich genommen haben, um zu uns zu kommen.

Wir starten zuversichtlich in die nächsten fünf Jahre.

Zypern ist ein besonderes Land

Zypern ist die drittgrößte Mittelmeerinsel und gehört geographisch zu Asien, fühlt sich aber Europa verbunden. Dies wurde uns deutlich, als wir den Jahreswechsel in Limassol verbrachten.

Ausgrabungsstätte Chirokitia – Jungsteinzeit

Nicht nur die Spuren aus der Jungsteinzeit und dem Mittelalter sind interessant, sondern auch die aktuelle politische Situation gibt Anlass zu Gesprächen.

Eines dieser Gespräche fand am 3.1.19 mit dem Europa-Abgeordneten Costas Mavridis und Georgios Papaiacovou als Übersetzer statt, der unserer Reisegruppe das Thema Europa und Zypern näher brachte. Er begann mit einem flammenden Bekenntnis zu Europa , besonders zur Rechtsstaatlichkeit (Rule of Law), die ein Alleinstellungsmerkmal Europas gegenüber vielen Staaten der Welt ist.

Costas Mavridis (m) Georgios Papaiacovou (r)

Er erläuterte dann die Situation Zyperns, das eine geteilte Insel mit einer geteilten Hauptstadt ist. Costas Mavridis und auch Georgios Papaiacovu stammen beide aus dem Norden Zyperns und beide schilderten, wie sie die Intervention der Türkei im Sommer 1974 erlebt haben. Diese Erfahrung ist auch nach fast 45 Jahren nicht verwunden; Costas Mavridis schilderte uns, dass es für ihn schwer war, sein Geburtshaus zu besuchen, das jetzt von türkischen Zyprioten bewohnt wird. Denn nach der Invasion wurde jeder dritte Zypriote zum Flüchtling im eigenen Land, 200 000 griechische und 60 000 türkische Zyprioten verließen ihre Heimat und brauchten eine neue Unterkunft.

Bis heute ist das Trauma von 1974 nicht überwunden, die vielen Versuche, eine Einigung herzustellen, sind gescheitert. Am bekanntesten ist der Annan-Plan der Vereinten Nationen von 2004 mit zuletzt 6000 Seiten, der jedoch von den griechischen Zyprioten mit 76% abgelehnt wurde. Laut Costas Mavridis war der Hauptgrund dafür, dass die Türkei ihr Interventionsrecht behalten sollte. Auch die jüngsten Verhandlungen sind im Juli 2017 ergebnislos geblieben.

Seit dem 1. Mai 2004 ist Zypern Mitglied der Europäischen Union. Die Hoffnung, dass sich die Türkei an die EU annähert und dadurch eine Wiedervereinigung ermöglicht wird, hat sich nicht erfüllt. Ein neuer Konfliktstoff ergibt sich aus den Erdgasvorkommen, die im Meer südlich von Zypern entdeckt worden sind und an denen die Türkei Anteil haben will.

Wie kam es nun zu dieser verfahrenen Situation?

Im Sommer 1974 putschte die zyprische Nationalgarde gegen den Erzbischof und Präsidenten Makarios III mit dem Ziel der Enosis, der Vereinigung der Insel mit Griechenland. Makarios wurde zwar gestürzt, aber der Putsch scheiterte. Trotzdem intervenierte die Türkei und griff den Norden der Insel an. Seitdem besteht die Teilung der Insel mit der Republik Zypern im Süden und der Türkischen Republik Nordzypern, die aber nur von der Türkei als Staat anerkannt ist.

Was das Zypernproblem praktisch bedeutet, hat unsere Reisegruppe zweimal erfahren, als wir die „Grüne Linie“ überschritten. So heißt die Demarkationslinie, die den Norden vom Süden trennt, 180 km lang und mehrere Kilometer breit (Pufferzone). Am Grenzübergang werden die Pässe im Bus eingesammelt, die Reiseleiterin gibt sie zur Kontrolle an griechische Grenzbeamte. Überwacht wird die Grenze von Uno-Soldaten, die seit 1964 im Land stationiert sind, um Feindseligkeiten zwischen den Volksgruppen zu verhindern.

Nach der Passkontrolle auf griechischer Seite erfolgt dasselbe Vorgehen auf türkischer Seite. Eine halbe Stunde Wartezeit hat das Ganze gedauert. Zusätzlich wird jeder Reisegruppe ein türkischer Beobachter zugesellt, der mithört, was die Reiseleitung sagt. Es soll schon Verhaftungen von Reiseleitern gegeben haben, die unvorsichtig in ihrer Wortwahl waren.

Beeindruckt waren wir am Schluß unseres Gespräches mit Costas Mavridis, als er eine gerechte Lösung des Zypernproblems forderte, für alle Zyprioten, aber besonders für die junge Generation.

Das Zypernproblem ist eine Herausforderung für Europa, eine schnelle Lösung scheint nicht in Sicht, trotzdem sollte es nicht von der Agenda verschwinden.

5 Jahre Jugendschöffin – eine wichtige Zeit für mich

Jugendschöffen haben eine besondere Aufgabe

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, damit geht auch die Wahlperiode 2014-1018 zuende, in der ich als Jugendschöffin berufen war. Schöffen sind ehrenamtliche Richter in der Strafgerichtsbarkeit, die dieses Amt mit einem hauptamtlichen Richter versehen. Schöffen dienen als Bindeglied zwischen Staat und Bürger. Jeder deutsche Staatsbürger kann innerhalb bestimmter Altersgrenzen Schöffe werden. Weitere Voraussetzungen sind Unbescholtenheit, Beherrschung der deutschen Sprache und Gesundheit. Mitglieder der Exekutive (z.B. Polizisten, Regierungsmitglieder) oder Judikative (Richter, Staatsanwälte) dürfen keine Schöffen sein.

Das Auswahlverfahren wird durch die Gemeinde vorgenommen, in der derjenige wohnt, der sich für das Schöffenamt interessiert. Eine Vorschlagsliste, die von verschiedenen Organisationen zusammengestellt werden kann, wird vom Stadt- oder Gemeinderat verabschiedet. Im Fall der Jugendschöffen verabschiedet der Jugendhilfeausschuss die Liste. Falls keine Einsprüche erfolgen, wird die Liste an das zuständige Amtsgericht (in meinem Fall also Brühl) weitergeleitet. Nun entscheidet der Schöffenwahlausschuss mit einem Amtsrichter/Jugendrichter, einem Verwaltungsbeamten und 7 kommunalen Vertrauenspersonen über die Berufung der Hauptschöffen.

Ich trat also mein Amt 2014 an. Die Termine der Sitzungen werden ein Jahr im voraus bekanntgegeben. Sie fanden aber nicht jeden Monat statt, dauerten auch unterschiedlich lang. Die längste zog sich über einen ganzen Tag hin. Bei dringenden anderen Terminen kann man sich vorher schriftlich entschuldigen. Beim Jugendschöffengericht sind zwei Schöffen und ein Richter eingesetzt. Vor der Sitzung werden die Schöffen vom Richter im Nebenraum in den Fall eingeführt, eine Akteneinsicht gibt es aber nicht, sie ist nicht vorgesehen.

Mit dem Betreten des Sitzungssaals durch den Richter und die Schöffen beginnt die Verhandlung. Es werden die Personalien der Angeklagten festgestellt. Danach beginnt die Beweisaufnahme, in der sich die Angeklagten äußern können. Auch die Schöffen können Fragen stellen. Nach der Beweisaufnahme folgen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Eine Besonderheit im Jugendstrafrecht ist, dass die Jugendgerichtshilfe oder Jugendhilfe im Strafverfahren (JuHiS) um Stellungnahme gebeten wird. Diese Stellungnahme fußt auf Gesprächen mit den straffällig gewordenen Jugendlichen oder Heranwachsenden, in denen die Persönlichkeit der Täter, ihre sittliche und geistige Reife, ihre Lebens- und Familienverhältnisse sowie die Tathintergründe besprochen und eingeschätzt werden. Die Mitarbeiter der JuHiS geben eine Prognose über das weitere Verhalten der Jugendlichen ab.

Nachdem alle Parteien gehört worden sind, zieht sich das Gericht zur Beratung zurück. Dabei werden die vorgetragenen Fakten und die Eindrücke, die die Angeklagten (ggfs auch Zeugen) gemacht haben, bewertet. Danach wird ein Urteil gefällt. Die Schöffen haben dabei dieselben Stimmrechte wie der Richter.

Nach der Beratung begibt sich das Gericht wieder in den Verhandlungsraum, wo das Urteil im Stehen verkündet wird. Die Urteilsbegründung erfolgt dann im Sitzen. Sie kann durchaus länger dauern. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung haben die Möglichkeit der Revision.

Was sind das nun für Anklagepunkte, die im Jugendschöffengericht verhandelt werden? Die meisten Straftaten betreffen Nötigung, Erpressung, Körperverletzung, Diebstahl, Drogenhandel. In Hürth gab es 2017 291 Fälle, 213 der Angeklagten waren männlich. Die Strafen unterscheiden sich jedoch vom Erwachsenenstrafrecht. Das Jugendstrafrecht stellt den erzieherischen Aspekt in den Mittelpunkt. Maßnahmen werden ergriffen, die ein erneutes delinquentes Verhalten verhindern sollen. An erster Stelle stehen hier die Ableistung von Sozialstunden, Teilnahme an Verkehrskursen, Anti-Gewalt-Training, Betreuungsweisung sowie Täter-Opfer-Ausgleich. Auch Geldbußen sind möglich, in einigen Fällen auch Arrest. Bei den meisten Tätern scheint dieses Vorgehen zu funktionieren, Wiederholungstäter habe ich selten erlebt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Jugendgerichtshilfe die Jugendlichen auch nach dem Urteil weiter begleitet. Sie hat nicht nur die Aufgabe, bei der Erfüllung der Auflagen und Weisungen zu helfen und diese zu überwachen. Aber auch bei Schwierigkeiten, die der Jugendliche durch das Strafverfahren in der Familie, Schule oder Arbeitsstelle bekommen könnte, hilft die JuHiS, so dass die Betreuung nicht mit der Urteilsverkündung endet.

Die Aufgabe eines Jugendschöffen ist sehr interessant, sie verschafft Einblicke in das Handeln Jugendlicher und in das Jugendjustizsystem – und es macht nachdenklich.

 

MINT-Förderung in Hürth ja! – Aber richtig!

Der Bürgermeister gibt allzu oft Studien in Auftrag, die nicht die erwartete Qualtität haben.
Z.B. enthielt die Organisationsuntersuchung von Rödl & Partner 2017 erhebliche fachliche Mängel, die auch heute noch die Arbeit erschweren. Ein Schulentwicklungsplan war so mangelhaft, dass er nicht verabschiedet werden konnte. Und nun möchte er ein Gutachten in Auftrag geben, „ob und wie mehr mathematisch-naturwissenschaftlicher Unterricht vermittelt werden kann“.

Was passiert in den Schulen in Sachen MINT-Förderung in den nächsten ein bis zwei Jahren durch diesen Auftrag? – Nichts!
Erst danach könnten weitere Ausgaben positive Wirkungen erzielen. Und wenn dieses Gutachten Rödl-Qualität haben sollte, sind Zeit und ungefähr 50.000 Euro verloren.

Wer sich auf den Homepages unserer Schulen umsieht, wird erfreut sein, was sich bei uns im MINT-Bereich tut.

Wir haben hier viele engagierte, kompetente Lehrer, die ihre Schüler kennen, die wissen, über welche Ressourcen sie verfügen und welche fehlen. Und Sie kennen Methoden und Ressourcen, die erfolgreicher sind als üblich.

Z.B. wurde die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ vom Ernst-Mach-Gymnasium nach Hürth geholt, ein Zeichen, dass die langjährigen, viel versprechenden Ideen von Prof. Beutelspacher aus Gießen sehr wohl bekannt sind. (mehr dazu)

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ist Mitglied im MINT-EC-Netzwerk (mehr darüber hier)

Und die Liste der Kooperationspartner unserer Hauptschule liest sich wie das „who is who“ der Hürther Wirtschaft. Und sogar das Institut für Chemie und Didaktik der Universität zu Köln unterstützt die Schule mit dem Besuch des Schülerlabors Elke sowie mit Lehr-Lernforschung.  (mehr)

Die SPD hatte im Schulausschuss gefordert, in einem Sofortprogramm die Schulen zu fördern. Dafür gab es im Ausschuss leider keine Mehrheit.

Wir freuen uns, dass der Bürgermeister etwas für die MINT-Fächer tun möchte! Das sinnvollere Vorgehen ist aber sicher folgendes:

  • Wenn ein Gutachten in Auftrag geben werden soll, dann nicht unter der falschen Flagge „MINT“. Zunächst sollte der Schulentwicklungsplan verabschiedungsreif gemacht werden. Dass dabei auch MINT betrachtet werden kann, versteht sich von selbst.
  • Wenn es darum geht, mehr Unterricht in MINT-Fächern zu ermöglichen, also mehr Lehrer einzustellen, ist dies Aufgabe des Landes. Hier könnten die schulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen im Landtag hilfreich sein.
  • Wenn wir in einem Sofortprogramm bald etwas verbessern möchten, fragen wir doch die, die es am besten wissen: die Schulleitungen und die engagierten Lehrer!