Hauptschüler stellen eigene Bilder aus

Am 8.7.19 fand im Foyer des Bürgerhauses die Ausstellungseröffnung der 8. und 10. Klassen der Hauptschule Kendenich statt.

Romain Burgy  (Bild oben mit der Schulleiterin Rita Röbel)  und Nabil Gharsallah hatten zusammen mit der Kunstlehrerin Antonina Dietze das Projekt geleitet, in dem Schülerinnen und Schülern das Thema „Lebenswelten“ gestellt wurde. Sie konnten hierbei allein oder mit Mitschülern Bilder gestalten, die ihre Vorstellungen vom Wohnen in der Zukunft zum Ausdruck brachten. Sie verwendeten dabei hochwertige Materialien, die die Freude am Gestalten nochmals erhöhten. So entstanden 27 Bilder, die einen interessanen Gesamteindruck vermittelten.

Romain Burgy betonte in seiner Rede, dass das Projekt auch ihm viel Spaß gemacht habe, aber auch bei den Schülerinnen und Schülern waren bleibende Eindrück geblieben, einige betonten, dass sie auch nach ihrem Schulabschluss der Kunst verbunden bleiben würden.

Schulleitung, Lehrer und Gäste wurden von David an der Gitarre und Cesare am Schlagzeug unterhalten.

Die Bilder wurden vor der Ratssitzung aufgehängt und werden noch einige Zeit dort zu sehen sein. Wir danken dem Bürgerhaus der Stadt Hürth, das diese Austellung ermöglicht hat.

Sommerfest zur interkulturellen Begegnung

Hürther Flüchtlingsinitiativen stellten sich vor

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Hürth, Frau Marita Meurer, hatte zu einem Begegnungsfest ins Familienbüro Mittendrin eingeladen. Dort präsentierten sich am 6.7.19 Organisationen der Flüchtlingshilfe wie die Hürther Brücke der Kulturen, das Frauenforum, die Flüchtlingshilfe St. Katharina Alt- Hürth, das Gewandhaus und andere.

Zu Kaffee und Kuchen stellten sie ihre Arbeit vor, es bot sich die Möglichkeit, sich untereinander besser kennenzulernen. Das Fest sei ein Zeichen der Anerkennung, wie Frau Meurer betonte, aber auch dafür gedacht, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Viele Besucher nahmen die Aktivitäten für Kinder und Erwachsene wahr. Eine gelungene Veranstaltung.

Gemeinsam statt einsam-Wege in die Zukunft

Am 3.7.19 fand im Kreishaus in Bergheim die Fachtagung zur Demenzforschung statt, organisiert von Frau Dr. Schreckling von der Alzheimer-Gesellschaft im Rhein-Erft-Kreis (Bild oben).

Auf dem Programm standen Themen wie neue Erkenntnisse der Demenzforschung, das Verhältnis von Sport und Demenzprävention und Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz, sowie  ein Vortrag von Franz Müntefering, dem Vorsitzenden der BAGSO, (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen).

Zuerst stellte Prof. Frank Jessen von der Universität Köln dar, dass sich in der Demenzforschung in den letzten Jahren der Fokus verschoben habe von dem Ansatz, Amyloide Plaques beseitigen zu können hin zur Prävention, bei der Lebensstilfaktoren eine große Rolle spielen. Stand der Forschung sei, dass Faktoren wie Übergewicht, hoher Blutdruck, Rauchen, Depressionen, körperliche Inaktivität, soziale Isolation und Diabetes eine Rolle spielen. 35% des Demenzrisikos seinen modifizierbar, weil Bluthochdruck und Diabetes gut einzustellen seien. Auch sind gesunde Ernährung und guter Schlaf wichtig.

Im Vortrag über Sport und Bewegung von Prof. Klara Brixius stand der Ansatz im Mittelpunkt, dass Menschen, die kaum sportliche Aktivitäten ausüben, an Bewegung herangeführt werden. Dafür gibt es den Alltags-Fitness-Test, der im Internet verfügbar ist. Hierbei werden 14 Funktionen aufgelistet, davon müssen 7 allein durchgeführt werden können. Durch das Alltags-Trainingsprogramm kann die persönliche Fitness verbessert werden.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der Josef-Metternich-Musikschule.

Es spielten das Duo Operation Tandem mit Robert Mensebach und Bernd Lechtenfeld

sowie das Veeh-Harfen Ensemble unter der Leitung von Ulla Henkel.

Hauptredner des Tages war Franz Müntefering, der zu Beginn seines Vortrages klarmachte, dass demente Menschen Unikate sind, die gemäß ihren individuellen Eigneschaften gut behandelt werden müssen. Hierbei können die rund 500 Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz helfen. Im nächsten Jahr soll eine nationale Demenzstrategie entwickelt werden, die auch im Bundeskabinett beraten wird. Die Rolle der Kommunen muss dabei gestärkt werden. Bisher ist nur die Jugendhilfe eine Pflichtaufgabe, Altenhilfe ist dagegen nicht definiert und keine Pflichtaufgabe. Dabei stellt sich die Frage der Altenhilfe in Zukunft verstärkt, da die Anzahl der Alten in der Gesellschaft zunehmen wird. Ein wachsendes Problem ist die Einsamkeit, die möglicherweise mit aufsuchender (zugehender) Altenarbeit bekämpft werden kann. Hier sind wieder die Kommunen gefordert, die aber durch Bund und Land unterstützt werden müssen.

Die letzten Tage von Real im Einkaufszentrum:

eine Ära geht zu Ende

Am 29.6.19 ist der letzte Verkaufstag im Real im Einkaufszentrum Hürth. Damit geht eine Ära zu Ende: seit der Eröffnung des Einkaufszentrums 1977 gab es ein Warenhaus mit breiter Angebotspalette. Anfangs unter dem Namen Allkauf und auf zwei Etagen verteilt, wurde die Möbelabteilung auf der oberen Etage aufgegeben und es blieb das Angebot von Lebensmitteln, aber auch Hausrat, Unterhaltungselektronik, Bekleidung und Fahrrädern.

1962 gegründet, wurde die Kette 1998 an die Metro verkauft. Der Name wurde zu  „Real“ geändert. 2012 wurde das 35jährige Bestehen des Einkaufszentrums gefeiert, das bis heute verschiedene Besitzerwechsel hinter sich hat.

Auch bei Real steht ein Besitzerwechsel an: im Herbst 2018 verkündet die Metro, sie wolle Real verkaufen. Am 6.12.18 nun gab Real bekannt, dass der Markt in Hürth geschlossen würde. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für die Beschäftigten! Sie konnten sich nun über die Feiertage auf ihre Arbeitslosigkeit vorbereiten. 98 Arbeitsplätze von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die teilweise schon Jahrzehnte diesem Betrieb gearbeitet haben und nun wenig Aussicht auf einen neuen Arbeitsplatz haben, gehen verloren. Die Beschäftigten hatten in der Vergangenheit bereits versucht, mit Lohnverzicht ihre Arbeitsplätze zu retten – vergeblich.

Die SPD Hürth solidarisierte sich mit den Beschäftigten, führte Gespräche mit dem Betriebsrat und schrieb die Zentrale an, um eine andere Lösung zu fordern. Die Düsseldorfer Zentrale verteidigte in einem dürren Vierzeiler ihre Position mit der Behauptung, sie hätten ihre soziale Verantwortung durch einen Sozialplan wahrgenommen.

Wie soll es nun weitergehen? Niemand der Verantwortlichen ist zu einer Stellungnahme bereit, die Zukunft des Einkaufszentrums ist ungewiss. Es ist zu erwarten, dass der Verkaufsraum monatelang leerstehen wird, erst im Dezember soll ein anderer Lebensmitteldiscounter ins Einkaufszentrum kommen.

Diese Situation bereitet große Sorgen um die Zukunft dieses Standortes. 

Wir wünschen allen, die durch die Schließung des Real ihren Arbeitsplatz verloren haben, alles Gute für die Zukunft und bieten unsere Unterstützung an.

Gesundheitstag am Goldenberg-Europakolleg

Am 18.6.19 fand zum 7. Mal am Goldenberg-Europakolleg in Hürth der Gesundheitstag statt. Die pädagogische Leitidee der „Gesunden Schule“ wird an diesem Tag für alle 750 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erlebbar. Jeder Schüler wählt an diesem Tag drei Seminare à 60 Minuten, es stehen 22 Angebote zur Wahl. Die Themen reichen von  Autogenem Training über Vorbeugung bei Alkohol- und Drogenkonsum, Sportangebote wie Bogenschießen bis zu Fahrsicherheitstraining und Stammzellentypisierung.

Die Schule hat sich dem Landesprogramm Bildung und Gesundheit verschrieben und ist damit eine von 9 Berufskollegs in NRW. Allerdings ist der Gesundheitstag keine Pflichtaufgabe, die das Förderprogramm vorschreibt. Das Gesundheits-Team des Berufskollegs hat den Anspruch entwickelt, die Schule salutogen, also gesundheitsfördernd zu gestalten. Dazu gehört, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken, sie bei Prüfungsangst zu trainieren, sie mit dem Thema Sicherheit am Arbeitsplatz vertraut zu machen und Suchtprävention zu betreiben.

Das Europakolleg arbeitet mit vielen Kooperationspartnern  wie der Polizei, der Salus-Klinik, dem Frauenforum, der Feuerwehr, aber auch mit vielen Vereinen zusammen.

Frau Drechsler und das Gesundheits-Team führten die Gäste aus Verwaltung, Politik und Polizei durch die Schule und zeigten die Vielfalt der angebotenen Seminare. Hier seien nur stellvertretend der Rollstuhlparcours, der Ernährungskurs und der Trommelkurs genannt.

Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement die Schule den Gedanken der Gesundheitsförderung an die Schüler heranträgt.

Wie wir es wollen

– ein Musiktheater und Film-Spektakel, losgelöst von Shakespeares Sommernachtstraum, dargestellt von über 60 Schüler*innen der Gesamtschule Hürth

Dank ihrer jahrelangen ausgezeichneten Projektarbeit an der Deutschherrenschule hat die Josef Metternich Musikschule gemeinsam mit der Gesamtschule Hürth den Zuschlag für ein ganz besonderes Vorhaben bekommen: „Wie wir es wollen“ – ein Musiktheater- und Film-Spektakel, losgelöst von Shakespeares Sommernachtstraum – ein Projekt im Rahmen der „Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung , gefördert  mit einer Fördersumme über 100.000 Euro.

Ein Dank geht an alle Unterstützer

Seit Oktober probten die Jugendlichen aus den Klassen 5 bis 7 wöchentlich mit ihrer Stimme im Chor, in der Theatergruppe, im Percussions-Ensemble, in der Trickfilm Gruppe und im Streichorchester neue Fähigkeiten, lernten etwas, was sie sich vorher noch nie gewagt hatten. Ausgehend von Shakespeares verrückter Vorlage und dann mit ihren Ideen ganz aktuell gestaltet haben die Jugendlichen ihr eigenes Stück entwickelt: das Gefühlschaos der ersten Liebe, das Durcheinander von Freundschaft und Eifersucht, der Wunsch nach Heirat und einem großen Fest mit all seinen Facetten und Wünschen – wie sie es wollen.

An einem ersten Wochenende im Oktober vergangenen Jahres  in Hellenthal lernten sich die Jugendlichen näher kennen, arbeiteten mit den  sechs Dozent*innen in den einzelnen Professionen und stellten schließlich an einem Wochenende in der Jugendherberge Brüggen das ganze Stück zusammen. Sie können auf eine ungemein erlebnisreiche Zeit zurückblicken, mit all ihren Hoffnungen, Wünschen, aber auch Ausdauer, Rückschlägen, schwierigen und glücklichen Momenten. Dies alles hat das Team zusammengebracht, so dass sie am letzten Wochenende formulierten: wir sind wunderbar unterstützt worden, wir schaffen das!

Die kulturelle Arbeit der „Bündnisse für Bildung“, durchgeführt vom Verband deutscher Musikschulen (VdM), soll Jugendliche ansprechen, die sonst keinen so einfachen Zugang dazu haben, mit Instrumenten, Bewegung und Gesang, Theater und Filmtechnik ihre Gefühle und Ideen auszudrücken, gemeinsam zu lernen und künstlerisch etwas zu gestalten. Respekt vor dem anderen, miteinander lernen, gemeinsam leben und erleben, ist die Grundlage für die Arbeit der sechs Dozent*innen aus den unterschiedlichsten Professionen.  Und um gleich keine Barrieren entstehen zu lassen, war das Ganze – Wochenkurse, Wochenendfahrten, Instrumente, Fahrten nach Köln und, und, und – für die beteiligten Schüler*innen kostenlos.

Auf Seiten der Gesamtschule war ein ebenso starkes Team von sechs Kolleg*innen mit dabei, um die Verbindung zum alltäglichen Schulleben zu gestalten, die Power der Jugendlichen, die sie im Projekt von ganz anderen Seiten kennen lernen können, im Schulleben lebendig zu halten.
Last but not least unterstützt der Förderverein der Musikschule dieses Projekt mit Manpower durch die ganze finanzielle Abwicklung.

Am 13.6.19 war es dann soweit:

Eine geheimnisvolle Atmosphäre am Anfang

Im vollen Römersaal entfalteten die SchülerInnen ein farbenfrohes Feuerwerk aus Musik und Tanz, Schauspiel, Gesang und Film über Liebe und Eifersucht, Freundschaft und Rivalität.

Eine bunte Hochzeitsgesellschaft

Alle Zuschauer waren gefesselt von singenden und tanzenden Elfen, wandernden und sprechenden Bäumen und einer bunten Hochzeitsgesellschaft. Das Ganze unterstützt von Streichern und der Perkussionsgruppe. Interessant auch die Trickfilme zwischendurch und die Interviews mit Passanten vor den Liebesschlössern auf der Hohenzollernbrücke. Die begeisterten Zuschauer dankten mit langem Applaus.

Großer Applaus auch in Bonn

Eine zweite Aufführung gab es in Bonn im Theater im Ballsaal mit anderem Ambiente aber genauso erfolgreich.

Eine tolle Leistung, die hohe Anerkennung verdient

Wir hoffen und wünschen, dass die Stadtverwaltung ihren Widerstand gegen solche Projekte aufgibt, die den Kindern unserer Stadt zugute kommen.

Neue Leitungen in Stadtbücherei und Musikschule

Die neuen Leitungen von Musikschule und Stadtbücherei stellten sich vor

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Bäder (KSB) stellten sich am 5.6.19 die neuen Leitungen der Stadtbücherei, Frau Barbara Hoevels, und der Musikschule, Herr Thorsten Roth, vor, weil die SPD darum gebeten hatte.

Herr Roth ist ausgebildeter Kapellmeister, er hat bereits Musikschulen in Nördlingen und Kloten geleitet. Zu Beginn seines Vortrages erläuterte er, dass die Josef-Metternich-Musikschule rund 1800 Schülerinnen und Schüler habe, davon ungefähr 200 in Zusammenarbeit mit dem Förderverein. Er dankte dem Förderverein für seine Arbeit. Dann beschrieb er seine Vorstellungen zum Unterricht. Er legt besonderes Gewicht darauf, die Freude am Musizieren zu vermitteln, da für ihn Musik zur Persönlichkeitsbildung gehört. Dabei sieht er aber auch, welche Bedeutung das Vorspielen für die musikalische und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hat. Er will nicht nur Einzelunterricht, sondern auch das Musizieren in Ensembles weiter fördern.

Er wird die Projekte weiter fortführen, für die bereits Mittel bewilligt sind. Eine Wiederaufnahme des Musicalprojektes an der DHS sieht er frühestens im Herbst 2020.

Die neue Leiterin der Stadtbücherei, Frau Hoevels, die vorher Leiterin der Stadtbücherei in Burscheid war, stellte zu Beginn die Herausforderungen von Büchereien im allgemeinen dar. Sie nannte Stichworte wie Dritte Orte, Open Library, Bücherei als Lernort. Für uns in Hürth ist nur der letzte Aspekt von Bedeutung, die Bücherei als Lernort funktioniert, besonders für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.

Das Selbstverbuchungssystem (RFID) soll ab Juli 2019 zum Einsatz kommen. Die Etikettierung und Erfassung sind abgeschlossen. Entgegen den ursprünglichen Plänen wird der Rückgabeautomat im Vorraum der Bücherei stehen, dafür sind noch bauliche Veränderungen nötig. Die Umstellung erfordert von Nutzern und Personal Eingewöhnungszeit.

Es ist unsicher, ob es wieder einen Sommerleseclub für Schülerinnen und Schüler geben wird, aber eine Schließung der Bücherei wie im letzten Sommer ist nicht vorgesehen. Für Werbeaktionen ist ein Flyer angedacht, da es die geplante Werbeaktion des Kreises nicht gegeben hat.

Als Fazit der beiden Vorträge ist festzuhalten, dass der Betrieb in beiden Einrichtungen jetzt wieder normal verlaufen kann. Denn es muss gesagt werden, dass die Stadtverwaltung die Neubesetzung lange hinausgezögert hat, so dass der Übergang holprig verlief. Im Fall der Stadtbücherei musste erstmalig 3 Wochen im Sommer geschlossen werden, in einer Zeit, die bevorzugt fürs Lesen genutzt werden kann.

Im Fall der Musikschule war es noch schlimmer: Die Stelle des Musikschulleiters blieb zweieinhalb Monate unbesetzt. Gleichzeitig ging die langjährige Sekretärin in Ruhestand, so dass kein erfahrener Ansprechpartner vorhanden war und keine geordnete Übergabe erfolgen konnte. Diese Politik wird zu Ungunsten der Nutzer und auf dem Rücken der Mitarbeitenden ausgetragen, die diese Defizite ausgleichen müssen. Auf diese Weise hat Herr Roth bereits jetzt 100 Überstunden angehäuft.
Und für die Stadtkasse sind auch Einnahmeausfälle zu befürchten. Manche Anmeldung zum Musikunterricht dürfte unterblieben sein, weil das Büro nicht besetzt war, oder wurde zurückgezogen, weil keine zeitnahe Bestätigung erfolgte.

Es ist zu hoffen, dass sich die Situation bald beruhigt und die gute Arbeit von Stadtbücherei und Musikschule weitergeführt wird.

Wir wünschen beiden Leitungen alles Gute, eine glückliche Hand in ihren Entscheidungen mit Impulsen für die Zukunft.

Besuch im Chemiepark Knapsack

Die AG 60+ der Hürth SPD besuchte am 17.5.19 den Chemiepark Knapsack. Nach der kurzen Busfahrt vom ZOB am Hürth Park stand eine Präsentation über den Chemiepark auf dem Programm. Günther Geisler, ehemaliger Mitarbeiter und Mitglied der Pensionärsvereinigung Knapsack, versorgte die Besucher mit Zahlen und Fakten.

Am Standort Knapsack wurde 1907 eine Anlage zur Produktion von Kalkstickstoff eröffnet, entscheidend für die Lage war die Nähe zum Energieträger Braunkohle. Kalkstickstoff wurde in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Es entwickelten sich Produktionsstätten für Phosphor; nach dem Abbau der Phosphorchemie wurden die Chlorchemie und die Herstellung von Kunststoff und Pflanzenschutzmitteln zum Kerngeschäft.
Der Chemiepark in seiner heutigen Form wurde 1998 gegründet, wobei die Hoechst AG in verschiedene Geschäftsbereiche aufgespalten wurde. Als Betreibergesellschaft für den Chemiepark fungiert bis heute die Infraserv Knapsack. Allerdings wurde uns Besuchern gesagt, dass sich dieser Name in Kürze ändern soll.

Nach dem Vortrag von Herrn Geisler wurde vom Kraftwerksleiter, Herrn Dirk Böhme, die Funktionsweise der Ersatzbrennstoffkraftwerks (EBKW) erläutert. Das EBKW verbrennt 300.000 Tonnen Abfall pro Jahr, der Bunker fasst 10.000 Tonnen vorsortierte Gewerbe- und Industrieabfälle, die speziell aufbereitet angeliefert werden. Die Besucher konnten dem Kranführer über die Schulter schauen, der die Abfälle dann mit seinem Greifer in den Aufnahmetrichter gibt. Der riesige Greifer fasst 5 Tonnen Abfall und könnte mit wenigen Griffen einen LKW vollladen. Die Abfälle werden bei 850° verbrannt. Dadurch werden auch Dioxine und Furane zerstört. Mit der Wärmeenergie der Kessel werden stündlich etwa 140 t Dampf erzeugt, der mit einem Druck von 60 bar und einer Temperatur von 420° eine Turbine für einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. So werden ca. 234.000 Megawattstunden elektrische Energie für den Chemiepark erzeugt, dies entspricht dem Bedarf von 68.000 Haushalten. Im Vergleich zur Stromerzeugung aus Braunkohle spart dieses Verfahren 92.000 t CO2 ein.
Zukünftig soll auch Klärschlamm verbrannt werden, der nicht mehr als Düngemittel auf den Feldern ausgebracht werden darf.

Nachdem die Besucher Schutzwesten, Helme und Schutzbrillen angelegt hatten, wurden sie durchs Kraftwerk geführt, wo sie die Prozesse nachvollziehen konnten.

Besuch in der Leitstelle

Das Mittagessen wurde in der Kantine eingenommen. Danach wurden die Besucher im Bus über das Gelände gefahren, um ihnen einen Eindruck vom Chemiepark zu verschaffen.

Viele der Besucher hatten eine persönliche Beziehung zum Chemiepark, sei es, dass sie selbst früher dort beschäftigt gewesen waren oder dass Verwandte oder Bekannte jetzt noch dort arbeiten. Das machte es für sie besonders interessant.

Wir danken dem Chemiepark für die kompetente Führung und die gute Bewirtung.
Da nicht alle Interessenten berücksichtigt werden konnten, gibt es am 6.9.19 noch einmal die Gelegenheit, diesen Besuch durchzuführen. Wir freuen uns darauf.

Mehr Sicherheit für alle Schulkinder!

Bürgerproteste haben kürzlich dazu geführt, dass die Stadtverwaltung an der Carl-Orff-Schule die Einrichtung von Hol- und Bringzonen prüfen wird. Die SPD fordert eine solche Prüfung seit langem auch für die Deutschherrenschule in Hermülheim. Und auch an der Sudetenstraße beim ASG und der Gesamtschule gibt es nach Aussage der Schulleitungen Handlungsbedarf.

Viele Grundschüler werden zur Schule mit dem PKW gebracht. Manche Eltern meinen, ihr Kind fast in den Klassenraum fahren zu müssen. Ein Mittel dagegen sind die Hol- und Bringzonen, die lt. ADAC mindestens 150 m, am besten aber mehr als 250 m von der Schule entfernt liegen sollen. Das Ziel ist, dass

  • alle Kinder durch den gut geplanten Weg zur Schule Sicherheit im Straßenverkehr erlernen
  • kritische Situationen und Unfälle vermieden werden
  • die Anlieger in der Umgebung entlastet werden

Die Einrichtung solcher Zonen ist aber nur ein Teil eines umfassenderen Konzepts. Im Leifaden für die Praxis „Das Elterntaxi an Grundschulen“ des ADAC von 2018 ist dies leicht verständlich nachzulesen.

Viele Teile dieses Konzepts hat die Schulleitung bereits durchgesetzt. So gibt es z.B. regelmäßig Aufklärungsaktionen der Eltern mit Anregungen zur Verkehrserziehung und „Denkzettelaktionen“, bei denen in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt dem Nachdruck verliehen wird. Es fehlen aber die geeigneten Hol- und Bringzonen und die damit verbundenen Maßnahmen. Gelegentlich ist es ja nötig, doch den PKW zu nehmen, dann aber bitte nur bis zu einer der Bringzonen!

Nicht zuletzt wegen der Aufhebung der Schulbezirke im Jahr 2006 durch die CDU-geführte Landesregierung wählen Eltern leider nicht unbedingt die nächste Grundschule und sorgen so für Autoverkehr.

Schwarz-Grün bestreitet die Notwendigkeit für die DHS, verweigert sogar eine Prüfung der Verhältnisse und verweist auf eine andere Schule, bei der die Situation nicht so kritisch sei. Ein kurzer Blick auf den Stadtplan sollte genügen, um zu erkennen, dass die Lage der Deutschherrenschule mit dem Sackgassensystem besonders gefährlich ist und ein Eingreifen erfordert.

Die Kinder der Deutschherrenschule und der Carl-Orff-Schule sollten uns gleich wertvoll sein!

 

Eine Lösung für Elterntaxis?

Der Verkehr in unserer Stadt ist oft anstrengend, besonders zu den Stoßzeiten. Extrem stressig geht es aber morgens vor den Schulen zu, wo Eltern ihre Kinder mit dem Auto hinbringen. Of kommt es dabei zu gefährlichen Situationen, wegen Zeitdruck und Enge der Straße.

Eine Lösung könnten die sog. Hol-und Bringzonen sein, wo Eltern ihre Kinder absetzen können, so dass sie von dort aus zur Schule gehen.

Die SPD hatte bereits 2016 einen Antrag zur Einrichtung solcher Kurzzeitparkplätze für die Deutschherrenschule und das ASG in den Schulausschuss eingebracht. Beide Schulen hatten sich dafürausgesprochen. Leider aber lehnten CDU/Grüne diesen Vorschlag ab.

Ausgelöst durch Bürgerproteste ist nun in der Verwaltung ein Denkprozess in Gang gekommen, der unsere Idee wieder aufnimmt. An der Carl-Orff-Grundschule könnte es Hol-und Bringzonen geben, in denen die Kinder abgesetzt werden können. Wir werden deshalb einen erneuten Vorstoß unternehmen, die gefährliche Situation an der Deutschherrenschule und dem ASG zu entschärfen. Wir hoffen, dass die Mehrheit sich dieses Mal anschließt, damit wir gemeinsam zum Wohle unserer Stadt handeln.